Täter sieht in “Modern Warfare 2” einen “Training-Simulator”

(kortaku) In dem Manifest, das wahrscheinlich vom Täter verfasst wurde, sind auch Ausführungen zu den Videospielen “World of Warcraft” und “Modern Warfare 2” enthalten. Während ersteres eine Möglichkeit gewesen sei sich von seinem alten Leben zurückzuziehen sowie seine Vorbereitung zu tarnen, sah er “Modern Warfare 2” als Teil seines Trainings. Bei den Texten sollte aber wie auch beim dem kurz vor der Tat erstellten Facebook-Profil nicht vergessen werden, dass der Täter sich so präsentiert, wie er gesehen werden möchte.

Zu “Modern Warfare 2”:

“I just bought Modern Warfare 2, the game. It is probably the best military simulator out there and it’s one of the hottest games this year. I played MW1 as well but I didn’t really like it as I’m generally more the fantasy RPG kind of person – Dragon Age Origins etc .and not so much into first person shooters. I see MW2 more as a part of my training simulation than anything else. I’ve still learned to love it though and especially the multiplayer part is amazing. You can more or less completely simulate actual operations.”

“Target practise is likely going to be a problem for many people in certain countries (urban Europeans like us, ouch. Consider taking a vacation to a country where you are able to train in marksmanship or join a gun club. Simulation by playing Call of Duty, Modern Warfare is a good alternative as well but you should try to get some practise with a real assault rifle (with red point optic) if possible.”

“Traditional military training facilities focused on physical conditioning and skills training. Newer facilities make extensive use of computer simulations of various kinds to provide more hours or training in more realistic situations at lower cost and with lower risk to personnel. Temporary arrangements can be made with the local gun club, the local gym and an internet café which facilitates multiplayer Modern Warfare 2 simulation.”

Zu “World of Warcraft”:

“I also played World of Warcraft part time (which had been a dream for some time – hardcore raiding. I lived very ascetic and relatively isolated in this period. These three years would also contribute to detach myself from my “old life”. It’s a process I used in order to isolate myself from most of my network, in preparation for the coming operation. I feel that this period was needed in order to completely ”detach myself from “the game”, my “former shallow consumerist lifestyle ” in order to ensure full focus on the matters at hand.”

“Present a ”credible project/alibi” to your friends, co-workers and family. Announce to your closest friends, co-workers and family that you are pursuing a ”project” that can at least partly justify your ”new pattern of activities” (isolation/travel) while in the planning phase. F example, tell them that you have started to play World of Warcraft or any other online MMO game and that you wish to focus on this for the next months/year. This ”new project” can justify isolation and people will understand somewhat why you are not answering your phone over long periods. Tell them that you are completely hooked on the game (raiding dungeons etc). Emphasise to them that this is a dream you have had since you were a kid. If they stress you, insist and ask them to respect your decision. You will be amazed on how much you can do undetected while blaming this game. If your planning requires you to travel, say that you are visiting one of your WoW friends, or better yet, a girl from your ”guild” (who lives in another country). No further questions will be raised if you present these arguments. Blaming WoW is also quite strategic due to another factor. It is usually considered ”tabu” or even shameful in our society today to be hooked on an MMO. By revealing ”this secret” to your close ones you are therefore (to them at least) entrusting them with your innermost secret. Usually they will ”contribute” to keeping this secret for you which can be very beneficial. (If people from your ”secondary” social circle ask them they will even usually ”lie” on your behalf (giving you alibi), in order to keep your MMO project a secret.”

108 Gedanken zu “Täter sieht in “Modern Warfare 2” einen “Training-Simulator”

  1. Ich hab ein wenig in diesem “Manifest” gelesen, er kritisiert unter anderem den sogenannten “Kulturimperialismus” der Amerikaner, deren Interventionspolitik, alles natürlich aus seinen geschlossen, verblendeten, rechten Weltbild heraus. Daher halte ich es für sehr widersprüchlich das er auf der einen Seite diese Politische Ansicht vertritt und gleichzeitig an zwei erfolgreichen amerikanischen Kulturexporten wie “World of Warcraft” und “Call of Duty: Modern Warfare 2” teilnimmt und sie konsumiert. Ich schliesse eher daraus das er sich im Vorfeld mit anderen Amokläufen, den Diskussionen usw… beschäftigt hat. Jetzt will er diese Spiele die nicht in sein rechtskonservatives Weltbild passen beschädigen in dem er sie quasi zu Komplizen macht. Angesichts der Zerstörung des Leids das er angerichtet hat eine sehr durchschaubare Taktik. Die Idee mit der Polizeiuniform ist übrigens nicht auf seinen Mist gewachsen, es gab 1982 bereits einen Amoklauf durch einen Polizisten der bis zu den Greultaten in Norwegen als “erfolgreichster” Amokläufer galt. Ein weiteres Indiz das er sich vorher schon zum Ziel gesetzt hat Zerstörung auch auf kultureller Ebene vorzunehmen, in dem er auf spielefeindliche Ansichten setzt die schon vorher in der Gesellschaft vorhanden sind zu nutzen macht und diese Blödsinn in sein Manifest reinschreibt.

    Meine Meinung zu dem Idioten, einsperren und den Schlüssel wegwerfen!

  2. Ich fasse hier mal sinngemäß zusammen was über Modern Warfare 2 im Dokument steht:

    Modern Warfare sei als Alternative zu Schießtraining geeignet (für den terroristischen Anschlag). Echtes Training an einem Sturmgewehr sei aber besser.

    Ein Modern Warfare Clan sei (unter anderem) eine Möglichkeit eine paramilitärische Vereinigung zu verbergen.

    Als Ort zum (gemeinsamen) Training ist eine militärische Ausbildungsanlage am besten. Es würden sich aber vorrübergehend Fitnessstudios und Internetcafés in denen Modern Warfare gespielt werden kann eignen.

    Er hat wohl viel MW2 Multiplayer gezockt, nachdem er mit WoW aufgehört hat.

    In einem Tagebuch-Eintrag erwähnt er, dass er viel von Modern Warfare 2 hält, obwohl er vorher eher RPGs wie Dragon Age mochte. Er benutzt es als persöhnliche Trainingssimulation und es sei geeignet seine Operation mehr oder weniger komplett zu simulieren.

    Interessant, dass er gerade MW2 wählt und nicht eine vernünftige Infanterie-Simulation mit Editor wie ArmA 2. Auf jeden Fall sehe ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge:
    Ich finds gut das Bobby Kotick und Activision jetzt endlich mal ihr Fett wegbekommen werden für den in meinen Augen reißerischen, peinlichen und unnötigen PR-Gag namens “No Russian”. War nur eine Frage der Zeit, bis ein Verrückter sich darauf bezieht.
    Andererseits sind die Darstellungen natürlich Wasser auf die Mühlen der Kritiker und man wird es als Liebhaber von Shootern dadurch in Zukunft nicht gerade einfacher haben.

  3. Es werden wetten angenommen:
    – AWW
    – Pfeiffer
    – Hermannssonstige Politiker
    Wer wird sich zuerst zu den Gamern äußern?
    Wer wird sagen, dass ersie es schon immer wussten?
    Wer wird sagen, dass die Politik jetzt ein Verbot durchsetzen muss,
    auch für Erwachsene?
    Wer wird wieder hetzen und den “christlich konservativen” Aspekt aus lasssen?

    Mein Tipp AAW und die werden auch für Erwachsene Verbote fordern.
    Happy Coding bis dahin.
    PS: Beim letzten Amokläufer haben die Presseleute gesagt, dass sie keine Täter mehr glorifizieren wollen und jetzt sieht man wieder überall das Gesicht des Täters…

  4. Interessant bei n-tv war, dass sie eine Liste zu dem Täter angeführt haben, in der ganz oben stand, dass er im Schützenverein ist und die Waffen legal mit Schein besitzt. Am Ende der Liste stand dann das mit dem Training durch Spiele, wobei man dann im Anschluss nur noch auf Letzteres eingegangen ist, indem man ältere Ausschnitte von Aussagen von Pfeiffer gezeigt hat. (“Alle Spiele seien Leistungskiller, und für einen kleinen Teil der Leute, die eine entsprechende Sozialisation/negativen Hintergrund haben auch gefährlich”(aus einer n-tv talk-Runde))Ganz interessant ist auch, dass die Medien sofort nach einem Begriff suchen, der den Tatgrund direkt mit ausdrückt: Zunächst wurde von einem Terrorakt oder anschlag gesprochen, wobei gesagt wurde, der Hintergrund sei noch unklar. Dann war es wohl die rechte Szene, also innenpolitische Konflickte. Gestern in der ARD wurde in den Nachrichten ein Experte gefragt, ob er es als (typischen?) Amoklauf sieht – dieser Experte hat das deutlich verneint, da der Täter mit der Bombe gezielt abgelenkt hat und sich die Ziele eigentlich gezielt gewählt hat (bei der Begründung bin ich mir nicht mehr 100% sicher). Trotz dem “eigenen” Expertenurteil, heisst es heute in der ARD immernoch es sei ein Amokfall. Ich bin mal gespannt, welche Bezeichnung von den Medien am Ende gepusht wird.

  5. Würde auch auf das AAW setzen, gefolgt von Politikern und den Pfeiffern. Dazu ist das Manifest einfach eine zu große Steilvorlage, das viele der gängigen Clichés bedient. Bin mal gespannt, ob der Templer-Bezug noch in den Fokus rücken wird. Immerhin bezeichnet sich der Täter ja als Mitglieder des norwegischen Templerorderns.

  6. stimmt, ist irgendwie unlogisch die amis zu hassen aber ihre produkte zu kaufen und zu konsumieren.
    auf jeden fall werden wieder sämtliche 0815 Idioten die nächsten Wochen wieder mit Interviews und selbstgedrehten Fachmeinungen Geld verdienen.

  7. @UncutGamer: “glüht schon vor” Köztlich. xD
    .
    Aber schon tragisch, dass wir uns jetzt schon Sorgen darum machen wüssen wie sehr das Manifest missbraucht wird, wenn gleichzeitig rüberkommt was für ein Rassist der Typ war.

  8. http://www.heise.de/tp/artikel/35/35181/1.html
    “Verwechslung von Fiktion und Wirklichkeit
    Killer-Videospiele, Waffenfetischismus, soziale Probleme, ungerechte Behandlung, Rechtsradikalität, Alkohol und Psychopharmaka sind ohne Frage die Ursachen für reale “Ego-Shootings”, die anders als ihre virtuellen Pendants nicht reversibel sind. Die Täter verwechseln bei ihren Taten Fiktion und Wirklichkeit, d.h. sie befinden sich oftmals in einem quasi unbewussten Zustand, während sie ihre Taten begehen. ”

    für reale “Ego-Shootings”!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    ZDB…

  9. ja seine theorien auch noch als knallharten fakt hinstellen.
    @dermarc42: man achte auf die verlinkung unter dem artikel: “modern warfare 3: details zum neuen mega-shooter”

  10. http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/

    Was in Norwegen geschehen ist, ist ein Angriff nicht auf die Regierung des Landes, nicht auf ein Jugendlager einer politischen Partei – es ist ein Angriff auf die Menschheit und damit auf uns alle.

    Ja äm da trägt das AAW meiner meinung nach etwas zu dick auf, aber so sind si wenigstens wieder im Geschpräch.

  11. Vermutlich in erster Linie ein Verbot von Großkaliberwaffen in Privathaushalten, Doktor Trask, aber nach den Zitaten aus dem Manifest zu MW2 und WOW folgt wohl gleich ein “Killerspielverbot”. Man muss halt die nächsten Tage und Wochen abwarten. Ich hoffe ja, dass den Medien diese explizite Nennung der Videospiele im Manifest zu sehr nach falscher Fährte oder Provokation aussieht und sie vielleicht das Thema auslassen…ach was red´ ich.

  12. laut chip.de (verlinkung hat derMarc ja schon erledigt) wird es geil:

    Zitat:
    Breivik gibt zudem an, dass er World of Warcraft nutzte, um sich von seinen Real Life Freunden und Bekannten zu isolieren. Nur so habe er die nötige Ruhe gefunden, um sich von seinem “konsumorientierten Lebensstil” zu lösen und sich auf die “vor ihm liegenden Aufgaben” zu konzentrieren.
    Zitatende

    Ah, er “brauchte” WoW, weil er ein “verpiss dich!” nicht über die Lippen brachte? Alter Schwede (omg diese “beinahe” Wortwitze), der Typ ist ganz schön fertig in der Birne.

    Aber es ist natürlich davon auszugehen, dass sich die Medien, die sich bisher nicht durch intelligente Journalisten und Konsumenten hervorgetan haben, auf solche Zeilen stürzen und da direkt einen Skandal draus machen und wohl selbst gar nicht merken, was ihnen für ein Bär aufgebunden wird.

    Btw: ich freue mich auf die Polit-Talkshows der nächsten Stunden/Tage und bin gespannt, wer seine geistige Armut am “lautesten” präsentiert…. :P Da wird die Tour de Frace quasi zur Tour der Idioten und der Startschuss ist gefallen: Altbekannte Quacksalber sind schon unterwegs :P

  13. das eigenartige ist ja, dass man solchen psychopathen eine hohe intelligenz zurechnet.
    eigenartig, weil die medien für seine tat “ausreden” suchen.
    und das ist genau womit der täter doch gerechnet hat!
    er hat alles ins detail hin geplant!
    1.er brachte eine bombe zur explosion.
    Grund: damit sind die sicherheitskräfte erst einmal beschäftigt damit der tät
    2.sein blutbad auf der insel anrichten kann.
    im vorfeld aber hat er sich nicht nur auf die tat an sich vorbereitet, sondern hat sich auch einen schlachtplan zurechtgesetzt, womit er seine motive erklären und seine haut retten will.
    denn warum hat er sich nicht selbst erschossen?
    feigheit? keine munition mehr?
    nein!
    sein plan geht jetzt weiter und die medien sind das werkzeug dazu, weil sie voller idioten sind die alles glauben und veröffentlichen werden was er den beamten sagt und diese wiederum den medien mitteilen.
    das mit den videospielen hat er sicherlich übers suchen im web gefunden und mich würde es nicht wundern, wenn seine 2 spiele vielleicht erst vor 2 wochen gekauft worden sind.
    oder gar zur selben zeit wie er die 6 tonnen kunstdünger im mai gekauft hat.
    der typ ist nicht dumm, er ist nicht feige, er hat nur einen plan und der ist noch längst nicht am ende.

  14. Vorallen Dingen diese Spiele wirken einfach nur zu gut ausgewählt. Zum einen das sogar unter uns Gamern umstrittene MW2 und dann auf der anderen Seite WoW,dem Spiel, dem man das meiste Suchtpotenzial und Isolationspotenzial der Nutzer nachsagt. Er hat aber wahrscheinlich nicht kommen sehen, dass die deutsche Presse WoW auch als Kriegsspiel sieht.

  15. @Sebiroth
    Der Pfeiffer hatte doch schon einmal WoW in den Medien als Kriegsspiel beschrieben, Rey hatte davon ja auch Ausschnitte in seinem Video gehabt. So neu ist das also nicht mit dem WoW ist ein Kriegsspiel und wie ich schon an anderer Stelle schrieb, würde das Game nicht Warcraft sondern Fantasy oder ähnlich am Schluß heißen würde kaum ein Hahn nach dem Spiel krähen oder seht ihr das zbsp. True Fantasy, Fista, 4Story oder andere ähnlich stark bespielte WoW-Klone solch negativen Medienecho ausgesetzt sind?

  16. Was mich ebenfalls beeindruckt, dass er wahrscheinlich nicht nur mit der Bombe die Sicherheitskräfte ablenken wollte sondern bewusst auch den Verdacht auf Islamisten gelegt hat. http://www.youtube.com/watch?v=STpTTtDgvF0

    @Doktor Trask das WoW hier schon woher so stigmatisiert war hatte ich schon vergessen :(
    Man muss aber auch sagen das die Presse nicht daran gehindert hatte auch Final Fantasy als Killerspiel zu bezeichnen. Ich denke das hier zu den Namen ebenfalls die Popularität eine Rolle spielt.

  17. “Vorallen Dingen diese Spiele wirken einfach nur zu gut ausgewählt”
    womit er sich wohl eine geringere strafe erhofft bzw. (und das glaube ich eher) in eine psychische anstalt einweisen lassen will wo er vielleicht auch schon seine flucht geplant hat.
    also wie man es auch dreht, der typ hat einen langen plan durchdacht zurechtgelegt und spiele sind auch nur mittel zum zweck seines plans.
    irgendwie kommt mir das ein wenig aus dem film: “gesetz der rache” bekannt vor.
    zwar nicht die verbrechen, aber die genialität eines solchen plans.

  18. Auf die Gefahr hin als dumm oder schlecht informiert dar zu stehen.
    Wer ist bitte mit “Täter” gemeint? Das hat mich schon im vorherigen Blog Eintrag gelaust.

  19. Mich beschleicht ein übler, böser Gedanke: Alles, was Computerspieler gegen die Behauptungen der Medienkritiker anbringen, wird von jenen bekanntlich rundweg abgelehnt. Sagt etwa ein Spieler, die Spiele hätten ihn nicht aggressiv gemacht, wird ja gleich mit “third person effect” geantwortet. Können sie etwas nicht unmittelbar widerlegen, dann teilen sie deftig aus und beschimpfen die Spieler als Psychopathen, Soziopathen, Sonderlinge und Süchtige, sprechen ihnen die Intelligenz und Argumentationsfähigkeit ab. Behauptet aber ein Computerspieler etwas, das ihnen in den Kram paßt — selbst wenn es noch so großer Unsinn ist –, dann wird es von ihnen sogleich bereitwillig aufgenommen und als Beleg für ihre Thesen dargestellt.

    Es gibt letztlich mehrere Kritikpunkte an der Behauptung:

    1. Anhand eines Computerspiels kann man nicht “einüben”, wie man massenhaft Menschen umbringt. Es braucht dazu immer ein Training an der realen Waffe. Man kann allenfalls parallel eine kleine Verbesserung erzielen (vielleicht weil im Gehirn dann der Bezug zwischen dem visuellen Eindruck und der realen Waffe besteht, oder weil die Fähigkeit wieder so allgemein ist?!).

    2. Im Buch “Grand Theft Childhood” von Cheryl Olson und Lawrence Kutner findet sich auch ein Interview mit einem Waffenexperten (das uns in den Kram paßt). Darin die Aussage, daß es letztlich (von der mechanischen Fähigkeit, nicht vom psychischen Zustand her) nicht weiter schwer sei, auf Menschen zu schießen — besonders dann, wenn man nicht gezielt auf eine bestimmte Person schieße, sondern in eine Menge, weil man dann auch relativ wahrscheinlich jemanden treffe.

    Daß nun die Medienkritiker wieder auftreten, hatte ich schon abgesehen, denn wann immer etwas passiert, sind ja immer die Computerspiele schuld. Sie sind in dieser Beziehung auch “Gewinnler” der Situation. Denn würden wir in einer Gesellschaft leben, in der es keine Gewalttaten gäbe, könnten sie ihre Vorstellungen auch nicht an den Mann bringen.

    Was mir da bleibt, ist der Eindruck von einem gewissen eindimensionalen Blick, der geradezu darauf lauert, irgendetwas den Computerspielern anlasten zu können. In gewisser Weise ist dieser eindimensionale Blick auch nichts Anderes als der gegen den Islam. Was ja zum Beispiel ein Rudolf Hänsel nicht wahrhaben will, wenn er gegen die “US-Killerspiele” und den “American Way of Life” hetzt: Leute, die so denken, sind schon hier. Nämlich solche Leute, für die der “eigentlich” Schuldige immer sofort feststeht. Und nicht nur rechtslastige Kreise wie PI, wo jetzt schon Mythen konstruiert werden, das sei ein Komplott der Regierung gewesen, um jetzt “richtig Denkende” unter Überwachung stellen zu können, oder er sei das Opfer, habe sich ja damit nur gegen die “Überfremdung” gewehrt…

  20. (Forts.:) Unter dem Deckmantel der “Menschenliebe”, der “Verteidigung der Demokratie” und “unserer Kultur” wird also eine ganze Menge an Menschenfeindlichkeit transportiert.

  21. Wenn eure einzige Sorge ist, dass sich Medien die Killerspiele vermutlich als “Schuldigen” aussuchen, bin ich ja echt beruhigt

    Wusste nicht, dasss es so gut um die Moral hier bestellt ist.

    Über 90 Tote und worüber wird sich Sorgen gemacht? Ob weiterhin Produkte von Firmen, die aus reiner Profitgier immer skrupelloser in der Wahl ihrer inszenatorischen Mittel und damit immer zynischer werden, diesen Rotz auf den Markt werfen dürfen und ob man das weiterhin konsumieren darf.
    Kann man am Endr sogar drüber streiten, aber nicht einen Tag nach dieser Wahnsinnstat.

  22. @phaxy
    Mit Sorgen hat das wenig zu tun, eher mit Wut und Unverständnis das wir und unser Hobby für die taten eines Verrückten zur Verantwortung gezogen werden, das man uns und unser Hobby als die Schuldigen ausgemacht hat.

  23. @phaxy: Ich sehe das auch mal so als “typische Argumentationsweise” an, die Wortwahl (“Moral”, “Profitgier”, “skrupellos”, “zynisch”, “Rotz”) läßt mich darauf schließen. Zur Behauptung: Das halte ich für völlig aus der Luft gegriffen. Einerseits ist das, was passiert ist, keinem Teilnehmer hier egal. Andererseits wollen wir ja gerade wissen, warum das passiert ist, zum Beispiel wie der Täter sein Handeln rechtfertigt, und daß das Ganze nicht unter solchen Nebelkerzen verschwindet. Was man bisher hört, hört sich viel eher nach “Islamkritiker” an, wie man heute so schön sagt — und die ist ja auch in Deutschland spätestens nach Sarrazin extrem beliebt. Und mir ist dabei aufgefallen, daß die “Medienkritiker” hier schon genauso argumentieren: “Die Computerspiele sind schuld” ist genau der gleiche Blödsinn wie “Der Islam ist schuld”.

  24. ich stimmte phaxy zu, aber was soll man machen ?
    Firmen wie den Verlage des Spiegels und andere Zeitungen die aus reiner Profitgier skrupellos ihren Rotz auf den Markt werfen verbieten ?

  25. “You will be amazed on how much you can do undetected while blaming this game.”

    Es ist überhaupt “amazing” was man generell alles Spielen in die Schuhe schieben kann.
    Ich bin der Meinung das diese beiden Passagen in seinem 1500 Seiten “Machwerk”
    der einzige Grund sind warum dieses Ereigniss in unseren Medien jetzt als Amoklauf läuft.

    Für mich ist das Ganze ehr ein Fall von “Homegrown Terrorism” wie wir sie schon in
    anderen Ländern z.B. USA hatten. Ich meine, er attackiert den Regierungssitz seines
    Landes und fährt dann fort die Kinder und Familien der Regierenden Partei(das Feriencamp
    auf der Insel war eine Veranstaltung der jung Sozialisten) zu “exikutieren”.

    Politscher geht es nicht.. Aber in unseren Medien redet keiner davon was passieren könnte
    wenn unsere Rechten anfangen sollten Bomben zu bauen oder ob diese Angstmache und
    hetze die von Leuten wie Sarrazin oder bestimmten Medien betrieben wird auch Grund für
    diese anhaltende und wachsende Islamphobie ist.

    Nein. Bei uns wird wieder über Computerspiele geredet. Terroristen sind schliesslich
    braunhäutige, dunkelhaarige, bärtige Männer die komische Namen haben und aus komisch
    klingenden Ländern kommen wenn ein junger Mann aus unserer Mitte soetwas tut dann
    MUSS er irgendwie fehlgeleitet worden sein und dinge wie Computerspiele müssen zumindest
    eine Mitschuld haben.

    Ich bin so Endloss frustriert mit den Medien in unserem Land.
    Es kotzt mich an das ich mein “Gamer sein” vor Kollegen und manchen “Freunden”
    verheimlichen muss weil ich sonst angeschaut würden werde wie jemand der kleine Tiere
    foltert.

    Und jetzt geht es wieder los AWW, Bild, Pfeifer u. co auf gehts ! Es ist wieder soweit
    ihr musstet lange warten jetzt könnt ihr wieder euer Gift verspritzen und ich muss
    morgen im Büro wieder die Zähne zusammen beissen wenn ich so sachen höre wie: “wann den endlich diese bösen Spiele verboten werden?” oder “schon wieder einer von diesen Computer
    Freaks – die sollte man alle in Lager stecken.” (das ist ein echtes Zitat)

  26. anscheinend, geht ihr weltbild mit der sogenannten islamophobie nur auf, wenn gesagt wird, dass die medien, gegen den islam hetzen. komisch, das erleb ich aber ganz anders, egal. dieses attentat wird der COD-marke sicherlich schaden. wieder ein punkt für battlefield, wenn der umstand nicht so schlimm wäre. andererseits kommt battlefield ja direkt aus dem nachbarland von norwegen und ist ja das bisher authentiste kriegsspiel. es wird nur noch eine frage der zeit sein, bis jemand auf die flugfafenmission anspricht. *schluck* wahrscheinlich wird aktivision aus “respektgründen an die opfer” den namen modern warfare (3) steichen.

  27. @Kiri
    Hier im Österreichischen Rundfunk war gestern Abend ein Runder Tisch zum Thema. Von Computerspielen hab ich dort nichts gehört – es wurde eher darüber gestritten wie groß die politische Dimension der Anschläge einzuschätzen ist.
    Ich stimme zu: politischer kann es eigentlich nicht sein und in der Sendung war auch jemand zu Gast der hierzulande alsbald eine ähnliche Veranstaltung mit Jugendlichen abhalten wird, mit welch bedrückendem Gefühl will ich mir dabei gar nicht vorstellen.

    Aber auch eine psychologisch-psychiatrische Grundsituation sollte nicht außer Acht gelassen werden – bei diesem Fanatismus. Ich habe im hiesigen Forum diesbezüglich gestern noch auf die Kunstfigur des “Ide Olog” von Paul Watzlawick http://www.razyboard.com/system/morethread-der-spiegel-ueber-osloer-attentaeter-rey_alp-1858639-6093185-29.html aufmerksam machen wollen: ich denke Grundmuster solch ideologischer Handlungen sind schon unabhängig von Inhalten. Und haben viel mit individuellen Kränkungserfahrungen zu tun. Persönlicher Unzufriedenheit im Leben. Frustration. Der islamophobe Rechtspopulismus schafft jedoch wohl ein entsprechendes Klima, bereitet womöglich ein Denken vor, aber eben nicht unbedingt (verbrecherische) Handlungen. Wenn etwa ein schneidiger Bursche wie Wilders auftritt und gestandene Frauen”rechtlerinnen” wie hierzulande Elisabeth Sabaditsch-Wolff. Mehr oder weniger christliche Damen, weniger deshalb weil ich in Deutschland etwa leider auch Alice Schwarzer dazuzählen muss, die Musliminnen vorschreiben wollen was sie nicht an ihren Körpern tragen sollen. Lebensstile bekämpfen. Bei Schwarzer geht es bei ihrer Rede von “Pornografie” als “Seuche” etwa auch in die Richtung welches Nichts nicht getragen werden dürfte. Kleidungsmäßig. Verbote demnach als Recht oder auch nur als einen Einsatz dafür missbraucht werden.
    So politische Strömungen schaffen aber natürlich nicht allein Nährböden für Gewalt. Computerspiele können das sicher auch tun. Keine Frage – weil sie entgegen der öffentlichen Meinung halt auch Denken transportieren. Wer Geschehnisse in Call of Duty nicht anders begreift – zweifellos. Als Ausdrucksmittel so wie Literatur – man denke bloß an den “Fänger im Roggen”. Zu Politik gehört auch noch viel mehr: zu einer politischen Situation, und eine politische Situation ist immer alles was ein Gemeinwesen betrifft, etwa auch die sozio-ökonomische Lage. Zukunftsperspektiven etc.
    In der Populismus-Forschung wurde das zumindest früher mal zentral thematisiert – Modernisierungsverlust.
    Es gibt aber auch Linkspopulismus, gegen “Neoliberalismus”, Manager und Konzerne gerichtet zum Beispiel, wozu meiner Ansicht nach viel Hass auf kommerzielle Videospiele auch aus der Spiele-Presse in Deutschland dazuzuzählen wäre.
    Ich glaub eine politische Mitte in Europa auszumachen ist dabei zunehmend schwieriger geworden. Auch sollte sich meiner Meinung nach in den großen sozialen Bewegungen (gerade aus Deutschland) gefragt werden, also in jenen die zum Beispiel für “Frieden” oder gegen Atomkraft eintreten, ob das was sie als Kollektiv erreichen wollen nicht eigentlich (auch) eher Gewalt gegenüber Einzelnen ist. Ein Eindringen in Privatleben oder Energieidealen.
    Gerade bei Sarrazin stelle ich vielfach das Leistungsdenken fest, das eben auch ein Christian Pfeiffer vertritt. Für mich ist Sarrazin sogar eine logische Folge von Leuten wie Pfeiffer oder auch Spitzer, von deren Denkstrukturen her.
    Indem an Nachmittagen in Schulen SchülerInnen ihre Autonomie genommen wird, Freizeit verschult und etwa Computerspielen somit unmöglich gemacht werden soll. Auf der anderen Seite kann ich ebenfalls nur davor warnen nationalkonservatives Denken deshalb gleich diskreditieren zu wollen und dabei haben auch die Volksparteien, die Christlichsoziale wie die Sozialdemokratien, eine Verantwortung dahingehend ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zu überprüfen. Ebenso andere Gruppierungen, wie Grüne oder Liberale, welche von Haus aus ideologisch noch diversifizierter sind. Wenn man eine möglichst offene Gesellschaft haben möchte heißt das gerade nicht, dass sich alle möglichst anzupassen hätten. An welche Norm auch immer.

    Und was die deutsche Massenmedien-Situation anbelangt: Anne Will macht gerade Sommerpause. Ansonsten wird man leider wohl annehmen dürfen, dass da gestern schon (wieder) Pfeiffer eingeladen worden wäre. Es kommt halt vor allem darauf an wer wo über was sprechen darf, eingeladen wird, und wer wo nicht. Wo sich schon geekelt wird davor bloß Ausschnitte aus Spielen zum Beispiel zu zeigen. Wie dereinst bei Frank Plasberg. Genau so werden diffuse Ängste nämlich erst geschürt – es wird ja auch kaum, und deshalb finde ich den Hinweis auf Parallelen von Martin Ebers wichtig, in politischen Diskussionen meinem Eindruck nach zum Beispiel versucht muslimische Lebenswelten fassbar zu beleuchten, unterschiedliche Alltage in ihnen. Die Alltage von passionierten VideospielerInnen wie Geeks sind so leider auch schon von ihrer Fassung her offenbar zu so etwas wie Parallelgesellschaften scheinbar geworden – so wenig weiß man in einer Öffentlichkeit vermeintlich über sie. Öffentlich-Rechtliches begleitet eher noch den E-Sport – Leute die Spiele vornehmlich sozial spielen, etwas auf LANs – dafür gibt es auch ein dokumentarisches Beispiel. Aber nicht Leute wie mich zum Beispiel, die sich ein Spiel nach dem anderen kaufen – so wie andere Romane oder Schallplatten. Man stellt sich dann das Foltern und Morden, Zerstückeln als bestialische Gewalt vor, und nicht als Rezeption, Reflexion, und Freude an diesen Gewaltdarstellungen als “Gewalt” und somit negativ.
    Das unterscheidet dann von der öffentlichen Wahrnehmung her Medien wie so inkriminierte Games aber leider auch von etwas wie Religion. Weil Religion so immer noch als friedfertig verkauft werden kann. Die kriegerischen Spiele jedoch weniger – Spiele werden so ähnlich wie BDSM ein Schicksal teilen, weil auch aus ihnen “Gewalt” als wesentlich negativer Bestandteil nicht wegdiskutiert werden kann. Und deshalb wird man von den gegen “Provokationen” zum Beispiel vor einer solchen Öffentlichkeit nach oben Buckelnden und vor allem gegen ausländische Kreative nach unten tretenden Leuten selbst in den (deutschen) Gaming-Communities wohl immer mehr Games fordern oder loben, die vermeintlich weniger “Gewalt” beinhalten.
    Zumindest für die welche so etwas auch hier wahr haben wollen und nicht selbst mit dem Finger auf Fremde wie Kreative zeigen oder eigene Einschränkungen wie eine der Pressefreiheit fordern sei das dazugesagt.

  28. Wenn man sich in Deutschland wirklich auf die zwei Passagen zu den Videospielen konzentriert und 1499 und eine halbe Seite des “Manifestes” dabei ignoriert, dann haben wir tatsächlich ein Problem hier. Ich glaube aber noch an die norwegischen Ermittler, an die norwegischen Politiker und auch an die norwegische Öffentlichkeit, die hoffentlich interessiert an den wirklichen Hintergründen dieser entsetzlichen Tat sind. Auch deshalb können wir die Fokusierung auf Videospiele gar nicht hinnehmen. Wenn das in Deutschland zu einer Medienkampagne gegen Videospiele führen sollte, ist uns nicht mehr zu helfen. Der Beitrag auf chip.de ist schonmal ein Armutszeugnis ohnegleichen.

  29. @phaxy: Recht hast Du, bis auf die üblichen Verdächtigen (BILD) bauscht doch niemand das Thema Computerspiele auf.

    Oder gilt es jetzt schon als Medienhetze wenn man die Spiele nur erwähnt? Dann müssten auch die Techno- und Literaturfans Sturm laufen. Oder sind das nicht solche Mimosen wie ihr?

  30. Außerdem kommt es einem Schuldeingeständnis gleich, wenn man gleich die Verteidigungshaltung einnimmt nur weil jemand den Namen eines Computerspiels erwähnt hat.

  31. Booomboy: “das eigenartige ist ja, dass man solchen psychopathen eine hohe intelligenz zurechnet.”

    Wer ist “man” und was fällt ihm ein so etwas zu verbreiten?
    Pathologie ist doch dadurch gekennzeichnet, dass es einem Menschen an (sozialer, emotionaler) Intelligenz (an Empathie) mangelt.
    Und der Plan dieses Typen (afaik) ist auch nicht sonderlich originell, vielleicht gut geplant, aber nicht originell/kreativ.

  32. @phaxy

    Das ist stigma-videospiele, das ist eine Themenseite. Was hast du denn erwartet was hier besprochen wird?
    Wenn du dich über die Tat im allgemeinen auslassen willst, geh auf SPON, Telepolis und der gleichen, das sind nämlich Newsseiten. Hier werden schlichtweg andere Aspekte beleuchtet.
    Ich weiß auch garnicht wie du hier her gefunden hast. Haste gedacht dass auf einer Themenseite zu “Killerspielen” über Attentate gesprochen wird? Das wäre ziemlich… dämlich. Oder wolltest du einfach nur trollen und hast extra Stigma besucht, nur um dich darüber zu echauffieren, dass auf eine Themenseite zu
    “Killerspielen” über “Killerspiele” gesprochen wird? Das klingt für mich noch am logischsten und ist für dich auch die bessere Alternative.

    Ansonsten: Der AAW mutiert langsam zu einer ekelhaften Bande. Ein ganz klar politsch motiviter Terrorakt wird hier auch noch für Spielekritik benutzt. Mir wird da übel bei.
    Weiterhin wird man wohl nicht befürchten müssen, dass eine weitere Killerspielediskussion aufflammen wird, die Tat ist entspringt zu klar aus rechtsextremen Motiven.

  33. interessant wie journalisten sein weltbild als verwirrt oder sonstwas hinstellen ohne sein manifest gelesen zu haben. im übrigen kommen 100 prozent der vergewaltigungen in oslo letzten jahres von muslimen, scheinbar also kein männlein allein im walde.

  34. heute in den OÖ-Nachrichten
    Weiters ist bekannt, dass er (Anm.: Breivik) am Computer gerne World of Warcraft spielte. Auch dort wird gemordet.

  35. vor allem “AUCH dort”. hier wird ein computerspiel, egal wie brutal es ist mit diesem masaker gleichgesetzt. im übrigen ist grad rausgekommen, dass das camp ein hort linksextremistischer ghirnwäsche war, die den jugendlichen antisemitismus einplanzte. der ausenminister war vor dem attentat da und hielt eine verantstaltung zur anerkennung des staates israels. die jugendlichen sind deshalb alle zu dem polizisten hingegangen:
    Mehrere jugendliche Überlebende des Massakers berichteten, dass sie die Schießerei des als Polizist verkleideten Mörders zunächst für eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten. Sie glaubten, dass ihnen so die “Gräuel der israelischen Besatzung” vor Augen geführt werden sollten.

  36. Ich gehe mal davon das zumindest unsere Medien vieles unter den Teppich kehren werden und sich auf die altgedienten Kernelemente versteifen werden, werden wir uns wohl wieder einmal mehr auf Ausländische Medien verlassen müssen um wirklich alle (wahren) Hintergründe der Tat zu erfahren.

  37. Bitte nicht Informationen von “Dagbladet” oder “Verdens Gang” glauben, das ist “The Sun” auf Norwegisch.
    Ähnliches Zeug steht aber auch auf dem zugegebenermaßen seltsamen und nach Rechtsextremismus riechenden Deutschen Blog PI.
    Hast Du uns einen Link?

    Gruß
    Aginor

  38. “… dass das camp ein hort linksextremistischer ghirnwäsche war, die den jugendlichen antisemitismus einplanzte…”

    Jetzt versucht ja wirklich jeder den Gaul zu reiten.

  39. Ich kann derzeit garnicht soviel Fressen wie ich kotzen möchte: Nicht nur das wieder einmal die Mär vom bösen Killerspiel verbreitet wird, nicht nur das CDU Politiker direkt nach der VDS schreien, nein, anstatt endlich die augen aufzumachen und zu sehen was rechtspopulisten und Netzwerke wie PI anrichten redet man vom wirren Einzeltäter.

    MW2 hat sich über 20 Millionen mal verkauft, die wahrscheinlichkeit das ein junger Mann dieses Spiel besitzt ist enorm hoch. WOW hat 11 Millionen Nutzer, auch hier ist die möglichkeit das ein junger Mensch dieses Spiel spielt nicht so gering.

    Norwegens Ministerpräsident sagte es sehr schön: Demokratie und Freiheit, jetzt erst recht.
    In Deutschland geht es genau anders herum: (nutzlose) Überwachung und weniger Demokratie, jetzt erst recht.

  40. Diese Aussagen über das Spiel sind in der Tat eine Steilvorlage. Ich hoffe, die Gamer halten da gleich öffentlich gegen, denn die einzige Chance, die Dinge richtig zu stellen ist nun mal das Auftreten in der Öffentlichkeit. Nicht immer nur Pfeiffer und Co. in den Medien zu Wort kommen lassen sondern selber mal zu diesen Diskussionen eingeladen werden, wenns sein muss mit Nachdruck. Ich hab Rey Alp leider noch nicht in den Talkrunden entdecken können, immer nur Leute, die gar keine Ahnung von Videospielen haben und sich trotzdem drüber auslassen, das darf aber nicht sein.
    Wenn die Meinung der Öffentlichkeit derart einseitig Gehirngewaschen wird was das Thema Videospiele angeht, dann muss man einfach gegen halten und “ent-waschen”.
    Wir können uns hier ja nicht bis in alle Ewigkeit über die Missinterpretationen von Videospielen unterhalten ohne selbst mehr Aufklärung zu betreiben. Wer also Kontakt mit Medien hat, der sollte nicht zu schüchtern sein, diesbezüglich die Dinge richtig zu stellen.

  41. @Capital Chaos
    Ja man könnte in einer Diskussion gegebenenfalls so argumentieren, dass das mit dem MW2-Spielen so ist als ob jemand “Avatar” gesehen hat. Ich hab “Avatar” auch gesehen, mir hat der Film nicht gefallen, usw. usf.
    Ich verstehe auch nicht warum nicht mehr Kritik an PI-News etc. geübt wird. Wer dort dahinter steckt ist ja auch namentlich bekannt: Stefan Herre. Gibt man den in Google ein erhält man gleich als viertes Bild Herre mit Ralph Giordano. Das muss man sich mal vorstellen – wie weit das alles in einen deutschen Mainstream bereits schon hineinreicht. Bis zu zumindest ehemaligen moralischen Instanzen und dabei halt auch mit zu deren “Werten”, etc. Was ein selbstherrliches Auftreten dabei alles schafft. Ich fürchte es ist hoffnungslos.

  42. Zu der angeblichen linksradikalen Gehirnwäsche:
    Die Partei die das Treffen veranstaltet hat ist mit der SPD vergleichbar, eine große Volkspartei die leicht links von der Mitte angesiedelt ist. Von “linksradikal” kann da an sich keine Rede sein. Das Pendant zu “Die Linke” ist die “Sosialistisk Folkeparti”, und selbst die sind nicht wirklich linksextrem.
    Also entweder mögen diese Israelis einfach die Leute nicht oder sie reden aus anderen Gründen Mist. Das könnte fast CSU-Stammtischgelaber in Oberbayern sein. Da ist es auch immer gleich ein “Mob” wenn sich etwa die JuSos treffen^^

    Gruß
    Aginor

  43. Bleibt nur zu hoffen, dass nach dieser schrecklichen Tat nicht wieder so krasse Diskussionen in den Massenmedien aufkommen wie nach Erfurt, Emsdetten und Winnenden…

    Man kann schlichtweg einfach nicht die Millionen von Gamern in Deutschland pauschalisieren und Computerspiele verbieten, nur weil irgendein Idiot Spiel und Realität nicht auseinander halten kann. Außerdem, was wissen diese Politiker und Medien-Fuzzis eigentlich? Ich bezweifle, dass überhaupt einer von denen je mal !unvoreingenommen! ein Computerspiel gespielt hat… Naja, nachdem Computerspiele von den Medien so zerschossen (ha!) wurden, ist das mit der Voreingenommenheit praktisch vorprogrammiert, und wir als Gamer sind sowieso gebrandmarkt; einem muss das ja heutzutage schon fast peinlich sein, weil man von allen schief angeguckt wird, wenn man “zugibt” einer “von denen” zu sein.

    P.S.: Gestern bei den RTL II Nachrichten hab ich zum ersten Mal erlebt, dass nicht nur gegen uns gehetzt wird; Gamer sind nicht weniger kontaktfreudig als Normalos, habe eine Studie ergeben. Das wird aber wohl das einzige Mal bleiben, dass man Positives über Computerspiele hört.

  44. @TheRedBull: sorry, aber die RTLII-News sind nicht die richtigen Nachrichten. Sowas müsste in der Tagesschau kommen, damit es “alle” erreicht.

  45. @Aginor
    Dieses israelische Portal auf das ich verlinkt habe hat auch nur das Treffen des Außenministers mit Jugendlichen dort dokumentiert – ich fand das auch nur deshalb interessant weil man so sehen kann wie wichtig diese (jährliche?) Veranstaltung in Norwegen offenbar ist, weil in welchem Sommerlager taucht bei uns schonmal ein Außenminister auf um über etwas zu diskutieren.

  46. @Homegrown Terrorism
    natürlich ist es Homegrown Terrorism.

    Schon die Amokläufe an Schulen kann man in diese Kategorie stecken.
    Wer solche öffentliche Massaker inszeniert gibt damit ein politisches Statement ab, und verfolgt ein politisches Ziel.
    Bestes Beispiel ist dafür der Abschiedsbrief des Amokläufers von Emsdetten, der sich nicht viel anders liest als die Rechtfertigungen welche Terroristen jeglicher Ausrichtung – egal ob nun RAF, Al-Kaida oder sonstige – für ihre Taten veröffentlicht haben.

    Die gleiche Mischung aus Welthass, Selbstgerechtigkeit und Menschenverachtung.
    Das typische:
    mimimi, die Welt ist schlecht, mimimi, ihr seit Schuld, mimimi, meine Tat wird es euch heimzahlen mimimi und ein Fanal setzen.
    Eigentlich lächerlich, wenn es diese Typen nicht bitter ernst nehmen würden.

    Natürlich ist Stigma in erster Linie ein Gamerseite die sich mit der Darstellung von Videospielen in den Medien beschäftigt, und wie erwartet werden die Medien den schlimmsten Erwartungen mal wieder gerecht.
    Aber nur weil andere Vorurteile haben sollte man sich darüber erhaben fühlen, oder fest daran glauben das andere sich nur von Vorurteilen leiten lassen.

    Den Medien zu unterstellen das sie alle Terroristen darstellen als:
    braunhäutige, dunkelhaarige, bärtige Männer die komische Namen haben und (die) aus komisch klingenden Ländern kommen ist so ein Vorurteil.
    Eigentlich denkt man bei Terroristen in Deutschland eher an hellhäutige, blonde Männer und Frauen die aus Deutschland kommen und so komische Namen wie Bader oder Meinhof haben.
    Allerdings sind die seit 1996 nicht mehr aktiv.
    Dafür gab es andere die eben in ein anderes Raster passen.

    Als typischen Terroristen sind deswegen eher die Linksradikalen und die Islamisten die üblichen Verdächtigen, die radikale rechte ist seit den Anschlägen von Bolonga und dem vom Oktoberfest eben nicht mehr so auffällig geworden.

    Vermutlich werden jetzt die Raster neu ausgerichtet.
    Und wenn ich mir das Niveau der politischen Kommentare in Gamerportalen, oder jeder x-beliebigen Webseite mit vielen Membern oder bei Nerdhöhlen wie Telepolis anschaue, wo über politisch Andersdenkende wie das Merkel oder Schwesterwelle gerne mal übelst hergezogen wird dann wundert es mich eigentlich das noch nicht schon längst jemand auf einem CDU oder FDP Parteitag ein Massaker angerichtet hat.

    Alles was es dazu braucht ist die nötige Entschlossenheit, und das macht diesen ganzen Themenkomplex so erschreckend.
    Wir sollten uns von der Vorstellung verabschieden Terroristen wären etwas besonderes. Weder sind sie besonders dumm, noch besonders schlau, noch irgendwie verrückt oder politische Visionäre. Sie begehen ihre Taten aus dem schlimmsten aller Gründe:

    Weil sie es können, und weil sie der Überzeugung sind dazu moralisch berechtigt zu sein.

  47. @Red Bull Das Problem bei der Debatte ist sogar, dass bis auf junge Kinder jeder in der Lage ist, Spie und Realität auseinander zu halten. Wenn man sich mit den Tätern beschäftigt, wird man merken, dass sie sich nicht in einen Spiel verloren haben, sondern in ihren eigenen Weltbild.

  48. diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/680543/Internet-als-Jagdgebiet-der-einsamen-Woelfe?direct=680611&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/680611/index.do&selChannel=

    einfach nur peinlich…..

  49. eher OT:
    diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/680543/Internet-als-Jagdgebiet-der-einsamen-Woelfe?direct=680611&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/680611/index.do&selChannel=

    einfach nur peinlich…..

    dasselbe in deutschland:
    diepresse.com/home/techscience/internet/sicherheit/680676/Attentat_Behoerden-wollen-Internet-staerker-ueberwachen?direct=680611&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/680611/index.do&selChannel=

  50. Ich persönlich habe gerade darüber nachgedacht. Sowie man über jedes Medium Propaganda verbreiten kann, kann man auch über jede Videospiele Propaganda vermitteln. Ich denke schon das übermittelte Botschaften aus einen Videospiel in die Realität eines Menschen einfließen können. Ich halte es aber für völlig ausgeschlossen, dass ein Mensch in der eigentlichen Welt eines Spieles verlieren kann.

  51. Jo, aber das macht das Lager nicht zu einem linken Indoktrinierungslager mit Gehirnwäsche von Jugendlichen. Ein Boykottaufruf gegen Israel macht einen auch weder zu einem schlechten Menschen noch zu einem Antisemiten.
    Wo sich politisch engagierte Jugendliche treffen wird über das Unrecht in der Welt geredet, und davon hat Israel eine gute Schippe voll ausgeteilt. Boykottieren? Ja, warum denn eigentlich nicht? Einfach so Staatsgebiet anderer Länder besetzt halten, pauschale Diskriminierung einer anderen Bevölkerungsgruppe im Land, Verletzungen von Völkerrecht an der Tagesordnung, ein bedenklicher Wandel weg von der Demokratie, und das recht schnell.
    Selbst langjährige Verbündete Israels bekommen so langsam Bedenken wenn sie sich die Lage im Land anschauen. Also warum sollte nicht ein Teil der Bevölkerung entscheiden Israelische Waren zu boykottieren? Bei anderen Ländern wurde das auch schon gemacht.

    Gruß
    Aginor

  52. @Aginor
    Genaugenommen wird ja keine israelische Ware boykottiert sondern solche, die auf palästinensischen Gebieten produziert, aber als israelische verkauft wird ; ).

  53. Es kann auch jemand plausibel behaupten, dass in Teilen des heutigen Polens eigentlich “ostdeutsche” Waren produziert werden. Wie historisch daneben das ist leuchtet dabei hoffentlich mehr ein, aber Israel-Bashing ist halt in. Warum auch immer…

  54. Folgendes ist gerade auf SPIEGEL-Online zu lesen:
    “Der Mörder von Norwegen las islamophobe Blogs, nun reagieren die Multikulti-Feinde auf seine Taten und finden seltsame Erklärungen dafür: “Videospiele”, “Multikulturalismus”, “islamische Rassisten” – schuld ist, was in das rechte Weltbild passt.”

    Sehr interessant.

  55. Am 6.11.2009 hatten Michael Trier und Markus Schwerdtel sich in einem Kommentar äußerst kritisch zu der Flughafenszene in Modern Warfare 2 geäußert. (Ich glaube, mich erinnern zu können, dass auch Christian Schmidt damals mehr als klare Worte gegen die Inszenierung des Spielabschnitts gefunden hatte.)

    Leider muss ich sagen, dass ich nicht verstehen kann, wieso viele von uns jetzt “ungerechtfertigte Panikmache” gegen Computerspiele fürchten. Was damals in Modern Warfare 2 dem Spieler angeboten wurde, kann ganz klar instabilen Persönlichkeiten als Testfeld für einen Amoklauf dienen. Als ich den Artikel damals gelesen habe, hatte ich ein so unappetitliches Gefühl in der Magengrube verspürt, dass mir klar war, dass ich das Spiel nicht spielen würde. Ich habe mir die Sequenz bei youtube angesehen, um mir ein Urteil dazu bilden zu können und fand es damals einfach abstoßend.
    Nach der Massenhinrichtung auf Utoya musste ich nach all der Zeit sofort an diese Flughafenszene denken, ohne das Spiel jemals gespielt zu haben. Dass der Mörder nun ausgerechnet Modern Warfare 2 als Testgelände Nachahmern empfiehlt, kommt für mich als Schock, aber trotzdem nicht als Überraschung. Letztlich werden damit nur Befürchtungen bestätigt, die die Gamestar/Gamepro-Redaktion damals schon hatte. Zitat aus dem oben erwähnten Artikel:

    “Das sind genau die Szenen, die wir bald bei jeder Diskussion um die sogenannten »Killerspiele« zu sehen bekommen werden. Und wir werden nicht mehr dagegen sagen können: »Halt, das stimmt so nicht!« Denn es ist wahr.”

    Natürlich stellt Modern Warfare 2 kein ideales Testgelände für Schießübungen dar. Aber als Testlauf zur emotionalen Desensibilisierung ist es sehr wohl geeignet. Denn während der Tötungen konnte der Mörder die realen Auswirkungen seiner Handlungen abstrahieren, indem er sich die Spielsequenz ins Gedächtnis rief und sich so gegen jedes Mitgefühl verschloss, falls es sich denn überhaupt bei ihm hätte einschleichen können. Zumindest befürchtete er das immerhin, denn sonst hätte er keine Testläufe bei MW2 gesucht. Und gesucht hat er sie.

    Ja, jetzt haben wir alle, nicht nur in Deutschland, wieder die Killerspieldebatte. Aber dank Actvision Blizzard und Infinity Ward gibt es jetzt “endlich” mal einen wirklich guten Grund dazu.
    Natürlich ist das Spiel nicht der Grund für die Tötungen. Aber sie war ein Element seiner Vorbereitungen. Genausowenig wie man in Zukunft Kunstdünger verbieten kann oder soll, weil daraus Sprengstoff hergestellt werden kann, sollten Ballerspiele verboten werden. Aber wenn Ballerspiele Massentötung nachvollziehbar und trainierbar machen, sollten sie genauso verboten werden wie Kunstdünger, auf dem eine Anleitung zum Bombenbau steht.

  56. @Aktaion:
    Schade, beinahe hätte ich Dir zustimmen können, denn manches was Du geschrieben hast sehe ich durchaus genauso.
    Aber natürlich ist es nicht ganz so einfach.
    Zum Ersten: Nur weil der Täter sagt er hat damit trainiert heisst das noch lange nicht dass es möglich ist. Klingt komisch, aber es gibt auch Leute die reden sich ein dass ein Tigerauge(Stein) unter dem Kopfkissen sie erholsamer schlafen lässt und dadurch ihre Leistung erhöht. Eine Wirkung der Steine wurde aber in keinem einzigen Fall nachgewiesen. Die Aussagen des Täters zu World of Warcraft z.B. sind auch ein wenig widersprüchlich wie ich das höre.
    Beim Dünger sieht die Sache anders aus. Das redet sich keiner ein, sondern das ist chemisch belegbar.
    Zum Zweiten: Das hat nichts mit dem Medium zu tun. Genauso könnte er sich durch Full Metal Jacket desensibilisiert haben (bzw. das behaupten), durch oftes Anschauen gegenüber Gewalt abstumpfen. Oder es nachspielen. Dann sind wir wieder im Bereich Rollenspiele verbieten weil man damit schädliches Verhalten trainieren kann.
    Zum Dritten: Mit solchen Verboten anzufangen ist gefährlich, denn man schafft damit Präzendenzfälle. Zudem ist es eine sehr subjektive Einschätzung ob das Spiel die Kriterien erfüllt oder nicht. Dadurch öffnet man Tür und Tor für eine – ich benutze mal einen leicht übertriebenen Begriff – Geschmacksdiktatur. Die Denkmuster sind recht einfach: Wenn Gewalt trainieren verboten ist, warum dann auch nicht X, denn X ist genauso schlimm wie Gewalt.
    Ich zitiere Joachim Herrmann “Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand infrage stellt.”
    Und zum Vierten, wenn es auch ein wenig plump erschienen mag:
    Spiele sind Kunst. Und in der Kunst muss das erlaubt sein. Die Gesellschaft muss das abkönnen. Es ist solchen Taten durch Erziehung etc. entgegenzuwirken. Verhindern kann man sie nicht. Aber die Medien spielen eine derart untergeordnete Rolle dabei (auch bei dieser Tat, die ist ideologisch geprägt, und zwar massiv. Die hätte ohne Spiele genau gleich stattgefunden) dass es egal ist.

    Sorry für die Wall of Text

    Gruß
    Aginor

  57. Islamistische Milizen in Somalia lassen gerade hunderdtausende Kinder einen furchtbaren Hungertod sterben.

    Warum hört man davon nichts in den Medien?
    Was bringen die Spenden, wenn die Hilfsorganisationen gar nicht zu den Bedürftigen kommen?

    Für mich sind die Leute dort keinen Deut besser als Brevik, aber niemand bezeichnet sie als Monster oder Bestien. Das wäre ja schließlich rassistisch.

    Statt auf Killerspiele, stürzt man sich jetzt auf Blogs wie Politically Incorrect.
    20% der Norweger haben bei der letzten Wahl eine sogenannte “rechtspopulistische” Partei gewählt, wenn es nach der deutschen Mainstreampresse gänge wäre jeder fünfte Norweger mischuld an dieser Wahnsinnstat eines Psychopathen.

  58. “Natürlich stellt Modern Warfare 2 kein ideales Testgelände für Schießübungen dar. Aber als Testlauf zur emotionalen Desensibilisierung ist es sehr wohl geeignet. Denn während der Tötungen konnte der Mörder die realen Auswirkungen seiner Handlungen abstrahieren, indem er sich die Spielsequenz ins Gedächtnis rief und sich so gegen jedes Mitgefühl verschloss, falls es sich denn überhaupt bei ihm hätte einschleichen können. Zumindest befürchtete er das immerhin, denn sonst hätte er keine Testläufe bei MW2 gesucht. Und gesucht hat er sie.”
    DIYSS = do-it-yourself social science… spekulative, alltagstheoretische Laienpsychologie.

  59. es kommt drauf an, die linken unterstützen die islamsche palestinenzer terrorgruppe hamas und fordert die bombadierung von israels. im übrigen würde eine anerkennung von palestina nichts für den frieden bringen, alle länder rund um israel sind antisemitistisch, ich glaub tunesien oder irgendwas in der nähe hat jetzt israelfeindlichekit im grundgesetz verankert. palestina würde weiter machen wie gehabt. wie irael mit palestina rumspringt ist nur die halbe wahrheit, denn palestina tut genau das selbe. die linken sins deshalb gegen israel weil antisemetismus so alt ist, wie die linken selbst.

  60. übrigens geert wilders partei ist ganze vorne im land. dass die sogenannten rechtspopulisten den anschlag unterstützen ist eine dreckige lüge.

  61. @frontal21:
    Bitte?
    Geert Wilders? Der Holländer? In welchem Land soll der ganz vorne sein? Diese Partei ist auch in den Niederlanden nicht “ganz vorne”. Wir reden hier aber über Norwegen.
    Vergleichen mit Deutschen Parteien sieht es da etwa so aus:
    SPD 35%
    CSU 23%
    FDP 17%
    Linke 6%
    Grüne 6%
    CDU 5%
    Der Rest sind kleinere Parteien.
    Es trifft es nicht ganz, und zugegebenermaßen bezeichnen manche die Fremskrittspartiet als rechtspopulistisch. Allgemein halten die meisten sie aber eher für etwas wie die CDU. Konservativ aber nicht gerade fremdenfeindlich (wobei mir manche hier auch was die CSU betrifft widersprechen werden).

    Gruß
    Aginor

  62. btw, frontal21: Dein anderer Kommentar hier ist auch Bullshit. Mal weniger PI lesen und lieber was richtiges.
    Hier der Gegenbeweis, der offizielle Polizeireport aus Oslo.
    https://www.politi.no/vedlegg/lokale_vedlegg/oslo/Vedlegg_1309.pdf

    Auf Seite 53 kann man nachlesen dass die meisten Täter Norweger waren.

    * Norweger: 38,2 Prozent
    * Europäer: 13,7 Prozent
    * Amerikaner: 2,3 Prozent
    * Afrikaner: 19,8 Prozent
    * Asiaten: 11,5 Prozent
    * Naher Osten: 14,5 Prozent


    Die Behauptung, die Du zitierst (und auch PI und andere rechte Quellen) hat ein Mann namens Pat Condell aufgestellt. Sie ist nicht beweisbar. Und Pat Condell nimmt auch niemand wirklich Ernst, er ist ein Comedian mit einem Ruf dafür, ziemlich islamophob zu sein.

    Gruß
    Aginor

  63. @TheRedBull:
    Ich weiss ich sollte es nicht tun, aber ich mache das für die anderen Leser, damit niemand diesen Mist auch noch glaubt. Frontal21 schreibt nicht nur Mist, und da muss man manchmal helfen den Mist von der Wahrheit zu trennen.

    Gruß
    Aginor

  64. Ich finde es interessant wie das ZDF über rechtspopulistische Websites berichet,sich aber gleichzeitig nicht zu schade ist am Tag des Anschlags in Oslo Sarrazin eine Plattform für seine wirren Thesen zu bieten (um 23:15 wurde in Aspekte ein Besuch Sarrazins in Kreuzberg gezeigt). Doppelmoral par excellence.

  65. Ich sehe da schon eine gewisse Hilflosigkeit die mich an den Umgang mit Rechtspopulismus in meinem Land Österreich erinnert: ich glaube ja, dass da unter politischen Oberflächlichen immer auch in Deutschland was gebrodelt hat – einigende Personen fehlten da bis vor kurzem aber noch völlig, doch mit Wilders und Co. sind diese Heilsfiguren jetzt halt auch so voll präsent.
    Indem man etwa fragt “wie blöd ist das denn” wird man das nicht bekämpfen können, oder indem man sich in seinen vorherigen Äußerungen auf irgendwelche Verträge zurückzieht – ohne dann die eigenen Vorstellungen gegebenenfalls mehr nach Ressentiments absuchen zu brauchen.
    Dieser europäische Populismus missbraucht den Staat Israel, andere missbrauchen den Populismus für Reduktionen von Tathergängen, usw.
    @Aktaion
    Diese Stellungnahmen haben sehr gut gezeigt, dass man Videospiele so nicht als Medien wie andere auch anerkennen möchte – selbst in der (deutschen) Spielepresse nicht. Man suchte damit selbst dort Schuldige mit Fingerzeigen und “haltet den Dieb” (der “Spielkultur”) schreien. Noch als Kollektiv – so als ob eine sich empörende Entrüstung von Vielen eben näher an einer Wahrheit wäre – ein Muster wie man es in unwidersprochener Form eben auch aus Sendungen wie “Frontal 21” findet. Wo auch keiner dagegenredet, sondern vielleicht höchstens zum Schweigen verdammt ist.
    Modern Warfare 2 erzählte eine Geschichte über Terrorismen in unsicheren Zeiten, wie gut oder schlecht sei dahingestellt, doch man zog es vor den dafür verantwortlichen Kreativen Gier vorzuwerfen, negativ eine kalkulierte Lust an “Provokationen” – bereits verschwörungstheoretisch unterlegt mit dem Konzern Activision – usw. Auch das ist Populismus (gewesen)
    Solange “Kultur” als etwas Normatives begriffen wird wird es so denke ich schwierig bleiben. Auch hier.

  66. ———-
    Gerade Gisela Meier auf Antenne Bayern (Radio)
    oton “Sie unterstützt keine Schnellschüsse (VDS) aber wir müssen die sache mit dem Internet, Waffen und diesen Killerspielen (SIC!) überdenken… das AAW hat auch einige EXPERTEN an der Hand deren Studien endlich gehört werden sollten”
    .
    Kurz um OTon:
    – KILLERSPIELE
    – “Internet Überdenken” (ZensurVDS)
    – EXPERTEN die gehört werden sollen (die ganze Killerspiellobby lassen sie ja nicht…”
    Happy Coding.

  67. “Natürlich stellt Modern Warfare 2 kein ideales Testgelände für Schießübungen dar. Aber als Testlauf zur emotionalen Desensibilisierung ist es sehr wohl geeignet”

    Der Mörder von John Lennon hat sich mit Salingers Catcher in the Rye desensibilisiert, Charles Manson hat John Lennons Helter Skelter als Aufruf zum Massaker verstanden.

    Soll man jetzt beides verbieten, weil die Täter diese Werke zur Vorbereitung oder Rechtfertigung ihrer Tat verwendet haben ?
    Soll man sie nicht verbieten weil sie Kunst sind ?
    Oder soll man sie gerade deswegen verbieten weil sie Kunst sind und damit viel gefährlicher für labile Menschen sind wie Werke welche als künstlerisch weniger anspruchsvoll gewertete werden ?


    @ rey Alp
    Auf Waren die von Israel in den besetzten Gebieten hergestellt werden erhebt die EU Zoll.
    Waren die in Israel gefertigt werden sind in der EU zollfrei, ebenso Waren die im Bereich der palästinensischen Autonomiebehörde gefertigt werden.
    Das ist kein Boykott, das ist eine juristische Entscheidung zu einer Zollstreitigkeit.
    Israelische Firmen können dieses Problem einfach umgehen in dem sie die Endfertigung in Israel vornehmen, oder einfach den Zoll zahlen.

    Boykottaufrufe gibt es genug, und die unterscheiden nicht zwischen Israelischen Waren aus Israel oder Israelischen Waren aus den besetzen Gebieten.
    http://www.bdsmovement.net/bdsintro
    The campaign for boycotts, divestment and sanctions (BDS) is shaped by a rights-based approach and highlights the three broad sections of the Palestinian people: the refugees, those under military occupation in the West Bank and Gaza Strip, and Palestinians in Israel. The call urges various forms of boycott against Israel until it meets its obligations under international law by:

    Ending its occupation and colonization of all Arab lands occupied in June 1967 and dismantling the Wall;
    Recognizing the fundamental rights of the Arab-Palestinian citizens of Israel to full equality; and
    Respecting, protecting and promoting the rights of Palestinian refugees to return to their homes and properties as stipulated in UN Resolution 194.

    The BDS call was endorsed by over 170 Palestinian political parties, organizations, trade unions and movements. The signatories represent the refugees, Palestinians in the OPT, and Palestinian citizens of Israel.

    Boycotts target products and companies (Israeli and international) that profit from the violation of Palestinian rights, as well as Israeli sporting, cultural and academic institutions. Anyone can boycott Israeli goods, simply by making sure that they don’t buy produce made in Israel or by Israeli companies. Campaigners and groups call on consumers not to buy Israeli goods and on businesses not to buy or sell them.

    Israeli cultural and academic institutions directly contribute to maintaining, defending or whitewashing the oppression of Palestinians, as Israel deliberately tries to boost its image internationally through academic and cultural collaborations. As part of the boycott, academics, artists and consumers are campaigning against such collaboration and ‘rebranding’. A growing number of artists have refused to exhibit or play in Israel.

    In den Fabriken die diese Waren herstellen arbeiten nicht nur jüdische Israelis, sondern auch arabische und drusische Israelis (immerhin 20% der Bevölkerung) sowie Palästinenser.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Arab_citizens_of_Israel
    Soll man die mit dem Boykott mit bestrafen, weil sie für die Israelis arbeiten ?

    Und wenn man Israel wegen der Diskriminierung der Palästinenser und ihrem Recht auf Rückkehr boykottiert , müsste man dann nicht auch Ägypten, den Libanon, Kuwait und die anderen Golfstaaten boykottieren, in denen die Palästinenser als Bürger zweiter Klasse leben müssen ?
    http://en.wikipedia.org/wiki/Palestinians_in_Lebanon
    http://en.wikipedia.org/wiki/Palestinian_expulsion_from_Kuwait
    http://en.wikipedia.org/wiki/Saudi_Arabia#Population_and_language

    Over 400,000 Palestinian refugees live in Lebanon, who are deprived of certain basic rights. Lebanon barred Palestinian refugees from 73 job categories including professions such as medicine, law and engineering. They are not allowed to own property, and even need a special permit to leave their refugee camps. Unlike other foreigners in Lebanon, they are denied access to the Lebanese health care system. The Lebanese government refused to grant them work permits or permission to own land. The number of restrictions has been mounting since 1990.[35] In June 2005, however, the government of Lebanon removed some work restrictions for a few Lebanese-born Palestinians, enabling them to apply for work permits and work in the private sector.[36] In a 2007 study, Amnesty International denounced the “appalling social and economic condition” of Palestinians in Lebanon.[37]

    An estimated 240,000 Palestinians are living in Saudi Arabia. They are not allowed to hold or even apply for Saudi citizenship, because of Arab League instructions barring the Arab states from granting them citizenship. Palestinians are the sole foreign group that cannot benefit from a 2004 law passed by Saudi Arabia’s Council of Ministers, which entitles expatriates of all nationalities who have resided in the kingdom for ten years to apply for citizenship with priority being given to holders of degrees in various scientific fields

    Und haben wir Deutschen etwas falsch gemacht, als wie die Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien integriert haben, statt sie in Lager zu sperren um sie als politische Spielsteine zu gebrauchen ?

    Es ist bezeichnend das sich in der Deutschsprachigen Wikipedia kaum etwas zur Behandlung der palästinensischen Flüchtlinge durch ihre arabische Brüder findet:

    Lebensbedingungen, Bevölkerungswachstum und Gewalt
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stinensisches_Fl%C3%BCchtlingsproblem
    Die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland werden trotz ihrer Zugehörigkeit zu den Palästinensischen Autonomiegebieten bis heute vom UNRWA mehrheitlich als Flüchtlinge geführt und sind zumeist faktisch staatenlos. Selbiges gilt auch für die Palästinenser, die bis heute in Flüchtlingslagern im Libanon[2] und in Syrien leben. Trotz der schwierigen Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern und den durch Israel besetzten Gebieten findet vor allem in letzteren ein anhaltendes Bevölkerungswachstum statt. Von 1967 bis 2002 stieg die Zahl der Palästinenser in den Gebieten von 450.000 auf 3,3 Millionen. Die Geburtenrate im Gazastreifen gehört seit Jahren zu den höchsten der Welt. Etwa die Hälfte aller Bewohner der besetzten Gebiete und Flüchtlingslager sind unter 15 Jahre alt.[5][6]

    Dafür ist es nicht unüblich das Gruppen die sich besonders mit die Palästinensern solidarisieren Gaza als Freiluft-KZ zu bezeichnen und Israel Politik gerne als gleichwertig mit der Diskriminierungs- und Vernichtungspolitk oder der Nazis dargestellt.

    Was sind das eigentlich für KZs in denen die Bevölkerung wächst ?
    Ist das der Beleg das es den Israelis an der nötigen deutschen Gründlichkeit fehlt, ein ordentliches KZ zu führen ? ;)

  68. @ThomasR04IG,
    “Wer ist “man” und was fällt ihm ein so etwas zu verbreiten?”
    .
    Also in diesem Ton fangen wir schon mal gar nichts zusammen an.
    Aber ich bin ja ein netter Typ und will mal nicht so sein.
    Mit “man” sind kriminologische Psychologen (nicht Pfeiffer)und Profiler gemeint, nicht “normale” Psychologen.
    Ich verbreite es, weil es leider die Wahrheit ist.
    Mal was anderes als Bildniveau :)
    .
    “Pathologie ist doch dadurch gekennzeichnet, dass es einem Menschen an (sozialer, emotionaler) Intelligenz (an Empathie) mangelt.
    Und der Plan dieses Typen (afaik) ist auch nicht sonderlich originell, vielleicht gut geplant, aber nicht originell/kreativ.”
    Pathologie hat nichts mehr mit lebenden Menschen und Geisteszustände zu tun.
    Sozialer, emotionaler und Empathiemange machen solche Leute gerade im Bereich “Töten” sehr clever.
    Wärend die meisten 0815 Mörder bzw. Geistesgestörte nur einen 1/4 Plan haben, und der beschränkt sich meist nur auf die Mordszene des mutmaßlichen Opfers, haben Täter wie der aus Norwegen einen weit aus längeren Plan geschmiedet.
    Eher 3/4.
    Die Bombe in Oslo war nur Ablenkung und sollte die Sicherheitskräfte ein wenig beschäftigen damit er sein eigentliches Vorhaben so lange wie möglich ungestört durchziehen konnte.
    Was ihm leider auch gelang.
    Und es würde mich nicht wundern, wenn sein Plan noch irgendwie weiter geht.
    Er sieht sich als Held, aber was sind Helden in der Regel?
    Richtig, tot!

  69. @der_typ: kinderhandel ist in china weit verbreitet, man darf nur ein kind haben. die waren wahrscheinlich einfach zu faul/dumm um zu verhüten und hatten kein bock sich u mdie kinder zu kümmern. dass sie ihre kinder verkauften, um geld für onlinespiele zu kriegen, halte ich da eher für unsinn.

  70. Ach ja, die schöne Propaganda von heute! Früher hatten die Juden an allem Schuld egal was passierte, dann wars der Russe und jetzt eben der Islam! Ach die Welt ändert sich nie. Irgendwo explodiert ne Bombe und sofort;” Der ISLAM HATS GETAN DER ISLAM! Ja natürlich wer solls den sonst auch gewesen sein nich? Die Welt ist ein Irrenhaus nicht mehr und nicht Weniger!

  71. Momentan habe ich das Gefühl, dass die Diskussion über die Games unter den Spielern gerade stärker ausgeprägt ist wie unter den Politikern.

    Man muss den Computerhassern nicht noch zusätzlich ne Lobby geben. Weniger is da mehr.

  72. Momentan habe ich das Gefühl, dass die Diskussion über die Games unter den Spielern gerade stärker ausgeprägt ist wie unter den Politikern.

    Man muss den Computerhassern nicht noch zusätzlich ne Lobby geben. Weniger is da mehr.

  73. Finds auch furchtbar, dass fast jede Gamingseite das Gesicht des Attentäters auf der Startseite hat.
    Nur GamersGlobal war so intelligent auf eine News zu dem Thema zu verzichten.

  74. Trinity: der Attentäter bzw. Bilder von ihm werden überall gezeigt. Die Medien machen den wirren Typen gerade unsterblich. Das ist doch ein gutes Argument für Nachahmer: auch wenn das Gericht die Medien aussperrt (mit gutem Grund), die Medien heroisieren den Attentäter weiterhin.
    Warum heroisieren? Nun, wer oder was ein Held ist, das entscheidet jeder für sich. Wer zB der Meinung ist, dass der Attentäter “richtig” gehandelt hat, der wird in der Medienberichterstattung eine Heroisierung erkennen. Da wird ein beinahe Märtyrer produziert.

    mMn sollten die Namen und Gesichter aller Attentäter/Straftäter nirgendwo gezeigt werden. Man darf gerne über die Tat berichten, aber nicht so, dass der Täter im Mittelpunkt steht. Jeder kennt den Amokläufer von Winnenden, also jeder kennt den Täter. Jeder kennt sein Gesicht. Jeder kennt ihn in Kampfkleidung dank diverse Fotomontagen. Aber niemand kennt die Opfer. Traurig aber wahr.
    Und genau dieser Umstand ist eine Steilvorlage für alle Nachahmer.

    Und der Norweger versucht ja auch mit möglichst wirren Thesen aus seinem “Manifest” in die Medien zu kommen. Doch die meisten Journalisten und Personen der Öffentlichkeit (u.A. Politiker) sind einfach zu blöd um das offensichtliche zu erkennen.

    Und so wird die Bühne für solch abschuliche Taten immer größer. Jede Zeitung stellt noch Scheinwerfer und Mikrofone auf, damit Nachahmer auch ins rechte Licht gerückt werden und sicher sein können, dass der Mörder immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, als das Opfer.

    Unsere Medienlandschaft kotzt mich an!

  75. @Alreech
    Ich habe nie behauptet, dass das Urteil einen Boykott darstellt, sondern damit allein meine Spitzfindigkeit belegt, dass es sich bei den geforderten Boykott israelischer Waren gar nicht um einen Boykott israelischer Waren handelt.

  76. ZDF-Chefredakteur Peter Frey befindet, dass Breivik “Jugendliche wie Aliens in einem Computerspiel abgeschossen” habe.
    .
    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8301077,00.html (Video “Breiviks Taten sind Gotteslästerung”)
    .
    Beachtlich, dass Herr Frey ausgerechnet ein solches Statement in einem Kommentar über Religion und Fundamentalismus fallen lässt. Hätte es bei Breivik nicht naheliegendere Vergleiche gegeben, die mehr mit seinem Waffenbesitz zu tun gehabt hätten? Und selbst wenn, was haben “Aliens” mit MW2 oder “abschießen” mit WoW zu tun?

  77. “Momentan habe ich das Gefühl das die Diskussion über die Games unter den Spielern gerade stärker ausgeprägt ist wie unter den Politikern. ”


    Merk ich auch. In der Presse war das nur für einen Tag ein Thema und nach den Beschwerden wurde das wohl eingestellt (gut so!) aber auf den Spieleseiten geht die Disku trotzdem weiter. Warum auch immer, das Thema ist längst durch und die Spiele kein Thema mehr.

  78. Zu den ZDF Beitrag zumindest ist hat er nicht bemerkt, dass die Figuren bei MW2 wie Menschen aussehen und nicht wie Aliens ;)

  79. @Alle die sagen, dass sollten wir nicht so ernt nehmen:
    siehe Deppendorf siehe Gisela Meier vom AAW und seht all jene die auch auf diesen Pfaden wandern: Die Spielekritiker sind in den Startlöchern und warten darauf zuzuschlagen sobald sie ihre Aktionen anfahren (2-3 Wochen) werden wir aus dem Schaudern nicht mehr rauskommen… Ich denke wir werden in den nächsten Monaten wieder viel Material für die Zitatdatenbank bekommen. Politiker und Experten werden Niveaulimbo spielen und wir bekommen deren Unwissenheit um die Ohren geschlagen… nach dem Tiefpunkt wird es wie immer im Hintergrund weiter schwelen (wer kennt es nicht, dass bei vielen Themen plötzlich auch auf Killerspiele geschlagen wird).

    Ein anderes Problem ist auch, dass die Normalen Leute wieder beeinflusst werden also das alte Großmütterchen welches keinen Computer hat wird bei WOW gleich wieder an die Tat erinnert. (Übertreibung, aber ein nettes Beispiel). Es ist nunmal ein Schaden welchen die Kritiker anrichten und uns die Arbeit (Anerkennung der Spiele als Hobby) erschweren.

    Happy Coding.

  80. Naja, vielleicht ist es ja wirklich so, dass Sachen wie die Szenen in MW2 oder Filme wie Rampage von Uwe Boll (übrigens ähnliche Szenerie: erst Bombe gegen Autoritäten, dann Massenhinrichtung + Veröffentlichung eines “Manifest”, das Tat als Bevölkerungspolitik bezeichnet) den Wahn bei Breivik in irgendeiner Form begünstigt haben?

    Ich finde dass man darüber sprechen können muss, ohne dass es gleich einen Aufschrei bei den Zockern gibt. Über die “Counterstrike macht Kinder zu Killern”-Phase ist man schließlich einigermaßen hinweg.

  81. @ Faulpelz
    Diskutieren gut und schön, aber diskutiert wird nicht in der “Killerspiel”-Debatte, sondern Falschaussagen werden Tatsachen gleichgesetzt. So gesehen, sind wir noch über keine Phase hinweg. Es wird nur nicht mehr ausgeführt, was nicht wenige Menschen über Shooter denken.

  82. Ich finde dieser ganze fall ist eher in schönes beispiel wozu es führt wenn wir uns weiter dieser islamophobie und panikmache hingeben die schon seit jahren von politik, kirchen und medien geführt wird.

    Breivik ist das geistige kind eben dieser propaganda, christlicher hardliner der in den iraq/afghanistan kriegen die kreuzzüge reloaded sieht. Er ist übrigens nicht alleine mit dieser haltung, vorallem in republikanischen kreisen in amerika ist diese geisteshaltung sehr verbreitet.

    Im endeffekt ist diese ganze aktion nix anderes als das westliche gegenstück zu islamischen extremisten. Die einen wollen die “ungläubigen christen” killen wärend die anderen die “ungläubigen moslems” los werden wollen. Selber bullshit blos in einer anderen farbe..

    Vor diesem hintergrund wundert es mich auch nicht wenn Breivik MW2 als tolle simulation sieht, immerhin kann er in MW2 seinen neuen kreuzzug nachspielen und ganz viele turbanträger abknallen. Da dies genau seiner weltvorstellung entspricht hat er sich dort natürlich wohl gefühlt.

    Und ja WoW als alibi zu nutzen ist auch nicht so abwägig… habe mich zu meiner WoW zeit oft genug von sozialen ereignissen verabschiedet mit der aussage “muss zum raid”. Von daher kann ich mir auch hier gut vorstellen das Breivik dieses alibi prima zu nutzen wusste.

    Typischer fall von jemandem der sich die medien nach seinem geschmack/bedürfnissen aussucht und nicht etwa ein fall von medien die seine/n bedürfnisse/geschmack geprägt haben..

  83. Was können wir tun ?
    Beispielsweise unfundierten Meinungen wie denen von Densor wiedersprechen.
    Die Kriege in Afghanistan und Irak haben weniger mit Christlichen Kreuzzügen zu tun, als viel mehr mit dem Massakern in Somalia, Ruanda und Bosnien die dazu geführt haben das schon unter Clinton ( Kosovo-Krieg 1999 ) der traditionelle Isolatismus der Amis durch Interventionsbereitschaft ersetzt wurde.
    Die neokonservativen Vordenker dieser Politikänderung haben auch mehr mit Leo Strauß zu tun als mit Christlicher Ideologie:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Strauss#Leo_Strauss_und_die_praktische_Politik

    Nur weil die Amis God Bless sagen wenn jemand niest und sogar Crusades against Breast Cancer führen sollte man nicht behaupten sie zetteln Religionskriege an.
    Oder ist das eingreifen der Amis im zweiten Weltkrieg auch ein Kreuzzug reloaded gewesen ?
    Immerhin hat der damalige General und spätere Präsidant Eisenhower die Landung in der Normandy als beginn einen großen Kreuzzuges bezeichnet… klarer Fall von christlichen Fundamentalismus, oder ? ;-)
    http://www.jcs-group.com/military/aapicts/_eisenhower_letter.jpg

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