Newsschwemme #7

Kreisjägermeister Kurt Brenner über Amokläufe: Es sei „einfacher und publikumswirksamer, Jäger und Waffenbesitzer unter Generalverdacht zu stellen und das Waffengesetz zu verschärfen, anstatt das Problem [gewaltdarstellende Videospiele] an der Wurzel anzupacken„.
Flohmarkt der Alexander-von-Humboldt-Schule: „Alles außer Gewaltspiele“ – Aber SAW ist ok?
RTL berichtet über „Call of Duty: Black Ops“: Auch Geschnitten zu realistisch?
– „Mitten im Leben – Mutter sorgt sich um computersüchtigen Sohn“ (Blinder Hinweis, Video selbst nicht angesehen).
Filmfernsehfonds Bayern fördert Spiele, die  „kulturell und pädagogisch wertvoll“ und „höchstens […] „ab 16 Jahren““ sind.
Zeit kritisiert ausländischen „Black-Ops“-Spot: „killen ist fun„, theAtlantic auch. Jezebel freut sich, dass der Spot sich auch an Frauen richtet.
SPON berichtet über eSport. 

51 Gedanken zu “Newsschwemme #7

  1. „Mitten im Leben“ ist eine Serie die mit Laien-Schauspielern nach Drehbuch produziert wird wie alle „Harz4 – Verdümmungsserien“, was da gezeigt wird hat es also nie in RL gegeben.

  2. So viel Dünnpfiff auf einmal, ich weiß nicht ob das jeder verkraften kann ^^. Der Flohmarkt springt imo nur auf den Hypezug auf, ich frage mich wer da überhaupt kontrolliert was ein Gewaltspiel ist oder nicht. Ein Final Fantasy oder Warcraft dürfte dann ja wohl auf dem Flohmarkt verkauft werden oder nicht?

    Der Jäger ist imo einfach ein A******** , wieso kommen immerwieder irgendwelche Schützen oder Jäger und wollen den Games alles anheften, nur damit man von ihrem Hobby wegkommt? Die Stigmacommunity versucht ja auch nicht alles auf die Waffen zu schieben.

  3. @El Konsolero
    Als Flohmarktgänger weiß ich wie das läuft, erstmal werden alle Spiele mit USK 16+18 und ohne USK-Siegel verbannt und anschließend alles was ein zu hartes Cover, Texte oder Screenshots hat. Habe ja selbst schon mehrfach Ärger gehabt beim Verkaufen und meistens waren nicht mal Importe oder Indexsachen dabei und einmal als Käufer!

  4. Anhang: Die Spiele mit bekannten Negativbildern aus der Presse werden natürlich auch beanstandet, das trifft dann auch Titel wie Final Fantasy und Warcraft-Starcraft wegen dem ähnlichen Namen und dem gleichen Hersteller aber auch.

  5. @ Doktor Trask:

    Hm dann kann ich ja froh sein, dass es auf dem Flohmarkt vor 2 Wochen nicht so war, da hab ich Silent Hill 2 gekauft. Wie kann man allerdings Ärger als Käufer erhalten kann?

  6. „Auf dem Flohmarkt würde ich eiskalt erwidern: Das sind keine Gewalt-Spiele sondern PC-Spiele oder Konsolen-Spiele. Wieviel Arbeitsspeicher hat „Gewalt“ denn so? Seit wann gibt es das und wo kann man das kaufen?“

  7. Sehr bedenklich, dass mit dem Verkaufsverbot auf dem Flohmarkt. Wenn „nur“ nach dem Cover geschaut wird, haben es z.B. auch Comics, und Hörspiele schwer, selbst manche Covers von Musik-CDs können auf solche, die die Band nicht kennen, nicht sehr positiv wirken. Selbst Bücher haben nicht immer die besten Covers.

  8. @El Konsolero
    Weil ich Manhunt 2 (PSP) kaufen wollte und das gefiel den Beamten nicht(Die dachten es sei gänzlich verboten, also auch Kauf und Besitz aber dem ist ja nicht so), die mußten sich dann erst mal informieren ob man es denn wirklich kaufen darf, da man es aber eindeutig NICHT verkaufen darf hatte sich die Sache aber ohnehin schnell erledigt. Ich finde sowas immer toll, die kontrollieren, geben Bußgelder und Platzverweiße und wissen dann nicht einmal ordentlich bescheid. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren ja gerne und Privatleute die nichts anderes zu tun haben als anzuschwärzen.

    Tarath:
    Am schwersten haben es eindeutig Spiele, direkt danach kommt dann der Film und erst viel später CD’s und Comics, mit Büchern und Romanen allerdings bleibt man grundsätzlich unbelastet, das kontrolliert keiner. Und ja aus eigener Erfahrung und von Erfahrungsberichten anderer kann ich sehr genau sagen das auch sehr oft wirklich nur nach dem Cover geguckt wird und nach unbekannten Sachen wo man nicht eindeutig sagen kann ob es Jugendgefährdent ist. Beschlagnahmungen sind für Privatpersonen sehr selten, das passiert eher den Händlern, wenn man nicht bekannt ist, wird man meistens auch nur dem Platz verweisen und muß kein Bußgeld zahlen aber das Geld für die Standgebühren hat man dann umsonst ausgelegt und auch die Reinigungsgebühr die man zurück bekommt wenn man den Platz selbst säubert ist dann futsch. Hat man nette Leute reicht es aber auch die Spiele – Filme einfach verschwinden zu lassen, natürlich sollte man dann auch nicht mehr als eine Handvoll davon dabei haben sonst machen die das nicht. Wichtig ist das ganze nicht offen am Stand auszulegen und Werbung dafür zu machen, das gilt aber nur für USK/FSK 18, Indexware bleibt weiterhin Tabu, die darf man außerhalb geschlossener Räumlichkeiten nicht verkaufen, das ist es zumindest was mir die Beamten mehrfach sagten.

  9. @Doktor Trask
    Das ist die immanente Bilderfeindlichkeit dabei.
    Ein zunehmend fremder erscheinendes bis misstrauisch beäugteres Medium hat es da umso schwerer. Kommt noch hinzu, dass man den Inhalt bei Games vermeintlich auch gar nicht leicht einsehen kann, etc. Bei einer DVD weiß man mittlerweile wohl schon wo das Ding abgespielt werden müsste, etc.

  10. @Pyri
    Das wird es wohl sein aber auf wievielen Covern sind Typen mit Waffen,Schertern oder Explosionen im Hintergrund zus ehen? Das sind schon einige übrigens wird auf Großmärkten weitaus mehr kontrolliert als auf den kleinen Märkten und ist je nach Stadt auch unterschiedlich, einige Städte kontrollieren wenig bis gar nicht und andere eben mehr. Ich persönlich rede ja lieber mit Polizeibeamtenw eil die mit sich reden lassen und auch mal nachfragen wenn es Unstimmigkeiten gibt oder die etwas nicht kennen, Ordnungsamtsmitarbeiter sind da schon weitaus hartnäckiger und behaaren auf das was sie zu wissen glauben auch wenn es falsch ist.
    -Anderes Thema:
    Warum wir uns mit den Jägern und Schützen nicht einigen können ist mir ehrlich ein Rätsel, wir sitzen doch alle im gleichen Boot, gehtzt wird gegen uns alle egal ob wir Gamer, Paintballer, Filmfreaks, Musikliebhaber, Kunstfreunde oder Schützen und Jäger sind, wäre es da nicht sinnvoller zusammen zu stehen? Eine kleine Gruppe alleine bewirkt ncihts aber eine große schon und zusammen wären wir eine Maße die so gewaltig ist, das sich die hetzenden Gutmenschen des Landes zweimal überlegen müßten weiterhin zu lügen und zu hetzen und uns alle, also Gamer, Filmliebhaber, Schützen etc. unberechtigt unter Druck zu setzen nur um von den wahren Problemen und deren Ursachen abzulenken.

  11. @Doktor Trask
    Bei solchen Covern sprudeln eben immer auch gleich die Vorurteile. Der „pornografische Blick“ darauf sozusagen
    Finde es übrigens überaus mutig sich so überhaupt noch auf Flohmärkte zu wagen. Schön zu lesen auch, dass es offenbar nicht überall gleich schlimm ist: ich habe mich bei meinen Besuchen in Deutschland früher ja schon nicht getraut öffentlich Videospiele zu spielen, zum Beispiel während Wartezeiten auf Bahnhöfen

    Bei den Jägern und Schützen sehe ich die Gründe für deren Ablehnung von Games dreigelagert: erstens in der Idee dass das was sie tun ja soweit abstrahiert ist dass da gar keine Gewalt vorhanden wäre. Ähnlich wie beim Fußball auch – ein Schuss aufs Tor gilt dort auch nicht als Gewaltakt. Das hat eine Zivilisation schon sehr übertüncht.
    Zweitens in einem Generationenkonflikt: gegen eine, wenn auch nur vermeintliche, Jugendkultur, gegen das was eher jüngere Menschen tun lässt sich so auch leichter auftreten als gegen alteingesessene Leute in Schützenvereinen etwa.
    Drittens das bürgerliche Moment: in Schützenvereinen sind oft Honoratioren organisiert, Geschäftsleute, Banker, Richter – das ist auch schonmal eine ganze andere Gewalt von Gesellschaft welche dort zusammenkommt. Und das schlägt sich auch in Fernsehdiskussionen zum Beispiel nieder, wo zumindest vereinzelte konservative Politiker die gegen Games-Inhalte auftreten, wie ein Uwe Schünemann http://www.mi.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=14824&article_id=63121&_psmand=33 , ja auch so organisiert sind.

  12. @ Doktor Trask:
    Sooo „eindeutig“ ist das Verkaufsverbot gem. § 131 StGB beschlagnahmter Medien gar nicht; es existiert ein interessantes Urteil des OLG Hamm vom 10.12.2002 (Az.: 4 Ws 232/02), in dem die Rechtsauffassung vertreten, dass u.U. der private Verkauf legal sein könnte…

  13. @Doktor Trask: „Warum wir uns mit den Jägern und Schützen nicht einigen können “
    Tya diese Frage müssten wir mal mit den Schützen besprechen, aber bis jetzt hat es ja nie eine Komunikation zwischen unseren Gruppen gegeben.

    Happy Coding

  14. Zumindest haben die die was zu sagen es noch nicht getan, warum? Keine Ahnung aber es wäre schon interessant zu hören bzw. zu sehen was passiert wenn sich das VDVC mal mit denen unterhält und vielleicht gemeinsame Wege und Lösungen zu finden und wie man für mehr Verständnis und Verständigung untereinader sorgen kann, gibt ja leider auch viele Gamer die die Schuld und Verantwortung (Wofür die Verantwortung eigentlich, welche Schuld? Kann ein Hobby Schuld an gesellschaftlichen Probleme, an Wirtschaftlichen Problemen und Amokläufens ein? Muß man die Verantwortung für Taten von Einzelnen tragen auch wenn amn da gar nichts mit zu tun hat? Ich denke eher nicht) einfach auf Jäger und Schützen weitergeben und das ist genauso falsch als wenn ein Jäger oder Schütze sagt, kümmert euch um die Gamer, die sind die Bösen und die müsst ihr strafen.

  15. @Vicarocha
    Wirklich? Ist mir nicht bekannt aber ist das ganze dann nicht unheimlich kompliziert nun rauszukriegen was legal ist und was nicht?

  16. Immerhin üben sich die Medien in „Kritik“ u.o. „Auseinandersetzung“, man darf das schon als Schritt nach vorne betrachten.
    Nur die Sache mit den Jägern(die neu ist, in der Diskussion…) und den Schützen ist etwas gewöhnungsbedürftig.
    Schützen ist meinetwegen in Ordnung, ist auch „nur“ ein Hobby,
    mit Jägern hab ich persönlich allerdings so mein Problem, mal davon ab das es da „echtes“ Blut und „echten“ Tod gibt, sind mir da zuviele Alt-eingesessene Profilierungsrituale drin, die wenig mit „Schutz“ zu tun haben, wie es gerne angepriesen wird.
    Gab letzten noch einen interessanten Artikel über Ehrenamtliche/Freiwillige
    Aufforstungs-Aktionen, in dem es hieß man mache das nicht in Gegenden mit starker Jägerlobby, da die großes Wild vor´s Gewehr haben wollen…

  17. @Doktor Trask
    Kompliziert würde ich das nicht nennen, und wegen dem rauskriegen: so funktioniert Recht ja nicht. Da gibt es bloß unterschiedliche MEINUNGEN (auch). Für die Durchsetzung von Interessen ist halt auch ein gewisses Kapital erforderlich. Und wenn nichts durchgesetzt wird gibt es da nichts das sich ändern würde
    Solange eben bis jemand damit (vor Gericht) gezielt arbeitet, und auch das kann scheitern: so ist es aber auch überall – nicht nur in diesen Fragen.
    Das ist auch das Perfide an dem System aus meiner Sicht: es ist ja nicht so, dass Geheimpolizei da andauernd Gamer oder Hentai-Fans mitnehmen würde – das würde ja auch international Aufsehen erregen und könne sich Deutschland nicht leisten. Aber so funktioniert es eben anders, über diese Rechtsnormen
    Und passt da jemandem etwas nicht bräuchte er oder sie eine Menge Geld um durch die Instanzen zu schreiten – und erst dann könnte sich so auch etwas ändern. Wenn es mal ausreichend Präzendenzfälle gäbe auf die man sich dann auch immer wieder berufen könnte, bei der Auslegung von Rechtsnormen
    Wenn jemand es zumindest aber versucht ist das kostspielig – weshalb es wohl auch niemand tut. Neben der etwaigen Tatsache, dass es nicht vielversprechend wäre – man sehe sich zum Beispiel an welche Rechtsmeinungen noch Leute wie Andreas Lober, nicht zu verwechseln mit dem EA-Pressesprecher Martin Lorber – ist mir schon passiert, bei IDG so vertreten. Sprichwörtlich Hopfen und Malz verloren

  18. Ich zitiere mal stellvertretend einen Kommentar bei der ZEIT dazu wie solcher Journalismus Menschen manipuliert, so dass diese anscheinend folgende Schlussfolgerungen aus dem Artikel ziehen:

    „96. Die Realität wartet dann auf Freiwillige!
    Das ist für mich erschreckend klar wie Kloßbrühe und traurig wie der Krieg in Afghanistan! Unsere Kinder werden sich bald freiwillig melden,
    halten wir sie doch bei uns!
    Warum nicht Tangram legen, Blinde Kuh, warum nicht „Stadt, Land, Fluss“ spielen, warum Städte, Länder und Flüsse
    zerstören, Menschen töten, sind meine Spiele denn wirklich
    so langweilig?“

    Traurig. Sehr traurig finde ich das :-(

  19. Was arbeiten denn für Journalisten bei der ‚Zeit‘? Zeit, das ist doch nahe dran an Zeitgeist, aber die dort haben davon wohl noch nichts gehört. Ein Videospiel mit einem Realfilm zu bewerben, ist wie ein reales Produkt mir Zeichenanimation bewerben. Und das dieser Werbetrailer in allen Ebenen stark bis weit ins Humoristische hinein überzieht, ist den fleißigen Zeit-Journalisten wohl auch entgangen. Also, für eine große Zeitung ist das diskussionslos schwache Arbeit.

  20. Der Herr Kreisjägermeister ist für mich ein wandelnder Beweis dafür, dass Waffen nicht in Privathaushalte gehören. Es tut mir wirklich leid um all die verantwortungsvollen Sportschützen, die ja sogar in der Mehrheit sein dürften, aber es muss verhindert werden, dass sich solche faschistoiden Ar*chlöcher bewaffnen.

  21. über Amokläufe: Es sei “einfacher und publikumswirksamer, Jäger und Waffenbesitzer unter Generalverdacht zu stellen und das Waffengesetz zu verschärfen, anstatt das Problem [gewaltdarstellende Videospiele] an der Wurzel anzupacken“….sowas liebe ich einfach immer sinds die gewaltspiele ey mann sollte mal mitdenken meist haben diese spiele eine geschichte und oftmals kämpft man auf der guten seite wenn alle so gegen krieg wären die terroristen häten so leichtes spiel und ohnehin wer echte waffen kennt weis das spiele einem sowas nur umschreiben jedoch weis man noch lange nicht wie man sie benuzt das braucht übung und kraft und wo übt man das im schützenverein !!!

  22. Zum Thema indizierte Sachen aufm Flohmarkt: Ich hab da auch meine „Slayer – Divine Intervenition“ gekauft. Die steht aufm Index und ich bin keine 18 -.-
    Wenn sich diese „anti-gewaltspiele/musik/filme“ Meinung durchsetzt kann ich es vergessen Cannibal Corpse, Iron Maiden, Slayer oder andere CD’s öffentlich zu kaufen.
    Zu den anderen News gibts ja eig. nicht mehr allzuviel zu sagen: Warum die Jäger nun auch noch gegen Spieler Hetzen, bleibt mir ein Rätsel; RTL verzapft mal wieder den üblichen geistigen Dünnpfiff; und die Aktion vom Filmfernsehfond Bayern erinnert mich wieder an den Deutschen Computerspielpreis.

  23. Herr Brenner sagte:
    „Es sei eben „einfacher und publikumswirksamer, Jäger und Waffenbesitzer unter Generalverdacht zu stellen und das Waffengesetz zu verschärfen, anstatt das Problem“ (nämlich Gewaltspiele) „an der Wurzel anzupacken“, so Kurt Brenner“
    Aha, also nimmt sich Herr Brenner das Recht, die ihm und seiner Sippschaft gemachten Anschuldigungen und den Generalverdacht einfach zum nächsten weiter zu schieben.
    Er beklagt sich über diesen Missstand, hat aber wohl keinerlei Probleme damit, genau diesen Missstand selbst auf andere anzuwenden.
    Gamer, Schützen und Jäger sind gleichermaßen Opfer von Personen, die schlimme Ereignisse für die eigenen Ziele oder gar für die eigene Karriere zu missbrauchen.
    Anstatt uns gegenseitig die Schuld zu zuschieben, sollten wir gemeinsam gegen eben jene Personen antreten.
    Aber dem Herr Brenner geht es wohl nur um sein eigenes Hobby, um seine eigenen Ziele, weshalb andere ruhig, seiner Meinung nach, auf ihr Hobby verzichten dürfen.

    Zu RTL:
    WTF!
    Was macht der pseydo Experte Herrmann im TV? boa da kriegt man ja Krebs auf den Augenbrauen!
    Und so brutal ist das Spiel auch nicht, hab die Uncutversion und von platzenden Köpfen kann keine Rede sein.

  24. Mal wieder vielfach Besorgnis Diskurs in Reinkultur und im Falle von Zeit, RTL und Filmförderfond unter dem scheinheiligen Deckmantel von Anspruch und Seriösität.
    .
    Wieso bloß immer dieses „X ist schlecht, Y ist gut“ Schema? Warum nicht einmal darüber nachdenken, dass es nicht entwender oder, sondern stattdessen sowohl als auch ist. Will heißen: Sowohl Shooter als auch klassische Gesellschaftsspiele u.a. als legitimen Teil der Kultur begreifen anstatt immer die Moralkeule mit Sendungsbewußtsein zu schwingen.

  25. thx für die Schwemme.
    Ich könnt einfach nur kotzen,wenn ich das alles wieder lese…son Flohmarkt an meiner Schule früher hätte ich ganz schnell boykotiert…
    aber ich freu mich das das Spiel nur noch mehr Erfolg hat.
    Mitlerweile hat man sich ja drann gewöhnt sein Geld nciht mehr in deutschen Läden hinzublättern.
    Jetzt schau ich mir noch „Mitten im Leben“ an.Ist zwar Pseudo,aber für einige entspannede Lacher immer gut.

  26. Um den Förster mach ich mir keine Sorgen – selbstmitleidige Vergleiche mit der DDR haben in der Presse einen ähnlichen Effekt wie selbstmitleidige Vergleiche von Spielzensur mit Nazi-Politik in der Gamerszene: niemand nimmt den Beitrag mehr ernst.

  27. zu Herrn Brenner: Profilierungssucht einer einzelnen Person oder doch schlichtweg zu schnell gewählte Worte aufgrund von zu wenigen oder falschen Informationen ? Schwer zu beurteilen, ich will aber keine Böswilligkeit vorwerfen. Dass der Inhalt aber Schwachfug ist, ist Tatsache.

    zum Flohmarkt: Aus reinem trotz hätte ich dort diverse „Gewaltspiele“ verkauft. Einfach um auf die Doppelmoral und das Gutmenschentum hinzuweisen.

    Zu RTL & RTL2: sag ich nichts zu. Gestelltes Fernsehen für Menschen, denen das Denken scheinbar selbst zu viel geworden ist. Ich währe für eine Debatte, diesen Müll zu verbieten, das würde bereits sehr viel Sinnvoller sein als jede einzelne Sekunde einer Debatte über den angeblichen Einfluss von „Killerspielen“ auf Amokläufer. Es packt einen jedesmal die kalte Wut, wenn so etwas als „Qualitätsfernsehen“ oder gar „Journalismus“ genannt wird. Jeder Journalist mit Berufsehre würde eher hungern, als so einen verabscheuungswürdigen Dreck zu produzieren.

    zum Filmfernsehfond: Man sollte es doch gleich auf FSK12 begrenzen. Warum ab 16 ? Damit man sich der Illusion der Tolleranz hingeben kann ? Sobald Gewalt und/oder sexueller Inhalt vorhanden sind, wird doch sowieso sofort der pädagogische Anspruch abgesprochen, ganz gleich was das Spiel sonst beinhaltet.

  28. Was den Werbetrailer angeht, den gab es in ähnlicher Form schon einmal für ein Sonygame (SOCUM US NAVY SEALS-Werbung für den Multiplayerpart) zur PS2-Zeit, dort liefen Leute durch einen Bahnhof und plötzlich fangen die Leute dann wie im Deathmatch an auf jeden anderen zu schießen der ihnen in den Weg tritt, damals gab es KEINEN Skandal auch in DEUTSCHLAND nicht.

  29. Hi, offtopic, zur CDU:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-Politiker-fuer-Vermummungsverbot-im-Internet-2-Update-1136033.html

    Der CDU’ler fordert den neuen Ausweis zur Identifikation im Web verpflichtend (somit wohl immer und überall) zu nutzen (damit keiner mehr anonym seine Meinung äußert – siehe Nachricht).
    So wird es wohl nicht so schnell kommen, aber in abgemilderter Form so, dass z.B. man allgemein anonym ist, aber der Staat einen durch „Ausweispflicht“ immer verfolgen kann, das traue ich denen irgend wann mal zu.

  30. Nochmal zum verdeutlichen, er fordert anscheinend (durch Ausweis gestützte) Nutzung der Klarnamen in Foren. Als das von der Firma Blizzard für die Foren gefordert wurde, gab es Meldungen, dass die Leute im web viele persönliche Infos zu dem Forenbetreuer (dank Klarnamen) zusammengesucht haben und somit einige Nachteile bzgl. Privatsphäre deutlich gemacht haben.
    Da der erwähnte CDU’ler als Politiker sowieso schon ein öffentliches Leben hat scheint ihm das wohl nichts auszumachen.

  31. Der Beitrag von Jezebel schießt echt den Vogel ab. Ein Werbespot, in dem bewaffneter Konflikt bzw. Krieg als spaßiges Freizeitvergnügen beworben wird? Who cares? Hauptsache, es sind auch bewaffnete Frauen (und Schwarze! – aber das nur am Rande) zu sehen!

    Die Auswüchse, die „Political Correctness“ inzwischen angenommen hat, sind wirklich abartig und machen mich stolz, nicht zur „MenschInnenheit“ zu gehören und somit in der Lage zu sein, mich auf das Wesentliche und nicht darauf zu konzentrieren, ob Männer, Frauen, Schwarze, Asiaten, Homosexuelle, Behinderte, Tiere oder Aliens in einem Werbespot vorkommen… *Kopf auf Tischplatte schlag*

  32. @LiquidSnakE
    Wie Doktor Trask schon hingewiesen hat war es nicht das erste Mal, dass über so einen Spot versucht wurde eine gewisse Vielfalt der videospielenden Menschen von Multiplayer-Shootern wiederzugeben. Also um einen „bewaffneten Konflikt bzw. Krieg als spaßiges Freizeitvergnügen“ ginge es wohl gar nicht, sondern eher um ein spaßiges Freizeitvergnügen ALS „bewaffneten Konflikt bzw. Krieg“. Eine solche Auseinandersetzung damit. Und daran kann ich auch nichts Verwerfliches entdecken.
    Beim besten Willen nicht finden: da die englische Sprache zudem eher geschlechtsneutral ist als bei der Deutschen leider so der Fall wüsste ich auch nicht was eine etwaige Aversion gegen das Binnen-I dazu bei einem solchen Text . Geschweige denn „Political Correctness“: im Gegenteil ist es ja eher so, dass sexistisch davon ausgegangen wird, dass die „Killerspiele“ mit ein „Männerproblem“ wären. Also kann ich dem einen Text allein deshalb nur dankbar sein.

  33. Die kommentare zum Zeit Artikel wirken teils sehr komisch auf mich…
    Irgendwie ein überaus hoher anteil von leuten die angeblich counter strike spielen aber ansonsten ja nichts von „killerspielen“ halten. Natürlich auch total schockiert von diesem äusserst fürchterlichen werbespot, der ja bis oben hin vollgestopft ist mit untergründigen botschaften darüber das gewalt toll ist.

    Ist schon traurig wie sehr man etwas überinterpretieren kann…
    Frage mich was die wohl zu dem nie gesendeten XBL spot gesagt hätten?

    http://www.youtube.com/watch?v=qNuRQmvykwk

  34. Also ehrlich gesagt fand ich Tom&Jerry nicht so sonderlich lustig damals.

    Die Werbung finde ich eigentlich ganz lustig, das einzige negative das ich sehe ist die Tatsache, dass die XBox so dargestellt wird, als wäre es nur Geballer. Microsoft wollte eben auch ein jüngeres Publikum ansprechen, auf der Xbox sind ja auch einige Familiengeeignete Titel erschienen. Ich glaube die hatten einfach etwas Angst dass die Werbung ein einseitiges Bild der Xbox suggeriert.

    Gruß
    Aginor

  35. Der Artikel macht den ursprünglichen Text nur noch schlimmer: wenn so eine einzig veröffentlichte Entgegnung aussehen soll, dann ist das noch beängstigender. Dieser ganze Rückgriff auf Morus ist an Übelkeit kaum zu überbieten: als ob der Spot auch nur irgendetwas idealisiert hätte. Da wird einfach nur völlig verständnisbefreit über einen eingebildeten Realismus zu Werke gegangen: und die Schreibtat könnte im Ergebnis dabei auch brutaler kaum ausfallen.
    Wie stellen sich diese Leute die Auseinandersetzung mit einem Phänomen wie Krieg eigentlich vor: nur mit Zurückhaltung? In jeglich erdenklicher Überlegenheit? So als ob man mit solchen Interessen gar nichts zu tun hätte. Welche Mechanismen greifen denn allein schon im deutschen Innenministerium, wenn wieder mal eine Terrorwarnung, so wie unlängst erst der Fall, ausgestoßen wird? Welche Ideen von Staat in einem solchen Alltag? Und dann soll mit dem Allem nichts zu tun gehabt werden. Sich beständig in Zurückhaltung geübt – nobel, schöngeistig. Kein Platz für Ironie, Ambivalenz ODER Vielfalt. Und das nennt sich noch „demokratisch“…

  36. @ Pyri Ich glaube, der Autor meint mit „Utopie“ nicht die Idealisierung von Krieg, sondern den Onlineraum, in dem alle Rassen, Geschlechter, sozialen Klassen, usw. gemeinsam spielen. Wäre ja auch absurd, Krieg als Utopie, haha.

  37. @Lanzenbrecher
    Darauf wollte ich mich auch beziehen und weshalb sollte eben auch dieser Online-Raum so idealisiert werden? Natürlich meinte ich die Auseinandersetzung in einem solchen Raum.

    Das ist doch nicht minder absurd: der Raum in dem gespielt wird ist ja auch nicht der Raum in dem real Krieg geführt wird. Sondern Fiktion, immer noch Abstraktion auch wenn die Symbole nicht mehr gedeutet werden können anscheinend. Wenn Granaten geworfen werden und auf sich gegenseitig geschossen wird. Durch Respawns ständig wieder auferstanden: allein dieser Vorgang sagt für mich schon viel über die selbstreflexive Natur solcher Spiele aus. In der Sache realistischere Militärspiele wie „Operation Flashpoint“ oder auch viele Strategie-Titel, ja bei denen kann man da noch weit eher begründet vielleicht etwas dahingehend vermuten. Doch das was sich mir in CoD und Co. bietet ist eine Natur von der es für mich einfach auch absurd anzunehmen ist, dass ein reales Militär ein Interesse daran haben könnte diese wirklich zu forcieren – siehe America’s Army. Dort geht eben nichts so beliebig iterativ zu und gibt es auch die Illusion nur einer propagandistisch gelenkten Seite. Alles Andere bleibt mehr oder weniger in einem Nebel (von Militär/des Krieges im übertragenen Sinn) verborgen. Der Singleplayer-Part dieser Franchise ist ein einziger Drill.
    Ich denke es ist auch kein Zufall, dass im Film „The Hurt Locker“ zum Beispiel „Gears of War“ gespielt wird. Als Ausgleich zum realen Kriegs/Militär-Alltag in diesem Film um höchstgradig gefährlich le/iebende Bombenentschärfer im Irak der Gegenwart.

    Das Einzige was aus einem Call of Duty jedoch so folgt sind Warnungen, über eine Betroffenheitsschiene – die ironische Brechung von etwas wie „Krieg“ so findet aber doch genau in diesen Räumen auch statt. Natürlich ist dort nicht jeder „Freund“ sondern eher „fremd“. Doch würde dies nicht eher etwas über einen Realismus als einen Idealismus in dieser Hinsicht aussagen? Über die unumwindliche Tatsache einer Sinnlosigkeit dabei? Da würde ich kompetitiven Multiplayer auch von narrativen Coop oder Singleplayer unterscheiden. In Letzteren sollen gewisse Dinge Sinn ergeben, im Multiplayer gibt es hingegen mehr oder weniger bloß Zahlen, Orden und Auszeichnungen. Schall und Rauch. Eine weitere Ironie die jedes Jahr, bei jedem neuen CoD mehr oder weniger wieder verpufft. Der virtuelle Ruhm vergangener Jahre
    Das ist da ja mittlerweile schon fast so wie bei den jährlichen Sportspiel-Updates von EA oder 2K.

    Mir scheint es wird ständig versucht eine Affirmation herzustellen – einerseits soll angeblich Krieg verherrlichend werden, andererseits eine Virtualität. Alles Unterstellungen

  38. @Pyri

    „Durch Respawns ständig wieder auferstanden: allein dieser Vorgang sagt für mich schon viel über die selbstreflexive Natur solcher Spiele aus.“
    Ich verstehe nicht, was du damit meinst – was sagt es aus? Dass sie sich ihrer eigenen Fiktionalität bewusst sind?

    „Ich denke es ist auch kein Zufall, dass im Film “The Hurt Locker” zum Beispiel “Gears of War” gespielt wird.“ …auch The Hurt Locker ist Fiktion, Gears of War wurde vom Produktionsteam (Regisseurin, Drehbuchautor, keine Ahnung) ausgewählt. Vermutlich, um ein ähnliches Argument wie du zu machen, deshalb ist es nur symptomatisch für die Ideologie (im neutralen Sinne) des Films, nicht für die Wirklichkeit im Irak. Ob Soldaten tatsächlich Gears of War im Camp spielen…keine Ahnung :)

    Wo ich vorsichtig wäre: der Artikel bezieht sich auf die Werbung, und die Botschaft, die der Autor hinter der Werbung vermutet. Um das Spiel selbst (und die tatsächliche Position des Autors) geht es kaum. Ich suche grade fieberhaft nach einer Aussage, die die persönliche Position von dem Typ zeigt. Finde ich jetzt auch nicht. Hast du da was?

    „Der Singleplayer-Part dieser Franchise ist ein einziger Drill.“ Nee, ich finde, das Franchise weiß gar nicht so genau, was es eigentlich sein will. Einerseits gibt es ständig dieses klischeehafte „an der Richtigkeit der Mission zweifeln,“ anderseits wird man mit diesen komischen patriotischen Zitaten beworfen, wenn man erschossen wird. Da eine konsequente Botschaft rauszulesen, ist glaube ich eher schwer. Hatte jetzt nix mit dem Artikel zu tun, sorry.

  39. @Lanzenbrecher
    Jeder Mensch hat nur ein Leben. Und das brechen Spiele so im Multiplayer. Ironisch, selbstreflexiv, oder wie man es auch nennen möchte. Jedenfalls für mich. Im Singleplayer würde ich das auch grundsätzlich anders sehen: wenn dort gestorben wird ist das ein (vorübergehender) Abschluss der Fiktion. Welche bei einem Neu-Laden eben immer wieder von vorn beginnt. Doch die Fiktion ist abgeschlossen. Im Multiplayer gibt es für sowas manchmal eigene Modi

    Das ist dann so wie wenn King Graham in „King’s Quest 5“ in den Bach fällt und stirbt. Märchen Enden so ja nicht, doch Roberta Williams hat es in ihren Adventures im Unterschied zu den Lucasarts-Elaboraten als Möglichkeit berücksichtigt. Das ist mir auch dort so ähnlich viel wert. Aber vielleicht sind das auch grundlegend unterschiedliche Zugänge zu Videospielen

    Was ich damit sagen will ist, dass es mir absurd erscheint dass ein Militär ein Interesse daran hätte – auch dass einmal die eine Seite, dann wieder die Andere gespielt wird zum Beispiel. Ein Interesse an einer solchen Beliebigkeit kann ich mir gleichwenig vorstellen wie, dass sich „brutalisierte Killerspieler“ in Afghanistan zum Beispiel ins Gemetzel stürzen, weil sie sowieso glauben demnächst an der nächsten Ecke erstanden wieder aufzutauchen

    Dass Spiele manche Leute dazu anhalten will ich keineswegs abstreiten, doch wenn man den Ausdruck anderer Menschen immer nur danach ausrichten würde was Anderen nicht gut bekommt und sie in ihren Gedanken verwirrt, kaputt macht, so gäbe es alsbald wohl gar keinen Ausdruck mehr der irgendwie etwas zeigen/darstellen dürfte das unter Umständen negativ übertragen werden könnte: so wie wenn in einem Film zum Beispiel eine Frau als sexuell erregt gegenüber einem Mann dargestellt wird und jemand, ein das etwa im Kino rezipierender anderer Mann, daraufhin absurderweise denkt, dass alle Frauen auf der Welt das zu jeder Zeit ihm gegenüber auch wären, also sexuell erregt usw. Und dann zum Vergewaltiger womöglich wird. Dann könnte man eben auch so gut wie nichts mehr bringen, thematisieren. Das wäre eben (auch) der Tod von Fiktion usw.

    Entmenschlicht gesprochen ist das ja allein schon (Menschen-)Materialvergeudung und höchst unökonomisch. Daran kann ja praktisch niemand ein Interesse haben

    Mag schon sein, dass der oder die Artikel bei der ZEIT nur auf die Werbung abzielen wollen, sich mehr mit der Werbung für ein Produkt als mit der Produktion selbst beschäftigen, aber das reicht meiner Erfahrung nach oft auch schon für alle möglichen negativen Gefühle. Zum Beispiel als auf der Gamescom „Medal of Honor“ beworben wurde und da diese Helikopter-Mission auf einer Bühne gezeigt. Das ist ja auch bloß eine Form des Marketings oder der Werbung (gewesen), wenn da JournalistInnen so etwas vorgespielt wurde

    P.S.: was Du mit diesen Botschafen am Ende meinst weiß ich jetzt nicht. Ich bezog mich da auf America’s Army (Operations). Der Singleplayer-Teil hieß glaub ich Operations. Die Xbox-Variante(n) kenne ich zugegeben gar nicht. Vielleicht kenne ich das so zu wenig, aber solche Botschaften kenne ich nur aus Call of Duty und vielleicht Medal of Honor noch. Sowie da auch nur aus dem Singleplayer

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