„1378 (km)“-Präsentation live

(vdvc) Der „Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler“ (vdvc) hat angekündigt die heute stattfindende Präsentation des umstrittenen Videospiels „1378 (km)“ im Internet zu übertragen. Ab 19 Uhr soll ein Live-Stream auf der Seite des Gamerverbandes verfügbar sein:

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27 Gedanken zu “„1378 (km)“-Präsentation live

  1. Auch wenn mein Kommentar etwas früh kommt:

    Was die Opferverbände nicht verstehen: Das Spiel kann die Tragik der Einzelschicksale gar nicht rüberbringen.

    Das andere ist die Bemerkung die jemand eingeworfen hat: Das Spiel würde eher jemanden dazu zwingen, sich in eine Rolle hineinzuversetzen, als ein Film.

    Ich würde diese Aussage relativieren. Ein gutes Buch oder ein guter Film sind genauso in der Lage, einen Leser oder Zuschauer in deie Situation hineinzuziehen, wie das ein Spiel mit dem Spieler machen kann.
    Es ist genauso falsch zu meinen, weil ein Spiel interaktiv ist, das dieses Spiel einen aggressiver macht, als bei einem Film. Es gibt in dem Film „Es“ eine Szene, wo der weibliche Protagonist von ihrem Geschäftspartner (sexuell) erniedrigt wird. Mein Vater sagte mal, ich hätte in der Szene gezittert wie Espenlaub. Die Unmöglichkeit, als Zuschauer in die Handlung eingreifen zu können, ist im zweifelsfalle schlimmer, als die Interaktivität von Spielen.

  2. auch wenn einige beiträge der zeitzeugen meine nerven teilweise bis ins unendliche strapaziert haben, fand ich es schon beachtlich, dass sie dort teilgenommen haben und teilweise (der ‚verkleidete‘ herr) auch in bestimmten punkten entgegenkommend und gewissermaßen aufgeschlossen waren. ich hoffe, dass die opfer auch verstanden haben, dass die medien, wie die bildzeitung, die eskalation der debatte hervorgerufen haben und dialoge dadurch deutlich erschwert haben. ich kann mir aber auch vorstellen, dass vorher tatsächlich mehr dialog mit zeitzeugen hätten stattfinden sollen. andererseits war mit so einem medialen echo nicht zu rechnen und die frage bleibt berechtigt, wieso dieses beim medium spiel überhaupt entstehen kann und wieso bei anderen nicht. im endeffekt ging es lediglich um die unterstellung, das spiel solle spaß machen. die detailfehler, wie die darstellung des wappens der DDR und die verurteilung der mauerschützen, die so wohl gar nicht stattgefunden haben, halte ich aber auch nicht für unwichtig. da sollte ruhig noch etwas recherchiert und evtl. korrigiert werden, wie auch immer das funktionieren könnte, ohne das spielprinzip auf den kopf zu stellen. allerdings würde ich dabei auch auf spiele wie die assassin’s creed reihe hinweisen, wo es nicht primär um historische richtigkeit geht. solche spiele können definitiv das interesse zu den tatsächlichen historischen ereignissen wecken, wo man sich z.b. im internet genauer drüber informieren kann.
    was mir am anfang nicht so gefallen hat, ist die negative darstellung von „gewöhnlichen“ ego-shootern, wo spielspaß ja eben ein wichtiger bestandteil ist. diese wurden nicht rechtfertigt, sondern hauptsächlich hat man (verständlicher weise) versucht, sich davon zu distanzieren. wahrscheinlich hat es aber auch erst mal priorität, solche serious games in der ego-shooter-variante, welche die vielfältigkeit der inhalte der spiele erweitert und verdeutlicht, zu mehr anerkennung zu verhelfen, damit auch andere ego-shooter in der gesellschaft besser toleriert werden, ungefähr wie bei western in der filmszene.

  3. ich fand die diskussion auch deswegen sehr interessant, weil sie verdeutlicht hat, wie so eine diskussion zwischen shooter-befürwortern und gegnern stattfinden könnte. wenn die gegner nämlich in etwa die einstellung hätten, wie der ältere zeitzeuge in grau, sehe ich die chance, sich auf einige kompromisse einigen zu können. allerdings würde das interesse daran fehlen, bestimmte inhalte an neue generationen zu vermitteln und außerdem weiß ich nicht, ob er am ende nur noch verständnislos kopfschüttelnd auf seinem platz gesessen hat. ich hoffe mal nicht und ich hoffe, sie werden tatsächlich in dialog miteinander treten.

  4. @Egozid
    Ich habe noch weitergehendere Bedenken. Soweit ich das mitbekommen habe ist das Konzept des Spieles, dass der Ego-Shooter erfahrene Spieler zu Beginn – mit dem Szenario konfrontiert – in der Erwartung auf die Flüchtlinge schießen wird, dass er dafür belohnt werde. Der pädagogische Effekt würde dann einsetzen, wenn das Spiel ihm zeigt, dass er nur ohne Schüsse gewinnen kann.
    Hier zwei Feststellungen:
    1) Es ist ein Irrtum zu glauben, dass ein Gamer auf unbewaffnete flüchtende Zivilisten schießt und meint, dass das Spiel das gut finden würde. Es gibt viele Szenarien von Shootern und doch haben die meisten eines gemein: Der Spieler sieht sich einer Gefahr ausgesetzt und handelt im weitesten Sinne in Notwehr. Ob es nun Zombies, Combines, Gangster oder feindliche Soldaten sind. Darüberhinaus wird in vielen Spielen das Spiel abgebroche oder es bestraft, wenn man Zivilisten beschießt. z.B. in CounterStrike, Call of Duty (?) und anderen. Bereits in den meisten herkömmlichen Spielern lernt der Spieler nur dann zu schießen, wenn er sich einer Gefahr ausgesetzt sieht und bei Zivilisten, bei denen eine solche fehlt, wird schon in „nicht serious-games“ der Spieler besraft. Die Grundannahme des Spielkonzepts, dass der tumbe Ego-Shooter Spiele einfach alles in der Erwartung niedermähen wird, dass das Spiel es belohnen werde ist also schlicht falsch. Es kommt mir vor, als ob man – wie auch bei der pauschalen Bewertung existierender Ego-Shooter, dass diese sich nur an die niedersten Instinkte richten würden – Gamer und Games pauschal etwas gering schätzt. Dumm nur, dass auf dieser falschen Ansicht die Idee beruht.
    2) Denkt man das Spielprinzip mal zu Ende: Was steht dann dort für eine Botschaft: Ich gewinne (als Grenzer) das Spiel, wenn ich den Todesstreifen auf eine „humane Art und Weise“ absichere? Bitte – geht’s noch?

  5. Ich fand die Diskussion (habe sie komplett mitverfolgt, sofern dies die sehr schlechte Verbindung des Streams, die bei mir immer wieder abgerissen ist, zulies -überraschend sachlich. Vor allem von den Zeitzeugen war ich positiv überrascht. Zwar hatte einer der Diskutanten recht – die Zeitzeugen stören sich eindeutig in erster Linie am (ihnen unbekannten) Medium; wäre es stattdessen ein Film- oder anderartiges Kunstprojekt gewesen, wäre alles in Ordnung. Trotzdem imponiert mir ihre Aufgeschlossenheit. Ich rechnete fest mit einer Meute á AAW – Menschen, die stur der Ansicht wären, dass es keinen Schießbefehle auf Flüchtlinge in einem Videospiel geben dürfte „und aus“. Waren sie ganz und gar nicht.

    Die Anmerkung zur USK-Freigabe von ‚Half-Life 2‘ war etwas ungeschickt („Ja, es ist ab 18, aber Sie wissen doch, wie Jugendliche sind…“ ^^), aber ich bezweifle, dass sie von R. bzw. C. Pfeiffer (den in der Diskussion jemand ernsthaft als „Kapazität“ bezeichnete *schauder*) und Co. diesen Ausrutscher aufgreifen würden.

    Zur Mod: ich werde sie vermutlich ausprobieren, glaube aber nicht, dass das Konzept funktionieren kann. Wenn ich weiß, dass ich zu Spielende für jeden Todesschuss bestraft werde, ist die Konsequenz relativ einfach: ich bleibe, als Grenzposten, einfach am Spawnppint stehen und warte, bis die Runde vorbei ist = automatischer Sieg? Oder wird man auch bestraft, wenn man nicht schießt? Wie ist das Spiel dann überhaupt (aus Sicht der Grenzposten) gewinnbar? Nein, ich glaube, das kann so wirklich nicht funktionieren. Als Singleplayer-Mod hätte es u.U. etwas werden können. Ich denke da an ein Projekt wie ‚Fahrenheit‘ oder ‚Heavy Rain‘ von Quantic Dream – man spielt alternierend angehenden Flüchtling und DDR-Soldaten und bildet so ein emotionales Mosaik aus Verzweiflung, Hoffnung und Freiheitsstreben einerseits und Verblendung, Zweifel (?) und Regimetreue, notfalls auch gegen das eigene Gewissen (?) andererseits. Ja, das wäre natürlich ziemlich klischeehaft, wie in einem typischen Hollywood-Blockbuster, aber ich wüsste nicht, wie man an das Thema innerhalb der heutigen technischen Grenzen anders herangehen sollte. An der DDR gab es, aus meiner Sicht, nichts „Gutes“, was eine differenzierte Betrachtung zuließe, man kann diesen Staat eigentlich nur verteufeln – oder? Andererseits scheint mancher auch dem Dritten Reich etwas Positives abgewinnen – immerhin wurden Autobahnen gebaut (© Eva Herman) … ^^

  6. @LiquidSnakE
    E-o-lo-mea http://www.ofdb.de/film/18275,Eolomea—Unheimliche-Zeichen-aus-dem-All ;-)
    @Rey Alp
    So werde ich das neue Spiel erst gar nicht ausprobieren.
    Sich als Sündenbock dahingehend noch zu verteidigen in dem man mit dem Finger auf Andere zeigt. Wie schlecht ich das finde kann ich eigentlich gar nicht zum Ausdruck bringen: die Ressentiments gegen Videospiele werden so auch garantiert nicht weniger werden und was man da anscheinend eben möchte ist nicht mehr Vielfalt, kein mehr Zulassen – von Liberalität ganz zu schweigen – sondern doch höchstens, dass sich Videospiele auch an gesetzte Vorstellungen anpassen. In Zusammenhang mit negativen Sichtweisen auf bereits bestehende Titel, die – wie Dein Kommentar auch zeigt – sich durchaus einfach aus der Welt schaffen ließen.
    Wenn man dies denn möchte: niemand braucht Videospiele zu mögen oder gar gut zu finden – doch diese „Kritik“, wie es immer und scheinbar auch so gerne heißt, ist einfach nur ein schlecht-machen und hätte aus meiner Sicht nichts damit zu tun dass man etwas nicht leiden kann.

    Braucht es jedenfalls nicht: wenn ich etwas nicht mag, etwas nicht meinem Geschmack oder Empfinden entspricht, so ziehe ich darüber auch nicht her. Eine solche Verantwortungslosigkeit könnte ich mit meinem Gewissen nämlich moralisch (sic!) keineswegs vereinbaren.

  7. @Ray Alp:

    „Denkt man das Spielprinzip mal zu Ende: Was steht dann dort für eine Botschaft: Ich gewinne (als Grenzer) das Spiel, wenn ich den Todesstreifen auf eine “humane Art und Weise” absichere? Bitte – geht’s noch?“

    Wenn sie es richtig machen würden, dann wäre das so wie bei „The Path“ (Stichwort: Rotkäppchen). Daa ist auch so ein Spiel. das man nicht wirklich gewinnen kann.
    Ich denke mir halt, bei “1378 (km)” soll man sich einerseits in die Rolle des „Republikfüchtling“ und in die Rolle des Grenzsoldaten reinfühlen, was in wirklichkeit so nicht klappen kann.

  8. @Arbol01
    „The Path“ ist ein sehr gutes Beispiel, ja.
    Ich verstehe auch nicht was man damit bezwecken möchte – als Historiker sehe ich darin schon auch so etwas wie Geschichtsklittung, allein anhand der Beschreibungen jetzt (wieder) hier: zunächst dachte ich, dass man in dem Fall doch konsequent vorgehen möchte und die menschenverachtende Logik des Regimes auch nachzeichnen. Da hab ich mich aber anscheinend gründlich getäuscht, wobei ich so mit dem Spiel vorerst nichts zu tun haben möchte: etwas das ich von keinem wegen Gewaltdarstellung im gegenwärtigen Deutschland noch tatsächlich beschlagnahmten Titel sagen kann… Traurig. Sehr traurig finde ich das. Unrecht als Recht :-(

  9. @frontal21
    Die haben Aufnahmen vom Studenten gezeigt bzw. – Gespräch wäre übertrieben – kurz befragt. Er meinte eben, dass er zeigen wollte, dass man mit Shootern mehr als nur Gewalt vermitteln könne (sinngemäß). Es gab Szenen aus dem bekannten Teaser und die Diskussion wurde kurz beschrieben. Geschlossen wurde glaube ich mit der Aussage, dass der, der schießen würde, verliert. Rektor kam glaube ich auch kurz zu Wort.

  10. @Pyri

    „Ich verstehe auch nicht was man damit bezwecken möchte“

    Ich vermute mal: In erster Linie den Todesstreifen nahe bringen (wie er aufgebaut war, und wie er funktioniert hat) und in Erinnerung halten. Zweitens rüberbringen, mit was für Gefahren so ein Republikflüchtling zu rechnen hatte.
    Das man die das „Spiel“ aus der Sicht eines NVA-Grenzsoldaten erleben kann, ist wohl eher ein Feature und nicht richtig durchdacht.

  11. @Arbol01
    Ja glaub ich natürlich auch – mein Unverständnis rührt jedoch daher, dass vor allem dieses Feature die Aufmerksamkeit doch auf sich gezogen hat. Sowie die ganze(n) Aufregung(en) und – siehe Reys Kommentar über RTL – auch die Erklärungen.
    Gäbe es dieses Feature nicht wäre doch (hoffentlich) auch nicht soviel Widerstand dagegen (gewesen)

    Die Rolle der Grenzsoldaten war eben schon beim Vorgänger-Titel den ich spielte (Frontiers) auch nicht durchdacht: das ganze Konzept dieses Spiels war dabei auch jenes eines Multiplayer-Spiels. Was die Situation zusätzlich verschärfte: so waren die Flüchtlinge den Grenzsoldaten, alles Abbilder von Männern, deren Waffengewalt, schutzlos ausgeliefert.
    Und am Ende sprach allein irgendein Punktestand gegen die Soldaten. Wie Hohn

  12. Wahhh!! X[
    .
    Gerade auf ntv:
    Das Spiel 1378km wurde veröffentlicht. Viele Kritiker finden es Geschmackslos und halten dagegen, dass das Spiel traumatische Erinnerungen der Zeitzeugen wieder hervorbringen kann.
    Der Entwickler hält dagegen: Wir sind Opfer einer Hetzekampagne!
    .
    Telefonumfrage: Finden sie das Spiel Geschmackslos? Ergebnis: 83% Ja!.
    .
    .
    Ungefähr so war das.
    Schön, dass von der Podiumsdiskussion nichts erwähnt wurde.
    Bei der über 1 Stunde auch FÜR das Spiel argumentiert wurde und 100 Argumente für das Spiel genannt wurden.
    Aber die haben nur 1 Argument im Beitrag verwendet: Wir sind voll die Opfer, und die Medien hauen uns!
    Da ist es auch kein Wunder, was bei der Telefonumfrage rauskommt.

  13. @Diavid: Habe ich auch gerade mitbekommen… Ohne, dass man mal weiter über das Spiel berichtet wird gleich aufgerufen weiter anzurufen. Nett von N-TV PS: TeleText 129.

    Wiewo muss man wieder hetzen und kann nicht objektiv mal das Spiel vorstellen?
    .
    UnHappy Nachrichten.

  14. Aus genau diesem Grund haben wir einen Livestream organisiert: Damit ihr nicht auf die gefilterte und unvollständige Berichterstattung des „Qualitätsjournalismus“ angewiesen seid, sondern euch unabhängig selber ein Bild machen könnt. Das Thema Serious Games ist zu wichtig, um wieder als Sündenbock zur Klickratensteigerung herzuhalten.

  15. Ich habe mal nachgeschlagen! Also mir gefällt weder das „serious game“ noch das „education game (Lernspiel). Letzteres hat etwas von Drill, und ersteres gibt etwas vor, was es nicht ist. Ein Spiel ist weder per se ernsthaft, noch das Gegenteil.
    Hinter dem Begriff „serious game“ steckt der implizite Anspruch, etwas besseres zu sein. „Das andere sind ja nur blöde Spiele, aber ich rage darüber hinaus“. So in dem Sinne.
    Ich denke einem guten Spiel merkt man nicht an, das es Leuten etwas beibringen bzw. vermitteln soll.

  16. @Arbol01
    Das Problem ist, dass sich um Serious Games bereits eine eigene, von staatlichen Förderungen zum Teil abhängige, Industrie gebildet hat – mit eigenen Konferenzen, an Universitäten wie offensichtlich auch dieser in Karlsruhe, etc.
    So werden dadurch gelegentlich zwar auch „gewöhnliche“ Spiele sozusagen bereichert, aber ebenfalls eine künstliche Trennung geschafft die meiner Ansicht nach nicht sein müsste: Serious Games werden auch kaum bloß versucht verkauft zu werden, die einzig nennenswerten Serious Games die man kaufen kann sind meines Wissens nach leider die „Global Conflicts“-Spiele über dtp.
    Zwar sind formal „America’s Army“ und das jüngst veröffentlichte NASA-Spiel vom selben Studio auch Serious Games, jedenfalls verfügen sie eindeutig über diesen Anspruch und entspricht das auch die Form ihrer Entwicklung, doch diese ist/sind eben auch nicht kommerziell meistens: und leider entspricht das woanders auch einer Ideologie welche nicht kommerziell sein möchte, doch der Film hat sich schließlich auch nie strikt zwischen Bildung und Unterhaltung getrennt

    Früher, bei Will Wright etwa, haben die „Sim“-Spiele im Mainstream auch oft relevante Themen angesprochen – wie Leben, städtische Entwicklung, Ökonomie im Hochhausbau und Umweltschutz. Heute dreht sich bei den „Sims“ vieles eher um Mode und Lifestyle: oberflächliche Dinge – jedoch wäre es aus meiner Sicht durchaus vorstellbar, dass EA die Franchise dahingehend wiederbelebt und etwas zum Klimawandel beispielsweise macht. Auch Ernährungsfragen könnten damit behandelt werden, usw. Dokufilme zu diesen Themen verkaufen sich doch ebenfalls – und nicht bloß Sachen über herzig watschelnde Pinguine
    Zum Teil wird das durch diese Trennung in eine eigene Sparte aus meiner Sicht verhindert – indem etwas Eigenes geschaffen wird, mit eigenen (Gratis-)Vertriebswegen, etc.: weshalb etwas wie das kleine aber feine Action-Spiel „Food Force“ der UN-Welthungerhilfe nicht auch am PSN anbieten zum Beispiel, etwa bei den Minis, auf Xbox LIVE oder über Steam, so dass es bekannter wird.
    Von Tale of Tales wurde „The Graveyard“ auch auf Steam veröffentlicht – ich weiß von Leuten welche es schonmal gekauft hatten und extra um es in ihrer Steam-Liste zu haben nochmal kauften. Das wäre doch eine tolle Sache würden Serious Games ebenfalls so den Weg in ein größeres Bewusstsein der Spiele-affinen Öffentlichkeit finden, weil in der gewöhnlichen Spielepresse wird darüber ja auch nicht so oft berichtet. Höchstens wiederum in einer eigenen „Serious Games“-Presse.

    Diese Trennung ist eine für mich gefährliche Illusion die gerade Ressentiments in einer deutschen Öffentlichkeit den anderen Spielen gegenüber so (auch international) noch zugute kommt, zusammen mit ganz bestimmten Vorstellungen von „Kultur“ welche in der Form von Serious Games schonmal ihre Verlängerung finden.

  17. Pingback: Über Serious Games « Jürgen Mayer

  18. Was mir zumindest vielfach in der Presse aufgefallen ist, ist das oft um nicht zu sagen sehr oft serious game mit education game verwechselt wird. Weiß einer woran das liegen könnte?

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