BPjM vor 20 Jahren

(via SB.com, spon) Unter dem Titel “Vor 20 Jahren: Die Arbeit der Bundesprüfstelle” zeigt SPON ein interessantes Video über die damalige “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften”. Welche Probleme ein Spiel bei der Indizierung bereiten kann und auf welch unkonventionelle Art diese gelöst werden können, zeigt Frau Elke Monssen-Engberding, die vor kurzum erst ihr 20-jahriges Dienstjubiläum schaffte.

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16 Gedanken zu “BPjM vor 20 Jahren

  1. Aus heutiger Sicher sehr lustig, was damals alles verpönt war und womit die sich rumschlagen mussten. Klasse ist die Aussage “Sie mussten schließlich aufgeben, weil sie das Spiel nicht verstanden.”
    .
    Macht mich auch nachdenklich, was meine Nachfahren wohl von den Moralvorstellungen meiner Zeit halten.

  2. @Green Ninja
    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, für längere Spielzeiten bei Shootern zu sorgen – und am besten die Speicherfunktion zu streichen^^. Höchster Schwierigkeitsgrad: BPjM^^.

  3. @ Rey

    Wohl eher USK, schließlich spielen die die Spiele ein und zeigen sie dann der BPjM oder bin ich grad wieder auf dem Holzweg.

  4. das Video an sich ist ja auch ein schönes umgedrehtes Beispiel. Die Moralvorstellungen haben sich nicht nur abgeschwächt, sondern in anderen Bereichen auch verhärtet.
    Rauchende Angestellte vor laufender Kamera? Heutzutage bestimmt nicht mehr!

  5. Köstlich.
    Besonders schön fand ich auch wie der ehemalige Leiter nach seiner Dienstzeit nochmal in die Archive geht um in all den Bösen Medien zu stöbern, vor denen er die Jugend hatte schützen müssen :D

  6. Ich finde das ist ein ganz trauriges Sittenbild. Komisch oder gar lustig kann ich daran jedenfalls nicht viel finden

    Wenn ich daran denke, dass diese Leute zum Teil immer noch über das Schicksal der Werke internationaler Kreativer im Land bestimmen wird mir ganz anders.
    Und auch die Berichterstattung beim Spiegel scheint sich so keiner Verantwortung bewusst zu sein, sondern immer nur Anderer. “Jugendschutz” und so
    Die Gewalt des Staates gegen unliebsames Fremde herauf beschwörend. Kulturell sauber.
    Die Frauen Monssen-Engberding und Co. mögen ja alsbald was “verachtend” bei konsensual geschaffenen Inhalten finden – ich finde deren Arbeit die Werke Kreativer verachtend
    Und wie sie ihre Tätigkeit so noch mit ihrem Gewissen vereinbahren könnten liegt sowieso jenseits meiner Vorstellungskräfte.

    Mir wäre jedenfalls lieber diess Video wäre die Fiktion einer grauenhaften Dystopie. Leider ist es politische Realität: Gegenwart und Geschichte :-(

  7. Ich finds witzig, die meisten Spiele dieser Zeit hätten mich wohl auch überfordert.
    Und dann noch der kleine Monitor. ;-)
    Ich glaub auch nicht, dass das Schicksal von Epic Games von Frau Monssen-Engberding abhängt.
    Der Jugendschutz in Deutschland wird von Videospielern in den Staaten doch nur mit Belustigung wahrgenommen.

  8. Ich finde es nur furchtbar erschreckend zu sehen WAS für Leute entscheiden was für Millionen von Menschen geeignet sein soll und was nicht, die entscheiden was man sehen darf und was nicht, was man (frei) kaufen darf und was nicht.

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