Politiker-LAN im Deutschen Bundestag

Wie Netzpolitik.org berichtet, wird die zur letzten gamescom von den Bundestagsabgeordneten Jimmy Schulz, Manuel Höferlin (beide FDP) und Dorothee Bär (CSU) angekündigte „1. Politiker-LAN im Deutschen Bundestag“ in knapp drei Wochen durchgeführt. Aus der Einladung wird mit den folgenden Worten zitiert:

Computer- und Konsolenspiele aller Art stehen immer wieder in der Diskussion. Wir möchten eine offene Debatte anregen, in der Positives verständlich gemacht aber auch Negatives nicht verschwiegen wird. Um die Abgeordneten des Deutschen Bundestages für dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit einzuräumen, persönliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Spielarten und Konsolen zu machen, organisieren wir die 1. Politiker Politiker-LAN im Deutschen Bundestag auf der Fraktionsebene des Reichstages am 23. Februar 2011, von 18.00 – 21.15 Uhr. Wir werden unterstützt vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU e.V.) und der Electronic Sports League. Die Veranstaltung wird von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Professur für Medienpädagogik der Universität Leipzig und von Spielraum, dem Institut zur Förderung von Medienkompetenz an der FH Köln mit einem medienpädagogischen Vortragsprogramm begleitet.

Der VDVC begrüßt, dass dieses Vorhaben nun definitiv umgesetzt wird, und fordert alle Abgeordneten auf, das Angebot intensiv zu nutzen.

3 Gedanken zu “Politiker-LAN im Deutschen Bundestag

  1. Ich wette aber, dass die Politiker mit den größten Mäulern (Schünemann,Beckstein,Herrmann usw.) dort sicherlich nicht zu gegen sein werden.
    Es wird wohl ungefähr genauso sein wie zu der Lan die der Pressesprecher der CSU einst eingeladen hatte.
    Warum die Teilnahme nur auf freiwilligenbasis und nicht auf Zwang ist, wo doch ein enormes Wissensloch bei 99% aller Politiker bei dem Thema Games herscht, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

  2. Schünemann,Beckstein,Herrmann sitzen auch nicht im Bundestag, sondern in den jeweiligen Landtagen ( Niedersachsen und Bayern ).

    Denoch sollte man Frau Bär von der CDU jetzt fragen ob sie zurücktritt…
    Immerhin fordert ihr Parteifreund Herrmann das Politiker die nicht seine Meinung in Bezug auf „Killerspiele“ teilen dazu auf zurückzutreten.

    Siehe Kölner Aufruf, Herrmann ist eine Erstunterzeicher. Zusammen mit den Kommunisten von der Arbeiterfotografie und Anarchisten wie Konstantin Wecker.
    Bei letzteren kann man die Unterschrift unter diese Pamphlet – dessen Geist IMHO nicht unsere freiheitlich-demokratischen Grundordnung und dem ihr zugrundeliegenden Pluarlismus entspricht – noch mit dem Genuß mittelamerikanischer Rauschmittel erklären…
    Bei Politikern der CSU/CDU sollte man schon bessere Erklärungen haben, warum sie mit Linksextremen und Verschwörungstheoretikern gemeinsame Sache machen.

    Eventuell kann da der VDVC ja mal bei Frau Bär nachfragen ?

  3. Insgesamt war das eine gute Veranstaltung. Auch deshalb, weil Dorothee Bär zwei wichtige Dinge gesagt hat: Erstens ist sie der Meinung, dass Computerspiele und Filme in Deutschland nicht länger mit zweierlei Maß gemessen werden sollten, auch was die Förderung angeht (siehe O-Ton von ihr hier: http://spielkultur.ea.de/kategorien/politiker-lan). Das hat sie zweitens noch untermauert, in dem sie betont hat, dass bei dem Deutschen Computerspielpreis (dem offiziellen Preis der Bundesregierung) künftig auch Spiele mit einer Altersfreigabe „Ab 18 Jahren“ ausgezeichnet werden sollten (siehe hier: http://spielkultur.ea.de/kategorien/deutscher-computerspielpreis-altersfreigabe-sollte-kein-kriterium-sein).

    Grüße

    Martin Lorber
    (www.spielkultur.ea.de)

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