Zu Gast bei den Karlsruher Piraten

Morgen (13. November) findet das Nordbadentreffen der Piratenpartei statt. Hierzu  wurde ich eingeladen, um einen Vortrag über den aktuellen Stand der gesellschaftlichen Debatte um Videospiele zu halten. Der  VDVC wurde mittlerweile schon von  fast allen größeren Parteien gebeten, über aktuelle Ereignisse und über Ansichten von  Gamern zu sprechen, bisher aber leider meist in Form von nichtöffentlichen Veranstaltungen. Dieses Mal aber gibt es für jeden die Möglichkeit, der Veranstaltung beizuwohnen. (Man muss also kein Pirat sein.)

Unter dem Titel „Die Kinderspieldebatte – Jugendmedienschutz in Deutschland“ gibt es somit morgen im Großen Saal des ver.di Hauses (Rüppurer Straße 1a) in Karlsruhe einen Abriss über gesetzliche Bestimmungen zum Jugendmedienschutz sowie ihre Folgen für verschiedene Personengruppen. Der Anfang des Vortrags wurde auf 14:40 (direkt nach der Mittagspause) angesetzt, das Gesamtprogramm startet um 10:00.

Update: Die Piraten haben einen Mitschnitt veröffentlicht.

11 Gedanken zu “Zu Gast bei den Karlsruher Piraten

  1. gegen uns wird gehetzt
    es werden Lügen über uns verbreitet
    wir weden kriminalisiert
    wir wurden bereits mit Kinderpronograhie in verbindung gebracht
    Spiele werden verfälscht dargestellt
    Spiele werden übertrieben
    Spiele werden ZENSIERT um ab 18 Einstufungen zu erhalen (Schnittberichte.com)
    “Deutsche Polizeigewerkschaft” (DPolG) fordert zur Zensur auf (Siehe Stigmanews)

    Ansonsten könntet ihr auch auf Stigma und Rey hinweisen bzw dessen Videos. zB “Diese Freude wurde eingeschnitten wie es durchaus üblich ist.” (ein hoch auf objektive Berichterstattung)

    Nur mal so ein paar Punkte welche vermutlich nicht mal alle Gamer wissen.

    Happy Coding.

  2. Musste mich erst noch um ne Sicherheitslücke auf unserem CSS-Server kümmern. (Der wird wohl morgen auch ne Weile offline sein, weil ggf. in den Server eingebrochen wurde.)

    Die Atmosphäre war angenehm und konstruktiv. Inhaltlich bin ich auf die gesellschaftliche Debatte (Wer meint gerade was?) und auf Gesetze bzw. mit den Problemen, die diese aufwerfen, beschäftigt. Schwerpunkt waren Indizierung und die Auswirkungen des Jugendschutzes auf Erwachsene.

  3. Es wurde definitiv aufgenommen, was ich gesagt habe. Da ich aber leider erst seit vorgestern von der Gelegenheit wusste und den Termin somit nur zwischen meinen eigentlichen Tagesablauf schieben konnte, habe ich nicht sehr viel vom Darum herum mitnehmen können. (Der Vortrag war zudem recht improvisiert, aber laut Publikum trotzdem – bis auf meine Handschrift auf dem Whiteboard – gut.) Ich werde einfach mal nachfragen… (Heute haben die Piraten ihren Parteitag. Morgen gibt es dann wohl Antwort.)

  4. Netter Beitrag. Wobei: Afaik schützt USK-Freigabe nicht vor 131. Nur vor der Indizierung.
    Und die Indizierung setzte nicht an Büchern, sondern an Kinofilmen an. Gab es auch schon in der Weimarer Republik – danach wurde die Institution durch die Union als BPjS wiederbelebt.

  5. @Rey: Danke für den Einwurf.

    In der Tat schützt die Freigabe formal gesehen nicht vor dem §131, allerdings ist ist kein Fall bekannt, in dem ein freigegebenes Medium beschlagnahmt wurde. Es gilt wohl die Auffassung „freigegeben“ < „jugendgefährdend“ < „gewaltverharmlosend“. Wobei man sich da ja zumindest als Nicht-Jurist wohl vortrefflich streiten kann. (Verharmlost Asterix die Gewalt?) Zu den Büchern: Auch da ist mir in der Kürze der Zeit (ich wusste nicht mal 24 Stunden vor dem Vortrag, dass ich ihn halten würde) wohl eine kleine Ungenauigkeit passiert. Wenn du sagst, dass diese Ausprägung der Indizierung sich gegen Filme richtete, glaube ich dir dass. Wobei natürlich auch Comics und Bücher indiziert werden und der Index als Instrument (namentlich Index Librorum Prohibitorum, katholische Kirche) schon deutlich älter (1559 bis 1962) ist. @gordon: Danke für den Link. (Wobei mir meine Performance auf Video-Mitschnitten immer etwas schwach vorkommt. Vor allem fällt mir auf, was ich besser machen könnte.)

  6. Netter Vortrag auch wenn man sowas mal vorab ausarbeiten sollte. (Für was gibt es denn das Wiki ^^) Mit einen Vortragskit sollte man dann dort besser auftreten können, nichts gegen dich Patrik man merkte aber doch einige Unsicherheit beim Vortrag welche vermutlich nur von der kurzen Ausarbeitungszeit stammen.

    Happy Coding.

  7. @Rey: Danke. Das „Schmutz- und Schundgesetz“ kannte ich tatsächlich noch nicht. Im Wikipediaartikel wird ja schon etwas über die Akzeptanz des Mediums Film gesagt, so war schon vor der Indizierung „für Filme eine Ausnahme vom Zensurverbot durchgesetzt“ worden. (Formal würde das wohl heute sogar für Videospiele keiner mehr fordern…)

    @Black: Ich war vor allem unsicher in der Auswahl, was denn nun wichtig zu sagen ist und wie ich die Brücken zwischen den Inhalten schlage. Mit etwas mehr Zeit hätte ich da auch etwas vorbereitet. (Meinen ganz grundlegenden Vortrag, was Computerspiele überhaupt sind, wollte ich den Piraten dann noch nicht vorstellen…) Eine kleine Sammlung an vorrätigem Vortragsmaterial wäre sicherlich nicht schlecht.

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