Indizierte Spiele auf Steam? – Valve nicht abgeneigt!

(hlportal) Wir hatten bereits (siehe vorherige News) davon berichtet, dass (deutsche) Steam-Nutzer sich die Möglichkeit einer freiwilligen Altersverifikation wünschen, um auch indizierte Spiele nutzen zu können. Offenbar hat man mit dem gebürtigen Deutschen und Valve-Mitarbeiter Torsten Zabka einen Verbündeten. Gabe Newell im Interview:

“Ja, das wäre eine schöne Sache die man hinzufügen könnte. Torsten ist intern ein großer Fan davon und hat immer wieder darauf gedrängt es umzusetzen. Torsten ist überzeugend und effektiv, deshalb bin ich sicher, dass wir es früher oder später in Steam haben werden. Und unsere Sicht als kreatives Unternehmen ist sicherlich die, dass es keine Einschränkungen von Inhalten geben sollte. Natürlich ist das eine sehr eigennützige Ansicht, alles was wir tun können um unseren Kunden dabei zu helfen die Inhalte zu bekommen die sie wollen, versuchen wir anzugehen.”

25 Gedanken zu “Indizierte Spiele auf Steam? – Valve nicht abgeneigt!

  1. Sehr schön :) Hoffe nur das das auch für Liste-B titels geltern wird…
    Rein theoretisch müsste es dazu nicht mal ein Altersnachweis geben, da Steam als online-only Vertireb sowieso nicht vom gesetz erfasst wird zumal es eine US-Firma ohne Sitz in Deutschland ist. Anderseits ist die idee der Alterskontrolle nicht schlecht. Dank paysafecard kan sich jeder 8 Jährige 18er (welche jedoch cut sind aber immer hin) titel holen… Ok zugegeben ich bin 16 und habe ein ganzen Haufen an 18ner, A- und B-Listen Titel herumstehn (zB Left 4 Dead 2 Uncut) aber dennoch bin ich der Auffassung das es bestimmte titel giebt die man als 12, 13 Jähriger nicht spielen sollte. Wenn ich mit zB überlege wie Blackops uncut auf mich als 12 Jähriger gewirkt hätte… Aber genug davon.
    Meiner Meinung nach sollte jeder der eine gewisse Reife besitz zocken dürfen was er will aber dennoch solte es für die “Gore kiddys” Grenzen geben…

  2. Gut das ich seit 2 Jahren jemanden in Kanada kenne. Dadurch krieg ich praktisch alle Spiele (selbst beschlagnahmte) und spare in fast allen Fällen mindestens 30%. Da es aber auch oft passiert das man beim EU Preis mal eben den Dollar Preis nimmt, 10 aufwärts draufrechnet und dann einfach das Dollar Zeichen durch das Euro Zeichen ersetzt können es auch gerne mal 70% sein. Test Drive Unlimited 2 wäre so ein Beispiel.

  3. @NoName
    Ich finde auch, dass Steam bei Normalpreisen – zumindest in Europa – völlig überteuert ist. Gerade auch im Vergleich zu deutscher Konkurrenz wie von der Telekom bei Gamesload. Vielleicht etwas weniger Rabatte oft, dafür geringere Standardpreise im Laden.
    PC-Spiele im Retail sind gerade aus England auch oft unglaublich billig – dumm nur, dass ich mir das PC-Spielen eigentlich schon längst abgewöhnt habe…

  4. War ja schon albern, dass man in manchen Fällen noch nicht mal die Spieltitel sehen konnte beim Weihnachtssonderverkauf. Ich greif ja auch meist nur zu, wenn es wieder ein richtig günstiges Sonderangebot gibt (Arkham Asylum an Weihnachten, wheee!), würde diesen Schritt aber auch sehr begrüssen.

  5. Woher kommt denn der plötzliche Optimismus? Valve mögen ja nicht abgeneigt sein, an ihren Spielen im Nachhinein nicht mehr herumschnippeln zu müssen, doch bisher schien das der billigste und auch einfachste Weg zu sein. Was haben sie denn bisher unternommen, um den Satz:
    .
    “… alles was wir tun können um unseren Kunden dabei zu helfen die Inhalte zu bekommen die sie wollen, versuchen wir anzugehen..”
    .
    zu rechtfertigen?
    Na, jedenfalls will ich erst Taten sehn, bevor ich ihnen zujubele.

  6. Woher kommt dieser plötzliche Pessimismus? Bisher hat Valve zwar nichts bzw. wenig in diese Richtung unternommen, allerdings hat der Chef nun etwas von sich gegeben, auf das man sich in Zukunft immer wieder beziehen und ihn letztendlich drauf festnageln kann.

    Na, jedenfalls will ich glauben das sie halten was sie versprechen, bevor ich die Flinte ins Korn werfe.

  7. Mittlerweile berichtet auch die Gamestar darüber: http://www.gamestar.de/news/vermischtes/2321016/steam.html
    Mit wieder mal fragwürdigen Aussagen von der dortigen Redaktion: “Freilich gilt es für diesen Service zunächst viele rechtliche Aspekte zu klären. So dürfen in Deutschland nur mit USK-Siegel gekennzeichnete Spiele frei verkauft werden. Alles ohne Aufkleber, also Import-Spiele und indizierte Titel werden nur auf Nachfrage an Erwachsene ausgehändigt. Wie Valve eindeutig das Alter der Steam-Kunden feststellen möchte, steht noch offen.”

  8. Abgesehen davon, dass das absolut nichts mit dem Thema zu tun hat [könnte man bitte EEENDLICH(!) mit dieser thread-Enterei aufhören?!], wüßte ich nicht, was daran vernünftig sein soll…

  9. @Modgamers
    Einfach das Jugendschutzgesetz durchlesen… Nicht USK-gekennzeichnete Titel “dürfen” sehr wohl in Deutschland “frei verkauft werden”. So wie USK-18-Sachen auch.

  10. Ja nu, als du etwas von “fragwürdigen Aussagen” schriebst, dachte ich an Aussagen wie sie die Gamestar etwa zu CoD:MW2 gemacht hat. Sprich sie schrieb nun zu den indizierten Spielen auf Steam nun, dass sie dies ja nun total verwerflich finden würde o.ä.

    Dieses hier ist nicht der Fall, sondern lediglich ein Fehler in der Rekapitulierung der deutschen Gesetzeslage. Dies ist, wie oben schon gesagt, weniger eine Sache von Fragwürdigkeit als ein Problem von Unwissenheit.

  11. @Modgamers
    Woher soll ich wissen was Du Dir bei meiner Wortwahl denkst? Selbige wird hoffentlich auch immer noch mir überlassen bleiben, wobei “Fragwürdigkeit” eine abgeschwächte Formulierung für alles Mögliche sein kann was unklar ist. Abgesehen davon, dass da offensichtlich Vorurteile vorhanden sind. Und hat überhaupt nicht unbedingt mit politischen Ansichten oder politischer Korrektheit etwas zu tun – so wie damals bei MW2.
    Das was die Gamestar damals gemacht hat habe ich auch sicher nicht (nur) für fragwürdig erklärt, sondern hoffentlich klar und eindeutig verurteilt.
    Für mich ist das eben “nur” fragwürdig was bei der Gamestar in dem Fall geschrieben wurde: so weit gehen und Unwissenheit unterstellen würde ich da einfach nicht – auch weil es sich um eine Fachzeitschrift handelt welche über das Jugendschutzgesetz hoffentlich einigermaßen aufgeklärt ist. Also wird es wohl eine ungeschickte Formulierung gewesen sein, welche da passiert ist, weil was gemeint gewesen ist dürfte auch klar sein: dass nämlich dann indizierte Spiele nicht frei verkauft werden dürfen. Sowie um diese (allein) geht es doch bei Steam so ja auch…
    Durch diese Formulierung wurde aber indirekt der Verkauf sämtlicher Importspiele, auch meines Mario-Kart aus Österreich beispielsweise, für “frei” verboten erklärt.

  12. Nachtrag: das Problem dass Spiele ohne USK-Kennzeichen in Deutschland so unter einen Generalverdacht gestellt werden zumindest jugendbeeinträchtigend zu sein, gar nur was für Erwachsene – beseitigt darüber hinaus das alles nicht.
    Das ist auch nicht nur ein Problem in Deutschland aus meiner Sicht, sondern das einer jeden verpflichtenden Kennzeichnung. Also etwa auch eines das hier in Österreich Wien betrifft.

  13. Formal ist es ja auch mehr als bloß ein Verdacht, sondern es ist eine Form der Vorverurteilung ausländischer Spiele welche erst durch eine USK-Prüfung aufgehoben werden kann. Sorry fürs Triple-Posting

  14. Ich denke bei mir auf deutsch, falls du darauf eine Antwort wolltest. Nach Deutschem Wörterbuch ist etwas “fragwürdig”, wenn es zweifelhaft oder dubios ist, weniger wenn etwas einfach nur unklar ist. So scheinen viele Probleme dich ich mit deinen Texten habe wohl darauf zurückzuführen, dass du “im Dialekt” zu schreiben scheinst… und das verstehn wir hier oben im Norden nich :P

  15. @Modgamers
    Wenn mir etwas unklar ist hege ich für gewöhnlich auch Zweifel. Und “fragwürdig” ist so weit ich weiß ein unmissverständlich “deutsches” Wort, das sich aus etwas von Frage und Würde zusammensetzt. Auf Würde baut, wie mir scheint, schließlich auch die (aktuelle) deutsche Verfassung auf und das Wort ist für strafrechtliche Verfolgungen von Videospielen wohl auch nicht gerade unwesentlich, sowie mit für das Thema hier: warum Valve keine Spiele ohne USK-Kennzeichen auf seinem deutschen Steam-Marktplatz lässt.

    Also fragt sich wer hier in einem “Dialekt” spricht: wenn ich in meinem steirischen Dialekt hier schreiben würde (sic!), den ich im Übrigen gerne pflege, würde (sic!) womöglich von Niemandem sonst ein Wort verstanden werden. Insofern schreibe ich schon in einer Fremdsprache und so scheint da eben auch ein Problem mit meiner Herkunft zu bestehen.
    Ich denke, dass wir beide einander nicht leiden können sollte mittlerweile zwischen uns klar sein – also sehe ich auch keinen Grund für diese persönlichen Untergriffe, dass ich aus dem “Süden” stamme oder was ich seit 2009 über die Gamestar-Redaktion alles schrieb. Ich glaube ich habe Dir das schon einmal nahe gelegt: lese meine “Texte” einfach nicht mehr, dann hast Du auch keine “Probleme” damit ;-)

  16. Ich gehe fest davon aus, dass nach Einführung einfach die zensierten USK-Versionen nur noch über eine Altersverifikation gekauft werden können. Valve ging schon immer den Weg des geringsten Widerstandes, ob in Deutschland oder Australien (‘Left 4 Dead 2’, anyone? So viele andere haben eine Entscheidung des OFLC schon erfolgreich angefochten, Valve hat’s nicht mal versucht). Wer Gabe und Co. aufgrund dieser Aussage vorbehaltlos zujubelt, ist m.E. äußerst blauäugig.

  17. http://www.bild.de/BILD/digital/spiele/2011/news/02/17/spielsucht/studie-suchtgefahr-fuer-computerspieler-gering.html

    hier der artikel von der bild.
    “Computerspieler gehen verantwortungsvoller mit ihrem Hobby um, als gemeinhin angenommen. Nur 0,5 Prozent können als süchtig bezeichnet werden, heißt es in einer neuen Studie.”
    aha hier werden bild-typisch die computerspieler wieder als randgruppe hingetellt. dass ein 1/3 aller deutschen regelmäßig spielt wurde nicht genannt.

    “Rund 17 Prozent spielen extensiv, sprich: mehr als 10,5 Stunden pro Woche. Jugendliche und junge Männer bis 29 Jahren sind dabei überproportional vertreten.”
    aha, sogar fett gedtruckt der leser soll sich wohl seinne eigenen teil denken.

  18. Also ich hoffe durchaus, dass daraus was werden kann; wäre doch im allgemeinen nicht schlecht, oder ? Das “wie” müsste halt gut geklärt werden, aber ansonsten finde ich die Idee ziemlich gut.

    Und vielleicht kommen die bei Valve auch mal auf den Trichter, dass vielleicht einige Deutsche (die Volljährigen Valve, falls ihr das hier lest!) gern bereit sind für ungeschnittene Ware zu bezahlen und nicht im zweifelsfall darauf zu verzichten.

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