Lesehinweis

Ab heute (Mittwoch) ist die neuste Ausgabe der „GameStar“ erhältlich, in der sich zwei interessante Artikel finden. So durchleuchtet Christian Schmidt auf fünf Seiten die Hintergründe der anstehenden Entscheidung des Supreme Courts über die Zulässigkeit der kalifornischen Jugendschutzes, der verbindliche Kennzeichnungen gewalthaltiger Spiele vorsieht. Petra Schmitz fasst dagegen – wenn auch nur auf einer Seite – die Geschehnisse um „Dead Space 2“ zusammen. Eine Anfrage beim „Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen“, weshalb man sich nicht damit abfinden konnte, dass der Titel für den Verkauf an Erwachsene freigegeben wurde, veranschaulicht die Eigenarten des deutschen Jugendschutzes: Man fürchte die etwaige „verrohende und zu Gewalt anreizende Wirkung auf Jugendliche„. Des Weiteren findet sich im Heft auch der umfangreiche Brief eines Lesers, nach dessen Ansicht Spiele im Sinne der Demokratie zur Bildung beitragen und u.a. vermitteln müssten, wann ein Krieg gerecht ist und dem Spieler das „Böse“ nicht einfach vorsetzen, sondern erklären sollten, „wieso es böse ist„.

12 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. Die können es mit ihrer ABER DIE JUGENDLICHEN müssen geschützt werden wohl einfach nicht lassen, ab 18 bedeutet das es keine Jugendprodukte mehr sind, hier wird kein einziger Jugendlicher geschützt sondern aktiv Zensur betrieben die Grundgesetzwidrig ist auch wenn man das von Seiten der hohen Stellen gerne abstreitet.

  2. Interessant finde ich auch ein Leserbrief in der aktuellen Gamestar. Unter anderem hier zu finden http://bit.ly/fyiFph

    Wär cool, wenn wir darauf eine Antwort formulieren könnten. Ich versuche morgen abend mich mal daran zu setzen…

  3. Ich weiß nicht, ob das wirklich Sinn hat. Auch müsste man mal prüfen, was der genau fordert. Möchte er AUCH Spiele, die bilden, oder MÜSSEN nach ihm alle der Bildung dienen?

    Ich habe mich an ein Zitat vom Sichtwechsel e.V. erinnert gefühlt. Auch da war mein Gedanke schon, dass unsere Kultur doch weniger auf dem Gedanken aufbaut, dass die eine Wahrheit propagiert wird, sondern dass wir als pluralistische Gesellschaft frei und vorallem eigenständig Denken und für gut und falsch bewerten dürfen.
    http://www.sichtwechsel.de/angebote/index.php?ID=30

  4. „wann ein Krieg gerecht ist“

    Ich finde, das kannst du so nicht stehenlassen. Gibt es überhaupt gerechtfertigte Kriege oder sind das nicht zwei Seiten einer Medaille?
    Sie sind es nicht von Haus aus, Sie WERDEN gerechtfertigt und dem kann man zustimmen oder es ablehnen.

    Vielleicht sollte da lieber so etwas stehen wie „…vermitteln müssten, wie Kriege gerechtfertigt werden…“

  5. Einen gerechten Krieg? Sowas gibt es nicht, wir Christen haben mal die Kreuzzüge als gerechten Krieg bezeichnet und die uSA bezeichnet jeden ihrer Kriege als gerecht aber sind und waren diese Kriege gerecht? Wohl eher nicht. Kriege werden aus drei Gründen geführt, Politische Interessen, Wirtschaftlcihe Interessen und Religiöse Interessen, befehlen tun Kriege die großen und mächtigen ausführen tun es die kleinen einfachen Leute die nciht nein sagen können und dürfen weil derGroße man es nicht zulässt und leiden darf in der Regel die Zivilbevölkerung. Die Rede von „wann ein Krieg gerecht ist“ ist in meinen Augen absoluter Unsinn und da erspare ich mir jede weitere Diskussion, ich spiele zwar Kriesspiele weiß aber das ein echter Krieg durch nichts gerechtfertig sein kann, Krieg bleibt grausam und brutal und treffen wird es immer nur die Falschen so wie es schon immer war.

  6. „Sowas gibt es nicht, wir Christen haben mal die Kreuzzüge als gerechten Krieg bezeichnet und die uSA bezeichnet jeden ihrer Kriege als gerecht aber sind und waren diese Kriege gerecht?“

    Mit Dogmatismus und cherry picking macht man es sich aber auch zu einfach. Klar, die Kreuzzüge waren nicht gerechtfertigt, da muss man kein Pazifist sein, um das zu merken. Solange man sich aber selber nur auf diese Beispiele beschränkt kann man sich die Diskussion auch schenken.
    Wer sagt, dass Kriege immer, unter allen Umständen, ohne Ausnahme nicht zu rechtfertigen sind, der muss nicht erklären, warum Vietnam nicht gerechtfertigt war, oder die Kreuzzüge, das kann jeder. Man muss erklären, warum man seiner Meinung nach die Nazis gewähren lassen muss, oder die Roten Khmer.

  7. alles klar, auf den brief bin ich gespannt, ich würde zu gerne wissen, warum spiele im sinne der demokratie und der bildung beitragen sollen. aber mit der aussage, dass ein krieg gerechtfertigt sein kann, hat er sich eh schon disqualifiziert, ist wohl irgend so ne oma. allerdings frag ich mich, wie man behauptet kann, dass spiele zensiert werden, wei sie zur verrohung und gewaltbereitschaft von jugendlichen beitragen ohne dass beweisen zu können und wisso dann nicht alkohol verboten wird.

  8. natürlich sind die Kreuzzüge gerechtfertigt gewesen !
    Die Kreuzzugsbewegung entstammt der internationalen Solidarität für den antiimperialistischen Widerstand gegen den Islamischen Imperialismus des 7.und 8. Jhdts.
    Gerechtfertigt, oder ? ;-)

  9. Ich bin der Meinung dass Kranki hier den richtigen Ansatz verfolgt:
    Natürlich kann man Kriege für bestimmte Ziele rechtfertigen. Es ist ein nicht ganz so eindeutiges Beispiel das ich jetzt bringe, aber wie war das denn mit Bosnien? Soll man bei ethnischen Säuberungen zuschauen oder nicht? Über die Mittel und Wege kann man dabei gut streiten, die Luftangriffe der NATO auf Belgrad fand ich da nichtgerade angemessen aber das ist ne andere Frage.

    Zu den Roten Khmer: Warum hat da eigentlich niemand was gemacht? Wie sieht es bei General Idi Amin und seinen Jungs in Uganda? Hätte man da nicht militärisch was machen sollen? Wenn nein: Warum nicht?
    Ich bin kein Fan von Krieg, und auch ich glaube dass einige bzw. die meisten der Kriege (die einfachen Beispiele wurden genannt) nicht gerade gut zu rechtfertigen sind, aber auch ich glaube dass es Gründe dafür gibt, Krieg zu führen, die in Ordnung sind. Dass der Krieg dabei letztes Mittel bleiben muss ist klar.

    Gruß
    Aginor

  10. @Aginor

    Wobei das letzte mal ja gar keine ethnischen Säuberungen gedroht haben – das sagt zumindest die Bundeswehr. Vielleicht hat man da aus Angst davor, dass man wieder ein Srebrenica geschehen lassen könnte, etwas überrreagiert.

  11. Ich dachte vor einiger Zeit schonmal, dass der Richterspruch des Supreme Courts in Bälde folgen würde – was sich dann aber als Missverständnis herausstellte: weiß hier jemand bis wann damit nun ungefähr zu rechnen ist? Steht da was vielleicht im Gamestar-Artikel drin?

  12. @Rey Alp
    oder die Politiker in der EU sind nach 10 Jahren Balkankriegen und Flüchtlingswellen so angepisst gewesen, das sie „erwas überreagiert“ haben.

    Man darf auch nicht die Augen davor verschließen das viele Friedensfreunde nur was gegen Kriege mit US oder NATO Beteiligung haben.
    Vor dem letzten Golfkrieg sind Friedensaktivisten nach Bagdad gereist, haben dort Solidaritätskonzerte gegeben oder sich als „menschliches Schutzschild“ angeboten.
    Wo sind den diese Menschlichen Schutzschilde und Künstler gewesen als in Srebrenica oder Ruanda massakriert wurde ?

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