Lesehinweis

(Powerplayer) Bereits mehr als 20 Jahre vor „World of Warcraft“ wurden Rollenspiele für Gewalttaten verantwortlich gemacht, auch wenn die analogen Pen-&-Paper-Rollenspielen für Außenstehende wenig greifbar waren. Diese „Lücke“ wurde durch den Film „Mazes and Monsters“ geschlossen, bei dem sich der Hauptdarsteller in einem Fantasyrollenspiel verliert und nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann. Wer mehr über diese Hintergründe erfahren möchte, kann sich am kommenden Mittwoch die PC-Games Powerplayer zulegen, in der sich Harald Fränkel diesem Thema angenommen hat.

42 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es die PC-PowerPlay seit gut 3 Jahren nicht mehr und die Power Play wird bereits seit über 10 Jahren nicht mehr gedruckt. Irgendwo ist da grad ein fieser Fehlerteufel bei euch… °_°

  2. Soso, also irgendwie erinnert mich „… bei dem sich der Hauptdarsteller in einem Fantasyrollenspiel verliert und nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann …“ ziemlich an ein Kinderbuch namens „Die unendliche Geschichte“, welches man meines Wissens noch nie als gefährlich eingestuft hat.
    .
    Je mehr ich darüber nachdenke, desto passender finde ich den Titel dieses Buches…

  3. Ich hab letztes Jahr mal ein, wie ich finde, wirklich guten Brief an Herrn Pfeiffer geschrieben in dem ich ihn auf die Gefahren der Pen&Paper-RPGs hinwies und dabei sogar noch die Parallen zu Computerspielen des selben Genres aufgezeigt habe. Ich hab nichtmal eine Antwort erhalten. Nichtmal ein „haha sehr komisch“. Ich fand den Brief wirklich sehr besorgniserregend und genau in seiner Argumentationslinie geschrieben.

    Naja.. sind halt nicht mehr aktuell die Pen und Paper Spiele.

  4. @Tentakelzombie

    Nope, es gab mal den Versuch eine Ausgabe des White Dwarf, des Warhammer Magazins auf den Index zu setzen, wurde aber nicht durchgebracht.

  5. @frontal21
    Nicht nur eine White Dwarf ausgabe, auch der Codex: Orks (2000 war das glaub ich), sowie das Spinoff-system Gorkamorka sollte auf den Index gesetzt werden.

    Wohl wegen der „gewaltverherrlichenden“ Sprache und Einstellung der Warhammer 40k Orks.

    http://www.sphaerentor.com/wh40k/download/GW_Indizierung.pdf
    Eine gutachterliche Äußerung eines Professors der Uni Vechta.

    Die BpjS war halt schon immer etwas komisch… wenn man schon Warhammer Orks ernst nimmt und als ‚jugendgefährend‘ ansieht… Mann Mann

  6. Nachtrag:
    Naja schlussendlich kam es ja nicht zu einer Indizierung, da es ja lediglich zu einem Antrag seitens des Jugendamts Gummersbach kam.
    Aber schon interessant, wie oberflächlich seitens des Jugendamts an ‚fremde‘ Sachen herangegangen wird.
    Schon nach kurzer Recherche (auch damals) hätte einem auffallen MÜSSEN, dass quasi alles im 40k-Universum dermaßen überzeichnet und übertrieben ist (over-the-top wie man so schön sagt).

    Alles in allem eine amüsante Kuriosität in der Geschichte des deutschen Jugendschutzes. Böse böse Modellbauzeitschriften…

  7. Von Spielekillern oft kopiert, doch (zum Glück!) nur selten erreicht: Herrn Chicks gar lustge Bildergeschichtlein zu diesem wie auch anderen Reizthemen der Fundamental-Christen (wie z. B. Homosexualität). Siehe hier: http://www.chick.com/reading/tracts/0046/0046_01.ASP
    .
    Obwohl, wenn ich mir nochmal den Kölner Aufruf oder einige Zitate aus der Datenbank zu Gemüte führe, sind die Spielekiller gar nicht so weit davon entfernt…
    .
    Jesus saves! GOd is love!

  8. @ Laton… Ah, das wars… danke ^^
    @ Roland_09
    Das Ding kenn ich… gehört zu den mit Abstand behämmertsten Sachen, derer ich je ansichtig wurde xD

  9. Der Comic ist ja wohl geil! zeigt die Blödheit und die Naivität von Extrem Gläubigen on Mass! Aber Klar, der einzige Ausweg aus Dungeons and Dragons ist JESUS!

  10. Ich hab irgendwo noch einen uralten BILD-Artikel zu dem Thema. Was bin ich froh, dass zumindest diese Baustelle mittlerweile weg ist, auch wenn keiner was draus gelernt hat.

  11. „«Ich bin nicht generell gegen Computerspiele, sondern gegen solche, die die Hemmschwelle der Gewalt bei jungen Leuten herabsetzen.» Menschen, die Killerspiele spielten, lebten in zweierlei Welten.“
    ?
    Bitte wer leidet hier an Realitätsverlust.
    Mich würde wirklich interesieren welche Spiele er meint…

    Happy Coding.

  12. gab es eigentlich jetzt mal einen großen presseaufmarsch, weil die der vdvc erklärt hatte, sich nicht mehr mit dem aaw unterhalten zu wollen?
    irgendwie hört und liest man davon rein gar nichts.

  13. Die Ähnlichkeit ist frappierend: Was früher die Große Satanische Verschwörung war, die die Kinder zu Satanisten, Hexern und Vampiren transformiert, ist heute der militärisch-industriell-mediale Komplex, der die Wissenschaft korrumpiert und die Kinder zu Tötungsmaschinen erzieht.
    .
    Erschreckend ist auch die unerträgliche Leichtigkeit, mit der man zum gerichtlich bestellten Experten für irgendwas wird. Uns Hardy ist ein direkter Abkömmling von Stammutter Pulling

  14. Hardy Schober gibt dem vater von tim k. die schuld, dass es zum amokläufer gb, ihndem er ihn im waffengebrauch schulte. sein ein arschloch.

    Dass ego-shooter die reaktionsfähigkeit bei solchen dingn erhöht ist bekannt, gibts auch andere studien die das belegen. das liegt natürlich dran, dass reaktionsschnelle verlangt wird. genauso haben sie ein besseres raumvorstellungsvermögen, da sie sich ja im 3-dementionalen raum bewegen in der ich perspektive. durch das azskuntschafften was man ja zwangläufig tuen muss, der map schafft sich der kopf eine 3d ansicht der kompletten map. genauso schulen manche rollenspiele das orientierungsvermögen, weil man häufig riesige dangeons erkundet, sogar manchmal ohne map. zudem merkt man sich häufig, wo bestimmte gegenstände liegen.

  15. @Kranki: Diesen Artikel kannte ich jetzt noch nicht. In denen die ich kenne ging es immer um D&D, nie um DSA. Danke dafür!
    Weißt Du noch wann dieser Artikel erschienen ist? (BILD-Zeitung hattest Du ja schon gesagt, nur das Datum noch nicht)

    Gruß
    Aginor

  16. Nein, leider nicht, den hab ich auch nur im Internet gefunden. Als Quelle wurde nur die BILD genannt, ohne Datum.
    Man kann ja bisschen spekulieren: Auf dem Bild ist ein Brettspiel zu sehen, mit Figuren und Pappmauern, was ja eigentlich nicht zum Pen&Paper-Grundstock gehört. Würde mich auch schwer wundern, wenn DSA in seiner ersten Version mit 32 Spielkarten und einem Pappdungeon ausgeliefert worden wäre. Laut Wikipedia erschienen solche Brettspiele auf DSA-Basis erst 1992-94. (Man bemerke, wie die BILD behauptet, DSA hätte 1984 mit dem Brettspiel angefangen.)
    Der Killerspiel-Quatsch ging dann nach Columbine los, das war 1999. Ich glaube nicht, dass danach noch so ein Artikel über DSA erschienen wäre, zumindest nicht, ohne das zu erwähnen.
    Ich schätze den Artikel daher auf etwa Mitte der 90er.

  17. Ich habe mit DSA im zarten Alter von 12 Jahren angefangen, das war so um 1987 (ich = alter Sack!). Ich erinnere mich, daß damals in den Katalogen der Spielzeugläden halt auch Plastikkram zu DSA auftauchte, unter anderem gab es so ein unsägliches Batman-artiges Ding, was der Spielleiter anziehen sollte, „Die Maske des Meisters“. Der Zusammenhang mit DSA war mir schon damals nicht ganz klar…

  18. … unvergessen auch die entsetzte Frage einer Tante, als ich ihr gezwungenermaßen zu erklären versuchte, was wir denn das ganze Wochenende über so machen: „Nehmt ihr denn auch Drogen?!“

  19. Ja, zu DSA gibt es schon Bodenpläne und Figuren wenn ich mich recht erinnere, und das auch schon seit einer ganzen Weile.
    Natürlich ist DSA kein Brettspiel, und Spielkarten gibts da normal auch nicht. Das haben die vermutlich einfach erfunden, weil sie sich unter einem P&P-Rollenspiel das man am Tisch mit Würfeln spielt einfach nichts anderes vorstellen konnten als ein Brettspiel… Und dass sie dann noch LARP reinmischen….

    Aber jetzt woch ich so nachdenke…..
    Hier! Das haben die evtl. angeschaut: http://www.superfred.de/burgdesschreckens.html
    Es ist ein Brettspiel, das außer dem Namen mit DSA nicht viel gemeinsam hat. Und da sind 32 Karten, 4 Würfel und 25 Figuren dabei… Aber erst 1992 erschienen wie es scheint. DSA (das P&P) gibts allerdings wirklich seit 1984.

    Also typisch BILD: Alles vermischen, ein bissl Wahrheit rein, den Rest erfinden…

    Gruß
    Aginor

  20. Nachtrag: Also Bildzeitung ist es definitiv, die beiden haben bei der Bild gearbeitet. Frau Schneiders Xing-Profil nennt die Axel Springer Jounralistenschule als Ausbildungsort, und Herr Costanzo macht scheinbar immer noch Fotos für BILD, besonders in Hamburg. Er hat z.B. manche der BILD-Fotos zu Beusts Rücktritt gemacht.
    Das ist also geklärt^^

    Das Bild hab ich mir auch nochmal genau angeschaut, es ist „Die Burg des Schreckens“. Erschienen 1992.

    Gruß
    Aginor

  21. Im „DSA Abenteuer Ausbauspiel“ von 1986 sind Bodenpläne und Pappfiguren enthalten gewesen.
    Mit der 2 Version von DSA wurde das Kampfsystem aber gewaltig abgeschwächt, schließlich passt das Kämpfen nicht „zum wahren Rollenspiel TM“ ;)

    Erst mit der 4 Edition ist DSA einigermaßen wieder spielbar geworden, da hochstufige Helden nicht mehr mit Drachen um die Anzahl der Lebenspunkte konkurrieren und ein gute Kämpfer seine 95% Chance auf Angriff und Verteidigung freiwillig reduzieren kann um die gegnerische Abwehr zu überwinden bzw besondere Effekte zu erzielen.

    Ich warte jedenfalls auf DSA 5, in dem hoffentlich die blödsinnige 3W20 Probe für Talente und Zauber abgeschafft wird ;)

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