Newsschwemme #10

– “Game One” für Grimme-Preis nominiert, gameone.
– “1378 (km)” ist nicht gewaltverherrlichend – Verfahren eingestellt, chip.de.
– Gamer fahren risikoreicher – aber erfolgreicher bei Fahrprüfung, gamona.
– “Killerspiele” – Frage des Blickpunkts (mit tshirt), fuchskind.
-“USK” passt Grundätze an – Prüfverfahren gestrafft, usk.
– ePetition gegen Onlinegewaltspiele mit Suchtpotential, bundestag.
– CSU-Netzrat gegen “pauschale” Verbote von Videospielen, csu.
– US-Politiker will (schon wieder) Warnhinweise für Videospiele, spieletipps.

(Dank an Pyri und frontal21.)

26 Gedanken zu “Newsschwemme #10

  1. nicht schlecht, schon 39 unterzeichner der petition. wusste garnicht, dass es gewaltverherllichende online computerspiele gibt, ich kannte bisher nur onlinecomputerspiele oder online-computerspiele. und dass sie vom browser laufen und die kinder gezwungen werden dafür geld auszugeben, dass die größte zielgruppe 12-16 ist und dass warrock ein klassisches beispiel ist. vielen dank an mutter christian.

  2. Ich wäre nicht mal überraschtw enn gerade diese petion Erfolg hat weil dort prominente Unterzeichenr wie die Pfeiffers drin sein werden.
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    Und was die Anpassungd er uSK angeht kann ich nur ein Wort sagen oder besser eine Abkürzung KJM da wird es noch richtig Spaß geben auch weil die Entwickler/Publisher jetzt nur noch ein einziges Mal ein veto gegen eine Freigabe bzw. verweigerte Freigabe abgeben dürfen zudem sind da ncoh einige weitere Kleinigkeiten die uns sicherlcih viel Freude machen dürften, Zensur und Nichtfreigabe dürfte sich demnächst noch deutlich steigern.
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    Dieser US-Plotiker steht mit seiner Forderung der Warnhinweise ala Tabakschachtelwarnsticker nicht alleine da, Untertsützer und Befürworter hat er satt und auch bei uns Deutschen sind solche Forderungen nichts neues, ganz im gegenteil waren wir doch die ersten die das haben wollten, die Amerikaner sind da wie so oft bei der Spielezensur nur hinterhergerannt was Österreich und die Schweiz ja leider Gottes auch immer wieder gerne tun zu guter letzt wurde sowas auch innerhalb der EU mal vorgeschlagen aber und das ist auch gut so “bisher” abgelehnt.

  3. Quark die Petition wird niemals Erfolg haben, selbst wenn die Pfeiffe, eh Pfeiffer darauf aufmerksam wird. Die läuft bereits seit 11.01 und hat gerademal 40 Unterzeichner. Dazu ist in der Diskussion nicht ein einziger positiver Beitrag zur Petition zu finden.

  4. “Und was die Anpassungd er uSK angeht kann ich nur ein Wort sagen oder besser eine Abkürzung KJM da wird es noch richtig Spaß geben auch weil die Entwickler/Publisher jetzt nur noch ein einziges Mal ein veto gegen eine Freigabe bzw. verweigerte Freigabe abgeben dürfen zudem sind da noch einige weitere Kleinigkeiten die uns sicherlcih viel Freude machen dürften, Zensur und Nichtfreigabe dürfte sich demnächst noch deutlich steigern.”

    Das die KJM jetzt beteiligt ist, hat wohl nur symbolischen Charakter… da wird sich nicht viel ändern (s. Forum).

    Und nein… Regelverfahren -> Berufungsverfahren -> Appellationsverfahren = 2 x Veto.
    Die in der USK beteiligten Verbände der Computerspielwirtschaft können im Einvernehmen mit den Antragstellern (Entwickler/Publisher) das Appellationsverfahren initiieren (das Appelationsverfahren war eine exkl. Instanz der OLJB).
    Woran du deine restlichen Spekulationen konkret festmachen willst, würde mich mal interessieren, denn sonst ändert sich nicht viel, was auch einen tatsächlichen Effekt zeitigen dürfte (s. Forum)…

  5. Sorry für den doppelpost, aber ich musste grad festtellen, dass es da einige Fehler in der Beschreibung und der Begründung gibt. Also ist das ganze mit Vorsicht zu genießen.

    MfG Pard82

  6. @Pard82
    Das Problem dieser Pedition ist denke ich ein Grundlegendes: wie möchte man gegen die einen Verbote fiktionaler Inhalte wie Indizierungen vorgehen, während andererseits “Menschenleben verachtende Software” sehr wohl verboten bleiben soll?
    Wie “Menschenleben verachtende Software” identifizieren? Ich denke das ist unmöglich. Schlicht und ergreifend. Schier unmöglich, so wie es unmöglich ist auch Hässlichkeit etc. “objektiv” oder sonst was in diese Richtung festzustellen. Vielleicht ist es gerade “Menschenleben verachtend” wenn in Software wie “Defcon” künstlerisch noch auch in Deutschland einigermaßen akzeptiert bis sogar hoch angesehen Zahlen von Toten über Massenvernichtungswaffen jongliert werden.
    Was man tun kann, wenn man schon Fiktionen aus dem Verkehr ziehen möchte, ist wirklich lediglich eine politische Zielrichtung suchen und finden: das kann man schon machen. Man kann zum Beispiel die “Missing in Action”-Filme als revisionistische amerikanistische Propaganda begreifen, unabhängig ihrer jeweiligen Gewaltdarstellung, als politischen Ausdruck. Und den dann zu verbieten suchen. Das kann man schon machen – doch vermeiden gerade viele inkriminierte Games eindeutige Feindbilder, konstruieren lieber eine Bedrohung in den eigenen Reihen, siehe auch Filme wie “The Expendables”, bei Games wird man da überhaupt kaum fündig werden denke ich, wenn das einzige konstante Feindbild in Games gerade dasselbe ist wie was in Deutschland als verfassungsfeindlich doch gilt. Und dazu sollte man gerade die Vorstellungen dessen bezüglich kultureller Sauberkeit mal endlich überprüfen. Auch wenn man, von “Godwin’s Law” ebenfalls hier angefangen, davon für gewöhnlich nichts wissen will.

    Es entbehrt auch nicht einer gewissen Logik, weil die amerikanischen oder sonstig westlichen Filme und Spiele in der globalisierten Gegenwart auch einem globalen Publikum doch gefallen sollen, auf globalen Märkten verkaufbar bleiben müssen. Auch wenn sie über antiamerikanistische Ressentiments etwa weiterhin als “Amerikanisierung” oder “Militarisierung” in dieser Hinsicht wahrgenommen werden.

  7. @ Pard82
    Die Petition wurde teilweise schon im Forum diskutiert und ist genausogroßer Dünnpfiff wie die andere ganz oben verlinkte. Wer für eine Einführung von PEGI und gegen Zensur ist, muss dies uneingeschränkt sein. Selbst dann, wenn ein Spiel auf den Markt kommt, dass ihm nicht in den Kram passt.

  8. @purchaser
    Ich kann “Game-One” auch nicht leiden, aber die Anerkennung für deren Arbeit sollte doch respektiert werden. Dazu gab es glaub ich auch schon so manche Preise oder Nominierungen für Industrieproduktionen abseits von Pfaden wo man sie (auch) vermuten würde: so wurde “Crysis” glaub ich mal für irgendeinen nicht unwesentlichen Design-Wettbewerb vorgeschlagen, in Richtung bildender Künste.

  9. Hoffentlich gewinnt Game One, die beste Videospielsendung im deutschen Fernsehen und der Plauschangriff Podcast ist auch absolut großartig!

  10. Jo, aber wer braucht in der heutigen Welt schon noch Fernsehen? Doch nur die älteren Generationen und die interessieren sich in der Regel eher für Koch- denn für Videospielsendungen.

  11. Offener Brief des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden zum Thema Waffenrecht

    Zwei Jahre dauert die Diskussion um die Verschärfung des Waffenrechts inzwischen an.
    Zwei Jahre lang hören wir nun schon den Vorwurf des „Generalverdachts“, unter den wir alle Waffenbesitzer stellen würden. Eine falsche Behauptung, die durch Wiederholung nicht zur Wahrheit geworden ist.

    Zum Ersten also noch einmal:
    Wir haben zu keinem Zeitpunkt einen „Generalverdacht“ gegen Waffenbesitzer und Schützen ausgesprochen!

    Zum Zweiten:
    Uns geht es um Sicherheit! Und wo es um Sicherheit geht, da stehen wir bisweilen alle unter „Generalverdacht“. Zum Beispiel immer dann, wenn wir uns auf einem Flughafen den Kontrollen unterziehen müssen. Der Verdacht ist bei allen Security-Checks Vorschrift, weltweit und überall. Wir werden nicht so sorgfältig untersucht, weil wir oder unser Gepäck so attraktiv wären, sondern weil wir generell verdächtigt werden. Routinemäßig unterstellt man uns zum Beispiel, Gegenstände bei uns zu tragen, mit denen wir gegebenenfalls das Flugzeug unter unsere Kontrolle bringen wollen, in krimineller Absicht! Niemand erhebt hier Einwände. Warum auch – schließlich dienen diese Maßnahmen der eigenen Sicherheit. Und genau so ist es bei der Kontrolle der privaten Aufbewahrung von Schusswaffen: sie dient unserer eigenen Sicherheit.

    Es ist an der Zeit, sich von diesem dummen Vorwurf des pauschalen Generalverdachts zu verabschieden.
    Wir haben während der vergangenen zwei Jahre die Vertreter der Schützenverbände beim Wort genommen und an ihre Verantwortung appelliert.
    Wir haben in Gesprächen nach Möglichkeiten gesucht, dem Missbrauch von Schusswaffen entgegenzuwirken.

    Wir haben z.B. vorgeschlagen, die Trennung von Waffe und Munition zu verlangen, eine zentrale Aufbewahrung zu organisieren, biometrische Sicherungssysteme einzuführen und den Waffenbesitz an die Ausübung des Sports zu binden (man sagte uns, Waffen seien lediglich Sportgeräte).

    Und: Wir haben die Vertreter der Schützen gebeten, eigene Vorschläge zu einer effektiven Änderung des Waffenrechts zu machen.

    Nun haben wir die Antwort.
    Im Oktober 2010 sprachen Vertreter deutscher Waffenhändler und des Waffenlobbyvereins „Prolegal“ im Berliner Reichstag bei allen Bundestagsfraktionen vor und beantragte, Zitat: „auf sämtliche Verschärfungen der Aufbewahrung bzgl. Biometrie o.ä. zu verzichten, sowie die viel zu hohen Anforderungen an das Bedürfnis und die Zuverlässigkeit wieder zurückzuschrauben, damit die rechtstreuen, verantwortungsvollen Legalwaffenbesitzer ihr Hab und Gut nicht nur temporär, sondern auch richtig besitzen dürfen.“ Zitat Ende.
    Das heißt doch wohl: Waffen sollen auch für weniger zuverlässige Menschen verfügbar sein, die gar kein wirklich dringendes Bedürfnis haben, ein derart gefährliches“ Sportgerät“ zu besitzen?

    Im Klartext:
    Gefordert wird hier der vereinfachte Zugang zu einer unbegrenzten Anzahl von Waffen in Privatbesitz. Kontrollen der Aufbewahrung sollen nur bei nachgewiesenem Verdacht erfolgen. Abgelehnt wird jede Anstrengung zur Sicherung dieses gefährlichen Besitzes.
    Es werden zwar technisch hervorragende Präzisionswaffen zur Ausübung des Schießsports verwendet. Aber derselbe High-Tech-Standard zur Sicherung dieser Waffen – wie etwa die biometrische Sicherung – wird abgelehnt!
    „ Zu teuer, nicht ausgereift, keine hundertprozentige Sicherheit“, lauten dann die Argumente. Das ist falsch!
    Zu teuer? Es gibt keine Pflicht, Waffen zu erwerben. Wenn man mehrere Waffen besitzen möchte, muss man auch für die Kosten aufkommen.
    Nicht ausgereift? Biometrische Sicherungen sind verfügbar, sie könnten ab sofort verwendet werden.
    Hundertprozentige Sicherheit? Jede Erschwernis möglichen Missbrauchs ist ein Gewinn. Das ist die Richtung, die wir verfolgen müssen. Auch der Tresor im Keller des Wohnhauses bietet keine hundertprozentige Sicherheit.

    Was ist nach zwei Jahren aus unseren Fragen geworden? Welche Antworten gibt man uns?
    Verantwortung – was heißt das für die Waffenbesitzer?
    Bisher nehmen wir wahr: Verantwortung bedeutet für sie in der Mehrzahl lediglich die Sorge um die Durchsetzung eigener Interessen!

    Der Tod unserer Kinder?
    Ein Kollateralschaden ungehinderter Freude an der Freizügigkeit der Freizeitgestaltung – schließlich ist ein Amoklauf lediglich ein singuläres Ereignis?
    Richtig ist: der Tod ist immer ein singuläres Ereignis, weil menschliches Leben immer einmalig ist!

    Die politisch Verantwortlichen? Diejenigen, die von sich behaupten, ihr Wirken in den Dienst aller Bürger dieses Landes zu stellen?
    Sie können sich nicht entscheiden, schielen nach Mehrheitsverhältnissen, wagen es abzuwägen zwischen dem Schutz des Lebens und dem Recht auf Ausübung eines Hobbys.

    Und damit nicht genug:
    Es besteht nun die Forderung nach einer Meldeamnestie für illegale Waffen – damit die in den Haushalten vorhandenen illegalen Waffen zu rechtmäßigem Besitz des verantwortungsvollen Schützen werden. Selbstverständlich darf es dann keine zahlenmäßige Begrenzung des Besitzes von Waffen geben – wohin sonst mit dem ganzen Zeug?

    Das geht entschieden zu weit!
    Es seien nur zwei Beispiele der Konsequenzen ungeprüften Legalwaffenbesitzes aus jüngster Zeit genannt:
    Plochingen, 23.1.2011: Eine Schützin erschießt ihren Mann vor den Augen ihrer Kinder.
    Lörrach, 19.9.2010: Eine Schützin läuft Amok, tötet drei und verletzt achtzehn Menschen.

    Wenn angesichts dieser Tatsachen eine Gesellschaft immer noch nicht weiß, wie sie zu entscheiden hat – dann hat sie sich von ihrer Verantwortung verabschiedet, hat sich selbst aufgegeben.
    Wir, die Angehörigen der in Winnenden und Wendlingen erschossenen Menschen, haben noch nicht aufgegeben. Aber unsere Geduld ist am Ende!

    Wir sind der Überzeugung,
    dass nicht nur die Waffenlobby in diesem Land die Richtung bestimmen darf,
    dass es wirklich verantwortungsvolle Menschen gibt, die es wagen, ohne Waffen im eigenen Haushalt zu leben
    dass Eltern die Sicherheit ihrer Kinder wichtig genug ist, um die Sicherung von Waffenbesitz durchzusetzen.

    Solange die Waffenlobby lediglich versucht, in unverantwortlicher Weise ihre eigenen Interessen durchzusetzen, werden wir nicht aufhören, ein generelles Verbot großkalibriger Kurzwaffen in Privathaushalten zu fordern!

    http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/index.php/aktionen/news/420-waffenrecht-unsere-geduld-ist-am-ende

  12. 1 Jahr und 9 Monate auf Bewährung für den Vater des Amokläufers, so lautet das Urteil im Winnender Prozess vor dem Oberlandesgericht Stuttgart.

    Hardy Schober, der Vorstand des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden: “Wir akzeptieren das Urteil, gleichwohl wir eine härtere Strafe erhofft hatten. Wir werden weiter für eine Verschärfung des Waffenrechts kämpfen. Das sind wir unseren getöteten Kindern und den überlebenden Betroffenen schuldig.”

    Lesen Sie dazu auch den Offenen Brief des Aktionsbündnisses:

    http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/index.php/aktionen/news/421-urteil-im-prozess

  13. Das ”1378 (km)” nicht wegen Gewaltverherrlichung verboten wird obwohl Experten (die BILD Zeitung, wie immer an forderster Front des gesunden Volksempfindens ) es so bezeichnen zeigt doch, das wir schärfere Gesetze brauchen ;-)

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