Birke: „Jugendschutz muss kritisch hinterfragt werden“

(loco) Als Gamer dürfte es nicht schwer fallen sich ein gesundes Misstrauen der Presse gegenüber anzugewöhnen, wobei natürlich auch positive Beispiele im Gedächnis bleiben. Namen wie Thomas Lindemann, Christian Stöcker, Harald Fränkel und Bastian Birke dürften vielen von uns bekannt sein. Letzterer hat die Zeit gefunden sich einen Blog einzurichten, in dem er in zwei Artikeln sein bisheriges Schaffen sowie seine Motive vorstellt. Er hatte u.a. beim Panorama-Beitrag vom 22.02.2007 die Heranziehung von Bert Weingarten als „Experten“ kritisiert und die Beteilung von Exmitgliedern des „Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis“ an der „Vereinigung gegen mediale Gewalt“ offenbart.

Einführung zum Thema Medienfreiheit, Teil 1
Einführung zum Thema Medienfreiheit, Teil 2

15 Gedanken zu “Birke: „Jugendschutz muss kritisch hinterfragt werden“

  1. Wenn ich es könnte, hätte ich es auch so ausgedrückt. Ich kann es aber nicht. Muss ich auch nicht – Bastian hat es mir abgenommen. Sein Artikel erhält meine vollständige Zustimmung, bis ins letzte Komma hinein.

  2. finde ich sehr gut geschrieben.
    anmerkung zum deutschen journalismus:
    ich persönlich finde es gerechtfertigt, dass im iran 2 reporter von der bild in haft sitzen.
    zwar tun mir die beiden dafür leid, aber wenn man in einem journalismus arbeitet der nur lügen,propaganda und hetze verbreiten will und das auch tut, finde ich, muss dies endlich einmal bestraft werden.
    und wenn nicht hier in deutschland, dann eben halt im iran.
    die beiden werden nun dafür bestraft was sie vielen anderen reportern, klatschblättern und tv-hetzsendern zu verdanken haben.
    leider wird dies aber nichts an der schlechten mentatilät dieser oben beschriebenen ändern und die werden weiterhin müll und unsinn verbreiten.

  3. Sehr gut geschrieben diese Artikel, sowas wünsche ich mir von den *Realmedien aber da wird es sowas niemals nicht geben, Meinungsmache und Skandale verkaufen sich besser und mit Zensur lässt sich leichter regieren und manipulieren…

  4. *Applaus*
    Mit kleiner Einschränkung: wenn man etwa sagt, dass Medien keine *wirklichen* Auswirkungen hätten wird man sich über kurz oder lang angreifbar machen – schon allein weil man *wirklich* oder *real* einmal bestimmen müsste. Deshalb denke ich sollte eher gefragt wird was keine solchen Auswirkungen hätte, wie sich Verbotsforderungen, Zensurvorhaben und Praktiken in der einen oder anderen Form *auswirken*. Aber vielleicht sehe ich das auch etwas zu eng, weil das soll ja auch eher Journalismus sein als Wissenschaft.

  5. Insgesamt ein sehr guter Text, jedoch sollte Herr Birke auf Korrektheit achten. Denn genauswenig wie die Tom Hanks Komödie „Splash“ ein „Horror Gewalt Film“ ist (eine Zuordnung die Rudolf H. Weiss in seinem Werk „Gewalt, Medien und Aggressivität bei Schülern“ vornimmt), war Braindead Peter Jacksons Debut. Auch wenn es kleinlich klingt, aber mit solchen Fehlern macht man sich angreifbar.

  6. @Rey
    lol, nein. Es steht doch außer Frage, dass Stöcker neben Lindemann viel Gutes über vermeintliche „Killerspiele“ geschrieben hat – vor allem über die von Rockstar ;-) Bloß wenn es um militärische Sachen geht, von „Halo“ und „Mass Effect“ wie mir scheint bereits angefangen, gibt es schnell negative Zugänge bei SPON – und das nicht nur von Stöcker… Wenn man sich den Amnesty-International-Artikel von Lindemann ansieht ist dieser da auch zumindest etwas aufgeschlossener imo…

  7. Der Mann hat gute Ziele besonders wenn man die Zusammenfassung am Ende ansieht. Schade, dass man nicht frei Kommentieren kann sonst hätte er jetzt viele schöne Worte hören können so hat er halt Pech gehabt ^^ Soll er halt Stigma lesen ;-P

    „Rückführung des Gewaltdarstellungs-§131 auf den Stand vor 1985“
    http://lexetius.com/StGB/131#3
    Man könnte alternativ auch die Abschaffung fordern…

    „ab 18 … darf nicht verweigert werden“ JA!

    Nur den Teil über die „184er-Paragrafen“ habe ich nicht ganz verstanden. Ist er jetzt für sowas wie Lolicon und Sexspiele aus Japan, oder nicht?

    @Rey:
    Mit den Mann könnte man doch mal Gespräche eröffnen oder zumindest ein Interview oder?

    Happy Coding.

  8. @The_Real_Black
    §184 beschreibt das strafrechtliche Pornografieverbot, das heißt – weitgehend einmalig ähnlich wie beim Gewaltdarstellungsverbot – auch das Erwachsener. Ansonsten betreffen Übergriffe eher §176. Schreibt er aber auch…
    @Doktor Trask
    Das habe ich schon vor Jahren versucht. Ohne Erfolg.

  9. „ich persönlich finde es gerechtfertigt, dass im iran 2 reporter von der bild in haft sitzen.“

    Du solltest in die ungarische Regierung. ;-)
    Man mag von der BILD halten was man will, aber Journalisten zu verhaften, weil sie jemand falsches interviewt haben, ist ja wohl absolut nicht in Ordnung.
    Hoffentlich bereitet Israel dem Spuk bald ein Ende, Obama scheint ja leider ein moderner Neville Chamberlain zu sein.

  10. Es gibt noch viel mehr Unsinn in diesem Land.
    Alleine schon die Jugendanscheinspornografie ist so ein selten dämlicher Kunstgriff von den Moralwächtern, denn wer entscheidet nach welchen Kriterien, wie alt einE SchauslpielerIN in einem Porno aussieht und aussehen darf?

    Insofern gibt es viel zu tun. Das Problem ist aber: Nehmen wir mal die BILD-Zeitung als ein Medium und somit Indikator für ein „Zweifelhaftes Milieu“. Dann wissen wir schonmal: Eine sehr große Anzahl, ja evt sogar eine sichere Mehrheit der dt. Staatsbürger gehört diesem Milieu an.

    Politiker werden demokratisch gewählt, d.h. rein statistisch müsste der Anteil der Politiker aus diesem Milieu genauso groß sein, wie der anteil der Personen, die BILD lesen, also den genannten Indikator aufweisen.

    Jetzt gibt es ja nicht nur BILD, sondern noch weitere Indikatoren. RTL2 kann man auch hinzunehmen und andere Medien ebenfalls.

    Also wer erwartet bitte, dass dt. Politiker intelligenter als ihre Wähler sind?!

    Auch finde ich die BILD und andere Medien, die ggf. von manchen als „Unterschichtmedien“ betitelt werden (sowas würde ich nie sagen – oder doch? Wer weiß.) durchaus legitim, da alles andere eine Diskriminierung von all jenen darstellen würde, die rein intellektuell mit anderen Medien nicht fertig werden, bzw damit nicht umgehen können (ja manche sind zu Dumm und andere zu Intelligent für manche Medien).

    D.h. das Problem ist nicht das vorhandensein gewisser Medien, die man nicht mag, da sie nur aus (Zitat, Liedtext, die Ärzte) „Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht“ (Zitatende) bestehen mögen, sondern die Tatsache, dass ein nicht geringer Anteil der dt. Bevölkerung nach dem genannten Zitat ein Bedürfnis hat, täglich mit „Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht“ versorgt zu werden.

    Da müsste man ansetzen, denn Medien können nichts dafür, dass sie legitime Bedürfnisse befriedigen, was auch der einzige Auftrag von Videospielen ist. So gesehen dürfen die Kritiker von Videospielen gerne versuchen andere Begehrlichkeiten bei Videospielern zu wecken, so wie andere gerne versuchen können, manchen Menschen „Bildung“ näher zu bringen.

    Ich garantiere: Beides wird fehlschlagen und ironischer Weise werden wohl genau die beiden „Gruppen“ aufeinander treffen und so gar nicht verstehen, warum der Eine keine Bildung will und der Andere statt zu zocken sich nicht mit „Angst, Hass und Titten“ volldröhnen will ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.