SCOTUS kippt kalifornisches Jugendschutzgesetz

(rockpapershotgun) Kalifornien ist mit dem Versuch gescheitert ein Jugendschutzsystem zu etablieren, in dem untersagt werden kann bestimmte gewaltdarstellende Inhalte an Minderjährige weiterzugeben. Maßgeblich war hierbei die Frage, ob derartige Videospiele den Schutz der Meinungsfreiheit für sich beanspruchen können. Dies wurde vom Supreme Court mit zwei Erwägungen bejaht: Zum einen gäbe es keine Tradidtion Kinder vor gewaltdarstellenden Inhalten zu schützen – so seien diese beispielsweise bei Grimms Märchen durchaus üblich – und zum anderen sei ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Videospielen und schädlichen Effekten nicht bewiesen. Darüber hinaus sei die Begründung, warum allein interaktiven Medien eine darartige Gefahr anhaften soll, nicht überzeugend.

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89 Gedanken zu “SCOTUS kippt kalifornisches Jugendschutzgesetz

  1. Gefällt mir besonders:

    „This country has no tradition of specially restricting children’s access to depictions of violence. And California’s claim that “interactive” video games present special problems, in that the player participates in the violent action on screen and determines its outcome, is unpersuasive.

    Psychological studies purporting to show a connection between exposure to violent video games and harmful effects on children do not prove that such exposure causes minors to act aggressively. Any demonstrated effects are both small and indistinguishable from effects produced by other media. Since California has declined to restrict those other media, e.g., Saturday morning cartoons, its video-game regulation is wildly underinclusive, raising serious doubts about whether the State is pursuing the interest it invokes or is instead disfavoring a particular speaker or viewpoint.“

    Nur schade, dass es in Deutschland gar nicht den Beweis der Schädlichkeit für ein Verbot braucht, sondern dass die Vermutung ausreicht.

  2. „Nur schade, dass es in Deutschland gar nicht den Beweis der Schädlichkeit für ein Verbot braucht, sondern dass die Vermutung ausreicht.“
    nein um ein Verbot aufzuhebennicht zu erlassenusw muss ein 100% Beweis für die Unschädlichkeit erbracht werden… Da so ein Beweis nicht erbracht werden kann wird halt mal einfach Verboten. (Irgendwie sieht man sowas bei uns öfters…)

    Ansonsten sehrschön auch wenn es uU für unsere Gegner wieder futter gibt… Amis und Militär usw…
    .
    Happy Coding.

  3. Überheblich? Wieso? Ist ja kein gamestar.de-exklusives Phänomen; die Demonstration menschlicher Abgründe manifestiert sich ja überall, wo unkontrolliert und anonym Massen kommunizieren. Ingoranz und fehlendes Reflexionsvermögen fallen nur da, wo prinzipiell Betroffene miteinander kommunizieren, besonders auf. Bei der Seite muss man ja dazu sagen, dass sie relativ stark frequentiert wird, da fällt shcon rein statistisch mehr Unfug ab, als anderorts. ^^

  4. Immerhin hat selbst einer der Richter gesagt, dass es seiner Auffassung nach möglich sein müsste zu verhindern, auch von der Meinungsfreiheit geschützte Inhalte an Kinder weiterzugeben, wenn diese für die nicht geeignet sind. Ich denke nicht, dass Jugendschutz falsch sein muss – ich bin nur erfreut, dass es hinsichtlich der Forschung so klare Worte gab.

  5. Ich glaube, gegen ein minimal-invasives, subsidiäres System hat auch in den USA kaum jemand etwas… das hat man mit den rein empfehlenden Altersklassifikationen, wie es das ESRB bietet, aber schon realisiert – wobei das ja gar nicht so unproblematisch ist, wenn man an die Konsequenzen einer „AO“-Klassifizierung denkt (aber das ist ein anderes Thema. Warum man Jugendmedienschutz immer mit staatlicher Bewahrpädagogik gleichsetzen, resp. darin den Heiligen Gral sehen muss, erschließt sich mir nicht.

  6. @Vicarocha
    Das wollte ich eigentlich nicht zum Ausdruck bringen mit diesem Hinweis: mag ja schon sein, dass das mit der Frequentierung zusammen mit einer gewissen kommerziellen Ausrichtung dort auch noch hinzu kommt – ähnlich wie bei SB.com, doch denke ich wird das auch redaktionell gesteuert. Allein durch die Auswahl von News und Artikeln die etwa aus dem Print (wie) lanciert werden kann eine Einstellung zu gewissen Themen in einem üblichen (häufigen) Publikum ja auch manipuliert werden – und entsprechend fällt dann der (dazugehörige) Applaus aus: die beigefügte Reportage stellte das Gesetz so auch nicht allein als eine Form von Äquivalent zu der mittlerweile so verbindlichen Gesetzgebung in Deutschland dar.
    Ganz nach dem Motto: damit sollen die Amis jetzt halt auch einen „ordentlichen“ Jugendschutz wie „wir“ bekommen – in dieser Reportage wurde das noch durch Kreative von Obsidian personell verstärkt. Eine „andere Kultur“ in Hinblick auf Gewaltdarstellungen, diese „Gewalt“ als Gewalt über Vorstellungen im Fernsehen so vorgestellt, dass es mich bereits verdächtig an Postman erinnert hat…
    „Gewalt“ so aus meiner Sicht auch im Sinne einer Abgrenzung zwischen „Gewalthaltigem“ und „Gewaltverherrlichenden“ als legitimen (fiktionalen) Ausdruck in Frage gestellt.

  7. „This country has no tradition of specially restricting children’s access to depictions of violence…“
    .
    Und woraus ergibt sich jetzt die Tradition, dass man für Sexualität eine Ausnahme schaffen muss?
    Ich seh schon die Argumentation: Wir habens halt mit der Gewalt, die USA mit Sex, die Briten mit Rauschmittel… und man legalisiert sich die Grundlage weiterer Restriktionen.

  8. @purchaser
    Ja, ich sehe die Videospiel-Welt in Hinblick auf sexuelle Darstellungen oder auch Nacktheit (auch) ganz übel amerikanisiert.
    Man sehe sich zum Beispiel „Mass Effect 2“ an und vergleiche das mit „The Witcher 2“
    Die Nacktheit(en) im letztgenannten Titel werden in Amerika auch immer aufgebauscht, das ist absurder Weise andauernd Thema wenn es um „The Witcher 2“ zum Beispiel geht. Von einem Trailer gibt es sogar eine nackte und eine angezogene Variante. Da ich fast ausschließlich eine US-Berichterstattung verfolge geht mir das auch schon ziemlich auf die Nerven – oft kommt das aber so eben auch nicht vor, da es leider nicht allzu viele große europäische Spiele gibt. Ubi Soft als Publisher ist mittlerweile ja kaum mehr als europäisch zu betrachten, alles orientiert sich an den ESRB-Vorgaben.
    Man stelle sich vor die MPAA würde im Filmbereich so dominierend sein – das Gros der europäischen Filmlandschaft würde zunichte gemacht werden. Viele die vor allem Hollywood-Erzeugnisse sich ansehen scheinen mir gar nicht zu wissen wieviele Kennzeichen da für europäische Filme agelehnt werden – was am Heimvideo-Markt dank „unrated“ noch eher unproblematisch ist, sieht im Kino da ganz anders aus. Viele europäische Filme hatten so nie recht eine Chance am US-amerikanischen Markt.

    Zwar gibt es gerade auch in US-Spielen Nacktheit, aber dann immer als Sensation. Sensationalisiert.
    Bloß als etwas Natürliches und Selbstverständliches kommen diese Darstellungen da nicht rüber.
    Da bin ich schon froh Europäer zu sein und so auch über europäische Spiele, wenigstens ein paar, verfügen zu dürfen… Zweifellos.

  9. In so einem Moment wünscht man sich Amerikaner zu sein, können wir nicht diese Kaste an doktortitelerschleichenden kurzsichtigagierenden populismussüchten Volksverdreher in Berlin nicht absetzten, das Grundgesetz als ungültig erklären und uns den Vereinigten Staaten von Amerika anschließen? Greater Beerland als 51ste State of the Union? Ich meine die Amerikaner bekommen dank Obama jetzt auch ein Sozialsystem, und Schröder hat ja unseres quasi halb abgeschafft (Hartz4). Deutschland gibt ja nicht einmal so lange, ich meine diese Kombination aus Soldaten (Preußen) und Verrücken (Bayern) hat schon genug Zerstörung angerichtet (1. WK, 2. WK, Holocaust, Alice Schwarzer, Nena, BPJS, Dieter Bohlen). Die Griechen, den Euro und EU wären wir auch los. Man kann sich völlig ungestraft über die Franzosen wieder lustig machen. Die Amerikaner würden auch nicht abgeneigt sein, der Exportdefizit wird weniger und sie bekommen erstklassiges Bier und eine tolle Industrie.

    Just thinking ….

  10. ach, an den amerikanern kann man sich in der hinsicht ja auch kein beispiel nehmen. da gibt es ja schließlich auch schusswaffen für jedermann. (würde ich sagen, wenn…)

  11. @Green Ninja: Anscheinend leider nein und genau dass ist das Problem.
    Keiner befasst sich wirklich mit dem Thema und keiner Versteht die Zusammenhänge.
    (Bis auf ein zwei Kommentare kann man die „GS Klientel“ echt vergessen. Wenn ich sowas lese wird mir schlecht…)

    Habe jetzt alle durch und muss sagen, dass die nicht übers Thema posten könnenwollen. Abgesehen davon, dass sie die feinen Unterschiede zwischen Einstufung und Verpflichtung nicht begreifen.

    Dieses Problem müssten wir mal beheben uU auch mit Hilfe vom VDVCEA Sports usw…
    Damit die Leute die Unterschiede verstehen können und wieso wir so dagegen sind.
    Aber wie sollte sowas aufbereitet sein? Video? Bild? … ka

    Happy Coding.

  12. Man kann über die Amerikaner sagen was man will aber bei manchen Dingen sind die wohl klüger und sachlicher als wir Deutschen es sind, die setzen wenigstens noch auf Dinge wie Eigenverantwortung und Meinungsfreiheit (Außer es geht um Erotik, da sind die fast so schlimm wie wir in allen anderen Bereichen was Medien angeht) und sehen das man Erwachsenen nicht etwas verbieten darf und das dann mit Jugendschutz abgetan wird, hier soll der Staat uns alle schützen ob das nun jedem gefällt oder nicht.

  13. @frontal21
    Aus meiner Sicht ja eigentlich nichts ;-) Das ist eine ebenso übliche wie wie ich finde ungute Verkürzung amerikanischer Verhältnisse im Deutschen. Es geht bei „freedom of speech“, also Redefreiheit, hier um „freedom of expression“, also Ausdrucksmittel. Es geht nicht um „opinion“
    „Protected speech“ ist so auch eher geschützter Ausdruck als geschützte Meinung.
    Diese Rede von „Meinungsfreiheit“ wird meiner Ansicht nach dann auch noch häufig negativ verwendet, so eben dass man die Gewalt der Spiele „meint“, sie demnach schon haben wolle, etc. Also nicht die Gewaltdarstellung die irgendwie gemeint sein kann.

    Dazu glaubt man auch immer, dass „die Amerikaner“ in Amerika alles mögliche gelten lassen würden an Hassreden – ja, an Ideologie schon – doch dann soll man besser mal schauen wenn irgendsoeine militia group wieder ein Waffendebot angesammelt hat, wie schnell da das FBI etwa zur Stelle ist…

  14. Hm, wir sollten nicht über die User Gamestar-Community meckern, wenn hier genauso bescheuerte Vorurteile gewälzt werden.
    In einem Land in dem man immer noch mit 280 über die Autobahn brettern darf obwohl alle zivilisierten Völker inzwischen Tempolimits haben sollte man nicht über die Eigenarten anderer Kulturen ablästern, oder ? ;-)

    Wer seinen oberflächlichen Antiamerkanismus vertiefen möchte, hier kann er damit anfangen:
    http://usaerklaert.wordpress.com/die-funf-wichtigsten-und-hoffentlich-besten-eintrage/

    Ansonsten ist das Urteil für die Gamer in den USA natürlich ein Sieg, der Zensurbestrebungen auf der Ebene der Gemeinden, Landkreise und Bundesstaaten unterbindet.

    Aber für uns in Deutschland wird sich dadurch nichts ändern.
    Diejenigen welche ihren Kampf gegen Killerspiele bislang mit rassistischen, antiamerikanischen Vorurteilen untermauert haben werden dieses Urteil nur als Bestätigung sehen das die Amis so korrupt sind wie sie immer gesagt haben.

    Wer dennoch feiern will, aus gegeben Anlass, und zum Mitsingen ;-) :
    http://www.youtube.com/watch?v=PK7xF1RGCQY&feature=related

    http://de.wikipedia.org/wiki/The_Star-Spangled_Banner

  15. Spiele ab 18 sollten auch nur an 18 Jährige + verkauft werden, oh Mann…
    Ein Dead Space gehört einfach nicht in Kinderhände. Man sollte schon zwischen einem Rotkäppchen und Gears of War differenzieren.

  16. @Trekkie:
    Genau davon haben wir es doch grade. Kinder dürfen in Amerika immer noch keine Erwachsenen-Spiele kaufen. Für sowas gibt es die ESRB. Das ist ein Wertungssystem ähnlich der USK und alle Händler und Vertreter der Industrie halten sich FREIWLLIG daran. Es ist nur nicht gesetzlich verankert.

  17. wäre möglich wenn du so fragst. Ich hab drunter was verstanden (ich kenne deine Argumentation ja eigentlich etwas), und wollte darauf hinweisen, dass wenn meine Vorstellung deiner Implikationen richtig ist, das Mindestwahlalter genauso kritisch ist, denn auch das ist eine Grenze, die nicht jedem gerecht wird und dennoch jeden betrifft/einschränkt.

  18. Ich muss mich da nochmal wiederholen, denn so ganz kann ich das Urteil nicht begrüßen. Es ist zwar in Sachen § 131 recht hilfreich, zementiert aber gleichermaßen die Möglichkeit von Ausnahmen. Der Satz von Doktor Trask drückt das auch aus:
    „Außer es geht um Erotik, da sind die fast so schlimm wie wir in allen anderen Bereichen was Medien angeht…“
    Damit hilft uns das Urteil nicht viel. Sie werden uns immer vorhalten, dass auch die USA Ausnahmen zulassen und dann kommt die Gebetsmühle von der historischen Verantwortung, in der wir Deutschen stehen. Was sie dann aber auch nicht davon abhält, ganz Europa in diese deutsche Verantwortung einzubinden.
    Das ist ein sehr erfreuliches Urteil, das ist aber nicht der Sieg. Bei einer so globalen Angelegenheit wie Videospiele, müsste auch die Bewertung auf lokale Befindlichkeiten verzichten. Entweder es ist Kunst überall oder gar nicht. Solange wir uns nicht an den verpixelten nackten Brüsten in den USA stören, solange stört sich keiner an unserem grünen Blut.

  19. Das mit Eigenverantwortung ist so eine Sache. Freut mich sehr, dass man das man wieder herausstellt – und das Urteil ist höchstens in seiner Deutlichkeit überraschend.
    Aber die Republikaner sind inzwischen soweit nach rechts gerutscht, dass dieses Prinzip in anderen Bereichen nicht mehr gilt. Es gibt im Moment wortwörtlich hunderte Vorschläge und einige Dutzend tatsächliche Gesetze um „Roe vs Wade“ rückgängig zu machen – das Meilenstein Urteil bezüglich Abtreibung. Einige Staaten sind soweit, dass Abtreibung schon fast wieder de facto illegal ist. Man erlässt, vorsätzlich, Richtlinien die nicht erfüllbar sind. Man verbietet Ausnahmeregelungen für Vergewaltigungen oder medizinische Komplikationen. In mehreren Staaten will man „Planned Parenthood“ die Finanzierung entziehen – wobei nur 3% der Dienste überhaupt Abtreibungen sind und diese sowie nicht vom Staat finanziert werden (Hyde Amendment). Der Rest sind Dinge wie Beratung, STD Screenings und Krebsvorsorge(!). Für ärmere Frauen ist PP z.T. der einzige Versorger. Wie steht also da mit der Verantwortung der Frauen über ihren eigenen Körper?

    Dieses Denken setzt sich in anderen Bereichen wie Immigration und sexuelle Gleichberechting fort wo es ähnlich restriktive Versuche gibt. Die Republikaner sind generell solange für die Rechte der Bürger und der Bundesstaaten wie es ihnen Zielen entspricht. Aber es ist ausschließlich eine Partei der Reichen und der Konzerne (SCOTUS hat sich da mit dem „Citizens United“ Urteil auch blamiert). Wenn man männlich, weiß, christlich und heterosexuell ist kann man damit leben. Ansonsten sollte man aufpassen.

  20. „… und jetzt stellen wir einfach mal fest, dass Altersfreigaben willkürlich sind. Denk mal drüber nach.“

    Sowie jedes Gesetz, das einem nicht passt. ;-)
    Die Altersfreigaben für Alkohol, Spiele, Autofahren usw. sind übrigens nicht willkürlich, sondern demokratisch legitimiert. Nur weil Gerhard Schröder Counterstrike auf dem Index haben wollte, musste die BjPM nicht gleich springen. Und auch bei der USK arbeiten genug fähige Mitarbeiter, die Altersfreigaben nicht willkürlich auswürfeln.

  21. @Darkfire

    Dann erkläre mir bitte logisch, wieso ‚Dead Space 2‘ eine USK-Freigabe erhielt und ‚Gears of War 2‘ nicht oder wieso ‚No More Heroes: Heroes‘ Paradise‘ eine Freigabe erhielt und ‚Afro Samurai‘ nicht. Und warum sind ‚Metal Gear Solid‘ und ‚Alone in the Dark: The New Nightmare‘ noch gleich ab 12 Jahren (!) freigegeben (was die weltweit niedrigste Freigabe beider Spiele darstellt)? Und inwieweit sind ‚Def Jam: Rapstar‘ und ‚SingStar: Die Toten Hosen‘ ab 0 Jahren geeignet (Hinweis: Google mal ein paar Songtexten aus beiden Spielen)?

    Spar‘ dir die Antwort: Es ist nicht logisch erklärbar. Zum einen, weil es keine öffentlichen Sitzungsprotokolle gibt, also niemand weiß, warum so entschieden wurde, zum anderenn, weil nicht nach festen Kriterien gewertet wird (Wie explizit ist die Gewalt? Gibt es Drogenkonsum, Sex, Glücksspiel, …?), sondern das „Gesamtbild“ beurteilt wird. Da jedoch jeder Mensch das „Gesamtbild“ anders empfindet (der eine sieht in ‚Command & Conquer‘ ein Strategiespiel wie Schach, der andere die manifestierte Kriegsverherrlichung), ist eine Objektivierbarkeit unmöglich, weshalb es auf den jeweiligen Prüfer ankommt. Das sind natürlich nicht alle Kritikpunkte an der USK, sollte jedoch genug sein, um dir zu denken zu geben.

  22. @Darkfire
    „Und auch bei der USK arbeiten genug fähige Mitarbeiter, die Altersfreigaben nicht willkürlich auswürfeln.“

    mMn werden die Altersfreigaben dort nich willkürlich ausgewürfelt, sondern ganz einfach willkürlich bestimmt.
    Die jenigen die das entscheiden haben ja meist nicht eine Sekunde lang das Spiel selbst gespielt. Es wird ihnen nur vorgeführt und der Vorführer wird dann während der eigentlichen Entscheidung hinausgeschickt bzw nicht gebraucht.
    Da geht es nur darum ob den Prüfern ein Inhalt passt oder nicht.
    Wie kann es sonst sein das Spiele die Zombies enthalten immer mindestens auf Liste A indiziert werden, solange sie nicht total verstümmelt werden und dagegen so manches Hack&Slay das in der Antike oder im Mittelalter angesiedelt ist schon mal mit ner 16er Freigabe durchkommt. z.B. Assassins Creed, God of War, Oblivion, usw…
    Vicarocha hatte da mal ein sehr gutes Beispiel. Ich denke es war „Shadow of Rome“. Abtrennbare Körperteile, Ragdoll, Literweise Blut, Finishing Moves, ungeschnitten ab 18 und dann nahm sich das Spiel selbst noch relativ ernst.
    Die Geschichte aber mit Bulletstorm kennt glaub ich jeder. Oder Quake 4 damals, als wichtige Teile der Handlung herausgeschnitten werden mussten und der Multiplayer inkompatibel mit der Internationalen Version war. Ähnlich bei Dead Space 2. Es scheint das Science Fiction + menschenähnliche Wesen (wie auch immer) ebenfalls nicht gern bei den Herren und Damen der USK gesehen werden.



    Ich kann mir gut vorstellen das die Personen um den Kölner Aufruf herum denken jetzt den Beweis zu haben wie mächtig ihr militärisch-industriell medialen Komplex denn ist, wenn dieser sogar die Macht hat den Supreme Court der Vereinigten Staaten zu lenken.

  23. … woher wußte ich nur, dass so etwas kommen würde? *seufz*

    @ Mars:
    Mir ging es jetzt weniger um das Klassifikationsspektrum, resp. Altershöchstgrenzen, sondern eher um das konkrete Klassifikationsprozedere Spiele betreffend. Eigentlich ging mein Kommentar an Trekkie auch eher in die Richtung Kritik einer latenten Autoritätshörigkeit, resp. Anstoß zur Selbstreflexion…
    Aber ich frage mich ohnehin, wieso man immer von eklatanten Problemen ablenken will, indem man auf ähnliche Defizite in anderen Bereichen hinweist… womit wir bei Darkfire wären:

    Über die demokratische Legitimation, resp. die repräsentative Qualität von Entscheidungen pluraler (q.e.d), paritätischer Gremien können wir woanders dikstutieren … dabei wäre es aber ohnehin zuerst nötig, Entscheidungen dieser Gremien aufgrund ihrer „demokratischen Legitimation“ nicht als Widerspruch zu Willlkürakten zu realisieren. Aber da dürfte ja schon der erste Stolperstein zu finden sein, wenn man meint, es gäbe tatsächlich soetwas wie eine Expertise bei der Klassifikation von Medieninhalten, die über die Kenntnisse eines formalen Prozederes hinausgehend Altersfreigaben objektivieren könnten, o.ä..

  24. @Stefan
    Danke für diese Ausführungen.
    @purchaser
    Aus meiner Sicht will man sich mit einer historischen Verantwortung dabei gar nicht befassen. Das sind alles Oberflächlichkeiten welche bloß vorgeschoben werden – im Gegenteil: würde man Begriffe einmal überprüfen käme man tatsächlich eher auf diverse Verlängerungen. Vorgeben gegen „Gewalt“ allein zu sein reicht für mich jedenfalls nicht –
    Ein Mindestmaß wäre einmal sich wenigstens anzuschauen wie eine heute so abgeurteilte populäre Kultur dereinst ausgesehen hat.
    Zudem ist es praktisch eine reine Verfolgung von Massenkultur. Das zeigt sich besonders beim Buchhandel im sexuellen Bereich. Da geht es gar nicht mehr um das Renomee eines Verlages, sondern einfach nur mehr um die Form „Bildband für 20 bis 50 Euro“ und schon ist man das Jugendschutzgesetz scheinbar los. Zumindest vorerst. In den letzten Jahren haben sich mit der Formel unzählige Veröffentlichungen breit gemacht. Amazon.de verkauft so mittlerweile etwa viel „Pornografie“. Vielleicht kommt mal eine Indizierungswelle diesbezüglich, aber von einem Automatismus betroffen ist diesbezüglich, in diesem „Art“-Bereich, dem Vernehmen nach schonmal nichts.
    Im Video-Bereich ist es teilweise ähnlich: die BPjM indiziert praktisch nur Werke von den Genre-Labels. Die Filmgalerie 451 bleibt zum Beispiel verschont.

  25. @Vic:
    „Aber ich frage mich ohnehin, wieso man immer von eklatanten Problemen ablenken will, indem man auf ähnliche Defizite in anderen Bereichen hinweist:“
    Ganz einfach: um die Dinge in Perspektive zu rücken. Vielleicht bist du so reflektiert dass bei dir das nicht nötig ist, und mir ist schon klar dass ich mich hier in ein Lobbyisten Wespennest setze, aber bei der Schärfe, mit der hier gegen manche Dinge die Games betreffen geschossen wird glaube ich nicht dass den Leuten hier wirklich klar ist wie weit diese Dinge, die ja so furchtbar sind und deren Vertreter ja so doof und unmöglich sind, eigentlich verbreitet und in anderen Bereichen auch durchaus sinnvoll sind. Insofern will ich die Dinge nicht unbedingt legitimieren, aber die Kritik in den Zusammenhang bringen. Vielleicht wäre das bei dir nicht nötig, aber sei es nur um derer Willen, die hier vielleicht mal tatsächlich mit Gamern diskutieren wollen ist es imho nicht schlecht ab und zu darauf hinzuweisen dass hier im Forum der Horizont nicht am Bildschirm endet. Egal ob dieses Bild jetzt zutrifft oder nicht, es geht um den Eindruck den ein Außenstehender haben könnte/wird.

  26. @LiquidSnakE
    Im neuen „No More Heroes“ hat man sicher mehr Abstraktion gesehen, sowie eine größere Nähe zu etablierten Vorstellungen von dessen was noch akzeptabel wäre. „Afro Samurai“ ist näher an üblicherweise schon problematisierten Genre, dem „Gewalt-Comic“.
    „Dead Space 2“ ist weniger nah an den realen Lebenswelten von Jugendlichen als „Gears of War 2“ – „Gears of War 2“ hat zudem einen militärischen Einschlag welcher an die Gegenwart erinnern mag – dabei heißt es ja schon: http://www.usk.de/pruefverfahren/alterskennzeichen/freigegeben-ab-18-jahren-gemaess-14-juschg/
    ‚Die Kennzeichnung „Keine Jugendfreigabe“ schließt jedoch aus, dass Spielinhalte Gewalttaten in der Alltagswirklichkeit legitimieren und Parallelen zur Realität nahelegen;‘
    Aber sicher alles sehr gute Beispiele. Stimmig.

  27. So wie man die Qualität von Büchern, Filmen und Musik nicht mit Zahlen bewerten kann, kann man auch nicht objektiv bewerten, ab wann jemand für ein bestimmtes Buch oder Spiel geeignet ist.
    Nichtsdestotrotz sind Altersfreigaben wichtig, damit Kinder nicht ohne fremde Hilfe an Medien geraten, die nicht für ihr Alter geeignet sind.

    Das Problem in Deutschland ist vor allem, dass nicht automatisch alles was nicht für Kinder und Jugendliche geeignet ist, eine Ab 18 Plakette bekommt, weil es dann nicht mehr indiziert werden kann.
    Solange es die Indizierung in Deutschland gibt, wird sich an der Praxis nix ändern.
    Immerhin haben die Publisher jetzt mehr Sicherheit als früher, dass ihr Produkt nicht indiziert wird.

  28. Warum sollten Dinge mit Gewaltinhalten nicht für Kinder geeignet sein? Wer macht fest, was für Kibnder geeignet ist und was nicht? Dass ist alles schwachsinn. Es kommt immer auf den Menschen an! Es gibt Kinder die Deadd space zocken könnten, genauso gibt viele Kinder, dies nicht können! Es gibt auch erwachsene dies nicht können!

  29. @Mars
    Da hast du dir aber ein schlechtes Beispiel ausgesucht.
    Die Wahlfähigkeit mit 18 ist eher historischer Natur, sehr viel mehr nicht. Es gibt des öfteren Diskussionen das zu ändern, und in einigen Bundesländern hat man das ganze auch schon auf „Wahl ab 16“ abgesenkt. Es kommen auch immer wieder Diskussionsansätze auf, die das Wahlrecht für alle ohne Rücksicht auf das Alter fordern, da eben auch U16 in diesem Land nicht vom Wirken der Politik ausgenommen sind.

    Da hättest du bessere Beispiele anbringen können, wie zum Beispiel Schnaps, Tabak, Führerschein, volle Geschäftsfähigkeit.
    Nun, warum gibt es dort diese Regularien. Nun, Bei Schnaps und Tabak WISSEN wir eindeutig um die Wirkung, nämlich dass sie bei unverhältnismäßigem Konsum zu schäden führen und durchaus auch lethal wirken. Alkohol killt da sogar früher als der Tabak.
    PKW’s sind als gefährliche Maschinen klassifiziert, die man nicht so ohne weiteres bedienen kann. 4000 Tote jährlich sprechen da eine deutliche Sprache (wenigstens ist die Tendenz fallend, was aber auf den technischen Fortrschritt zurückzuführen ist). Daher braucht man ein Minimum an „Reife“ und „Lebenserfahrung“, um überhaupt zum Führen einer solchen Maschine zugelassen zu werden.
    Bei der vollen Geschäftsfähigkeit soll verhindert werden, das Leute aufgrund von „jugendlichem Leichtsinn“ ruiniert werden.

    Ich kann also klar und nachvollziehbar begründen, warum es diese Altersgrenzen gibt.
    Bei Medien sieht das ganz anders aus.
    Hier werden schlichtweg Vermutungen vorangestellt, die seltsamerweise niemand klar belegen konnte (im Gegensatz zu den oben genannten Beispielen, da kann ich einwandfrei nachweisen wo das Problem lag. Leberzirrose bekommt man nicht durch die „schlechte Gesellschaft“, sondern durch den Alk).
    Es gibt keine Fallbeispiele, in denen man Problematiken aufgrund von „Medien“ ausmachen konnte.
    Nein, auch WoW fällt nicht darunter, da die „Vereinsamung“ immer Ursachen hat, die mit WoW nichts zu tun haben.
    Der einzige Grund, warum es Medienaltersklassifizierungen gibt ist die Glaubensgrundlage „das ist nichts für Kinder“.Wobei die Kinder auch schon 17 sein können, die seltsamerweise aber auf der anderen Seite durchaus in der Lage sein sollen bewusst Kriminalität zu begehen und dafür in den Bau zu wandern.
    Du musst da schon differenzieren. Nur weil zwei Themen Berührungspunkte haben, heißt das nicht automatisch, dass diese Themen gleich(wertig) sind.

  30. @SwA: sorry, das ist so nicht richtig.
    1. Mein Beispiel bezog sich einfach nur darauf dass es überall Regeln gibt die nicht unbedingt 100% stichhaltig logisch begründbar sind und trotzdem pauschal gelten (wie willst du begründen warum man mit 17 noch nicht wählen sollte mit 18 schon?)
    2. Auch dein Alkohol-Beispiel zieht nicht. Alkohol ist für alle schädlich. Eigentlich gibt es keinen Grund Alkohol für Erwachsene zu erlauben. Ebenso bei Tabak etc. Hier sind die Auswirkungen auf Kinder meines Wissens nach genauso tödlich wie bei Erwachsenen. Insofern sind auch hier die Altersgrenzen genauso willkürlich wie die bei Medien.
    „Nein, auch WoW fällt nicht darunter, da die “Vereinsamung” immer Ursachen hat, die mit WoW nichts zu tun haben.“ Für die Hypothese hätte ich gerne mal einen Beleg.
    Das trifft sich auf viele zu, aber so pauschal „immer“ hier zu sagen ist so gut oder schlecht wie die Argumente der Gegenseite.

  31. Locust: „Solange es die Indizierung in Deutschland gibt, wird sich an der Praxis nix ändern.“
    Er hats verstanden worauf wir hinaus wollen ^^ (Kennst du unsere Petition?)
    .
    Ansonsten muss ich immer wieder runterbeten, dass es Jahrelang ohne verpflichtende Altersfeigaben geklappt hat wieso sollte plötzlich sich dies ändern? In Deutschland wurde auch von einen zum anderen Tag beschlossen, dass die Freigaben verpflichtend sind. In den USA hat man sich jetzt dagegen entschieden.

    PS Thema: „Erziehungsprivileg“ Es ist eine verdammte Pflicht! Kein Privileg! Die Eltern haben sich weltweit darum zu kümmern was ihre Kinder am PC Spielen oder wo hin sie surfen. Der Staat sollte sich nicht nur heraushalten sondern den Eltern dies absichtlich überlassen! Eine „Hilfestellung“über die Einstufungen hinaus schadet nur der Erziehung und des ganzen Erziehungswesen über mehere Generationen. Eltern schieben gerne vor, dass es die Altersfreigaben aus guten grund gibt, aber in Wahrheit wollen sie sich nur nicht die Mühe machen mit ihren Kindern zu reden und nachzusehen was sie denn so machen.

    Happy Coding.

  32. @The_Real_Black
    Das stimmt, meine Eltern konnten immer nur über Games motzen haben sie sich aber kaum mal selbst angesehen. Mein Vater fand zbsp. CS Bitterböse aber US Navy Seals (den MP) ganz in Ordnung obwohl es im Grunde das gleiche ist, ansonsten wurde nachgeplappert was die Medien erzählen und der PC vor allen in meiner Jugend gerne als Ersatz für gemeinsame Zeit, Erziehung und Liebe genutzt, ich war beschäftigt und sie hatten ihre Ruhe.

  33. einerseits finde ich dieses urteil okay, andererseits wäre es auch in ordnung, wenn kinder nicht an titel für erwachsene kommen würden.
    es wird aber auch nie eine optimale lösung für alle geben, denn es gibt immer leute die was zu meckern haben.

  34. Die freiwillige Kontrolle funktioniert in den USA ganz gut. Wahrscheinlich besser als in Deutschland als die Altersfreigaben nicht verbindlich waren Das haben Testkäufe dort gezeigt. Es mag sicherlich eine Grauzone geben wenn Jugendliche 15 oder 16 sind und älter aussehen, aber die Behauptungen dass 8-jährige überall Spiele für Erwachsene kaufen können ist eine Übertreibung.

  35. Die Schutzalter-Bestimmungen bei Pornografie decken sich doch mit den dargestellten Handlungen. Diese gibt es ebenfalls in vielen Laendern, wenn auch nicht so reguliert wie in D. Mit dieser Gewalt ist es aber schon eher wie mit Kriminalitaet, anderen allgemein verbotenen Dingen. Hinzu kommt noch, dass in den USA Pornografie haeufig auch schneller gesehen wird als in Deutschland. Pornografie ist so bemerkenswerter Weise dort auch irgendwie freier, einfache Nacktheiten hingegen zusammen mit mancher Sprache deutlich weniger. Es wird da einfach kein so grosser Unterschied gesehen…

  36. Man sollte erwähnen, dass bei uns die mehrheit der Kinder über ihre Eltern an die „Killerspiele“ kommen ebenso wie in den USA … irgendwo stand sogar, dass die meisten Shops sowieso sich freiwillig an die Alterseinstufungen halten da sie sinst Klagen fürchten. Es geht in den USA ohne Zwang und Kinder kommen nicht an die Metzelspiele.

    Wenn sich Eltern auch um ihre Kinder vorm PC kümmern würden und nicht nur die Fußballkids, dann würde es alles sowieso kein Thema sein…
    .
    Happy Coding.

  37. Es geht auch um den oeffentlichen Raum. Sex wird dort ebenfalls groesstenteils untersagt. Mit Rauchen koennen Kinder so aber schon frueh konfrontiert werden. Wie also Tabak in Games verhindern?
    Das ist doch absurd. Es gibt auch die angeblich notwendige Nachrichtengewalt, sowie den Bildungsaspekt der dabei oft vergessen zu werden scheint: wie Jugendliche vor Details im Geschichtsunterricht schuetzen???

  38. „Man sollte erwähnen, dass bei uns die mehrheit der Kinder über ihre Eltern an die “Killerspiele” kommen ebenso wie in den USA…“
    .
    Das gesteht man in den USA den Eltern auch ein. In Deutschland lassen solche Eltern (O-Ton: „HartzIV-Empfänger, die ihr Geld versaufen und zu faul zum Arbeiten sind“) ihre Kinder verwahrlosen und müssen deshalb vom Staat ersetzt werden. Das tun sie aber nicht. Sie schätzen ihre Kinder halt anders ein, sie sind eben überzeugt, dass ihr vierzehnjähriger Bengel ein USK 18-Spiel spielen kann. Immerhin, das gleiche Spiel gibt es in Großbritannien als BBFC 15 – man kann die Gedanken der Eltern also nachvollziehen. Aber es wird hier drauflosgedroschen, als gäbe es nur RTLII-Fans in diesem Land.
    Eine Stelle in dieser Urteilsbegründung hat mir besonders gefallen. Da heißt es sinngemäß: Wenn wir den verkauf verbieten, handeln wir auch gegen den Willen von Eltern, die solch ein Verbot eben nicht wollen… Da haben wirklich noch Bürger eine Stimme. Es wird gar nicht gefragt, ob das Majoritäten oder Minoritäten sind – und das ist ein Lehrstück in Demokratie.

  39. Ich finde das Gerede mit den 6 bis 8 Jährigen ja immer toll die ja angeblich alle sofort und noch leichter als Erwachsene an Manhunt und co. kommen, dazu kann ich nur sagen das es Schwachsinn ist zu sowas als Argument für die Zensur in den Raum zu werfen, hier genauso wie in den USA wird sich kaum ein Laden finden lassen der derlei Spiele an so junge Kunden abgibt und wenn Eltern den Kindern solche Spiele überlassen dürfte da noch einiges anderes im Argen liegen als ein leichtfertiger Medienumgang.

  40. @Purchaser:
    „sie sind eben überzeugt, dass ihr vierzehnjähriger Bengel ein USK 18-Spiel spielen kann“
    Wäre nett, würde mich aber wundern wenn das mehr als ne Minderheit wäre.
    „Es wird gar nicht gefragt, ob das Majoritäten oder Minoritäten sind“ Halte ich, so hübsch das auch ist, für extrem problematisch. Irgendwer ist nämlich immer dagegen. Wenn man auf jeden immer Rücksicht nehmen will wird man sofort handlungsunfähig, und da ne Grenzziehung ist schwer und immer Willkür.
    @DT
    „wenn Eltern den Kindern solche Spiele überlassen dürfte da noch einiges anderes im Argen liegen als ein leichtfertiger Medienumgang.“ offensichtlich kennen wir irgendwie komplett verschiedene Eltern… Auch wenn das Bewußtsein doch ansteigt. Gott sei Dank.

  41. … ganz abgesehen davon, dass es überhaupt keine Anlass zur Sorge gibt, dass Kinder nicht „kinderaffine“ Spiele spielen. Es ist eher das Phänomen, dass Jugendliche „Erwachsenenspiele“ spielen, dass ist aber eigentlich ein ganz normaler Prozess:
    Wenn die Rezeption von Erwachsenenmedien ein Privileg Erwachsener ist (und somit ein sie definierendes Merkmal), dann ist die Rezeption von Erwachsenenmedien ein (potenzieller) Aspekt des „Erwachsenwerdens“. Da dies ein Prozess ist, ist ganz klar, dass sich spezifische Interessen und auch der Umgang mit diversen Medien nicht erst schlagartig mit dem 18. Lebensjahr ausbilden. Genauso erwachsen(!) Kompetenzen auch erst mit der Nutzung und dem „hineinwachsen“… schon darum ist der bewahrpädagogische Ansatz Unsinn.

    Aber von der Gegenseite führt man ja i polemischer Weise nach wie vor gerne explizit Kinder an, wo es eigentlich um Jugendliche geht.

  42. @ Mars:

    Was zum wundern (iirc):
    THEUNERT, Helga / GEBEL, Christa / BRÜGGEN, Niels / LAUBER, Achim (2007): Untersuchung der Akzeptanz des Jugendmedienschutzes aus der Perspektive von Eltern, Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften. Eigenständige Teilstudie des JFF zur Analyse des Jugendmedienschutzsystems. Endbericht. Online im Inernet: .

    „Halte ich […] für extrem problematisch. Irgendwer ist nämlich immer dagegen. Wenn man auf jeden immer Rücksicht nehmen will wird man sofort handlungsunfähig, und da ne Grenzziehung ist schwer und immer Willkür.“
    Prinzipiell richtig… darum ist der Gesetzgeber in Deutschland ja eigentlich auch auf eine zurückhaltende, rein unterstützende (subsidiäre) Gesetzgebung in diesem Bereich beschränkt.

  43. purchaser: „Das tun sie aber nicht. Sie schätzen ihre Kinder halt anders ein, sie sind eben überzeugt, dass ihr vierzehnjähriger Bengel ein USK 18-Spiel spielen kann.“

    Äh nein… die meisten wissen nicht was das USK Logo ist. (alles schon erlebt).
    Die meisten wollen nur vom Kinderzimmerterroristen verschont werden und kaufen das was der kleine (lautstark) „will“. War hat nicht schon mal erlebt, dass im Laden vor einem ein Kind (<14) plötzlich "austickt" und eine Randale veranstaltet bis die Eltern einfach nachgeben, da es ihnen peinlich ist und einfach nur bezahlen wollen.

    (Früher hätten Kinder für so ein Verhalten noch eine "körperliche Züchtigung" erfahren. Kurz um eins aufs Maul bekommen)

    Und es hat nichts mit dem von dir genannten O-Ton zu tun das Problem findet sich auf allen Schichten.

    "handeln wir auch gegen den Willen von Eltern, die solch ein Verbot eben nicht wollen… Da haben wirklich noch Bürger eine Stimme"
    Da Stimme ich dir zu. Bei uns wird für alle Entscheiden egal wie die Mehrheiten liegen würden…
    Happy Coding.

  44. @ TRB:
    Bitte nicht von der eigenen Erfahrung (Einzelfällen) auf die Gesamtmenge schließen… was die „meisten“ tun, wollen, möchten, können ist dann doch eine Frage für eine empirische Eruierung.

  45. @The_Real_Black
    Das viele trotz gigantischen Flatschen auf den Forderseiten der Spielepackungen immer noch nichts mit Altersfeigaben anfangen können erlebe ich oft,habe es auch schon einige male gehabt das die Leute denken das sei nicht ab sondern bis zu zbsp. 12 Jahren, so etwa wie bei Lego wo es da auf der Packung heißt, für Kinder von 6-8 Jahren. 90% der Kunden wissen nichts von Zensur und diese Zahl ist nicht mal zu hoch gegriffen und davon kann man noch mal gut und gerne 75% abziehen die noch nicht mal wissen das es Altersfreigaben gibt bzw. wofür die Zahlen auf den Packungen stehen oder das die Freigaben verbindlich sind. Ich habe lange genug auch selbst in einem Gameshop gearbeitet und genug Kontakte zu Leuten (auch enge freunschaftliche Kontakte über viele Jahre hinweg schon) die einen betreiben um solche Zahlen und Aussagen tätigen zu können.
    .
    Was Terrorkinder beim Einkauf angeht, ja sowas erlebe ich regelmäßig, weitaus heufiger auch als noch vor 10 Jahren, die meisten Eltern wollen einfach nur ihre Ruhe und die leute um einem herum ebenso, da ist ein brüllendes Kind natürlich nicht so toll, das Kind wird heute IMMER siegen und seinen Willen erhalten egal um was es geht. Ich hätte mich sowas als Kind nicht getraut, ich hätte auch eher damit gerechnet eine Backpfeife zu bekommen, manchmal ist das nicht mal das schlechteste Mittel um Kinder wie auf den Boden der Tatsachen zu holen obwohl ich eigentlich nicht für die körperliche Züchtigung eintreten mag aber manchmal so scheint es geht es einfach nicht anders.

  46. @Doktor Trask
    Na ja, hier in Österreich kann man schon erleben, dass niemand schaut wer alles ein „Manhunt“ von hiesigen Grabbeltischen genommen hat.
    Ich denke man sollte halt einen Mittelweg finden: den Handel nicht drangsalieren, aber auch anhalten nicht nicht dafür frei gegebene Games Minderjährigen auszuhändigen. Gegebene Rechte von Eltern berücksichtigen, darin aber auch nicht unbedingt einen Automatismus sehen, wenn man etwa der Meinung ist dass da was nicht richtig verstanden wurde – einem etwas nicht geheuer vorkommt.

  47. @Pyri
    Also ich war auch schon einige male in Österreich und habe dort dann auch was gekauft, ich habe es nie erlebt das dort ein 10 Jähriger mit Spielen wie Manhunt oder Dead Rising alleine aus dem laden spaziert wäre, Kids die schon 15-16 sind aber schon aber auch nicht jedes mal wenn so einer in dem Alter sowas haben wollte. In der Schweiz, Frankreich, Italien und Niederlanden wo ich auch regelmäßig war, war das auch nicht anders.

  48. @Vicarocha
    Bei dieser Studie ist einiges verwunderlich. Sie ist zwar schon vier Jahre her, aber dass damals FSK-geschulte Eltern vor den USK-Einstufungen kapitulieren mussten, erklärt sich mir nicht. Auch der Schlussfolgerung: „Aufgrund der eigenen Ferne zu Computerspielen ist eine angemessene Kontrolle seitens der Eltern kaum zu erwarten.“ ist schwer zu folgen. Inzwischen sind die Eltern herangewachsen und ein Zwölfjähriger muss damit rechnen, dass seine Eltern auch schon Resident Evil gespielt haben.
    Ich glaube es nicht und ich glaube es auch dieser Studie nicht (allen geschilderten persönlichen Erfahrungen zum Trotz), dass Eltern zu einer gewissenhaften Erziehung nicht fähig sind. Früher waren nicht nur die Kinder bessere Kinder, nein, auch die Eltern waren bessere Eltern. Und damit das so bleibt, brauchen wir stärkere Gesetze.
    Gibt es eigentlich Studien zum Thema, die über Ländergrenzen hinweggeführt wurden?

  49. … also ich habe da gänzlich andere Schlüsse aus der Studie gezogen, ohne jetzt auf die Defizite eingehen zu wollen. Aber ich wollte Mars ohnehin auf etwas anderes hinweisen (Stichwort: Akzeptanz). Wobei ich mir die Anmekrung nciht verkneifen kann, dass es doch shcon sehr „interessant“ ist, wie das HBI „Ergebnisse“ dieser Teilstudie in seine offizielle Evaluation des dt. jugendmedienschutzes inkorporierte, die so in der Teilstudie gar nicht zu finden sind (Stichwort: Effektivität der Indizierungen).

  50. … also das letzte Mal, als ich einen Blick auf meine curriculum vitae geworfen habe, steckte ich bereits mittendrin, in der Wissenschaft; aber ich weiß, was du meinst. Ich würde da aber im fraglichen Fall dann nicht von Wissenschaft, sondern von „Wissenschaft“ sprechen. ^^

    P.S.: Urghs… Tippfehler………

  51. @Pyri
    Ich vermute aber mal sehr stark das 99% der Kritiker nur deshalb so einen Aufstand machen weil es um die USA geht, wetten keine Sau würde sich aufregen wenn zbsp. die Niederlande sowas entscheiden würden.

  52. … schon wieder so ein Missverständnis(?) und eine dieser wunderlichen Fragen:
    Ich bezog mich mitnichten auf die gesamte Studie des HBI (die offizielle Evaluation des dt. Jugendmedienschutzsystems), sondern lediglich auf das „interessante“ Detail, „wie das HBI ‚Ergebnisse‘ dieser Teilstudie in seine offizielle Evaluation des dt. jugendmedienschutzes inkorporierte, die so in der Teilstudie gar nicht zu finden sind (Stichwort: Effektivität der Indizierungen).“

    Ein unwissenschaftliches Prozedere in einer wissenschaftlichen Evaluation. Das dergleichen sich in vielen Studien findet (darauf wolltest du doch zunächt hinaus) ist weder verwunderlich, noch überraschend – man sollte nur darauf hinweisen, wenn man solche Unredlichkeiten entdeckt (gehört auch zum Wissenschaftsprozess).
    Von daher weiß ich gar nicht, was du willst?
    … ganz abgesehen davon, dass du deine Frage auch nicht präzise genug artikuliert hast (Anteil an was?)………

  53. Zensur ist Mist. Aber dass jeder Entwickler veröffentlichen kann, was er will ist ebenfalls Mist. Kleine kinder kaputttrampeln und dafür Gamerscore bekommen geht auf jeden Fall zu weit.
    Ich hab selbst konsorten wie GOW 1 und 2 hier rumstehen, aber dieses ständige PRO Gewalt kann ich nicht nachvollziehen.
    Ich denke, dass die Brutalität mit der Zeit stark zugenommen hat und wenn das so weitergeht will ich gar nicht wissen wo das noch mal endet.
    Wird dann quasi so wie in den USA, denen kommt das sehr gelegen das ständige scharf machen für die Army
    Nein, ich bin nicht Dr. Pfeiffer, sondern hinterfrage einfach nur einige Dinge kritisch.
    Wenn ich in Dead Space 2, kleinen babyähnlichen Wesen den Kopf abtrennen muss und dafür auch noch Gamerscore bekomme, dann ist wohl die Grenze erreicht…
    Viel mehr muss da nicht noch kommen. Spiele können mehr, als einfach nur brutal sein.
    Klar kanns mal hart hergehen in Games, aber man muss ja auch nicht jeden Scheiß tolerieren, oder?

  54. Vielleicht sollte man eben auch mal „kritisch hinterfragen“ weshalb „kleinen babyähnlichen Wesen“ wo der „Kopf“ abgetrennt werden „muss“. Dass Kreative einem ganz bewusst und gerade so mit (Gewalt-)Handlungen konfrontieren wollen, weil man in einem Zelda sich bei „Gewalt“ gegen Pflanzen etwa nichts dazu denkt, vermeintlich nichts dazu denken braucht, das gar nicht als Gewalt wahrnehmen, sondern da dann auch „gedankenlos“ vorgehen sozusagen darf (!)… Mir scheint das gerade dabei das „kritische“ Denken vielfach versagt.
    Und ja: Fiktionen sollten weitgehend frei sein, werden beziehungsweise bleiben.
    In Hinblick auf derlei Äußerungen erdulden andersdenkende Menschen wie ich dabei scheinbar schließlich auch „jeden Scheiß“.
    Stattdessen werden „Provokationen“ dem Vernehmen nach tatsächlich keineswegs mehr als Gedankenaregungen begriffen sondern einfach nur mehr als Negativa über Negatives. Als symbolischer Analytiker mag mir das zwar positiv zu denken geben, als Videospieler beunruhigt mit verängstigt mich das eher (sehr).

  55. Hinzu kommt noch, dass ich diese Vorstellungen über Armee(n) nur als unsinnig und widersprüchlich einschätzen kann: kaum ein Militär tatsächlich nahestehender Titel ist wirklich blutig. Setzt auf Splatter und Gore. Gegnerschaften, Feindbilder sind auch eher unproblematische Spiegelbilder als Familiensinn ansprechende Babies.
    Sowie: weshalb sollte eine Armee auch an extremeren Gewaltdarstellungen interessiert sein? Und somit an Games-Inhalten so. Das was eine Armee doch zum Beispiel weit eher interessieren würde wäre Gehorsam. Und Gehorsam vermitteln Games letztlich kaum. Die Kampagnen der „Call of Duty“-Games sind bislang auch immer nur Einzelkämpfer-Geschichten um Männer gewesen die sich allein wo durchschlagen mussten. Mit nur wenig Hilfe.

  56. Des weiteren ist es so auch fraglich inwiefern das Gesetz etwa konkret der Army genuetzt haette, oder nicht doch geschadet
    Armee-Umfeld-Titel waren bislang alle Teen-Rated
    FSW, u name it.
    Das letzte Medal of Honor, das erste M-Rated, wurde tw. gleich als so subversiv angesehen, dass es in Armee-Naehe gleich gar nicht mehr verkauft haette werden sollen. Welcher friedensbewegte Film kann das schon von sich behaupten???
    Nach hiesigem Antimilitarismus freilich eine Ami-Nudel, ein Teig. Ein Umstand der sich so aber auch schon ideologisch selbst entlarvt, wenn es beim Wiener Standard etwa hiess, das gerade dieses Spiel hirnverbrannt oder so sei…

  57. @Vic: mich würde interessieren für wie groß du den Anteil an Studien (an allen Studien) hältst, in denen keinerlei solche unwissenschaftlichen Anteile enthalten sind. So präzise genug?

  58. Präzise genug… macht die Frage nicht besser. ;-)
    Ich nehme an, dass das einen nicht geringen Anteil an Studien ausmacht, je nach Studie und Disziplin mal so, mal so… so. Magst du auf was bestimmtes hinaus?

  59. mich würde einfach deine Einschätzung interessieren. Ich hab ja inzwischen aus meinem Bereich so eine Idee welche Studien welche Fehler/Probleme haben. Es ist schlicht und ergreifend Neugier, die Frage welche Einschätzung oder Erfahrung Andere haben. Ehrlich gesagt verstehe ich da aber dein Problem mit der Frage nicht.

  60. Trailer zu Dead Island in Cannes ausgezeichnet
    30.06.2011 13:51 — Michael Herde

    Im französischen Cannes wurde der diesjährige Ankündigungstrailer zu Dead Island mit einem Preis gewürdigt. Das Video inszeniert den verzweifelten Kampf eines Familienvaters gegen eine Gruppe einfallender Zombies im Hotel auf einer Urlaubsinsel mit Hilfe eines Kniffs: Es zeigt die Geschehnisse rückwärts!

    Hier könnt Ihr Euch den Gewinner in der Kategorie ‚Bester Internet Film‘ noch einmal ansehen
    quelle
    http://maniac.de/content/trailer-zu-dead-island-cannes-ausgezeichnet

    Das wir ddie ganzen Schünemanns,Stoibers und pfeiffers besonders freuen,lol

  61. Nicht nur die Mike, hier wird es sogar genug SPIELER geben die sagen werden, „wie kann man nur sowas auszeichnen!?!“.

  62. Link zur NYtimes

    http://opinionator.blogs.nytimes.com/2011/07/04/what-does-the-first-amendment-protect/?hp

    „And there you have it: a clash between the worship of freedom of speech and a concern for the quality of public life in relation to which free speech may sometimes be asked to take a back seat. It is the same clash that pits the freedom to play video games against society’s interest in fostering a generation of young adults responsive to its ideals and aspirations. We have seen this before — in the pornography cases, in the crush-video case, in the case upholding the right of an anti-gay ministry to picket the funerals of soldiers — and we shall certainly see it again.

    .“

  63. „According to Justice Antonin Scalia, writing for the majority, depictions of violence merit First Amendment protection because they are speech, not acts. Breyer replies that the video games in question are in fact acts…“
    Jede Handlung auf einer Theaterbühne oder einem Filmset, so abstrahiert diese gegebenenfalls auch sein mag, ist ebenfalls eher eine Handlung als eine Rede. Womit hier aus meiner Sicht eindeutig nicht klargekommen wird ist die Demokratisierung solcher Handlungen welche Videospiele ermöglichen. Dass sie eben nicht nur der Shakespeare Company oder einer örtlichen Passionsspiel-Einrichtigung vorbehalten sind, sondern durch Videospiele den Alltag erobert haben. All das lässt ein tiefes Verständnis von Sachverhalten über Werurteile für mich zu wünschen übrig: wie Menschen leben sollen/können/dürfen. Wie Jugend geschützt werden soll/kann/darf. Mit welchen Maßnahmen.

  64. Im amerikanischen juristischen Sprachgebrauch ist „speech“ um einiges weiter gefasst als was in Deutschland gemeinhin unter „Redefreiheit“ fällt. Ist gibt zu viele Leute die diesen Begriff – genauso wie „Meinungsfreiheit“ wörtlich nehmen. Juristisch gibt es wirklich keinen Grund Computerspiele anders zu behandeln als andere künstlerisch geschaffene Produkte. Die Interaktivität macht daraus noch lange keinen tatsächliche Handlung.

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