Kolumne: Pixel sind auch nur Menschen

(Gamersunity) Und wieder eine neue Kolumne von mir, inspiriert durch ein Zitat vom AAW.

“Ein Punkt, der in der “Killerspiel”-Debatte oft angeschnitten wird, ist das schiere Unverständnis, wie man denn da am Bildschirm “Menschen töten kann”. Normalerweise argumentieren wir Spieler damit, dass wir nie auf die Idee kommen würden, unseren virtuellen Gegnern irgendeine Form von Menschlichkeit zuzugestehen und somit auch keine Hemmungen haben, den digitalen Abzug zu drücken, immerhin ist es “nur ein Spiel”. Aber dabei darf man nicht vergessen, dass es immer mehr Spiele gibt, die darauf bauen, dass die Charaktere “menschlicher” werden. Schätze es wird Zeit, das Ganze mal genauer unter die Lupe zu nehmen.”

Zur Kolumne

37 Gedanken zu “Kolumne: Pixel sind auch nur Menschen

  1. Klasse, einfach nur klasse! Beide Dauemen hoch von mir. Toll umschriebene Problematik, anschauliche Beispiele und treffendes Fazit! Darauf werd’ ich gleich mal in meiner Abschlussarbeit verweisen. :)

  2. Ich finde das der Artikel sehr gut geworden ist. Ganz klar, er hat meine Unterstützung.
    Eine Macke hat dieser Artikel jedoch, es spoilert leider Mass Effect. Diese stelle konnte ich zum Beispiel leider nicht lesen, da ich diese spiele nicht gespielt habe.
    Und gespoilert will man ya auch nicht werden…

  3. Ich denke, dass das was vom AAW so gemeint wird Vorwürfe sind welche auch SoldatInnen betreffen, wenn denen Kriegshandlungen etwa als Morde ausgelegt werden.
    Dass in Games oft nicht als AggressorIn agiert wird kann dabei auch negativ ausgelegt werden. Etwa als Ausrede(n) die eine Verwerflichkeit von Games unter Umständen erst ausmachen. So schrieb Bernd Graff in der Süddeutschen Zeitung am 19. Oktober 2004 auf Seite 13 über die Spiel-Situation in Doom3: „Entweder ein Labor-Versuch, der alle Stationsbewohner zu geifernden Untoten gemacht hat oder aber ein Experiment, das gleich die Tore zur Hölle geöffnet hat. Und der entkommen nun rastlos schwankende Gestalten, die offensichtlich nur den Auftrag haben, alles menschliche Leben und folglich auch den vom Spieler gesteuerten Protagonisten zu massakrieren und zu vernichten. Welch armselige Vorstellung von der Hölle! Und welch abgeschmackte Lizenz zum Töten – für den Spieler! Weil er ja ständig angegriffen wird, ist das Ballern gewissermaßen als Notwehr nobilitiert, da sich der gesteuerte Held nur der Wiedergänger erwehrt.“
    Diese “Lizenz zum Töten” ist es welche wohl vielfach groß empört. Es wird ja auch nicht so sein, dass Videospielfremde etwa bei James Bond im Fernsehen nicht auch erkennen könnten, wer da der Gute sein soll, usw. Bloß wird das eben auch dort tendenziell vielleicht nicht hingenommen und Feindbilder entsprechend abgelehnt werden.
    Also wenn man nun noch sagt: das ist das Salz in der Suppe oder so, wird man wahrscheinlich nur noch zusätzlich empören. Entrüstung und Unverständnis ernten. Sich als hoffnungslos abgestumpft gedachte bis gefühllose Person vorstellig machen, welche vielleicht mit einer gewissen Beliebigkeit noch Rollen spielt, deren moralisches Wesen aber auch darauf beschränkt zu sein scheint.
    Und ich glaube, dass das schon Fragen sind welche sich Videospieler stellen müssen.

  4. Gäbe es denn einen Ausweg, Pyri? Gibt es Spiele, die wir ungestört spielen können, ohne dass sich Spielegegner neue Argumente gegen Videospiele zurechtlegen werden?
    Das AAW handelt nach meiner Einschätzung aus egoistischen Motiven heraus, um sich selbst darzustellen auf einer selbst zusammengezimmerten Bühne. Einmal oben wollen sie auch nicht mehr abtreten. Familie Pfeiffer hat ebenfalls ihr Auskommen gefunden, Politiker profilieren sich als Saubermänner, ewig Gestrige fürchten alles, was neu ist.
    Ich glaube nicht, dass wir sie irgendwann überzeugen können. Aber eines Tages wird etwas Anderes kommen, was noch “gefährlicher” sein wird. Dann legt man die Videospieler beiseite, an die hat sich dann eh schon jeder gewöhnt, und drischt neu ausgerichtet auf das neue Medium ein. Wenn wir’s bis dahin überstehen, können wir uns einreihen in die Romane, Comics, den Rock’n’Roll und die VHS-Kassetten. Je schneller wir es schaffen, dass sie sich an uns gewöhnen, umso eher suchen sie sich einen anderen Prügelknaben.

  5. @purchaser:
    “Gibt es Spiele, die wir ungestört spielen können, ohne dass sich Spielegegner neue Argumente gegen Videospiele zurechtlegen werden?”
    .
    Vielleicht Tetris, Pong oder Purple Place (Win7 eigenes Knobelspiel)? ;)
    .
    Gewisse Leute wird man nie überzeugen können, aber was möglich ist, wäre die Bekehrung der skeptischen Öffentlichkeit. Allerdings ist das ein sehr langwieriger Prozess, der überhaupt erst gelingen kann, wenn jene Leute mit Spielen bzw. Spielern aus ihrem Umfeld in Kontakt kommen und merken, dass die doch keine sozial isolierten potentiellen Killer sind.

  6. das problem ist aber, dass heutzutage die rollen nicht mehr so einfach fefinisert sind, wie ami gegen nazi oder menschen gegen aggressive aliens. solche die dinge werden dann im artikel als weiterenwicklung des mediums abgetan und fertig. der artike list unvollständig. die begründung, wisso ein geheimagent einen durcgeknallten professor und seine handlanger killt ist klar, aber worin liegt die motivation von moderne kriegsspile zu spielen, wo die spielfiguren festlegen, wer böse ist.

  7. @Crusader
    Ja ich glaube es war der angesehene Autor von “Killerspiele im Kinderzimmer”, Thomas Feibel, welcher darauf hingewiesen hat, dass selbst etwas so Abstraktes wie “Minesweeper” als Kriegsspiel auf Empörung stoßen kann oder sogar notgedrungen wird bei manchen Leuten. Angesichts der Problematik von Landminen in der (realen) Welt. Selbst ein Putzmittel das “Der General” heißt wird so mit empörender Ablehnung begegnet werden
    Ich nehme an, bitte nicht falsch verstehen, dass auch Dein Nick demnach entrüsten kann: man nennt sich für manche Leute einfach nicht nach den Kreuzzügen oder einem britischen Panzer, weil diese eben mehr oder weniger großes Leid verursacht haben.
    Das sind auch alles Vorurteile aus meiner Sicht, aber für solche Leute gegebenenfalls auch nicht, sondern berechtigt und überlegt. Für diese sind dann eher die “Killerspieler” auch die Gedankenlosen. Und gut möglich, dass es sich dabei, bei diesen Leuten und nicht bei den Gamern, auch um eine relative bis absolute Mehrheit in der Bevölkerung handelt – bei einer Gesellschaft wie der skeptischen Öffentlichkeit.

  8. Frontal21 hat geschrieben:
    “die begründung, wisso ein geheimagent einen durcgeknallten professor und seine handlanger killt ist klar, aber worin liegt die motivation von moderne kriegsspile zu spielen, wo die spielfiguren festlegen, wer böse ist.”
    .
    Diese 2 Punkte liegen gar nicht so weit auseinander wie du denkst. Auch moderne Kriegsspiele haben eine Handlung und Akteure. Die Motivation kommt in diesem Fall durch die Story in der dir eine Partei als “der Feind” präsentiert wird. Wenn du beim Spielen den Eindruck hast, dass der Kampf gegen diesen Gegner ungerechtfertigt ist, dann liegt dieses Problem bei den Autoren.

  9. Pyri hat geschrieben:
    “Also wenn man nun noch sagt: das ist das Salz in der Suppe oder so, wird man wahrscheinlich nur noch zusätzlich empören. Entrüstung und Unverständnis ernten.”
    .
    Der Teil mit dem Salz stammt ja auch dem ersten Abschnitt, das war quasi noch Einleitung. Es gibt eben Spiele, sind im Prinzip nichts weiter als “Skil-Tests” und insofern sehe ich nicht Verwerfliches an meiner Formulierung.

  10. @GreenNinja
    Ich sehe darin auch nichts Verwerfliches, aber es gibt eben Leute für die sind schon diese “Skill-Tests” etwas tendenziell Unanständiges. Die stellen diese bereits in Frage. Von “Space Invaders” angefangen: das Konzept auf Fremde aus dem Weltall zu schiessen. Dann soll es da irgendwo sogar noch (auch) einen Panzer mal gegeben haben… Die sehen darin auch nicht unbedingt Außerirdische sondern etwa Ausländer die abgeschossen werden sollen. Das habe ich alles schon erlebt. Damit wurde ich alles bereits konfrontiert mal
    Wieviele Menschen das sind welche so denken kann hier oder anderswo niemand sagen glauben ich. Allein die ursprünglichen Videos von Rey Alp, auf eine Berichterstattung bei den Öffentlich-Rechtlichen, deuten für mich aber darauf hin, dass es nicht so Wenige sein werden in einer skeptischen Öffentlichkeit die so denken. Ansonsten würde es diese Berichterstattung gar nicht geben: kein Populismus findet ohne entsprechende Grundlagen schließlich ein Auslangen.

    Und gut möglich, dass dann so “Shitstorms” wie zuletzt bei RP ONLINE vorgefertigte Meinungen auch noch bestätigen. Denkweisen über Menschen die eben nichts oder bloß wenig an “Killerspielen” auszusetzen haben: http://www.rp-online.de/sport/fussball/bundesliga/Schlechtes-Vorbild_aid_968707.html
    Daran habe ich mich auch beteiligt: vielfach wurde da der Autor von dem Presseorgan dahingehend angegriffen, dass er oder halt RP ONLINE keine anderen Meinungen zulassen würden. Da habe ich mich gefragt: wo steht das. Und nichts gefunden. Mittlerweile glaub ich, dass sich der in den Kommentaren welche so erbost waren gar nie zu Wort gemeldet hat, sondern das von den Leuten einfach so aufgefasst wurde. Der Kommentar von ihm, Martin Beils heißt er, wurde am Donnerstag um 7:35 veröffentlicht. Das war wohl alles.

  11. Grundsätzlich dient solche Argumentation die Soldaten pauschal als Mörder diffamiert oder die aus Spielen in denen Gewalt vorkommt Killerspiele macht dazu die eigen Person moralisch zu erhöhen.
    Wer Soldaten (also Personen die Gewalt ausüben) nicht als Mörder betrachtet und Killerspiele (also Gewalt) spielt besitz ein ethisch niedrigeres Level als Menschen die das nicht tun.

    Im Prinzip: “Du bist moralisch verkommen, ich bin heiliger als Du”.
    Ironischerweise geht dies moralische Selbsterhöhung teilweise so weit das verlangt wird Gewalt gegen Soldaten oder die Spieler von Killerspiele auszuüben.
    Ein gutes Beispiel sind die aktionen diverser “Pazifisten” die schon mal den Tot von Deutschen Soldaten mit Schampus feiern, oder Politiker die Besitzern von Killerspielen von der Polizei & Gerichten verfolgen lassen wollen.

    Dabei gehe ich übrigens von einem Gewaltbegriff aus der sich nicht nur auf das Militär beschränkt.
    Staatliches Militär übt im Staatsauftrag Gewalt aus.
    Polizisten üben im Staatsauftrag Gewalt aus.
    Sanktionen wie sie von der Justiz verhängt werden oder die Einhaltung staatlicher Vorgaben – vom TÜV bis zur Einleitverordnung gemäß Bundesimmisionsschutzgesetz – funktionieren nur wenn sie im äußerten Fall mit Gewalt durchgesetzt werden können.

    Natürlich ist Gewalt nicht immer nötig. Die meisten Menschen bringen ihr Auto zu TÜV ohne das die Bullen sie dazu zwingen müssen – ganz einfach weil sie es im Sinne eines geordneten Zusammenlebens für sinnvoll halten.
    Ebenso verzichten die meisten Menschen darauf ihren Vorteil zu lasten andere zu suchen. Sie stehlen nicht, betrügen nicht, rauben nicht, schlagen niemand zusammen…
    Daraus jedoch zu schließen das die Gemeinschaft auf Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen voll und ganz verzichten kann ist allerdings Illusion.

  12. @Pyri
    “Ich nehme an, bitte nicht falsch verstehen, dass auch Dein Nick demnach entrüsten kann:”
    .
    Das kann gut sein und wahrscheinlich würden jene Leute, wie bei Spielen, erst meckern und sich ereifern, bevor sie -wenn überhaupt- nach etwaigen Hintergründen für die Wahl des Nicks fragen.

  13. @humuhumunukunukuapua’a
    Ist sie im Grunde auch, allerdings geht es, wie Pyri richtig angemerkt hat, um Vorurteile von Menschen, die sich über bestimmte Details mächtig aufregen und dabei nicht in der Lage sind, nach Hintergründen zu fragen oder über ihren engstirnigen Tellerrand hinaus zu denken.

  14. USA zensiert wörter

    Noch keine Woche ist Bulletstorm in den USA und in einigen Teilen Europas ungekürzt erhältlich und schon stößt der Shooter vor allem in Amerika aufgrund permanenter sexueller Anspielungen auf große Kritik. Electronic Arts reagierte prompt mit einem nachträglichen Patch, welcher einen Großteil der Skillshots mit weniger anrüchigen Kommentaren entschärft und bereits nächste Woche veröffentlicht werden soll. Ob der Patch auch in Europa erscheint ist bisher unklar.

    Bulletstorm wird voraussichtlich am 25.02.2011 für Microsoft Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen. Mehr Informationen zum Titel findet ihr in unserer ausführlichen Vorschau.

    quelle
    http://www.xboxfront.de/index.php?page=130&id=2282&nid=22940

    lol,in den USA können Köpfe fliegen,Gliedmassen entzweit werden,aber wenn in einem Spiel ein Wort wie gangbang auftaucht,wird zensur verlangt.beides ist lächerlich,sowohl die zenrur bei uns wegen gwalt sowie die in den USA wegen
    sexuellen Wörtern,schon weil die Spiele für erwachsene sid

  15. Ja, es ist immer wieder lustig mit der Zensur in den USA und hier.
    Mein Lieblingsbeispiel ist “Age of Conan”:
    In der Deutschen Version wurden ein paar blutige fatalities entfernt,
    in der US-Fassung hat man den Frauen (die in Deutschland oben ohne rumlaufen wenn man alles auszieht) schnell ein paar hässliche Texturen über die Brust geklebt.
    Allerdings konnte man für die Deutsche Version einen uncut-key bekommen, in den USA IIRC nicht.

    Also Köpfe abschlagen und literweise Blut ist ok, aber NEIN!!, Weibliche Brüste gehen gar nicht. Das Spiel war ist USK:18, PEGI:18+ und ESRB:M. ….

    Dort stören sich eben die Leute an was anderem als hier.

    Gruß
    Aginor

  16. Schwache Kolumne.
    Tötet man nun “Menschen” oder doch nur Pixel?
    – Den Verweis auf Schach finde ich fragwürdig.

    Ob es nun moralisch Verwerflich oder zumindet fragwürdig ist, Pixel-Menschen zu “töten” wird nicht beantwortet. – Ob jetzt ein Handlanger nur dafür da ist, “dem Spieler das Leben schwer zu machen” (Green Ninja, Pixel sind auch nur Menschen), hat keinen Einfluss auf die eigentliche Fragestellung.
    – Mir fehlt in der Kolumne ein reflexives Element, dass über das Eingeständnis eines hin und wieder auftretenden schlechten Gewissen hinaus geht.

  17. @Aginor
    Ich denke, dass das doch nur ein Klischee mehr (mittlerweile) ist: da entsprechende Musik aus meiner Sicht auch indiziert wird in Deutschland kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass diese Ausdrucksweise für den deutschen Markt unbeanstandet blieb – weshalb ich bereits mächtig gespannt bin auf den Schnittbericht. In diesen Tagen hat sich übrigens ein Ereignis aus der jüngeren deutschen Kulturgeschichte erst zum sechzigsten Mal gejährt http://www.pornoanwalt.de/?p=5734
    Es ist eben so, dass eher lediglich sexuelle Darstellungen als dermaßen unanständig gelten in den USA, dass sie etwa auch von YouTube ausgesperrt werden. Das ist aber schon in Nachbarländern von Deutschland wie meinem Land Österreich auch nicht viel anders, wenn man jetzt hier mal vom von Deutschland geprägten Rundfunk absieht: so finden sich im Kino 131er-Filme auch alle frei ab 16, Gewaltdarstellungen werden im Gegensatz zu sexuellen Darstellungen im Einzelhandel nicht überklebt, usw.

    Barbusigkeit wird in US-Games heute sogar exzessiv eingesetzt: in Dantes Inferno vom Bulletstorm-Konzern EA ist quasi jede Frauenfigur ständig oben ohne. Was ich schon nicht verstanden habe. Annähernd ebenso die Situation im noch indizierten Konsolen-“Conan” von 2007, beim “Saboteur” von EA bestand der einzige DLC praktisch fast zur Gänze aus dieser Vorstellung von “Nacktheit”. Bei God of War gehört das sozusagen mit zum guten Ton. Das PC-“Age of Conan” würde ich demnach sogar als Ausnahme sehen – das ist übrigens gar kein Amispiel, sondern eines aus Norwegen…

    @Shalashaska
    Ich habe die Kolumne so auch nicht verstanden. Und finde, dass sie da gar nicht auf den Punkt kommt. Es scheint sich mir lediglich in Zitaten gefallen zu werden, wie bei dem Handlanger von “Austin Powers”: ich wüsste auch nicht wo da der Unterschied liegen soll. Für mich ist ein “Handlanger” moralisch gleich zu behandeln wie der “Oberschurke” sozusagen, aber für Menschen wie mich ist diese Kolumne wahrscheinlich auch nicht geschrieben worden.

  18. @Pyri:
    Jo, ich weiss dass das Spiel aus Norwegen kommt, aber der Publisher für die USA war schwer zu finden und wollte das Spiel ohne Zensur nicht bringen.

    Zur Marketingaktion:
    Gut gemacht, vor allem weil der Sachverhalt halt gerade blöd genug war dass man das ganze für real halten konnte.

    Gruß
    Aginor

  19. Off-topic:
    Aufgrund des Rücktritts haben wir jetzt nicht mehr den besonnenen Innenminister de Maiziere, sondern einen von der CSU. Bin mal gespannt, wie jetzt die Themen “Sicherheit”, Internetsperren und Spiele (vgl. Innenministerkonferenz von damals), behandelt werden. Immerhin sind die CSU-ler die, die bei diesen Themen am liebsten “reinhauen”! Erst vor zwei Tagen kam die Meldung, CSU Mitglieder fordern jetzt die Stoppschilder, da Löschen der kipo (mit ganzen 6,5 Mann vom BKA) nicht besonders erfolgreich gewesen sei.

    Ich glaube wir können hier bald neue Threads aufmachen.

  20. @nix:
    beinahe wäre der CSU Politiker Joachim Herrmann Innenminster des Bundes geworden.
    Ja, der Typ der behauptet hat man müsste Killserspiele aus dem selben Grund verbieten aus dem Kinderpornos verboten sind: zum Schutz der Konsumenten.

    Er hat dann aber aus familiären Gründen darauf verzichtet, möglicherweise weil sein Sohn mit Frauenverachtender Negermusik auf Tour geht.
    Da kann man dann kaum Innenminister werden.

  21. Ich finde es so extrem scheiße das in CS Menschen zerfetzt werden! Nur weil man hin und wieder bfbc2, CSS, CS 1,6 und mw2 zockt ist man gleich ein Psycho! Die wollen nicht verstehen das es um Strategie und Teamplay geht!

    Zu den Stoppschildern: Was soll das bringen?! Wtf?! Man braucht nur Severbetreiber zu bitten Inhalte zu löschen>> Das wars!!!!


    Das alles weiß ich obwohl ich aus Österreich komme und dreizehn bin!


    post scriptum: Die Politiker müssen ja Recht haben den was in der Boulevard-Presse steht muss doch war sein………………
    Ich spiel alle zwei Wochen CS 1.6 und seltener Crossfire.

  22. die brutalität in counter strike finde ich auch unnötig
    zumindest die ragdolleffekte hätte man weg lassen können
    eventuell auch das an den leichen “picken” bleibende blut
    das blut braucht man eigentlich nur als treffererkennung

  23. die esrb freigaben finde ich teilweise ganz in ordnung allerdings werden sfi-shoother manchmal höher bewertet wie “reale” shoother z.b. advanced warfighter 2,cod3 und die fast alle battlefields teen rating aber z.b. alle halo und mass effect teile mature rating wobei letzeres wahrscheinlich wegen der sexszenen
    zu den rp online bericht
    das mit der schlechten vorbild funktion kapiere ich irgendwie nicht ich könnte mir nicht vorstellen das jemand shooter nur spielt weil fussballstars das auch tun

  24. @der typ mit namen
    in cs werden keine leichen zerfetzt ausser du hast den hart aber unfair-mod

    syr für dreifach-post

  25. @ein anderer 13jähriger aus österreich
    “mass effect teile mature rating wobei letzeres wahrscheinlich wegen der sexszenen”
    .
    Da könntest du Recht haben, wobei die entsprechenden Szenen deutlich kürzer sind und nichts zeigen – verglichen mit entsprechenden Szenen aus Fahrenheit (auch Mature Rating) und so manch anderem Spiel. Aber gut, Deutschland ist nicht USA. Wie in jenem Land wohl typische Nachmittags-Dokusoaps von RTL bewertet würden. ;)
    .
    @Shalashaska
    “Ob es nun moralisch Verwerflich oder zumindet fragwürdig ist, Pixel-Menschen zu “töten” wird nicht beantwortet.”
    Ist die klare Beantwortung denn der Sinn von Kolumnen? Verstehe die eher so, dass sie ein Problem darstellen und dadurch Denk- und Diskussionsanstöße zu einem Thema geben. Die Vergleiche zwischen Spielen und Filmen finde ich hier passend, weil darin imo verdeutlicht wird, dass es viele Überschneidungen zwischen Rollenbildern gibt, etwa bei den Schurken und Handlangern. Statt den Handlangern in AP hätte Ninja auch die Stormtrooper nehmen können. Auch die sterben wie die Fliegen, während es jedoch lediglich Darth Vader, der Imperator und einige andere sind, deren Tod bedeutender thematisiert wird. Was hingegen die moralische Richtigkeit angeht, liegt die im Auge des Betrachters und wird von einem Shooter-Spieler sicherlich anders beantwortet, als von einem Pfeiffer, von einem streng Gläubigen anders als von einem Atheisten oder von einem Mann anders als von einer Frau. Pauschale Aussagen sind gerade bei diesem Thema immer falsch. ;)

  26. @Crusader
    Worauf ich eigentlich hinaus wollte war, dass die Kolume an sich einfach nicht viel hergibt. Du hast nen tollen Schachvergleich, später noch einen mit Boxen und Fechten und eben das Austin Powers Video.

    -> Ich habe den Eindruck, dass das “töten” von Ninja marginalisiert wird, dass ganze ist schließlich nur ein “Test von Fähigkeiten, Wissen über das Spiel und die Strategien die man darin anwendet”, nicht mehr und nicht weniger als das, “was mit einem Bauern beim Schach passiert”.
    Die Grafik wird in Spielen immer realistischer, “Leute die einzig und allein dazu da sind dem Spieler das Leben schwer zu machen” also auch. Das solche moralischen Fragen bei Spielen wie z.B. C&C eine eher untergeordnete Rolle spielen ist nachvollziehbar und natürlich macht es (mir zumindest) Spaß, bei z.B. Soldier of Fortune etc. mal ein bisschen Rambo zu spielen, ich finde es aber immer interessant, wenn mir mein eigenes Spielverhalten vor Augen geführt wird (Bsp. bei Metal Gear Solid 1 (Psycho Mantis), Metal Gear Solid 3 (The Sorrow), KotOR 2 (die alte böse Frau da), Black&White, etc.).

    Der allerdeutlichste Unterschied zwischen Filmen und Spielen ist der, dass du Spiele nicht passiv konsumierst, sondern eben selbst handeln muss. Ob und wie weit sich dann “Lösungsstrategien” im Kopf festsetzen vermag ich nicht zu sagen.
    -> Das endbindet aber nicht von der Pflicht, sich auch kritisch mit dem Medien ausseinanderzusetzen. Eben das ist leider nicht oder nur oberflächlich in der Kolumne passiert. Wenn man als Konsument keine kritische und reflexive Haltung gegenüber Medien einnehmen kann, also auch nicht ernsthaft versucht, auf Argumente einzugehen, die jenseits von “US-Militär entwickelten Spielen um Killermaschinen ranzuzüchten” sind und moralische Fragen “eben im Auge des Betrachters” liegen, dann kann man keine sinnvolle Diskussion führen.

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