Homefront – Ein Fortschritt?

(GamersGlobal/GameStar/SZ) In „Homefront“ wird der Spieler mit Massengräbern und Exekutionen konfrontiert. Darüber, wie passend dies ist, gibt es verschiedene Meinungen. Während GamersGlobal bezweifelt, „ob es derartiger Szenen wirklich bedarf, um eine Chaos- und Weltuntergangsstimmung zu transportieren„, sieht man bei der GameStar den Spieler zwar auch „plump“ von grausamen Unmenschlichkeiten „überflutet„, meint aber, dass diese dennoch funktionieren würden. In der Süddeutschen findet sich nun auch ein Interview zum Spiel, bei denen die Thematik auch in einigen Sätzen angesprochen wird.

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(Dank an ActionJackson.)

29 Gedanken zu “Homefront – Ein Fortschritt?

  1. Ich kann es kaum mehr erwarten bis ich das Opus endlich persönlich anspielen darf: leider dauert das in meinem Fall noch mindestens drei Wochen.

    @GamersGlobal, nicht „GamerGlobal“ ;-)
    Manche in Deutschland sollen nachweislich ja bereits die Kanzlergalerie in Fassbinders „Ehe der Maria Braun“ als zu „plakativ“ empfunden haben. Bilderfeindlichkeit forward kann ich da nur noch sagen… Ausblenden und Wegschauen als Allheilmittel.

  2. Es ist glaube ich allgemein bekannt, dass nur Buecher, Filme und Theaterstuecke das Recht haben, sich mit ernsten Themen auseinander zu setzen. Spiele haben schließlich keinerlei Anspruch etwas zu parodieren oder auf einen Missstand hinzuweisen. Selbst Satire geht nicht! Metzelspiele wie GTA zeigen uns dies natuerlich.

    Zu dem Spiel selbst:
    Ich habe bis jetzt nicht allzu gutes von diesem Spiel gehört – die Kampagne soll ja recht durchwachsen sein. Dafuer soll die online Modi recht gelungen sein. Ich werde mir dennoch mal was dazu anschauen, auch wenn ich es nicht spielen werde, zumindest nicht in diesem Jahr. „Spiele kosten End-Knete, ich klau meiner Katze die letzte Grae“e“te.“

  3. Das Spiel ist schon nicht schlecht ABER für heutige Verhältnisse doch relativ kurz, knapp 4-5 Stunden Durchspielzeit, je nachdem wie gut man ist.

  4. Ich kann das erfahrungsgemaess immer multiplizieren: wenn es heißt 3-4 brauche ich mindestens 12, da 20, usw. Hier sollen noch dazu soviel Details vorhanden sein. Man uebersieht doch sonst soviel… In MW2 habe ich eine halbe Stunde allein das Leben um die Panzer zu Beginn verfolgt.

  5. Das ist aber sehr aufnahmefaehig. Ich konnte MW2 zweimal durchspielen und ein bisschen online zocken, dann hatte dann keine Lust mehr auf den Titel – verstaendlicherweise. Abnutzendes Spielprinzip eben. Kein Vergleich zu Battlefield (BC)2 welches ich seit Erscheinen regelmaessig spiele.

  6. Ich hab mir bei GameOne das „Eine Stunde mit …“ zu Homefront angesehen, ich finde man hätte aus dem Szenario mehr rausholen können. Die Idee an sich ist nicht schlecht, was wäre wenn Nordkorea die Welt erobern würde. Ich fand das Intro sehr beeindruckend vor allem da man nicht mit dem Namen Kim Jong Il sowie seines Sohnes geizte. Soweit ichs aber gesehen und mitbekommen habe schlägt das Spiel in selbe Kerbe wie COD und an diesem Approach scheint man sich langsams sattgesehen zu haben. Wahrscheinlich bin ich aber auch Zielgruppe bis auf Halo spiele ich kaum FPS (is nich mein Genre)

  7. „Es gibt die Gefahr, dass eine Grenze überschritten wird und der Spieler nicht mehr zwischen Realität und Unterhaltung unterscheiden kann. In diesem Moment hört ein Spiel auf, Unterhaltung zu sein. Bei „Homefront“ sollen sich die Spieler nicht nur um die Geschichte des Spiels kümmern, sondern es soll ihnen auch vermitteln, dass ihre Handlungen und die Gewalt, die sie ausüben, Konsequenzen haben. Krieg und Gewalt sind nichts, was in einem Computerspiel trivialisiert werden sollte. Doch am Ende des Tages soll „Homefront“ dem Spieler aber auch einfach nur Spaß machen.“

    und wieder der undefinierte abstrakte satz. meint er hiermit, dass dei grafik so realistisch ist, dass der spieler glaubt, der fernseher sei ein fenster?“

    Bei „Homefront“ sollen sich die Spieler nicht nur um die Geschichte des Spiels kümmern, sondern es soll ihnen auch vermitteln, dass ihre Handlungen und die Gewalt, die sie ausüben, Konsequenzen haben.

    reden wir hier von sechsjährigen?

  8. @Frontal21
    Wenn man sich mal anguckt was die Gamer sich von Games-Kritikern aber auch von der Games-Industrie selbst haben gefallen lassen ohne zu murren etc. könnte man tatsächlich denken das die Industrie ihre Konsumenten für etwas „zurückgeblieben“ halten könnte.

  9. Die typisch deutsche Moral-Flennerei, mal wieder. Seit ‚Black Ops‘ war Ruhe, jetzt geht’s wieder los. Ich akzeptiere, dass die Darstellung solcher Szenen nicht jedermanns Sache ist, aber verdammt nochmal, dann möge man sich bitte von solchen Spielen fern halten statt über die Sinnlosigkeit der bösen, bösen Gewaltdarstellung innerhalb eines Kriegszenarios (LOL!) zu diskutieren! Ich sehe mir schließlich auch keine „bösen“ Pornos an, wenn ich an sexuelle Enthaltsamkeit glaube…

    Ich habe ‚Homefront‘ schon vor einer Woche durchgespielt und fand Szenen wie die Exekution eines sich umarmenden Pärchens vor den Augen ihres kleinen Sohnes (während die Mutter diesen noch bitten, ja nicht hinzusehen) oder die Massengräber gleich neben dem koreanischen Arbeitslager äußerst packend. Pure Provokation, wie es schon ‚Modern Warfare 2‘ oder ‚Black Ops‘ vorgeworfen wurde (wobei ich diese Meinungen auch nur bedingt teile; insofern nämlich, dass sowohl Flughafen-Mission als auch Folter-Sequenz dieser Titel plump inszeniert und wesentlich besser umgesetzt hätten werden können. Ihre Daseinsberechtigung stellte ich hingegen niemals in Frage), konnte ich nicht ansatzweise feststellen. Und wäre das Spiel ein bisschen weniger offensichtlich ein ‚Call of Duty‘-Klon, sondern hätte einen Funken Eigenidentität (und eine längere Kampagne), hätte es mich sogar richtig begeistert…

  10. Eins muss ich aber sagen. Diese Ego-Shooter von der Stange mit 5-7 Stunden Spielzeit und
    ein paar dümmlichen Provoeinlagen bin ich wirklich satt. Homefront scheint dieses Prinzip wirklich auf die Spitze zu treiben.
    Ich hoffe auf Crysis 2.

  11. Dann hoffe mal, laut denen die es bereits gespielt haben ist es, wie sollte es anders sein, relativ kurz gehalten und recht einfallslos aber dafür soll die Grafik sehr gut sein (Die aber nur Gutbetuchte voll genießen bzw. sehen können).

  12. @cyclonos
    aber das spiele die mit gewalt nur provozieren wollen den größten erfolg haben merkt man ja an cod 5-7 auch counter strike wäre ohne die verbotsdebatte wohl nicht so erfolgreich(zumindest in österreich,deutschland,schweiz) geworden bei manhunt und gta bin ich mir ich mir nicht sicher ob sie provozieren wollten aber es liegt nahe
    homefront hab ich nicht gespielt aber nachdem was ich gehört und gesehen habe kauf ich mir lieber crysis 2 das soll laut consol.at außerdem eine doppelt so lange kampange wie cod haben, ein echter anti-kriegsshooter, der homefront ja sein sollte, sollte meiner meinung nach auch die geschichte der gegner teilweise zeigen in dem homefront szenario z.b. die propaganda nordkoreas die die nordkoreaner ertragen müssen
    und das amerika immer als die „guten“ dargestellt wird nervt mich auch schon(irakkrieg, krieg gegen den terror, reuters mitarbeiter, usw.

  13. Werde es nun voraussichtlich ab Donnerstag in Augenschein nehmen können – die Charaktere aus der Feder von John Milius sollen zwar äußerst schwach ausgefallen sein, da werden Fans wie ich wohl auf hoffentlich deutlich besseres in „Pharaoh“ warten müssen, aber als Ego-Shooter von der Stange würde ich „Homefront“ nun wirklich nicht bezeichnen: bereits der meiner Meinung nach misslungene Vorgänger „Frontlines“, der noch auf einer einfacheren Ölkrise aufbaute, war für Genre-Verhältnisse äußerst anspruchsvoll find ich.
    Hier versucht man halt im Fahrwasser von Call of Duty zu schwimmen – was sicher schade ist, und auch der doch komplexen narrativen Struktur von Black Ops setzt man „nur“ eine einfachere, altmodischere Erzählung entgegen.
    Mir hat das technische Medal of Honor aber schon besser gefallen als Black Ops, und deshalb setze ich auch auf dieses menschlichere Homefront.
    Aber nein, obwohl mich Crysis 2 für Crytek-Verhältnisse erstaunlich anspricht, ist es wohl eher ein Formelprodukt: schon Crysis: Warhead bekam man von der Idee intern anscheinend nicht gebacken, wo dann in Budapest von außen (nachträglich) jemand zugezogen hat. Jetzt hat man, mit der gleichen Hilfe (?), sowieso alles umgekrempelt für Crysis 2. Das spricht schon negative Bände für mich: in seinen besten Momenten scheint Crysis 2 aber ähnlich wie Homefront an den Ausnahme-Shooter „Metro 2033“ zu erinnern.
    Diese Spielzeit-Angaben immer finde ich übrigens absurd: Zeitangaben sind bei solchen Videospielen für mich unmöglich. Manche sind kürzer, andere wieder länger. Wüsste auch nicht nach welchen Kriterien die gemessen werden sollen. Bei Sportspielen stellt sich bei mir üblicherweise eine Sättigung nach 20 Stunden ein. Mir persönlich dauern die meisten narrativen Spiele immer noch viel zu lang – was wohl auch bei Homefront der Fall sein wird.

  14. wer sagt denn, dass homefront ein antikriegsspiel ist?
    schade, ich fand das cover und die idee anfangs nicht uninteressant. ich hol mir höchstens crysis 2, der rest kann mich am arsch lecken. die einzigen neuen spiele die ich mir dieses jahr hol, sind batman arkham city, und l.a. noire. ich freu mich auf medal of honor 2, bin gespannt wie sie diesmal versuchen COD zu kopieren.

  15. Wenn man bedenkt das CoD ursprünglich mal ein MoH-Klon war, die MoH-Serie ist nämlich älter als die CoD-Reihe aber es stimmt schon, MoH wurde nach und nach kaputt gemacht weil es die Eigenständigkeit aufgab um so zu sein wie CoD…

  16. „auch counter strike wäre ohne die verbotsdebatte wohl nicht so erfolgreich(zumindest in österreich,deutschland,schweiz)“

    In Österreich gab es keine Verbotsdebatte, demnach müsste das Spiel hierzulande weniger beliebt sein… ^^

  17. in österreich war es eher eine negative berichterstattung wo counter strike oft genannt wurde da die parteien bis auf die fpö nicht von verboten sprachen wenn die krone zeitung aber eine kampange gegen „killerspiele“ gestartet hätte wären sie schon längst verboten in österreich findet jährlich übrigens die von der stadt wien gesponsorte gamecity statt wo auch spiele ab 16 bzw. 18 gespielt werden können daher denke ich nicht das auch mit einberechnung der krone zeitung ein verbot überhaupt durchsetzen könnte

  18. Die hohe Politik scheint nur Counterstrike zu kennen. Wenn überhaupt Gamer in den Massenmedien vorkommen, dann sind es immer nur E-Sportler und ich finde nicht dass die repräsentativ für unser Hobby stehen.

  19. @halo4
    Ich denke es fehlen hierzulande vor allem die institutionellen Voraussetzungen dafür. Es gibt keinen Index, keine Tradition eines Gewaltdarstellungsverbotes im Strafrecht. Insofern wären weitergehende Medienverbote auch mit (hohen) Kosten verbunden: es müsste dazu erst eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden die das heutige Ministerium das etwa Kinofilme freigibt auch entlastet. Dass man etwa einfach sagt „alle PEGI-18-Sachen vom Markt nehmen“ ginge wohl schon allein deshalb schlecht, weil viele inkriminierte Spiele von der PEGI niedriger eingestuft werden.
    Dass in Österreich grundsätzlich anders über Computerspiele gedacht wird glaub ich nicht: vielleicht höchstens im Umfeld einer Medienpädagogik, wenn da die BUPP als doch dezidiertes Gegenmodell zur BPjM geschaffen wurde („Gutes“ auszeichnen anstatt „Schlechtes“ verbieten) und Verbotsbefürworter oder zumindest Befürworter eines restriktiven Umgangs mit Medien wie Helmut Lukesch http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Lukesch heute intensiv in Deutschland arbeiten. Ansonsten gibt es ja auch enge Verbindungen in Politik, Journalismus und Wissenschaft: man braucht sich ja nur die „ExpertInnen“ anschauen welche im Österreichischen Rundfunk zu den verschiedensten Themenkreisen so befragt werden. Mangels Personal anscheinend stammen die meisten davon aus Deutschland – nicht bloß meiner Wahrnehmung nach. Nach dem Inzestfall von Amstetten oder dem Auftauchen von Natascha Kampusch, weiß nicht mehr so genau, wurde beim Standard auch Christian Pfeiffer dazu befragt.
    Das was jeweilig alles für „gut“ respektive „schlecht“ gehalten wird ist doch ähnlich – in Deutschland wie in Österreich.
    Ich stimme jedoch zu: hätte die Krone mal kampagnisiert sehe die Situation wahrscheinlich anders aus. Andererseits ist mir auch keine sich über etwas empörende Moral-Kampagne der Kronen Zeitung so bekannt, bei der es nicht gegen eine vermeintliche politische Linke und deren Kunstverständnis ging. Hermann Nitsch ist vom Habitus her zwar wohl eher konservativ, aber in den Augen der Krone wohl eher nicht (gewesen). Und wie Bernhard dabei unter die Idee einer „Nestbeschmutzung“ gefallen – denn darum gehts der Kronen Zeitung wohl immer, wenn man sich schon mal empört (moralisch).
    Games tun das ja nicht – deren kommerzieller Charakter sind im Gegenteil eher noch Anderen oft ein Dorn im Auge, siehe auch wie sich die Gegnerschaft in Deutschland und der Schweiz so aufstellt, in einem Perfect Storm aus Konservativen und Linken nämlich.

  20. @Pyri

    Was besonders stört ist dass Leute die ganz klar gegen Videospiele positioniert sind, in den Medien immer als unabhängige Experten dargestellt werden.

  21. In Österreich interessiert sich kein Schwein für das Thema „Killerspiele“, würde ich sagen. Wir haben anderen Sorgen, z.B. den Tanzpartner von „Ich definiere mich ausschließlich über meine Sexualität“-Alfons Haider bei Dancing Stars oder den Besuch von Berlusconi-Ruby beim Opernball… ^^

  22. @halo4
    An dem zeitpunkt an dem die medien und politiker auf das thema „counter strike“ aufgesprungen sind war das game schon durchaus bekannt und beliebt, nicht nur unter gamern sondern unter jugendlichen und jungen menschen allgemein.

    Ansonsten wären die medien/politiker ja garnicht erst auf das thema gekommen, die sind in der regel nämlich nicht sehr gut darin trends zu sehen sondern springen meist sehr spät auf trends auf :P

    Sicher hat die berichterstattung einen kleinen popularitätsschub gebeben, aber ich bezweifle das der wirklich nötig oder merkbar war.

    Die einzig „neuen“ leute die diese berichterstattung angesprochen hat waren doch die üblichen gutmenschen, rentner und ähnlich naives zeugs bei denen wurde dadurch aber nicht wirklich die beliebtheit von CS gesteigert ;)

    Von daher glaube ich nicht das hier der übliche „oh die sagen das ist böse, das muss ich spielen!“ effekt eingetreten ist, denn die meisten jugendlichen haben CS an dem punkt schon längst gespielt oder mindestens gesehen gehabt.

  23. @Das glaub ich auch.
    CS gabs ja schon zum Amoklauf von Bad Reichenhall
    Ich erinnere mich noch gut an Mitte der 1990er – da wurde sich im österreichischen Rundfunk schon mächtig über Duke Nukem 3D empört, vor allem über die sich in Geldscheine auflösenden beziehungsweise darin verschwindenden Stripperinnen.

  24. @Pyri
    Das mit Duke Nukem 3D war hier auch so, ich sage nur FOCUS. Die hatten 2000 auch ein Special über Arcadehallen und Konsolengames wo sie sich dann über Games wie House of the Dead negativ ausgelassen hatten aber Tomb Raider (Auch wenn es Kritik gab wegen dem Tiere abknallen) und Shenmue wurden Großteils von denen gelobt, bis auf eine Kleinigkeit siehe Klammer.

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