Wie man in Deutschland Shooter entwickelt

(gameone) Deutschland kann international wohl höchstens bei der Produktion von Strategiespielen mithalten, wogegen man nach Entwicklern von Ego-Shootern schon suchen muss. Einer, der es versucht, ist der Geschäftsführer der „Black Lion Studios“ Martin J. Schwiezer, der an „Shadow Harvest“ arbeitet. In einem Interview spricht er am Rande auch darüber, wie attraktiv Deutschland als Standort ist und mit welchen gesellschaftlichen Hürden er und seine Mitarbeiter fertigwerden müssen.

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11 Gedanken zu “Wie man in Deutschland Shooter entwickelt

  1. Da steht nicht, dass ‚keine‘ Ego-Shooter in Deutschland entwickelt werden, sondern, dass man da ’schon suchen muss‘. Aber mit Crytek und eben Black Lion hat man scheinbar schon die aktuellen Studios aufgezählt. Wenn man bedenkt, dass es in Deutschland sowieso kaum Studios, sind es nicht wirklich viele, welche sich auch noch im Bereich USK 16+ tummeln.

  2. Na ja, Yager in Berlin arbeitet doch (hoffentlich!) auch immer noch an „Spec Ops: The Line“. Sollte man nicht vergessen ;-) Interessiert mich persönlich am meisten. Aber mal abwarten wie das Rom-Projekt von Crytek wird…

  3. Die hab ich wohl vergessen. Dennoch sind wir jetzt bei drei Firmen, von wie vielen? Ich wollt jetzt keine Zählorgie starten, es ging mir eher darum, dass der Herr Schwiezer durchaus recht hat mit dem was er sagt.

  4. Die hab ich wohl vergessen. Dann sind wir dennoch nur bei drei Firmen, von wie vielen insgesamt? Ich möchte jetzt keine Auflistung von dt. Spielfirmen initiieren. Es ging mir eher darum, dass der Herr Schwiezer durchaus Recht hat mit dem was er sagt.

  5. Ja, aber ich denke das wird auch durch zwei weitere Faktoren bestimmt als das negative Bild von Shootern in der deutschen Öffentlichkeit: einer hat schon damit noch zu tun, nämlich dass in sämtlichen Förderungen von Spielen in den einzelnen Ländern, Städten wie Hamburg auch soweit ich weiß, Klauseln enthalten sind welche Shooter eher ausschließen. Der zweite Punkt ist, dass es keine große Tradition davon nunmal gibt in Deutschland – sondern eher in anderen Genres: die CDV-Shooter stammten auch soweit ich weiß alle aus Osteuropa. Und was wäre Crytek ohne vormals Ubi Soft und nun schon länger EA? Wie lange haben die mit ihrer X-Isle-Demo herumgekrebst?
    Yager ohne 2K jetzt? Man braucht halt auch ein starkes, möglichst internationales Backing für den Erfolg eines großen Spiels
    „Söldner“, um ein weiteres Beispiel für einen deutschen (Taktik-)Shooter zu nennen, ging ohne dieses auch unter.
    Das betrifft neben Shootern auch andere in Deutschland eher stiefmütterlich behandelte Genres wie Rennspiele: Synetic war mal eine aufstrebende Rennspiel-Schmiede. „N.I.C.E.“ konkurrierte einmal wirklich mit Need for Speed. Deren Mercedes-Titel war schon ein Aushängeschild für die erste Xbox. Und was machen die jetzt? So gut sie im Einzelnen auch sein mögen: für RTL ein „Alarm für Cobra 11“ nach dem Anderen…

  6. the gamescompany hat mal field ops entwickelt, erschien später von einem anderen als raven squad. hat 10 millionen dollgar gekostet. das studio hat letztes jahr verkackt.

  7. @frontal21
    Digital Reality (Field Ops), welche auch das hervorragende Weltraumspiel „Haegemonia“ entwickelten, sowie Atomic Motion (Raven Squad) sitzen beide in Budapest. Das ist mit Ungarn so gewesen wie bei den CDV-Dingern mit Polen glaub ich: deutsche Publisher haben sich schon immer in Osteuropa engagiert und Crytek hat mittlerweile schließlich ebenfalls eine Niederlassung dort (Crysis: Warhead).

  8. Deutschland ist was die Spielentwicklung angeht wirklich alles andere als vorn dabei.
    Die wenigen guten und ernstzunehmenden Firmen haben alle nur Aufgrund von Internationalen Publishern eine Chance, Ausbildungsmöglichkeiten in dem Bereich sind Mangelware und werden meines wissens ausschließlich von teuren Privatinstituten angeboten.
    Hier hat D. mal wieder den Fortschritt verschlafen und viele ewig gestrige Kräfte in der Gesellschaft verhindern zudem das sich etwas daran ändert.

  9. Sehr, sehr gutes Interview. Würde gerne viel mehr aus Richtung der Industrie hören und nicht nur aus Richtung vón Spielern und Spielehassern.

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