Kritik an „Bundestags-LAN“

(mopo) Um ihren Kollegen einen Eindruck von Videospielen zu verschaffen, wird von drei Bundestagsabgeordneten eine LAN-Party organisiert. Die Politiker sollen die Gelegenheit bekommen gängige Spiele selbst anzuspielen um Berührungsängste abzubauen. Unter den Spielen sollen sich auch gewaltdarstellende befinden, was der Vorsitzende des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ kritisiert:

„Die Bundestagsabgeordneten werden ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht, wenn sie selbst Spiele spielen, bei denen virtuell Menschen getötet werden. Gegen eine fachliche, wissenschaftlich begleitete, nicht-öffentliche Beschäftigung mit dem Thema in einem Ausschuss wäre nichts einzuwenden. Sie wäre sogar zu begrüßen, aber diese öffentliche LAN-Party ist für uns nicht hinnehmbar.“

Im Artikel selbst war ursprünglich davon die Rede, dass „Ballerspiele wie „Counter-Strike“ oder „World of Warcraft““ gespielt werden würden. Letzteres wurde mittlerweile gestrichen – kann aber noch per Google-Suche gefunden werden.

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122 Gedanken zu “Kritik an „Bundestags-LAN“

  1. Na war ja klar; kaum wird sich im Bundestag wirklich mal angeguckt, was beim Thema Pc-Spiele wirklich passiert und dies auch mal einigermassen praxisnah getestet, schon gibt es wieder einige, denen das zu weit geht.

    Es wird schon oft genug über Gesetzte abgestimmt, bei denen leider viele keine Ahnung haben, aber von Fraktionskollegen informiert werden, wie man abstimmen soll.
    Dies ist nicht die beste VAriante aber aufgund der leider nur zur Verfügung stehenden 24 Stunden oft die einzige Lösung.

    Jetzt wird sich gerade der Mittelpunkt der „killerspiel-debatte“ – die ja auch von AAW immer wieder befeuert wurde – das Spiel mal angeschaut und schon ist das auch wieder nicht ok.

    Nicht öffentlich? Hallo? Wir leben in einer Demokratie, bei der ich von den Volksvertretern erwarte, dass ich erkenne, warum sie wie wo abstimmen. Wenn sich jetzt hier einer informiert und DANACH sagt, er findet die Spiele weiterhin Menschenverachtend oder sonst was, dann ist das so; ich muss es nicht gut finden, aber er hat sich wenigstens informiert. Im stillen Kämmerlein sich Dinge anschauen und danach abstimmen wäre einfach auch ein schlechter Auftritt.

  2. Ich frage mich ja, ob das AAW überhaupt noch ernst genommen wird. Also, von den Leuten, die es versucht zu erreichen. Immerhin wird jeder, der etwas mit dem AAW zutun hat, bereits bemerkt haben wie aggressiv und unvernünftig dieser Verein ist.

  3. @amegas: interessanter Link.

    aber:
    „Doch natürlich heiligt nicht immer der Zweck die Mittel. Warum so öffentlich? Warum so plakativ? Warum so duellierend (Fraktionen gegeneinander)? Und (auch das ist eine berechtigte Frage der Angehörigen der Amok-Opfer): Wo bleibt die Vorbildfunktion? “

    Ich denke, eine Antwortmöglichkeit ist ganz einfach:
    1.) warum öffentlich? Unter anderem (hab oben schon einges dazu geschrieben, wenn auch etwas konfus^^) deshalb, weil man den Abgeordneten, die immer nur laut rumschreien und gegen unsere Spiele sind, nicht das Feld überlassen darf. Man muss auch öffentlich die Gegenmeinung vertreten und vorstellen dürfen.
    Mit diesem Argument dürfte auch kein Politiker mehr das Sommerfest eines Schützenvereins (Waffen) oder ein Frühschoppen bei einem Volksfest (–> Komasaufen, Drogen) besuchen.
    Am besten alle in nen dunklen Raum und ein Professor zeigt denen, was draußen so läuft oder wie?

    2.) Warum duellierend? Lustig: wenn – sagen wir mal – 10 Pers. von der CDU, 9 der SPD, 5 der Grünen, 4 der FDP und 4 der Linken da wären, so ist das mit dem duelliern der Fraktionen gegeneinander schon schwierig….10 gegen 4 ist irgendwie unfair.
    Man wird also Teams mischen müssen und da vielleicht auch feststellen, dass man da seinen Spaß haben kann, indem man mit Personen, die man sonst vielleicht nicht so mag, reden und schreiben muss.
    3.) Vorbildfunktion: die Damen und Herren wollen sich offenbar informieren. DANKE!

  4. Vorbildfunktion? Sarrazin? Also so?:

    Jugendliche denken sich:
    „Politiker sind Vorbilder. Oh, Herr Sarrazin hetzt gegen Muslime, andere drehen die Ursachen der Weltkriege um, unsere Politiker rücken mehr und mehr in die Rechte Szene, machen wir es nach!“

    Und, was kommt raus? Neuer Nationalsozialismus?

  5. FFFFFFFFFFFFFFUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU
    /rage

    Ernst haft so viel ignoranz auf einem Haufen…….

    Auch noch intersesant zu wissen ist das das AWW jetzt eine Downloadseite hat auf der man Flyer runterladen kann.

    Gugt euch mal den Flyer „Brutale Computerspiele….“ Teil 2 an, da heißt es:
    „Es gibt eine neue Software, die je nach Alter des Benutzers
    eines Computers nicht freigegebene Spiele erkennt
    und beseitigt. Die Installation ist einfach, der Preis moderat.
    Wir empfehlen Eltern, die ihre Verantwortung ernst
    nehmen, eine solche Software zu installieren. (Wir werden
    Sie in Kürze über eine neu entwickelte gute Software
    informieren.)“

    Erinnert mich fatal an gewissen Stern-TV spiele scanner!

  6. Niemand im Bundestag der noch keine echten Erfahrungen mit Spielen hat soll erfahren wie Videospiele wirklich sind, man hat halt einfach Angst das einigen Leuten die Erkenntnis kommen könnte es nicht mit Mordsimulatoren und Teufelswerk zu tun zu haben der die menschen verdirbt und zu Killerbestien werden lässt, dies wirft natürlich solchen Leuten wie die vom AAW Stolpersteine vor die Füße auf den Weg zur Rache und Aufmerksamkeit ähm Verbote zum Schutze der Jugend und der Amoklaufvorbeugung.

  7. qa.a.m.m.d:: hast du schon den 1. flyer gesehn? da ist ein foto mit einem ca. 6 jährigen mädchen, das mit traumatisiertem blick auf den monitor guckt. da steht auserdem, dass wenn man mehr als 3 stunden (ich nehme mal an täglich) über monate hinweg spielt gilt man als süchtig. im 2. flyer steht, dass killerspiele aggressiv machen, weil ja auch piloten mit flugsimulationen trailieren. und zudem noch, dass gamer, die nach selbsteinschätzung behaupten, sie seien nicht aggressiv, lügner sind, weil ja auch bessofene behaupten, sie könnten fahren xD. die sollten mal wirklich mit ihren thesen in tv vorgeführt werden.

  8. Die einzigen Lügner sind die AAWler, wenn wir *Gamer mal die Möglichkeit erhielten mit Mitgliedern des AAW zu sprechen hat man auf AAW-Seite einen auf Lieb und Verständnisvoll gemacht während die Gamer wirklich an eine sachliche Diskussion interessiert waren und nicht nur geschauspielert hatten und sobald das Gespräch dann zu Ende war wurde prombt behauptet die Gamer sind die Bösen und müssen unter allen Umständen *gestoppt und auf den *rechten Weg gebracht werden.

  9. Diese LAN-Party ist für ihn nicht hinnehmbar. Was gaubt denn Herr Schober, wer er ist, dass er den Politikern Vorschriften machen kann, wie sie ihre Arbeit zu erledigen haben? Wie wird denn dieses Nichthinnehmen aussehen?
    Ich bin echt gespannt, aber auch ein wenig besorgt.

  10. Wenn man sich die letzen Reaktionen ansieht also was das AAW und deren Vorsitzender,Hardy Schober, so verbreitet, dann sieht es so aus als haben sie die letzen Schritte in den Fanatismus engültig getan. Man kann sich jetzt auch erklären wieso einige Familien aus dem AAW ausgetreten sind die wussten schon was wir erst jetzt wissen. Leider fällt mir kein anderer Begriff ein welcher Hardy Schober bezeichnen könnte als Fanatiker gegen die Computerspiele. Man hat versucht sich mit Schober auf einer sachlichen Ebene zu treffen, aber uns wurden nur Beleidigungen und Lügen an den Kopf geworfen, aber wieso erhalten die Fanatiker immer mehr Aufmerksamkeit von der Presse als die Sachlichen?
    @“LAN“ Es ist eine gute Sache da man so zeigen kann was Spiele wirklich sind.
    @purchaser: „aber auch ein wenig besorgt“ Ich auch. Was solche Menschen wie der Hardy Schober alles anrichten können ist bekannt zB könnte er einige Politiker vorher gegen die Spiele aufhetzen oder sonst eine Demo zur behinderung der LAN arangieren.

    Happy Coding.

  11. Eigentlich ist die Reaktion von Herr Schober doch trauig, nun sind einige Politiker tatsächlich dazu bereit sich selbst ein Bild von Spielen zu machen und sich Spiele nicht nur via selbstgemachten Gewalttrailer und blutigen Diashows von irgendwelchen (Pseudo)Wissenschaftlern ala Spitzer und Pfeiffer zeigen zu lassen und er hat nicht besseres zu tun als dagegen zu stänkern, wovor hat er denn Angst? Das er den Rückhalt in der Politik verliert? Das wird kaum passieren, die für ihn wichtigen Personen werden auch weiterhin ihren Unmut und Haß gegen Spieler und Spiele weiterhin pflegen und alles daran setzen ein Verbot durch zu bringen.

  12. Warum Fanatiker mehr Aufmerksamkeit als Sachlichkeit bekommt? Es verkauft sich besser. Deshalb hat die Bild auch so gerne Stories über Hitler, Geister oder Aliens, wahlweise auch eine Mischung aus 2 oder mehreren davon, egal wie offensichtlich es ist, dass da nur Spinner zu Wort kommen.

  13. @amegas‘ Link: Der Artikel ist, genauso wie der Artikel in dieser News, vom selben Autor?

    Die Reaktion des AAW ist lustig. Irgendwie vorhersehbar…
    Warum sollte auch jemand mal eine eigene Meinung zum Thema bilden dürfen.
    Kein wissenschaftliches Brimborium, keine Medienwirkungsforschung, keine Kriminologen und Psychologen. Einfach nur subjektiv aus der Sicht der Zocker erleben, fühlen, erfahren.

  14. @Dave
    Das ist wirklich wie bei den Vögeln, das lauteste Küken kann kaum überhört/sehen werden und bekommt daher am ehesten und am meisten Futter.

  15. Schober hat doch nur Angst, dass die Abgeordneten erkennen könnten das an all den Geschichten über Games nichts dran sein könnte und fürchtet nun den Verlust politischer Kontakte.
    Selbst ein Heribert Recht würde sich plötzlich gegen seine AAW-Schäfchen stellen, wenn er um seine politische Karriere fürchten müsste.
    Und wenn sich spätestens der Herr Rech verabschiedet, ist es aus mit dem AAW.

  16. langsam kommt mir das aaw auch wie eine sekte vor. ich schätze mal, schober fürchtet, dass er sich komplett lächerlich macht, wenn politiker erkennen, dass kein blut aus dem monitor spritzt und sie mit maus und tastatur das zielen nicht lernen können. und vor allem: dass (zB bei css) kommunikation, absprache und gemeinsames vorgehen statt einfaches geballer zum ziel führen. wäre eventuell im bundestag auch mal angebracht….

  17. Das ganze mit der Gewalt, den Amokläufen und co. liegt aber nicht an den *brutalen Spielen wie das im Bundestag nun zu spielende Conuterstrike sondern an uns Menschen, würden wir andere mehr Achtung, Respekt und Anerkennung gegenüber bringen statt sie auszunutzen, zu verarschen, fertig zu machen oder einfach nur links liegen zu lassen würde es sowas wie die Suchtgefahr oder der Gewalt in den Umfang gar nicht erst geben und auch andere Dinge (Amokläufe zbsp.) gäbe es dann in den Ausmaß wie bisher nicht. Der Mensch formt den Menschen, das AAW und besonders Herr Schober sollten sich diesen Satz und dessen Bedeutung mal durch den Kopf gehen lassen.

  18. nachtrag: der letzte satz ist sehr zweideutig. war keine absicht!! ich meine natürlich kommunikation, absprache und gemeinsames vorgehen im bundestag…

  19. macht euch blos nicht zu große hoffnungen. es gab schon eine spielparty im bundestag, auch mit halo 3 und das wollte keiner spielen. ersten müssen die politiker mitmachen wollen, zweitens muss es wenigstens einem teil von ihnen spass machen und drittens müssen sie wahrheitsgemäße statements geben, wenn sie keine angst davor haben ihr images mit gewaltspiele spielen zu verschlechtern.

  20. „…einem teil von ihnen spass machen …“ spaß müssen die nicht haben, sondern erkenntnis.
    politiker und „wahrheitsgemäße statements“?
    was genau stimmt hier nicht? ^^

  21. na gut, wenn sie keinen spass haben, heißt das, dass sie es nicht mögen und wenn sie es nicht mögen, kann es sein, dass sie immernoch diesselbe scheiße labern. ist beim eltern-lan auch so.

  22. Fantastisch! Ich stelle mir grade vor, wie Herr Schober panisch in den Bundestag rennt und schreit: „Nein! Spielt es nicht! Ihr dürft das nicht sehen! Alles was ihr über diese Spiele wissen müsst können wir euch sagen!“
    xD

  23. AAW macht sich wieder mal lächerlich. Da wird Politikern die Möglichkeit gegeben, sich mal genau anzusehen, wogegen die sind, und schon wird geheult. Hat das AAW so große Angst, dass die Politiker Spaß haben udn am Ende feststellen, dass die Spiele doch harmlos sind, eben weil es SPIELE sind?
    Kleiner Tipp ans AAW: die meisten Politiker sind bereits über 18 und dürfen Spiele spielen, die ab 18 freigegeben sind. Also hört auf zu heulen ;).

  24. @gordon-creAtive.com:
    Ist doch das allseitsbekannte Standardfoto eines Killerspielers.
    Frag mich, was daran so schwer, das CS Startbild einfach in Vollbild auf dem Monitor anzuzeigen. Da könnte man dann fast auf die Idee kommen, das dass Foto nicht gestellt nicht.

  25. Der Schober hat doch nur schiss, dass die Politiker bald die Spiele anschauen und das AAW dann völlig zu recht wegen ihrer bescheuerten Äußerungen und Forderungen auf breiter Front ausgelacht wird.
    Darüber hinaus präsentiert der Herr Schober ein erbärmliches Demokratieverständnis, denn in einer Demokratie wird nichts im geheimen Kämmerchen beschlossen und wenn es mal geschehen sollte (Atomkraft lässt grüßen), dann muss man den Beteiligten mal die Hosenträger ordentlich geradebiegen!

  26. @maSu
    Achwas, der Schober und die gleichgesinnten sind sicherlich genauso aufrechte Demokraten wie jene in den Volksrepuliken wo die Herrscher so beliebt sind, dass sie mit 99,6% gewählt werden. *hust*
    .
    Die ganze Aktion mit der Bundestag LAN ist ohnehin eine höchst zweifelhafte Angelegenheit. Von denjenigen die dabei sind, wird ein Teil wohl ohnehin nur wenige Berührungsängste haben, während der Rest bei der gängigen „Spiele+Gewalt=Mist“ Rechnung bleibt. Allerdings mit dem Unterschied das Letztere hinterher sagen können „Jawoll, ich hab’s immer schon gewusst – die Dinger sind noch viel schlimmer! Ich hab’s PERSÖNLICH gesehen!“

  27. Mir fällt ein begriff ein – Sektierer.
    Der Herr Schober hat von der Politik garnichts hinzunehmen, was meint er denn wer er ist?
    Soll er in eine Partei eintreten und Bundeskanzler werden, dann reden wir weiter.
    Ich bezweifle allerdings das ihm Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und pluralistisch passen werden…
    Das AAW gehört, ähnlich der Scientology, vom VS überwacht, da sie die Demokratie nicht anerkennen und zusehends „gefährlicher“ werden.

  28. Ja, das ist in der Tat leider ein großes Problem. Aber ich halte WEITER an der Hoffnung fest, dass wir vom Zeitalter der Aufklärung irgendwann in ein aufgeklärtes Zeitalter kommen werden, in dem, jedenfalls in solchen Angelegenheiten, der Verstand benutzt wird. Und selbst wenn man soetwas nicht mag, nicht versteht oder dem ganzen sonstwie gegenübersteht, es nicht mit xenophobischen, paranoiden oder gar hetzenden (ich scheue dieses Wort, es ist eine harte Anschuldigung, aber ist sie denn wirklich ungerechtfertig…?) Parolen zu verurteilen.

    http://www.youtube.com/watch?v=zJ__KV6EBfU :
    Ich glaube immer noch an Wunder.
    Ja, ich weiß, es kommt der Tag, an dem sie jeder von uns sieht.
    Ich glaube immer noch an Wunder
    und meine Hoffnung darauf, die kann mir keiner stehlen.

  29. „Gegen eine fachliche, wissenschaftlich begleitete, nicht-öffentliche Beschäftigung mit dem Thema in einem Ausschuss wäre nichts einzuwenden.“

    Die haben anscheined Angst, das die Spiele den abgeordneten gefallen könnten :D

  30. Dank des tollen Flyers vom AAW wissen wir aber in Zukunft was Schober von einem Dialog mit Gamern hält: Zitat „….das subjektive Aussagen und Selbsteinschätzungen von Gamern bedeutungslos sind.“ Kein Dialog mit Leuten die uns nicht Ernst nehmen!!!
    Das gebietet die Selbstachtung.

  31. Und da wundert sich das AAW, das manche Leute sie eher für ne durchgeknallte Sekte halten statt für einen Verein der anderen Menschen helfen und unterstützen will.
    Ich frage mich wie lange es wohl dauern könnte bis sich weitere Mitglieder von diesem „Kommissar“ Schober abwenden und das AAW verlassen werden.

  32. Ich halte Herrn Schober nicht für einen Fundamentalisten oder ähnliches.
    +++
    Er und viele andere in Winnenden haben einen schrecklichen Verlust erlitten. Dieser Verlust will erklärt sein. Leider gibt es bisher keine Erklärung, die Tim K.’s Schoolshooting zufriedenstellend deuten kann. Also sucht Herr Schober sich die einfachste Aussagen:
    Waffen und „Killerspiele“.
    +++
    Das ist griffig, einfach darzustellen, und man kann hervorragend damit agitieren. Dass Herr Schober sich und den AAW damit immer mehr ins Abseits stellt, ist eigentlich nur zu bedauern. Denn im Grundtenor finde ich Stiftung gegen Gewalt in Schulen durchaus lobens- und unterstützenswert.
    +++
    Wenn das aber so weiter geht, dann tritt immer mehr ein Sektierertum in den Vordergrund. Da stimme ich den anderen Kommentatoren zu.

  33. Hm, laut dem bayrischen Innenminister Joachim Herrmann und den anderen Unterzeichnern des Kölner Aufrufs sind Politiker die sich nicht gegen Killerspiele aussprechen Teil des militärisch medialen Komplexes und müssen zurücktreten.
    Wie stark diese Verschwörung ist, erkennt man daran das mit Dorothee Bär eine CSU Politikerin eine Lan-Party im Bundestag machen will.
    Zeit, das sie zurücktritt ! :D

  34. @Alreech,
    naja dieser Kommentar von Herrmann „könnte“ „vielleicht“ irgendwann zu ihm zurück kommen.
    ich lege zwar keine große hoffnungen auf diese bundesland, da ich weiss, dass nicht viele leute hingehen werden, aber so nach und nach wird schon der ein oder andere seine meinung gegenüber games ändern, auch wenn es nicht zu einer „begeisterung“ kommt.
    somit könnte herrmans kommentar wie ein boomerang zurück zu ihm kommen.
    @kyle katarn,
    ich stimme dir zwar zu, dass sie ein schlimmes schicksal erlitten haben und nun nach der ursache dafür suchen.
    allerdings hat sich schober und das aaw dafür entschieden nicht nach den wahren ursachen dafür zu suchen, sondern sie geben sich mit rache ab.
    rache gegenüber schützen und den gamern.
    und würde mich das auch betreffen, also hätte ich mein kind (wenn ich eines hätte) auch dort verloren, dann wäre ich eigentlich stinksauer darüber wie das aaw sich entwickelt hat und hätte wohl einen eigenen verband/verein/stiftung gegründet, die nach der wahrheit sucht und den menschen auch wirklich hilft, statt nur hetze und hass in der bevölkerung zu streuen.
    schließlich soll der tot meines kindes zu was ehrenhaftes gut sein und was gutes bewegen.

  35. na gut, die waffenrechtsdebatte wird aber zurecht geführt. die schützen wehren sich immer mit dem argument, dass sie unter generalverdacht gestellt werden. aha, unter generalverdacht von was bitte, dass sie zu amokläufern werden? dass sie auch ihre waffen offenrumliegen lassen und einen potenzellen amokläufer in der familie haben? fühle ich mit dem gesetz, dass bänke ausrauben verboten ist unter generalverdacht gestellt, dass ich ein bankräuber bin, oder was? wenn das aaw großkalibrige waffen verbieten will, rüsten sich die schützen damit, dass kleinekalibrige genauso tödlich sind. da isr die logische konsequenz natürlich, dass diese waffen dann eben auch verboten werden *kopfschüttel*. zudem kommen sie damit, dass durch ein waffenverbot kein amoklauf verhindert wird und sie dan inhalt andere dinge nehmen wie der amokläufer von emsdetten. eben genau der amoklauf von emsetten zeigt, dass das was bringt, denn getötet wurde da niemand, zumal ein amoklauf tatsächlich möglicherweise verhindert werden können, da wohl kaum jeder es schafft bomben zu bauen oder mit nem küchenmesser auf seine schule loszugehen. ich bin dafür, dass die waffen der schützenvereinsmitglieder alle in einem tresor der vereinshalle aufbewahrt werden und diese nicht ohne weiteres verlassen, denn die meisten bekannten amokläufer hätten sie dann zu verfügung gehabt. und das ist doch verdammtnochmal kein problem zumal kontrollen so viel effinienter sind. was mich dabei beim aaw stört ist, dass sie glauben, dass amokläufe dadurch verhindert werden.

  36. Alreech: „mit Dorothee Bär eine CSU Politikerin eine Lan-Party im Bundestag machen will.
    Zeit, das sie zurücktritt!“ OMG das AAW startet mit Hilfe von Herrmann eine Petition in der alle Politiker die an der Lan Teilnehmen der Rücktritt nahe gelegt wird Link: (Wird nachgereicht wenn es eintitt)

    Jetzt mal ernst sowas könnte als Reaktion kommen fraglich ist nur wie die Presse darauf reagieren wird. Werden sie mit „Amok-Politiker morden sich durch den Bundestag“ oder „Aufgeschlossene Politiker arbeiten sich in die Jugendkultur ein“ Titeln? Beim ersten wird sicher die Killerdiskussion wieder aufflammen beim zweiten könnte man vom K Wort wegkommen. Hoffen wir auf das beste, aber wir sollten uns auf das schlimste vorbereiten.

    Happy Coding

  37. @kyle katarn
    Ich stimme dir zu, ich sehe das ähnlich wie du.
    @booomboy
    Du hast aber sicher auch recht, doch ich denke schober nimmt das nicht als rache wahr, sondern als sein recht. Weil er sich eben im recht sieht. Unterstützt von leuten wie spitzer usw. Daher kommt auch diese ätzende arroganz. Er wird beraten, von leuten die das schild der wissenschaft vor sich halten… Aber wir drehen uns im kreis, schon zu oft geschrieben, oder ;-)

  38. nun der schober hat es schon sehr oft gehört, dass er auf rache aus ist, was einerseits auch verständlich ist, aber jetzt, 1,5 jahre danach, sollte der mann endlich anfangen die augen wieder zu öffnen und der wahrheit ins auge zu sehen und nicht ständig mit neuen hetzkampagnen gegen gamer und schützen wettern.

  39. @me. andereseits wenn die jetzt behaupten, dass man in cs schulmädchen abknmallt und son scheiß, könnte man das leicht widerlegen, indem man aufnbahmen der verantstaötung zeigt.

  40. @frontal21
    So oder so, wenn die Politiker Spiele nicht mögen und sie sie nicht sehen werden sie sagen sie sind schlimm und wenn sie sie sehen werden sie auch sagen sie sind schlimm..
    .
    Rahsjk
    Bei aktuellen Spielen werden Figuren nur selten durch Roboter ersetzt, Blutlos sind rund 90% aller hier erhältlichen Titel, meist durch Zensur.

  41. @eplcu?: frau pfeifer zählt frauenfeindliche beispielszenen auf. das letzte handelt davon, dass eine frau gesfesselt im rauml iegt und von einem typen gezwungen wird sich einen bohrer unten reinzuschieben, das spiel ist ab 16. ein solches spile exisiert nicht genaus owie viele andere die sie aufzählt.

  42. wenn ich das wort „frauenfeindlichkeit“ schon höre stimmt mein magen ein brechlied an.
    egal was heute über frauen kommt, immer heult da eine frau was von „frauenfeindlichkeit“.
    ist eine frau eine heldin ist alles okay, ist eine frau aber ein opfer schreit gleich wer „frauenfeindlichkeit“ heraus.
    ich vernehme eher eine „männerfeindlichkeit“ als eine „frauenfeindlichkeit“ in unserer gesellschaft.
    beispiele: frauen bekommen meist automatisch das sorgerecht über das/die kind/kinder, sollte sich ein ehepaar trennen.
    der mann darf immer für die frau zahlen, auch wenn sie an der trennung verantwortlich ist.
    auch muss der mann für die frau zahlen, wenn sie eigentlich arbeitsfähig ist, aber lieber wie ein blutsauger am portomone des ex-mannes saugt.
    frauen haben es in vielen branchen heute leichter einen job zu finden und aufzusteigen, wärend der mann sich über jahre hinweg kaputt ackern muss, damit er überhaupt auf die liste potentieller beförderer kommt.
    eine frau braucht nur schreien „der hat mich vergewaltigt“ und schon wird ihr geglaubt, selbst wenn es gar keine beweise für die tat gibt (kachelmann ist das beste beispiel dafür).

  43. „Es gibt Szenen, in denen der Spieler Frauen vor einen Zug werfen kann, um eine spielinterne Trophäe zu erlangen“ Welches Spiel hat sowas? Day of Tentakle musste man eine alte Oma nur die Treppe runterschubsen, aber wie soll man sonst die Welt retten?

    „Sie ist gefesselt auf einer Liege muss mit ansehen, wie ihr Peiniger sich anschickt, sie mit einem Bohrer im Vaginalbereich zu traktieren.“ ? WTF? Was spielen die? „das übrigens ab 16 Jahren zugelassen ist“ AB 16 WTF?

    REY !!!!
    „Insgesamt hat der Jugendschutz bewirkt, „dass die Spielehersteller sich frei gefühlt haben in die Spiele ab 18… so viel Gewalt rein zu packen, wie sie wollen. Und das Dilemma ist, die Kinder kommen doch noch ran und spielen es!“ Das „Jugendschutzparadox“ nennt Regine Pfeiffer diesen Umstand. “
    Ist doch ein Fall für die Zitat DB oder gar eine News…

    „Regine Pfeiffer weiß das: „Ich finde es eine Schande, dass den Eltern diese schwere Aufgabe aufgebürdet wird. Eine unglaublich mächtige, eine finanzstarke Industrie mit einer wahnsinnigen Werbung stürzt sich auf die Kinder“
    ZITAT DB ZITAT DB!!!!
    Um MitTeRnAcHT DeM WaHnSiNN naHe!!!1111Elf…

    HaPpy IrSiNn an AlLe MaLks…

  44. Das mit den vor den Zug werfen ist glaub ich ein Achivement bei Red Dead Redemption. Habs selber noch nicht geschafft, denn Frauen findet man nur in Städten und wenn man da eine mit dem Lasso einfangen will wird man gleich beschossen. xD

  45. wahrscheinlich nur in der usk-geprüften version.
    was die frau pfeiffer da wieder spielen ist mir total schleierhaft und ich habe von alldem was sie da erzählt noch nie gehört oder gelesen.
    also entweder ist die gute frau einem halluzinogen begegnet oder sollte lieber das rauchen aufgeben, wer weiss was die multimediale-tabaktindustrie-militärkomplex heute in diese glimmstängel mischt xD

  46. Warum haben die denn WoW gestrichen? Weil es zu lange dauern würde bis man sich einen halbwegs guten Char aufgebaut hat? Oder einfach nur weil man dann mit zu vielen Leuten in Kontakt treten könnte, und da das ja Politiker sind, wollen sie nichts mit den Internet zu tun haben?!

  47. Das mit der Liege ist das oben erwähnte Heavy Rain (mit Videolink zur Szene), die Szene ist sehr viel weniger drastisch, als es beim Lesen den Anschein hat (ich meine, sie ist nichtmal nackt oder so und von der Kameraperspektive her könnte er mit dem Bohrer auch auf den Bauchnabel zielen, und er macht es ja noch nicht mal und wird dann von der Dame getötet, wo soll das frauenfeindlich sein, die Frau befreit sich selber und besiegt den Möchtegern-Peiniger aus eigener Kraft), und das mit dem vor den Zug werfen ist wohl bei Red Dead Redemption die irgendwas irgendwas White Bronco Achievement.

  48. Nein Boomboy, die im „Gewalt gegen Frauen: Nur eine Facette“-Absatz skizzierten Gewaltdarstellungen existieren in tatsächlich Computerspielen: „Szenen“, „in denen Frauen hinterrücks […] die Kehle durchgeschnitten wird“, bietet z.B. Hitman: Blood Money. In Grand Theft Auto IV, Saints Row 2 und Mafia 2 (um aktuelle Spiele zu nennen) kann man theoretisch frei entscheiden, „auf wen man Jagd machen will: Wenn man Lust darauf hat, kann man am Stück Frauen in einer Straßenszenerie erschießen.“ Etc.. Aaaber: Ironischerweise moniert PFEIFFER, dass sich „Gewalt gegen Frauen […] in Computerspielen häufig in bestimmten szenischen Kontexten“ finde, dekontextualisert die skizzierten „Szenen“ aber selbst. Tatsächlich sind das keine „Szenen“ i.e.S., sondern Interaktionsmöglichkeit, zu denen – und das ist relevant – die weder die Spielziele sind, noch zu denen die Spiele dezidiert animieren. Aber PFEIFFER monierte ja bereits die Möglichkeit moralisch ambivalenten Verhaltens in Spielen (ungeachtet dessen, dass die moralische Ambivalenz sich ohnehin nur auf die Spielerealität beschränkt).

    Die „Szene“, „in denen der Spieler Frauen vor einen Zug werfen kann, um eine spielinterne Trophäe zu erlangen“, ist im Gegensatz zu den anderen beispielen tatsächlich eine Interaktionsmöglichkeit, zu der das Spiel animiert. Aber: Simpel formuliert ist das eine Hommage an das Westerngenre, ein genretypisches Element, wie z.B. der showdown; ergo ein (komplexes) Symbol (Red Dead Redemption ist – ein Wunder! – ein Fundus an Westernreferenzen und präsentiert diese Genreversierten en masse). Die „Szene“ simpel als (frauenfeindliche) Gewalt zu diskreditieren ist exemplarisch für eine pornographische Perspektive ohne Kenntnisse/Erfahrungen bzgl. der Genrekonventionen (und der speziellen Idiosynkrasien der Spiele). Gleiches gilt für den Vorwurf der „visuellen Zelebrierung“ der Skizzierten Szene in Heavy Rain…

    Eine besondere Problematisierung dieser Interaktionsmöglichkeiten indiziert keine besondere Problematik der Spiele, sondern eine Idiosynkrasie der Problematisierenden; die pornographische Perspektive, eine Überinterpretation und -konnotation. Der Spieler selbst ist es, der so agiert, nicht das Spiel… und auch das ist nicht verwerflich, da Spiel und Realität zwei unterschiedliche Phänomene sind, die die Spieler problemlos differenzieren können. Prinzipiell existieren die Handlungsoptionen, die PFEIFFER moniert, auch in der Realität; i.d.S. sind die skizzierten Optionen bereits aus Gründen der Immersion in den Spielen möglich; d.h., dass PFEIFFER im Endeffekt narrative, ästhetische und generell inszenatorische Funktionen von Gewaltdarstellungen – die Kontexte – ignoriert.

    Entsprechend indifferent ist dann auch die folgende Kritik: „Immer wieder sieht man Frauen ausgeliefert, wehrlos, unterlegen oder als Opfer von heimtückischen Angriffen.“ Auch Prinzessin Daisy ist in Super Mario World Bowser ausgeliefert, ist wehrlos, unterlegen und das Opfer eines heimtükischen Angriffes (einer Entführung); ein klassisches, ein mythologisches Szenario, wie man es z.B. Sagen und Legenden her kennt, die Teil unseres historischen und kulturellen Erbes sind. Oft ist das ganze auch so unschuldig inszeniert, wie in Super Mario World, eine besondere Diskriminierung von Frauen kann ich in solchen Kontexten nicht realiseren; absurd wäre es ja auch, in gewissen historischen Szenarien, z.B. in der Darstellung des europäischen Mittelalters, für eine geschlechteregalitäre Darstellung zu plädieren…

    Ungeachtet dieser Probleme graut es mir vor Kommentaren, wie dem, dass der dt.(!) Jugendschutz bewirkt habe, „dass die Spielehersteller sich frei gefühlt haben in die Spiele ab 18… so viel Gewalt rein zu packen, wie sie wollen.“ Dieser unrealistische Germanozentrismus… als ob die Spielehersteller der Welt den Jugendschutz der BRD zum maßgeblichen Orientierungspunkt für ihre Produkte erkoren hätten, als ob ihnen ausschließlich daran gelegen wäre, ein Maximum an Gewaltdarstellung zu integrieren und nicht narrative, ästhetische Werke, in denen Gewaltdarstellungen komplexe Funktionen hat. Und überhaupt: Was wäre das Schlimme daran, wenn die Spielehersteller so viele Gewaltdarstellungen integrieren, „wie sie wollen“? Wer sonst hätte das denn zu wollen, darüber zu entscheiden? Ich verachte die dahinterliegenden Gedankengänge zutiefst!

  49. wenn man danach geht was pfeiffer über „frauenfeindlichkeit in games“ sagt, dann müssten wir männer es doch sein, die sich beschweren müssten.
    1 von 10 Gegnern ist „vielleicht“ ein weiblicher charakter.
    in meisten spielen gibt es aber nicht mal frauen (z.b. FEAR,doom3,avp3,bfbc2 und und und).
    allerdings wandelt es sich sehr langsam, da auch immer mehr frauen in sonst typische männerdomänen eindringen (z.B. militär, söldner-militär).
    also ist es heute völlig normal, dass auch mehr weibliche charaktäre in videogames auftauchen und entweder als täter,opfer,harte soldatenbraut oder seichtes mädel auftauchen.

  50. „in meisten spielen gibt es aber nicht mal frauen (z.b. FEAR,doom3,avp3,bfbc2 und und und).“

    Bzgl. der Beispiele… Im aktuellen Aliens vs. Predator (nicht „avp3″… der erste PC-Teil hieß „Aliens versus Predator“, also ein ausgeschriebenes „versus“ statt „vs.“, so als Differenzierungsmerkmal *klugscheiss*) kommen Frauen vor, auch als eliminierbare Charaktere. In Doom 3 iirc auch. Und in F.E.A.R. – First Encounter Assault Recon kommen auch Frauen vor (z.B. ein F.E.A.R-Mitglied und natürlich Alma… aber ja, nicht als eliminierbare Charaktere).

    Aber ich wollte mit meinem Beitrag auch auf etwas anderes hinaus. ;-)

  51. Eben, es gibt einen Unterschied zwischen Emanzipation und dem was Pfeiffer will. Was sie hier als frauenfeindlich ansieht ist emanzipierter als die Frau selber, es geht um Gleichberechtigung und dazu gehört es eben auch dass sowohl Männer als auch Frauen auch Opfer und Täter sein können, und nicht wie manche es sich wohl vorstellen, dass Frauen ein unantastbares, nahezu heiliges Element nur darstellen dürfen und eventuell auch mal eine Heldin, die aber auf keinen Fall eine Körbchengröße über A haben darf, weil sie ja dann sofort ein absolutes Sexobjekt wäre.

  52. Bei Regine Pfeiffer kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Jeglichen gesunden menschenverstand vermisse ich. Die Frau überinterpretiert alles bis zum extremsten und beginnt dann die Erzählungen darüber mit Lügen(!!) auszuschmücken, sodass es plötzlich richtig schlimm klingt.

    Unterste Schublade und dümmer als die Polizei erlaubt…

    Man erinnere sich nur an den Vorwurf, dass man bei WoW Affen töten müsse und das im Jahr des Gorillas (irgend so ein schwachsinniges UN-Themenjahr). Sie sucht einfach nur etwas, um sich wichtig zu machen und findet paradoxer Weise auch noch Zuhörer, genauso wie RTL2 „Frauentausch“ Zuschauer findet… es ist mir unbegreiflich!

    Irgendwie würde ich da mal an den Verstand der Zuhörer appelieren, aber ich glaube das ist hoffnungslos…

  53. @maSu
    Ich frage mich die ganze Zeit nur warum wir uns damals die Mühe gemacht haben Tagelang mit ihr über all diese Themen ausführlichst gesprochen zu haben, bewirkt hat das ganze ja nichts dafür wurden wir aber aber verarscht und im Regen stehen gelassen.

  54. Bevor wir hier eine Debatte über Emanzipation in Videospielen lostreten möchte ich eine Wanrung aussprechen. Falls einer von euch Samus Aran als Beispiel nennen will, dann spielt auf keinen Fall Metroid: Other M. That is all.

    @Vic: guter Beitrag, wie üblich. Dieses mal hab ich soagr das meiste verstanden.

  55. Wundert mich nicht das der AAW in Person des Herrn Hardy Schober gegen eine solche Veranstaltung ist. Man muss sich doch nur mal die Publikationen des AAW anschauen. Die Thesen dieses Vereins gründen zum allergrössten Teil auf verdrehten Tatsachen, Halbwahrheiten, Vermutungen oder auch schlichten Lügen. Nun könnte es ja passieren das sich einige Politiker mal -endlich- ein eigenes Bild zum Thema machen und vielleicht den AAW und dessen Behauptungen kritischer betrachten und nicht nur das „Infomaterial“ (oder sollte ich sagen Propagandamaterial) des AAW zur Informationsbeschaffung heranziehen. Das hätte zur Folge das der AAW und Herr Schober an Einfluss verlieren.
    Ungefragt war Winnenden ein tragisches Ereignis und ich wünsche niemanden so etwas durchmachen zu müssen, geschweige denn möchte ich in der Haut der betroffenen Eltern sein. Aber beim AAW habe ich schon seit langer Zeit das Gefühl das die sich einzig auf die „Killerspiele“ eingeschossen haben und keine anderen Gründe für die Tat mehr akzeptieren. Das ist zu einem persönlichen Kreuzzug gegen Computerspiele und gegen anderslautende Meinungen geworden und trägt nichts mehr dazu bei solche Amokläufe in Zukunft zu verhindern. Schon alleine weil der AAW mit seiner Einstellung von den tatsächlichen Gründen für einen solchen Amoklauf ablenkt und die Diskussion in eine banale Richtung lenkt.
    Nun – von Seiten der Computerspieler war man gesprächsbereit und hat alles getan um an einer Diskussion teilzunehmen. Aber daran war man nicht interessiert und hat lieber hinterrücks das Messer erhoben. Anscheinend hat man seitens des AAW in den Computerspielern einen perfekten und medienwirksamen Gegner gefunden der im Gegensatz zu Sportschützen oder Schützenvereinen keine Lobby hat.
    Ich für meinen Teil kann und will den AAW nicht weiter ernst nehmen und ich kann nur hoffen das sich diese Einsicht auch in den Medien durchsetzt und irgendwann ENDLICH mal ein Journalist die Thesen des AAW kritisch beleuchtet und entsprechend darüber berichtet – statt kritiklos alles zu übernehmen was der Herr Schober so kundtut.

  56. @Twinni
    Die meisten Mitglieder des AAW hatten mit Winnenden gar nichts zu tun, dort sind ja auch einige Prominente aus Literatur (*Kinder*Buchautoren), Politik, TV, Medien und co. Mitglied.

  57. Dann stimmt deine Aussage zumindest bei BF:BC2 und bzgl. des Plurals „Frauen“ bei Doom 3… bei Doom 3 kommt zumidnest dann eine Frau vor, wenn man zum ersten mal auf eine Lost Soul trifft (ich meine, mich erinnern zu können, dass man noch mehr Frauen sieht, mag das aber nicht überprüfen… ist aber auch nicht so wichtig… denn:); 3 von 4 deiner expliziten Beispiele sind falsch (und BF:BC2 habe ich nicht, kann es also nicht überprüfen). ;-)

  58. Es ging um Gewaltdarstellungen und Frauen als „Opfer“ dieser „Gewalt“. Wenn du etwas anderes gemeint hast (Frauen als potentielle Ziele des Spielers, resp. Frauen als Antagonistinnen), dann hättest du das expliziter anmerken müssen. ;-)
    Und selbst bei diesen Einschränkungen wäre Aliens vs. Predator ein falsches Beispiel. :-)

  59. @Vicarocha
    Bis auf diese Dame und einigen Spinnenfrauen den Vagary sieht man keine Frauen in Doom 3.
    Weibliche menschliche Gegnerfiguren sind auch heute noch relativ selten anzutreffen, als Verbündete oder in Gastauftritten/als Nebenfiguren kommen sie jedoch heufiger vor.
    Der Standartgegener in Videospielen ist männlich, häßlich, meist schwer bewaffent, um die Mitte 30, Muskelbepackt und etwas dumm.

  60. Ich frag mich, was der werte Herr tun will, wenn die politiker gegen seinen Willen doch was zocken. vlt amoklaufen?

    Aber trotzdem wird die Aktion völlig sinnlos bleiben, da der kurze Eindruck für die meisten Abgeordneten wahrscheinlich aus einigen Sekunden planlosen Blutbads bestehen wird. Wie sollen die da was verstehen?

  61. Ausgangspunkt war die Behauptung “in meisten spielen gibt es aber nicht mal frauen (z.b. FEAR,doom3,avp3,bfbc2 und und und)” im Kontext, dass Frauen in Spielen keine “Opfer” (i.w.S., Ziele… whatever) von “Gewalt” seien. Persönlich kenne ich eine Menge Spiele, in denen Frauen potenzielle Ziele virtueller Gewalt sein können, resp. in denen Gewalt an Frauen (nicht Frauenähnlichen, wie z.B. „Spinnenfrauen“ oder den Göttinnen in der God of War-Trilogie) dargestellt wird, eine Auswahl:

    Aliens vs. Predator; Assassin’s Creed; Assassin’s Creed II; Bioshock; Bioshock 2; Canis Canem Edit; Dead Rising; Der Pate; Destroy All Humans!; Doom 3; Drakensang – Am Fluss der Zeit; Duke Nukem 3D; Fable 2; Fallout; Fallout 2; Fallout 3; Gothic; Gothic II; Gothic 3; Hitman: Blood Money; Hitman: Contracts; Jagged Alliance 2; Kane & Lynch 2: Dog Days; Mafia; Mafia 2; Mortal Kombat; Mortal Kombat II; Mortal Kombat 3; Mortal Kombat 4; Mortal Kombat: Deadly Alliance; Mortal Kombat: Deception; Mortal Kombat: Armageddon; Red Dead Redemption; Return to Castle Wolfenstein; Risen; Saints Row; Saints Row 2; Shadow of Rome; Street Fighter IV; SWAT 4; The Elder Scrolls IV: Oblivion; The Saboteur; Two Worlds… etc..

    Ich mag bezweifeln, dass der „Standartgegener in Videospielen ist männlich, häßlich, meist schwer bewaffent, um die Mitte 30, Muskelbepackt und etwas dumm“ ist, quer durch die Genres. Tatsächlich existiert dieses Klischee in ein paar meiner ca. 900 Originale (und i.d.R. in „shooter“-Spielen), die mein Habitat dekorieren, aber in Relation zur Gesamtheit meiner Spiele sind solche Antagonisten die Ausnahme. Ich mag gar nicht bezweifeln, dass Antagonistinnen in der Grundgesamtheit der existenten Spiele in der Minderheit sind, eine Quantifizierung wäre aber nur Spekulation… aber ohnehin waren Antagonisten/-innen nicht mein/das Thema (s.o.). Mein Anliegen ist, dass es falsch wäre, der PFEIFFER vorzuwerfen, sie würde Lügen, und zu argumentieren, Gewalt gegen Frauen existiere in Spielen nicht oder quasi nicht. Das ist sachlich falsch (s.o.) – auch eine Samus Aran kann das „Opfer“ von Gewalt sein, Ziel ist sie jedenfalls (ob sie „Opfer“ wird, hängt maßgeblich von der Spielkompetenz des Spielers ab) – und kein probates Argument. PFEIFFER kann sich auch brüskieren, wenn nur ein einziges Spiel Gewalt gegen Frauen ermöglichen oder Darstellen würde; sachdienlicher ist es, die Defizite ihrer Argumentation, ihre pornographische Perspektive zu thematisieren, die Dekontextualisierung, die sie praktiziert (s.o.).

  62. Also bei Gothic (1) gibt es doch nur sehr wenige Frauen, die kann man an 10 Fingern abzählen, und „Opfer“ von „Gewalt“ (körperlich) sind die da auch nicht, da man auser Reden nicht mit ihnen interagieren kann. Und soweit ich weiss gibt es keine Szene, in der da eine Frau geschlagen oder angegriffen wird !?
    Und was ist mit Tomb Raider^^ ??
    Weibliche Hauptfigur die unzählige Männer erledigt^^.

  63. Sehr lustig, bzw eigentlich eher richtig erbärmlich finde ich bei dieser Argumentation der guten Frau Pfeiffer mal folgendes:
    In Videospielen werden seit jeher männliche Gegner bekämpft. Kaum ist mal eine Frau irgendwie eine wichtige Figur ist es gewalt gegen Frauen. Kommt keine Frau darin vor, ist es eine Machowelt, in der Frauen keinen Platz haben, also Frauenfeindlich. Kommen Frauen nur als unabhängige Charaktere vor, mit denen man in keinster Weise interagieren kann, dann wird gemeckert, dass die Frau Modellmaße habe, was eine reduzierung der Frau auf Äußerlichkeiten sein soll.

    Kann man es Frau PFEIFFER und ihren genossen im geiste eigentlich irgendwie recht machen?

    In GTA4 hat sie sich beschwert, dass Juden getötet werden sollen oder zumindest Personen mit vermutlich jüdischem Hintergrund. Alle personen ohne jüdischem Hintergrund sind der werten Dame offensichtlich egal, denn nur über die Stelle mit den Juden hat sie sich lautstark beschwert.

    In meinen Augen zeigt die frau eine enorme Männerfeindlichkeit, da sie Frauen scheinbar als wichtiger ansicht, da Männer all jene Rollen ausüben können, die, wenn sie von Frauen besetzt würden, von Frau Pfeiffer irgendwie als „Gewalt gegen Frauen“ oder „frauenfeindlich“ bezeichnet würden.

    Ich als Mann fühle mich da von Frau Pfeiffer einfach nur wegen meines Geschlechts diskriminiert. Als „Nicht Jude“ im übrigen ebenfalls, weil Frau Pfeiffer sich ja nur darüber aufregt dass Juden in einem fiktiven Spiel opfer von gewalt werden könnten. Christen, Moslems, Atheisten sind wohl allesamt völlig egal.

    Da kann man sich als „nicht jüdischer Mann“ eigentlich nur vorkommen, wie ein „Subjekt“ dritter Klasse und die Gleichberechtigung scheint bei frau Pfeiffer nicht zu existieren. Einfach abscheulich!

  64. Wie ich schon sagte, Frau Pfeiffer hat die Bedeutung des Wortes Gleichberechtigung anscheinend nicht verstanden.

    „Eben, es gibt einen Unterschied zwischen Emanzipation und dem was Pfeiffer will. Was sie hier als frauenfeindlich ansieht ist emanzipierter als die Frau selber, es geht um Gleichberechtigung und dazu gehört es eben auch dass sowohl Männer als auch Frauen auch Opfer und Täter sein können, und nicht wie manche es sich wohl vorstellen, dass Frauen ein unantastbares, nahezu heiliges Element nur darstellen dürfen und eventuell auch mal eine Heldin, die aber auf keinen Fall eine Körbchengröße über A haben darf, weil sie ja dann sofort ein absolutes Sexobjekt wäre.“

  65. Zitat Elke Monssen-Engberding: „Nach unseren Erkenntnissen sagt die Mehrheit der Forschenden, dass Gewalt in Computerspielen ein Risikofaktor unter mehreren Risikofaktoren ist. Aber auf jeden Fall kann die dauerhafte Berieselung mit Gewalt dazu führen, dass einmal die Mitleidsfähigkeit des Sehenden herabgesetzt wird oder auch seine Hemmschwelle, selbst Gewalt anzuwenden, herabgesetzt wird.“

    Ungläubiges Kopfschütteln: Wunderbar, wenn man sich gerade die Studien rauspickt, die die eigenen Vorurteile bestätigen.

  66. Kyle: Glaubst du ernsthast, die oberste Zensurbehörde, die im Hinterzimmer Gott spielen kann, würde auch nur ansatzweise zugeben, dass die Spiele harmloser sind als gerne von ein paar dummen Typen verbreitet wird?
    Das wäre ja so, als würde die GEZ sagen, dass die Gebühren überflüssig wären…

  67. @ kyle_katarn:
    Das Zitat hat es auch tatsächlich in meine Dissertation geschafft… abgesehen davon, dass diese Aussage von Elke natürlich komplett falsch ist; die dahinterstehende Habitualisierungsthese ist eben nicht empirisch bestätigt – ganz ungeachtet von ihrem Plausibilitätsdefizit – und die Mehrzahl der Studien, die Desnsibiliserungseffekte zum Thema haben, kommen eben genau zum umgekehrten Schluss (das diese Desensibiliserung eben nicht stattfindet):
    Auch die entsprechenden Publikationen von Michael KUNCZIK und Astrid ZIPFEL, auf die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verweist, resp. welche die BPjM als Referenz anführt, bestätigen diesen Schluss von Elke nicht. Das ist ihre Privatmeinung, die mit der Realität recht wenig zu tun hat. Und da mag iche rst garnicht damit anfangen, die Forschungspraxis zu dekontruieren…

    @ Reptile:
    Die Anzahl der Frauen ist für die Thematisierung, bzw. für die Brüskierung irrelevant und taugt auch nicht als Gegenargument (s.o.). Hmmm… bzgl. Gothic (1): Nicht? Konnte man die nicht (physisch) attackieren, wie alle anderen Charaktere im Spiel auch (zumidnest die, welche die Böden schrubben… oder war es nur eine?)? Müßte ich mal wieder spielen, grandioser Titel… zumindest in Teil 2 und 3 ist das möglich.

  68. @Vica

    Bodenschrubben tun mehrere. Einige in dem Haus der Erzbarone und auch welche bei Y-Berion im Sumpflager. Bei dem gibt es glaube ich auch welche, die ihm Luft zufächeln. Und natürlch gibt es auch noch die Badenixe sowie bei Grim im Inventar eine Aktzeichnung. Ob man die schlagen und töten kann habe ich nie ausprobiert – ich gehe aber von dem Bestehen der Möglichkeit aus.

    In Gothic 2 gab es mit der Hexe, der Anführerin der Diebesgilde und diversen Bäuerinnen sowie Mägden auch mehr tragenden weibliche Hauptrollen. Dafür aber auch die rote Laterne.

  69. Gabs da auch nicht mal ne ZDF-Sendung in der sie reißerisch dargestellt haben wie man gegen Frauen in GTA vorgehen kann. Irgendwas mit Schaufeln oder so. Dabei wurde natürlich ach völlig übergangen, dass es eben auch genausoviele männliche NPCs in der Welt gibt.

  70. Ich seh das im Kontext mit der Story so: die Männer sind allesamt Verbrecher, manche schlimmere, manche weniger schlimme, aber Verbrecher. Während die Frauen in der Kolonie sozusagen „Bezahlung“ für das Erz sind das in der Kolonie abgebaut wird. Daher Frauen = unschuldig (ignorieren wir mal die Leute die für kleine Diebstähle und ähnliches reingeschmissen wurden) und daher kann der Held sie nicht töten. Warum man sie dann im Kampfmodus überhaupt anvisieren kann ist eine andere Frage.

  71. bei frau pfeiffer habenrts wir wieder mit der logik. die geschichte mit dem prinzen, der hilflose prinzessin retten muss ist schon jahrhunderte alt und noch nie hat sich hier jemand beschwert. es gibt abendfüllige „männerfeinliche“ serien noch und nöcher: desperates housewifes, sex and the city oder auch golden girls, die mitunter selber männer als sexobjekt darstellen. und die angeblichen opfer haben sie noch nie beschwert. in hip hop videos sind frauen wenn mans so will auch sexobjekte und die zielgruppe, nämlich (männliche und) weibliche jugendliche haben sie noch nie beschwert.

  72. Ganz einfach weil man sie ursprünglich töten konnte, in einem Interview mit der GameStar vor einigen Jahren, lange noch bevor Gothic 2 überhaupt in Entwicklung war, war man zbsp. auf sowas eingegangen. Spiele erfahren in Laufe ihrer Entwicklung viele Änderungen, vieles passt einfach nicht zum Spiel, anderes ist zu komplex, für wieder anderes reicht die Entwicklungszeit oder das Geld nicht und dann gibt es noch die Dinge die entfernt werden weil man Kontroversen befürchtet, das ist bei Gothic damals passiert, das ist auch der Grund warum in Teil 1 und 2 in Deutschland nicht geblutet werden durfte, ursprünglich sollte das nämlich vorkommen und noch weitaus mehr (Was dann aber letztlich auch in der Internationalen Fassung nicht mehr möglich war, also das Kopf abschlagen zbsp.).
    Leider habe ich diese alte Ausgabe nicht mehr in der es dieses Entwicklerinterview gab.

  73. @Blut in Gothic 1+2
    Nun, ich erinnere mich noch an diese Zeit – betraf damals auch Infinity-Engine-Titel: das war noch die Zeit vor der Jugendschutzreform 2003 und für ein USK-Kennzeichen reichte es bei PC-Spielen, dass in Ini-Dateien etwas umgestellt werden konnte. Bei Fallout 1 und 2 war das noch anders – die sind technisch nicht so einfach „wiederherstellbar“ gewesen sozusagen. Aber allgemein musste sich das erst später ändern, siehe die Far-Cry-Kontroverse damals später – wenn ich mich da mal richtig erinnere
    Die Far-Cry-Kontroverse wegen den Ragdolls oder auch nicht habe ich nie ganz verstanden…

    War so ähnlich mit dem Hot-Coffee-Mod in den USA. Dort ist es ja noch immer so
    Die USK hat damals für gewöhnlich oft ja auch noch keine Kennzeichen abgelehnt, das heißt nicht ablehnen brauchen… Das lachhafterweise immer noch indizierte „Dark Forces“ hat meines Wissens nach auch ein solches Kennzeichen 1994/95 ursprünglich schon erhalten

  74. @ Pyri:
    Bis zur Etablierung des JuSchG am 1. April 2003 vollzog die USK ca. 8800 Klassifikationen… unter einem Prozent der klassifizierten Spiele wurden indiziert. Die exakte Anzahl kenne ich leider nicht, aaaber: Das Groß der Spiele hatte eine „ab 18“-Klassifikation, nur vier Spiele unter dieser Klassifikation (z.B. „ab 16“) wurden indiziert (k.A., welche). Eines der Spiele der ersten Kategorie („ab 18“ und indiziert… und zensiert) ist tatsächlich Star Wars: Dark Forces (PC) – Teil meiner Sammlung (andere PC-Beispiele wären z.B. Half-Life, Quake oder Sin). ^^

    @ Dave:
    „Ich habs mal grade ausprobiert in Gothic. Man kann sie angreifen und es gibt auch ein Treffergeräusch, sie nehmen aber keinen Schaden.“
    I.S.d. pornographischen Perspektive wäre es nicht nötig, dass eine gesonderte Trefferanimation o.ä. geboten wird; eine PFEIFFER kann auch das bereits als Gewalt an Frauen wahrnehmen. ;-)

  75. @Vicarocha
    Ja genau die Textzensur in den Missionsbeschreibungen von „Star Wars: Dark Forces“ habe ich schon wieder vergessen gehabt.
    Von den vier indizierten USK-16-Titel wird wohl einer noch „Command & Conquer: Generals“ gewesen sein. Der wurde damals, zum Ausbruch des dritten Golfkriegs (Irakkrieges) ja wenn ich mich Recht erinnere bis hin zu Kanzler Schröder und Ministerin Bergmann als angeblich „kriegsverherrlichend“ kommentiert…

  76. Nachtrag: mit den USK-Kennzeichen bei Änderungen über Ini-Dateien meinte ich eher USK-12/17-Kennzeichen als überhaupt welche, also USK-18. Rollenspiele zum Beispiel wurden von der USK traditionell ja immer schon eher moderat eingestuft

  77. @Pyri
    Ja aber wenn man sich die Freigaben der letzten Rollenspiele ansieht ändert sich das mittlerweile auch, diese liegen schon höher als noch vor wenigen Jahren, achte mal darauf.

  78. @pyri
    da haste schon recht… aber „kriegsverherrlichende“ spiele sind sicher besser als kriege.
    und was rollenspiele angeht, einige beispiele: elder scrolls 4: oblivion: ab 12; Dragon age: origins: ab 18; world of warcraft: ab 12; age of conan: ab 18; dark messiah of might and magic: ab 18; hellgate london: ab 18; gothic 3: ab 12; guild wars: ab 12; diablo 2: ab 16; ich hab mal bewusst einige ältere titel mit neueren gemischt und singleplayer mit mmorpgs genommen… man sieht denk ich, dass die neueren titel eher richtung erwachsene zielgruppe gehen. wobei das paradebeispiel (für mich einer der besten rpgs) fallout 3 in deutschland ja auch ab 18 und heftig geschnitten rauskam <.<

  79. @MtW
    Ich sehe das mit Kriegen ähnlich wie mit (anderen) Katastrophen. Einem Film wie etwa „2012“ unterstellt man auch nicht schnell mal eine Verherrlichung dieser – wahrscheinlich weil er Lebenswirklichkeiten halt auch gar nicht so betreffen kann, der Weltuntergang. Und bei näherliegenden Erdbebenfilmen gibt es ja auch meistens entsprechendes, als angemessen empfundenes, womöglich vielleicht noch melodramatisches, Pathos.
    Bloß bei Kriegsfilmen und noch mehr Spielen sieht das schon wieder ganz anders aus: da wird Distanz zum Geschehen gefordert um keine affirmative Beziehung dazu einzugehen, etc. Die Unmittelbarkeit eines Shooters ist da natürlich ganz schlecht – weil man sich dem auch nicht entziehen kann und das Schlachtfeld verlassen. Weil da wird man sozusagen auch gezwungen sich dem zu stellen und womöglich von seinem hohen Ross der Moral herunterzusteigen

    Dabei gibt es ja auch in diesen Spielen Leid: ich fühle bei jedem „Call of Duty“ mit mit dem Leid das einem da ständig begegnet, die (aller)meisten tun das aber wohl nicht. Weil es auch nicht auffallen muss, dieses Leid von SoldatInnen zum Beispiel – nicht ins Zentrum gerückt wird sondern eher bloß am Rand stattfindet: und da müssten Videospiele wohl oder übel noch mehr leisten

    Und über eine Friedensbewegung gibt es noch dazu auch jede Menge Ressentiments gegen SoldatInnen zum Beispiel

    Bei den Rollenspielen geht es neben dem Genre halt auch um das Setting und die grafische Gewaltdarstellung: ein „Mass Effect“ oder „Dark Messiah“ ist auch näher am Actionspiel und in einem „Dragon Age“ fließt hektoliterweise Blut. Soweit ich Letzteres bislang gespielt habe unterscheidet es sich trotz des Dark-Fantasy-Anklags von den Thematisierungen her höchstens in manch sexuellen Punkten von einem „Baldur’s Gate“ das ab 12 Jahren auch freigegeben wurde.

  80. Baldur’s Gate hatet für seine 12er Freigabe aber auch einige Zensuren über sich ergehen lassen müssen, Blut und platzende Gegner wie in der Internationalen Version gibt es daher nicht.

  81. @DoktorTrask
    Ja aber wie ich eben schon schrieb sind diese über einfache Ini-Änderungen doch wieder herstellbar gewesen!? Auch bei Gothic war das so… Das war ja auch mein Thema. Nach 2003 hat das nicht mehr gereicht, da durften die Grafiken sozusagen gar nicht mehr vorhanden sein. Wie bei Fallout 1+2.
    Hot Coffee juckte die USK nicht, weil solcher Sex in Kleidung in Deutschland nicht als pornografisch gilt. Es gibt ja überhaupt keinerlei Genitalien bei Hot Coffee – das ist Barbiepuppen-Sex in Unterwäsche und so ja wohl eher ein amerikanisches Problem…

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