Heute Politiker-LAN im Bundestag

(tagesschau) An diesem Mittwoch bekommen Bundestagsabgeordnete die Möglichkeit sich bei einer LAN mit Videospielen vertraut zu machen. Es bleibt offen, ob dieses Angebot auch von Spielegegnern angenommen wird. Vielleicht sollte man von dem Vorhaben, Politiker mit Argumenten zu überzeugen, nicht zuviel erwarten: Schließlich haben FDP und Union kein Problem damit der Behauptung eines Bundesministers zu glauben, dass ohne sein Wissen dutzende Seiten fremder Autoren in seine ausdrücklich selbstverfasste Dissertation gelangt sind. Offenbar wird von manchen Abgeordneten der Verstand und die Würde beim Betreten des Reichstags an der Garderobe abgegeben. Dass sich hier jetzt auch die FDP einreiht, enttäuscht aber überrascht nicht.

47 Gedanken zu “Heute Politiker-LAN im Bundestag

  1. Ich möchte meinen Unmut über diese Newsmeldung zum Ausdruck bringen.
    Das eine hat mit dem anderen nicht nur nichts zu tun sondern ist einfach politisch auf der falschen Ebene gefärbt. Von dem beleidigenden Unterton und den vielen Verallgemeinerungen will ich dabei gar nicht reden (ok, ich habs gerade indirekt getan…). Bisher war ich eigentlich der Meinung dass unsere Argumentationskultur über der der Spielekiller steht. Dieser Newsbeitrag stellt das meiner Meinung nach in Frage.

    Zum Inhalt der zählt:
    Jop, sie treffen sich zum spielen. Bin auch gespannt wer kommt. Wie ich im Forum schon verlinkt habe stößt das ganze ja schon ein wenig auf Widerstand, z.B. bei Herrn Uhl aus der CSU.

    Gruß
    Aginor

  2. Die News ist nicht aus politischen, sondern aus persönlichen Gründen beleidigend. Und – wie ich hier immer gerne betone – die Union geht gegen Videospiele oft vor, weil diese gegen “unsere Werte” verstoßen würden. Da kommt es für die Glaubwürdigkeit dieser Argumentation auch darauf an, wie “integer” deren restlichen Ansichten sind. Z.B. ist der Typ, der da gerade für die Union spricht, der Vorsitzende des Unterausschusses neue Medien, den ich schon für stigma über Videospiele interviewt habe:
    http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2819

    Und auch er nimmt es Guttenberg offenbar ab, dass dieser nicht bewusst plagiert hat und drückt seine Unterstützung aus.

  3. mMn ist das Vergehen Guttenbergs und nun die Unterstützung dessennicht glaubwürdig und in der Tat ein Zeichen für manglende Integrität. Da gebe ich Rey Alp recht.
    Dennoch finde ich die News so auch etwas unglücklich geschrieben. Dein Kommentar Rey Alp gefällt mir da schon besser. Vielleicht magst du ja ein paar Punkte daraus in die News übernehmen, um deinen Standpunkt etwas auszuarbeiten.
    Gruß

  4. @Rey
    Sehr richtig. Genau mit darum geht es: Glaubwürdigkeit in ethisch-moralischen Fragen. Ebenso wie um Verantwortung(sbewusstsein).

    Ich danke so für diese Meldung, also ganz besonders für den Seitenhieb auf Herrn Guttenberg. Das “von” und/oder “zu” spare ich mir dabei sowieso, weil ich finde, dass so etwas in keiner Republik eine Berechtigung haben sollte.
    Gerade als langjähriger aktueller Dissertant finde ich die Situation um diesen anscheinend noch sehr populären, um nicht zu sagen populistischen, Saubermann von Minister persönlich beleidigend. Es gibt schließlich auch internationale wissenschaftliche (Mindest-)Standards in dieser Hinsicht.

  5. Unsere Politiker ziehen jetzt also Mordend durchs Parlament?… Sowas machen ja nur Killerpolitiker von Killerparteien… ^^ Leider stört Lybien und der Guttenberg, dass man darüber berichten kann. SCH*** Timing.
    Happy Coding.

  6. Schade, hatte mir wirklich mehr erhofft als selbst hier etwas über GB zu lesen. Schließe mich Aginor an und finde, das der Verweis in dem Zusammenhang der News unter Niveau ist. :( Sicherlich kann jeder seine Meinung dazu haben, doch wenn die von allen rausgelassen und mit persönlichen Vorstellungen von richtig und falsch gemischt wird, dann entsteht ein Zerrbild, das dem der Killerspiel-Debatte doch arg ähnelt.

  7. Der Artikel hat Frontal 21 Niveau.
    Guttenberg hat ja nicht behauptet das die Zitate ohne sein Wissen in seine Dissertation gekommen sind.
    Ihm das zu unterstellen um ihn dann moralisch zu demontieren… dieses Verhalten kennt man eigentlich sonst aus der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien in Bezug auf Killerspiele.
    Wir erinnern uns, in GTA geht es darum Frauen zu vergewaltigen, deswegen ist dieses Spiel ethisch verwerflich…

    Aber hey, ich bin froh das er über den Doktortitel zum Rücktritt gebracht werden soll.
    Ein erschwindelter Doktortitel ist schließlich keine Kleinigkeit, wie z.B. die Mitwisserschaft beim Bau von Molotowcocktails mit denen ein Polizist schwer verletzt wurde,
    oder das konstruieren von Kriegsanlässen ( bislang verzweifelt gesucht: Hufeisenplan, bitte bei der SPD abgeben )um einen Krieg gegen ein Europäisches Nachbarland anzufangen,
    oder die Teilnahme an eine Mittelmeerkreuzfahrt, die von Türkischen Nationalisten mit den Ziel organisiert wurde antisemitsche Propaganda zu machen ( manche Linke Feminist_innen habe sich dafür sogar aufs Frauendeck sperren lassen )…

  8. scheint unter gegangen zu sein, auch der spiegel hat aktuell darüber berichtet:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,746596,00.html

    “Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, ist ebenfalls eingeladen, als “Spielverderberin”, wie sie selbst sagt. Dyckmans will die Gelegenheit nutzen, um “über die wachsenden Gefahren der Online-Spielsucht aufzuklären”.”
    info zu Frau Dyckmans(Jahrgang 1950)
    http://www.dyckmans.de/

    Allerdings eher positiv äußert sie sich hier:
    http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthild_dyckmans-650-5643–f192713.html
    “Ich bin – ebenso wie meine Fraktion – der Ansicht, dass ein Verbot von Computerspielen der falsche Weg ist.”

  9. Verstehe jetzt auch nicht wieso zwei unterschiedliche Themen in der Newsmeldung verwurschtelt wird. Zu Guttenbergs Doktorarbeit hat absolut gar nichts mit der Bundestagslanparty zu tun!!!
    Wir sollten uns lieber freuen das die Bär versucht Computerspiele ihren älteren Kollegen näher zu bringen. Damit wird sie sicherlich keine Hardliner wie Bosbach, Hermann und co. überzeugen können, aber es ist auf jedenfall ein Schritt in die richtige Richtung!!!

  10. Ich hoffe, es wird ein paar Bilder zu dieser LAN-Party geben. Ich wüsste schon zu gern, wer sich dort versucht zu informieren. Und vielleicht verzichtet man in diesem Zusammenhang auch auf den Fraktionszwang, so dass man eventuell sogar ganz persönliche Meinungen zum (An)Spielen erfährt.

  11. natürlich ist die gefahr groß, dass dann manche sagen werden, ja wir habens gespielt und werdens dann verbieten. allerdings glaub ich das kaum, nichtmal bild schreibt was.

  12. @frontal21:
    Die BILD ist zu sehr mit ihrer Pro-Guttenberg-Kampagne beschäftigt, für die sie fürstlich vom Verteidigungsministerium (wartet, wo war Guttenberg nochmal Minister?) mit Exklusivrechten an der kommenden Werbekampagne der Bundeswehr belohnt werden:
    http://www.ftd.de/politik/international/:aussetzung-der-wehrpflicht-bundeswehr-plant-werbekampagne-bei-bild/60016285.html?v=1.1
    .
    Unnötig zu erwähnen, dass die Bundeswehrwerbung aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, nicht wahr?
    .
    @news:
    Finde die Guttenbergparallele gerechtfertigt. Hätte Guttenberg, wie eigentlich üblich, bei seiner Dissertation eine eidesstattliche Erklärung abgeben müssen, hätte er sich einen Meineid geleistet, seine Glaubwürdigkeit wäre nicht mehr zu retten gewesen. Na was für ein Glück, dass gerade seine Uni das nicht fordert (ist er deshalb nach Bayreuth? Wir werden es nie wissen) – was deren Glaubwürdigkeit in meinen Augen auch nicht gerade guttut.
    .
    Einem Mann, der haarscharf (oder bewusst? we may never know) um einen Meineid herumgekommen ist und zweimal sein Ehrenwort gebrochen hat (ehrenwörtliche Erklärung bei der Dissertation sowie Ehrenwort letzten Freitag vor “ausgewählten Medienvertretern”), volles Vertrauen zu attestieren, grenzt an Realitätsverlust.
    Ebenso das Beharren auf schädlichen Effekten von Videospielen, obwohl es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt (ich erinnere an die KFN-Umfrage ohne KFN, von der hier vor Kurzem berichtet wurde). Die Affäre Guttenberg zeigt auf, wie ernst manch einer im Bundestag es mit wissenschaftlicher Ehrlichkeit zu nehmen scheint.
    .
    Wie Pyri schon sehr richtig bemerkt hat, geht es hier um die Glaubwürdigkeit von wissenschaftlichen (Falsch-)Aussagen unserer(!) Abgeordneten. Bislang war es (zumindest für mich) möglich, daran zu glauben, dass diese wissenschaftlichen (Falsch-)Aussagen sich auf schlichte Unkenntnis stützten. Mittlerweile glaube ich vielmehr, dass gegen die hier vorgebrachte Art von Unkenntnis auch Aufklärung (wie bei der Bundestags-LAN) machtlos ist, da sie weniger einem Mangel an Wissen, als vielmehr einem Mangel an Wissenwollen zu entspringen scheint.

  13. Bin ebenfalls der Meinung, dass Guttenb. hier nicht hergehört. Alle Parteien drehen ihre Weste nach dem Wind, abhängig davon, welche Haltung gerade am vielversprechensten ist.
    Kann man leider nichts machen.

    Zum Thema:
    Morgen soll auf SWR 1 soll irgendwann im Morgenprogramm (ab 5 Uhr) irgend etwas über die LAN berichtet werden, Reporter sollen vor Ort gewesen sein. Ob es sich lohnt, da was aufzuzeichnen wage ich fast zu bezweifeln, wollte es aber doch hier kurz erwähnen.

  14. ich verstehe nicht ganz, wieso man ihnen homefront zur verfügung stellt. gab doch sicher eine art auswahlverfahren. halo reach macht in dem fall z.b. sinn, um einen shooter zu präsentieren, der nicht allzu brutal ist und wo man nicht auf menschen schießt. CS steht auch zur verfügung, oder? warum, erklärt sich denk ich selbst.
    aber homefront? über das spiel weiß man doch noch kaum was. sieht auch recht blutig aus s:

    könnte mir höchstens vorstellen, dass das reingepackt wurde, um unsere generation noch einmal auf die veranstaltung aufmerksam zu machen.

  15. @Mortipher
    Die Bundeswehr hat nach Abschaffung der Wehrpflicht Personalprobleme.
    Das ist vorher schon absehbar gewesen, inzwischen ist es bestätigt. Die Werbekampange der Bundeswehr in der BILD mit der Affäre Guttenberg zu verknüpfen ist genauso ein gedanklicher Kurzschluß wie die Behauptung die FH Köln würde Forschungsergebnisse fälschen weil das Institut “Spielraum” Geld von EA erhält.

    Natürlich kann man es kritisch sehen das in der BILD Werbung für die Bundeswehr geschalten wird.
    Allerdings wirbt die Bundeswehr – und nicht erst seit gestern – auch in anderen Zeitungen.
    So gab es schon öffter Anzeigen für die Offizierslaufbahn in Spiegel, Stern, FAZ und Süddeutscher Zeitung.
    Werbung für Zeit & Berufssoldaten in taz, Junger Welt und Frankfurter Rundschau zu schalten wird vermutlich weniger erfolgreich sein als bei der BILD…
    Und das sagt weniger über den Bildungsstand der potentiellen Zeit und Berufssoldaten aus, als vielmehr über die Heuchelei der Links-Liberalen die auf der einen Seite zwar schon lange eine Berufsarmee fordern, gleichzeitig aber gegen Werbeveranstaltungen der Bundeswehr in Schulen und Hochschulen protestieren.

    Im übrigen geht es weder bei von Guttenberg noch bei Killerspielen um wissenschaftliche Genauigkeit oder Vertrauen.
    Natürlich will niemand der Killerspielegegner wissen wie der wissenschaftliche Stand ist.
    Mit der Verdammung von “Killerspielen, die von den Amis erfunden worden sind um Soldaten zu enthemmen” erhoffen sich diverse Politiker und Politische Gruppen die Mobilisierung ihrer Wähler.

    Ganz gleich, ob es sich dabei um Personen wie Joachim Herrmann, Uwe Schünemann, Konstantin Wecker, Maria Mies oder um Gruppen wie “Arbeiterfotografie” oder “Deutsche Friedensgesellschaft” handelt.
    Der momentan noch amtierende Verteidigungsminister ist bislang in dieser hinsicht übrigens noch nicht negativ aufgefallen, weshalb es keinen Grund gibt eine Verbindung zwischem ihm und der LAN im Bundestag zu schaffen.

    Persönlich bin ich zwar der Meinung das seine Doktorarbeit nicht ganz koscher ist, und er ziemlich getrickst hat, aber hey, er ist immerhin Jurist ;-)
    Ich bin auch nicht der Meinung das ein Politiker ein Heiliger oder moralisches Vorbild sein muß.
    Was dieser ganzen Geschichte ein übelen Geschmack verpasst ist die Tatsache das ein persönliches Fehlverhalten dazu verwendet werden soll einen Politiker aus dem Amt zu entfernen.

    Dazu sollte jedoch einzig und allein seine Amtsausübung dienen.
    Ob er ein gute oder schlechter Verteidigunsminister ist sollte sich eher an seinen Umgang mit der aktuellen Affären in der Bundeswehr messen, wir erinnern uns:
    1 .) –
    Eine durchtrainierte Berufssoldatin wird einen Tag nach einem Transatlantikflug zu Übungszwecken sieben mal in die Wanten eines Segelschiffes geschickt, und stürzt dabei zu Tode.
    Ihr kommandierender Offizier macht dafür die mangelnde Fitness der heutigen Jugend verantwortlich, die ja bekanntlich den ganzen Tag vor dem PC sitzt und spielt.
    2.)
    Feldpostbriefe sind unrechtmäßig geöffnet worden, ein Verstoß gegen das Postgeheimnis
    3.)
    In Afghanistan hat ein Bundeswehrsoldat beim possieren mit einer vermeintlich ungeladenen Waffe einen Kameraden erschoßen
    4.)
    Ebenfalls in Afghanistan hat ein Soldat der Afghanischen Armee absichtlich das Feuer auf Bundeswehrsoldaten eröffnet und dabei mehrer getötet und verwundet.

    Alle diese Vorfälle fallen in den Aufgabenbereich des Verteidigungsministers, und wie er damit umgeht ist zu kritisieren. Und zwar dann, wenn er seinen Bericht dazu dem Parlament vorlegt, und nicht sofort wenn sie bekannt werden.
    In der Vergangenheit ist dies eben nicht immer der Fall gewesen. Als er den Kommandanten der Gorch Fock abgesetzt hat wurde er dafür kritisiert diesen Offizier dadurch vor zu verurteilen.
    Hätte er ihn nicht abgesetzt, hätte man ihn das auch vorgeworfen (zweifelt jemand daran ? )

  16. die berrufssoldaten war nicht durchtrainiert. sie war über dem erlaubten maximalgewicht.
    ich finde es schwachsinn eine beta von homefront zu zeigen.

  17. “Der momentan noch amtierende Verteidigungsminister ist bislang in dieser hinsicht übrigens noch nicht negativ aufgefallen, weshalb es keinen Grund gibt eine Verbindung zwischem ihm und der LAN im Bundestag zu schaffen.”
    .
    In der Killerspieldebatte hat KTzG sich meines Wissens nach zwar bisher tatsächlich nicht geäußert. Wohl aber, noch als Wirtschaftsminister, zum Thema Netzsperren, bzw. zur Heine-Petition dagegen. Und zwar wie folgt: “Das macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.”
    .
    Diese im Wortlaut etwas mißverständliche Äußerung wurde damals weithin so aufgefaßt, daß KTzG den Unterzeichnern der Petition unterstellte, sich gegen die Bekämpfung von Kinderpornographie zu sträuben. Nachzulesen z. B. hier: http://www.zeit.de/online/2009/20/netzsperren-kritik-verdrossenheit . Wenn dieses Verständnis der Guttenberg-Äußerung fehlerhaft sein sollte, warum hat er sich dann nie bemüht, einen möglichen Fehler richtigzustellen? Das Netzsperren-Thematik beherrschte damals doch monatelang din innenpolitischen Debatten?!
    .
    Wenn wir dann noch die äußerst fragwürdigen Fernseh-Aktivitäten der Ministergattin in Betracht ziehen… nicht zu vergessen auch die Bemühungen der Union (Strobl), sofort nach Verabschiedung des Gesetzes die Netzsperren, die sich doch nur und ausschließlich gegen KiPo richten sollten, auch gegen “Killerspiele” anzuwenden – dann komme ich zu dem Schluß, daß die Bundestags-LAN doch eine ganze Menge mit der Personalie Guttenberg zu tun hat.

  18. @frontal 21
    zur Übergewichtigen Soldatin:
    http://soldatenglueck.de/2011/02/10/52731/gorch-fock-die-verlorene-ehre-der-umgekommenen-marineoffiziersanwaerterin-sarah-lena-seele-video/

    @Roland
    Die Aktivitäten von Guttenbergs Frau fallen natürlich auch Guttenberg zurück.
    Als Mann muß er schließlich dafür sorgen das sie keinen Unsinn redet, und deswegen er hätte ihr das Engament bei dieser Kinderschutzvereinigng natürlich verbieten müssen.
    Kinder, Kirche und Küche sollten doch genügend Betätigungsfelder für die Frau eines Politikers sein. ;-)

  19. ach ich hab ja gehofft, man könnte den eventuell etwas misslungenen vergleich in den news mal beiseite legen und sich über das wesentliche unterhalten. aber nö diskutieren wir doch lieber über guttenberg.
    die veranstaltung ist übrigens zu ende (oder so gut wie?) und es gibt ein kleines fazit bei http://gordon-creative.com/btlan/
    .
    insgesamt, so wie ich es mir vorgestellt hab. viel wind um nichts, woran aber sicherlich nicht die veranstalter dran schuld sind. was aber noch deprimierender sein würde, wäre ein presse, die sich negativ über die eigentliche veranstaltung äußert, statt über über das fehlen der games-kritischen politiker und deren damit nicht vorhandener aufgeschlossenheit bezüglich der debatte.

  20. @Mike L.
    Aehhh, diese Seite soll doch genau beide Themen behandeln, und zwar miteinander verbunden??? Wie auch immer verbunden. Darueber kann man sicher streiten. Ginge es hier bloß um Videospiele würde sie aber kaum “Stigma” heißen…
    Im Übrigen denke ich wurden Videospiele allein hier nie behandelt. Sondern immer eben in Zusammenhang mit Politik. Anders hoechstens im OT-Berreich des Forums…

  21. @Alreech:
    Mein Kommentar bezüglich der Bundeswehrwerbung galt keineswegs allgemein der Werbung, die diese schaltet, in welchen Medien auch immer. Sondern speziell einer neu kommenden Kampagne, die – wie im Artikel der “ftd” auch steht, dafür gebe ich meine Quelle ja an – “im März beginnen und bei den Zeitungen “Bild” und “Bild am Sonntag” sowie der Online-Ausgabe von “Bild” laufen” soll.
    Genau aus diesem Grund schrieb ich auch von “Exklusivrechten an der kommenden Werbekampagne der Bundeswehr” und eben nicht von Werbung für die Bundeswehr allgemein.
    .
    “Im übrigen geht es weder bei von Guttenberg noch bei Killerspielen um wissenschaftliche Genauigkeit oder Vertrauen.”
    .
    Sondern um?
    Und im Fall Guttenberg geht es nicht nur um “wissenschaftliche Genauigkeit”, sondern um Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens.
    .
    “Was dieser ganzen Geschichte ein übelen Geschmack verpasst ist die Tatsache das ein persönliches Fehlverhalten dazu verwendet werden soll einen Politiker aus dem Amt zu entfernen.”
    .
    Musste spontan an Bill Clinton denken…
    .
    Persönliches Fehlverhalten? Er hat zweimal sein Ehrenwort gegeben und dabei zweimal gelogen. Wie genau ein Politiker, der bei seinem Ehrenwort lügt, in einer repräsentativen Demokratie vertretbar sein soll, wüsste ich dann doch gerne. Widerspricht nämlich in meinen Augen so ein bisschen der Grundidee des ganzen repräsentativen Elements unserer Demokratieform.

  22. hab ich mir gedacht, keiner hat cs halo oder homefront angerührt und kaum einer ist gekommen, ist aber schonmal ein guter anfang, ich mein damit, dass es nicht die letzte sein wird

  23. Was ich noch anmerken möchte ist, dass ich bei der Kritik an der Diskussion und/oder News-Meldung hier bislang kein einziges Mal eine Begründung vernommen habe weshalb das eine mit dem Anderen hier (thematisch oder sonstwie) nichts zu tun haben sollte, wieso der Bezug zur Guttenberg-Dissertation (auch in der Form) fehl am Platze wäre: was ich auch nicht verstehe ist dieses Insistieren auf einen beleidigenden Charakter der Meldung (zumindest in den ersten Kommentaren).
    Ich denke, dass die allermeisten News-Meldungen hier vom Inhalt her beleidigenden Charakter haben, weil es meistens um irgendwelche negativen Bezugpunkte zu Videospielen darin geht, welche Videospiele, der Industrie oder sonst wem der damit zu tun hat (angeblich gekaufte Forschung etc.), irgendwelche Dinge unterstellen. Moralische Verfehlungen. Und sei es, dass Spiele überhaupt existieren, sich am Markt befinden, hergestellt worden sind, mit angenommen “bösen” Absichten wie Geld verdienen, aus (vermeintlicher) Provokation ein Kapital schlagen, etc. Dabei denke ich ist es bloß legitim, wenn man gelegentlich – so wie es auch im Falle der Vorgangsweise von Rech in Baden-Württemberg bei Demonstrationen gewesen ist – auf Anderes noch hinweist.
    Ob das einem wiederum politisch nun in den Kram passt, oder nicht.

  24. Homefront ist eigentlich der beste Shooter der vorgestellt wurde.
    Das Spiel wurde mithilfe von Psychologen erstellt um dem Spieler stärker zu motivieren.^^
    zB eine Frau mit Kind steht unter beschuss, das Kind weint, dazu ist der Spieler noch daran Schuld.
    Das ist ein Szenario das man in herkömlichen Shootern nicht findet.
    Das kann man mit der berühmten Frage an Wehrdienstverweigerer vergleichen=
    “Was würdest du tun wenn deine Mutter/Schwester vergewaltigt wird und du zufällig eine geladene Waffe in der Hand hast?”
    Damit hätte man denn älteren Semestern ganz schön was zu denken gegeben.
    Wenn sie aufgetaucht wären…

  25. woa wenn hier noch einer behauptet, der Guttenberg habe nicht bewusst getäuscht, dann reiße ich demjenigen den Kopf ab und kacke ihm in den Hals!

    es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie es dazu kam:

    1) Guttenberg hat einen echt schlechten Schreiberling engagiert, der dann Mist gebaut hat.
    2) Guttenberg wusste was er tat und hat es absichtlich getan.

    Es ist absolut ausgeschlossen, dass jemand großte Teile der Einleitung zufällig wort wörtlich abschreibt und dabei sogar noch Jahreszahlen korrigiert, ohne auf die Idee zu kommen, er mache einen Fehler, wenn Hinweise zur Originalquelle fehlen. Und die Einleitung ist nur EIN Beispiel von vielen.

    D.h. für mich sieht das aktuell so aus:
    Er hat abgeschrieben oder jemand anderes die Arbeit schreiben lassen. Beides ist für mich einfach nicht hinnehmbar. Ich musste meine Diplomarbeit selbst schreiben und auf sowas achten und der Herr meint sowas ignorieren zu können?! Steht der über allen Regeln?
    Was ich aber viel schlimmer finde:
    Er ist nicht mannsgenug zu sagen: “JA, ich habe scheiße gebaut” – ob er zurücktritt oder nicht, dass steht auf einem ganz anderen Blatt, aber weiterhin das offensichtliche zu leugnen ist mMn einfach ein menschliches Armutszeugnis.

    Guttenberg hat bei mir eigentlich einen Stein im Brett, weil er als “Macher” rüberkam. Er trat bisher immer vor die Kameras und schien ehrlich (Angriff der Bundeswehr in Afghanistan usw). Er hat immer Ross und Reiter genannt und wirkte so seriös.

    Das Problem jetzt: Ich weiß nun, dass ich mich in ihm getäuscht habe! Waren andere schuld, dann hat er sie verpetzt. Ist er selbst mal schuld, verkrümelt er sich feige in eine Ecke. Das finde ich einfach schade. Ich hätte zumindest noch einen kleinen Rest Respekt, wenn er alles von vornherein gestanden hätte – jeder macht mal Fehler, muss dann aber auch aufrecht stehend die Konsequenzen ertragen!

    Warum ich das auch im Bezug mit Videospielen wichtig finde: Die CDU, ja gerade die CSU verbreitet am massivsten Lügen über Videospiele. Keine andere Partei hat hier ein größeres Repertoire der Dummheit. Dabei werden diese Lügengeschichten noch mit konserativen Werten wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit usw untermauert. Und jetzt zeigt sich mal die wahre Fratze. Fast eine ganze Partei deckt dieses feige Verhalten eines Menschen, der offensichtlich wissentlich Mist gebaut hat.

    Eigentlich dürfte dies niemanden überraschen, warum sollte die CDU/CSU jetzt ehrlich sein, wenn es schon bei sowas banalem wie Videospielen nicht geht?

    Man könnte trauriger Weise sagen: Diese Partei bleibt ihrer Linie der Erbärmlichkeit konsequent treu und halb Deutschland ist zu blöd dies zu begreifen. Diese ganzen zwielichtigen Gestalten, die grinsend vor die Kameras treten und den Schwindel bagatellisieren, die haben ihren akademischen Abschluss entweder auf ähnliche Art und Weise erreicht oder keinen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, der ein Studium erfolgreich beendet hat und auf ehrliche Art und Weise Diplom/Master oder gar Dr. Titel erreicht hat, die Taten des Guttenbergs bagatellisieren würde.

    Ob der Dr. Titel unserer aktuellen Familienministerin wirklich gerechtfertigt ist, das mögen auch einige in Zweifel ziehen. Immerhin wurden da Fehler kritisiert, die den Inhalt der Arbeit betreffen, wobei es wohl ohnehin zu schwer gewesen wäre, eine so schlechte Quelle zu finden, von der man so einen Mist hätte abschreiben können xD

  26. Der Querverweis auf die Guttenberg – Dissertation mag in den Augen mancher in einer direkten Verbindung mit der Glaubwürdigkeit der gesamten Partei zu stehen, es lässt aber die eigentliche News hinter einer medial aufgeblähten Privatsache verschwinden.

    Und das sage ich, obwohl ich Guttenberg und die CDU/CSU (eigentlich überhaupt die wenigsten Parteien) absolut nicht leiden kann. Aber die Objektivität sollte gewahrt bleiben, die eigene Meinung kann man auch ausreichend in den Kommentaren darlegen.
    Ansonsten haben wir hier schneller ein Niveau wie bei der Süddeutschen oder bei der BILD als wir es uns versehen können.

    @Thema:
    Ob die Möglichkeiten durch die betreffenden Personen wirklich wahrgenommen werden ist imho fraglich. Dazu würde ich doch eher die Berichte danach abwarten. Aber meine Erwartungen dazu sind eher pessimistisch geprägt.

  27. Ok, dann sage ich halt nochmal was zu Guttenberg:
    Meine Meinung zu Herrn Guttenbergs Doktorarbeit spielt keine große Rolle, sie ist aber negativ.
    Worum es mir ging ist der ad hominem charakter der Newsmeldung.
    Kurz zusammengefasst steht da:
    “Es gibt ne LAN im Bundestag, aber es ist alles scheiße weil die die da mitmachen Parteien angehören die jemanden zum Minister gemacht haben der seine Doktorarbeit gefälscht hat”
    Das ist ein schwaches Argument und schert Union und FDP (die einige tausend Mitglieder haben) einfach mal über einen Kamm.
    Das ist eine Argumentation die ich nicht nachvollziehen kann und die ich auch beleidigend finde, weil sie die gleiche Art ad hominem – Argumentation betreibt und die gleiche Art Verallgemeinerung vornimmt, wie wir sie in den spielekritischen Artikeln immer hassen. Die tatsächlichen Diskussionen die es um das Thema btLAN gibt (ich hatte zB auf einen Artikel verlinkt im Forum) werden dafür weggelassen.

    Wie gesagt, die Einschätzung der Guttenberg-Situation spielt dabei nicht mal die entscheidende Rolle.
    Und @Pyri: Ich denke schon dass es sowas wie Niveau gibt und man darauf achten sollte. Vielleicht nicht in der Kunst – da gebe ich Dir Recht -, aber Newsartikel sollen ja auch keine Kunst sein.

    Gruß
    Aginor

  28. @Alreech:
    Na, dann sind wir uns ja einig. Schön! ;)
    .
    Mal im Ernst: Meiner Meinung nach gibt Frau zu Guttenberg eine hübsche Gallionsfigur ab, hinter der Arbeit am großen konservativen Projekt unserer Zeit vorangetrieben wird. Und dieses Projekt heißt “Internetregulierung”.
    .
    Die Zensurinfrastruktur, die durch Netzsperren geschaffen werden sollte, liegt erstmal auf Eis, dank des Widerstandes der Netzgemeinde. Auch wenn z. B. der Herr Kauder sich damit nicht abfinden kann. Unerhört! Wo es doch gegen Kinderschänder geht!
    .
    Also versucht man es erneut mit leicht anderer Angriffsrichtung, aber immer noch den selben Täuschungsmanövern. Es wird nämlich wieder (und zwar auch und ganz vorrangig von Stefanie zu Guttenberg) ein gesetzgeberischer Handlungsbedarf formuliert, der gar nicht mehr besteht. Das kennen wir doch schon: “Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!” Tatsächlich ist es aber bereits seit einer noch von rot/grün initiierten Gesetzesänderung strafbar, über das Internet Kontakt zu Kindern in sexueller Absicht zu suchen (§ 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB). Damit ist – tatsächlich – eine Handlungsweise im Internet strafbar, die im RL so nicht mit Strafe bedroht ist.
    .
    Weiß Frau zu Guttenberg das nicht? Ich meine, ihr Ministergatte hat doch Jura studiert, auch wenn seine Diss. nur ungenügende Eigenleistungen enthält. Oder reden die nicht am Esstisch miteinander? Verzeihung – nach dem ganzen Geblubber vom Internet als rechtfreiem Raum nehme schlichtes Nichtwissen niemandem mehr ab, der sich derart aus dem Fenster lehnt. So langsam kann man nur noch von Böswilligkeit ausgehen.
    .
    Natürlich – es geht ja auch nicht um Kinder, sondern um Internetregulierung – ist da noch nicht Schluß mit den Forderungen nach Gesetzesänderungen. Es braucht auch noch die Vorratsdatenspeicherung, um Täter wirklich dingfest machen zu können, wenn man den Leuten von “Innocence in Danger” glauben möchte. Auch damit ist es aber noch nicht getan: Nein, Betreiber von Chats, an denen Kinder teilnehnmen könnten, müßten auch noch eine möglichst umfassende Identifikation der Teilnehmer gewährleisten. Internetausweis FTW!!!
    .
    Da paßt es denn auch ins Bild, daß Vereine, die sich wirklich mit Präventation beschäftigen, indem sie z. B. an Schulen Veranstaltungen zum Theman Umgang mit dem Internet anbieten, erst durch die Ausstrahlung von “Tatort Internet” auf “Innocence in Danger” aufmerksam geworden sind. Ist jemandem aufgefallen, wie weit gefaßt der Titel des RTL2-Formates gefaßt ist?

  29. @Gradash:
    “Der Querverweis auf die Guttenberg – Dissertation mag in den Augen mancher in einer direkten Verbindung mit der Glaubwürdigkeit der gesamten Partei zu stehen, es lässt aber die eigentliche News hinter einer medial aufgeblähten Privatsache verschwinden.”
    .
    Ich würde dir ja zustimmen, wenn nicht zwei Dinge dagegen sprächen:
    .
    1.) Es besteht eine direkte Verbindung zwischen der Guttenbergaffäre und der Glaubwürdigkeit der CDU/CSU, da diese Parteien sich voll und ganz hinter Guttenberg stellten, obwohl er
    .
    2.) sein Ehrenwort vor “ausgewählten Medienvertretern” (wieso nicht der Hauptstadtpresse, die darüber verständlicherweise sehr erbost war?) gab, “zu keinem Moment bewusst getäuscht” zu haben (Guttenberg am Freitag, den 18. Februar 2011) – während allein die GuttenPlagWiki gefundenen Stellen haargenau das belegen. Er hat so aus seiner Privatsache durch sein Ehrenwort als Minister eine politische Angelegenheit gemacht.
    .
    Die Unionsparteien haben ihr volles Vertrauen einem Politiker gegenüber ausgesprochen, der – anders, als er es jetzt darzustellen versucht und darin teilweise medial unterstützt wird – eben keine Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten gezogen hat, sondern versuchte, sich diesen Konsequenzen durch erneute Lüge bei seinem Ehrenwort zu entziehen.
    .
    Es war Guttenbergs Privatsache und er hätte sie glamourös meistern können. Indem er als Minister vor (Teilen) der Presse sein Ehrenwort gab und dabei gelogen hat, hat er seine eigene Glaubwürdigkeit auf in meinen Augen unrettbare Weise verletzt. Und dass ihm seine Partei und Schwesterpartei dennoch ihr Vertrauen ausspricht, spricht in meinen Augen gegen die Glaubwürdigkeit dieser Parteien insgesamt.
    .
    @Aginor:
    Mir zumindest geht es keineswegs darum, dass Guttenberg von diesen Parteien zum Minister gemacht wurde. Sondern darum, dass CDU/CSU (wohl aus eigenpolitischen Interessen) Guttenberg die Treue halten, obwohl er seine eigene Glaubwürdigkeit für seinen schon zur Zeit seiner Erklärung letzten Freitag sicher verlorenen Doktortitel feilgeboten hat.
    Wenn ich die Parteien über einen Kamm scheren wollte, gäbe es gerade aus den Reihen der Union genügend Einzelmeinungen, die sich dafür bestens anböten.

  30. Raubkopien und Bundestags-LAN, das passt thematisch doch gut zusammen.
    .
    Danke für den Link, Modgamers. Und ich muss ehrlich sagen, ich wurde von Frau Bärs einleitenden Worten sehr überrascht. Vielleicht der Beginn eines zaghaften Umdenkens bei den etwas jüngeren Abgeordneten – oder dann doch nur wahltaktisches Kalkül?

  31. Ohne Guttenberg in Schutz nehmen zu wollen (da ich ihn wie bereits gesagt ebenfalls nicht leiden kann), ist seine Dissertation dennoch seine Privatsache – auch ohne die Presse hätte die Uni ihm früher oder später aufgrund von Plagiaten den Titel aberkannt.

    Das ganze Gehabe lenkt doch einzig und allein von anderen Dingen ab, die politisch weitaus relevanter sind.

    Und sind wir mal ehrlich: ihre Glaubwürdigkeit hat die Mehrzahl (gut, manch einer würde “alle” sagen) der Parteien bereits zu anderen Gelegenheiten mehrfach verspielt, ob sie nun links/rechts/sozial/christlich/whatever sind ist dabei relativ egal. Für eine weitere Bestätigung dieser Tatsache brauchen wir uns nicht Wochenlang über eine “Guttenbergaffähre” zu echauffieren.

  32. @Gradash:
    Zwar ja, aber
    1.) hat Guttenberg sich durch sein Ehrenwort dazu entschieden, seine Privatsache an seine eigene Glaubwürdigkeit zu hängen, die sehr wohl politisch relevant ist und
    2.) war es bei den bisherigen Darbietungen parteilicher Inkompetenz zumindest mir möglich, Hanlon’s Razor (“Schreibe nichts Boshaftigkeit zu, das du gleichermaßen mit Dummheit erklären kannst”) anzuwenden, i.S.v. “sie wissen es halt nicht besser”. Im Fall Guttenberg sehe ich zumindest für die Union diese Möglichkeit nicht gegeben, da öffentliches Interesse und die erdrückende Beweislast die Möglichkeiten auf NichtwissenWOLLEN oder Ignorieren der Fakten eingrenzt – beides Eigenschaften, die ich bei keiner politischen Gruppierung unterstützenswert finde.
    .
    Angesichts des großen Interesses an dem Fall, scheine ich nicht der Einzige zu sein, der ihn als archetypisch, für ein größeres Ganzes in unserer heutigen Politik stehend sieht. Vgl. auch z.B.: http://www.spreeblick.com/2011/02/18/die-generation-guttenberg/
    .
    Dass sich ein solcher Sachverhalt, der zudem medial sehr aktiv begleitet, um nicht zu sagen hochgekocht wird, ganz hervorragend zum Burying wichtigerer Themen eignet, bestreite ich keinesfalls.

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