Pirate-Gaming im Interview

(dieweltzockt) Neben dem “Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler” (vdvc) tritt hierzulande auch “Pirate-Gaming” für die Interesse der Spieler ein. Wer sich einen Überblick über die Themen verschaffen möchte, mit denen sich “Pirate-Gaming” zur Zeit beschäftigt, kann dies bei einem Podcast von “Die Welt Zockt” tun. Neben der “Killerspiel”-Debatte geht es auch um Datenschutz, Kopierschutzsysteme, DRM, Zensur und andere Missstände.

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3 Gedanken zu “Pirate-Gaming im Interview

  1. Es ist historisch so gewesen und heute unverändert gültig, dass Hersteller von Computerspielen um ihre Einnahmen fürchten müssen, wenn ein Spiel neu auf den Markt kommt, denn das rein aus Daten bestehende Produkt lässt sich verlustfrei mit handelsüblichen Mitteln vervielfältigen und privat weitergeben.
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    Aus diesem Grund besteht der uralte Wettlauf zwischen dem Hasen (Hersteller) und dem Igel (Verbraucher) fröhlich weiter, der in immer wieder neuen Varianten ausgetragen wird.
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    Wie soll man die Verbraucher zur Ehrlichkeit führen, wenn der Ehrliche doch immer wieder der Dumme ist? Unsere politische Landschaft lehrt uns ja tagtäglich, dass Ehrlichkeit längst nicht mehr zeitgemäß ist…
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    Dass die Hersteller weiterhin Wege suchen und beschreiten, sich ihre Einnahmen bis zu einem gewissen Maß zu sichern (traditionell musste ein Spiel innerhalb von 90 Tagen verkauft worden sein, danach hatte es jeder Interessierte), ist verständlich. Über den Grad der Verbraucherfreundlichkeit bei den getroffenen Maßnahmen kann man trefflich streiten, doch letzten Endes wird das uralte Marktgesetz von Angebot und Nachfrage regeln, welche Schritte sich die Verbraucher von den Herstellern gefallen lassen, und welche nicht.
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    Wer will und kann daran welches Detail ändern?

  2. leider etwas schlechte audioqualität. interessantes interview, die jungs von pirate-gaming wirken sehr kompetent. erschreckend und deprimierend fand ich allerdings, dass die interviewer nichts von dem schlagabtausch zwischen aaw und pirate-gaming/vdvc mitbekommen haben. ich schreib gleich eine mail an das AAW, bzw. schober und pressesprecher, wo ich frage, ob sie das replikt von pirate-gaming überhaupt gelesen haben. habe da so meine zweifel.
    ich wäre ja für einen stigma-podcast. hatten wir den vorschlag nicht schonmal? fänd ich interessant :)

  3. Ich denke das Wichtigste wäre es bei der Debatte um Gewaltdarstellungen zumindest, dass man sich eben auch dafür einsetzt was man selbst unter Umständen für schlecht hält, aber dass ein anderer Mensch halt doch seine Freude daran haben kann.
    Dieses Denken sehe ich in Deutschland arg in Bedrängnis wenn es um Medien geht: wenn im Film “Antichrist” über Spezialeffekte in Großaufnahmen Willem Dafoe Blut ejakuliert und sich Charlotte Gainsbourg die Schamlippen abschneidet dann ist das bloß “jugendbeeinträchtigend”, wird von der FSK freigegeben – und wieso? Weil es noch gefördert in NRW entstanden ist – im Abspann taucht sogar das ZDF-Logo auf, während sich ansonsten dort über “üble Produkte” der Videospielindustrie beklagt wird. Sich so für überlegen gehalten wird. Bei brutalst normierten Vorstellungen von “Kunst” und “Kultur” – rücksichts- und erbarmungslos vorgegangen wird. Einfach drübergefahren über den Ausdruck anderer Menschen. Bis hin zur “Verwertung” in Müllverbrennungsanlagen. Andere, GESUNDE Ejakulationen so abgelichtet im Land gewöhnlich für “schwer jugendgefährdend” gehalten werden und automatisch indiziert sind. Eine Diskriminierung von Medien sondergleichen

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