Mehrheit der Deutschen für „Killerspielverbot“

(bild) Eine diese Woche im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführte repräsentative Emnid-Umfrage kommt zum Ergebnis, dass 64 % der Deutschen ein Verbot von „Killerspielen“ befürworten, während sich 33 % dagegen aussprechen. Dabei gibt es in den verschiedenen Altergruppen beträchtliche Unterschiede: So stimmen 89 % der Renter für das Verbot, aber lediglich 32 % der 14 – 29 Jährigen. Die Zahl der Befürworter entspricht somit in etwa dem Level der letzten Jahren: So sprachen sich 2006 und 2007 mit 59 und 65 % eine vergleichbare Anzahl von Befragten für ein Verbot aus.

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(Dank an Darkfire für den Hinweis.)

53 Gedanken zu “Mehrheit der Deutschen für „Killerspielverbot“

  1. Ich sehe keine Relevanz! Ehrlich nicht! Was will Bild denn kompetent mitreden? Die machen doch nur Meinungsmache um zu verkaufen. Ob deren Info überhaupt einen Wahrheitsgehalt hat, ist doch höchst fraglich! Wenn das jetzt in einem eher seriösen Blatt gestanden hätte (wie z.B. Focus oder Spiegel), dann hätte ich da etwas länger drüber nachgedacht. Aber die Bild…?!??

  2. @ThomasR04IG
    Weil das Ding repräsentativ ist, wird das die Meinung der Mehrheit sein.

    @Laberwurschd
    Ich würde mal sagen, dass man bei Instituten wie Emdnid davon ausgehen können sollte, dass sie ihr Niveau nicht dem des Auftraggebers anpassen.

  3. @ThomasR04IG Das nennt man Statistik. Man braucht nur ca. 1000 Menschen um eine Statistik bis auf wenige % auf ganz Deutschland beziehen zu können. Da gabs mal n hübsches Youtubevideo.

  4. die bild zu hassen ist einfach, aber auch wenn die bild viel scheiße verbreitet, ist nicht alles davon humbug. wenn 504 leute befragt wurden und dieses ergebnis kommt dabei raus, dann ist das eben so.
    dass sie ihre eigene statistik verfälschen würden, halte ich für weit hergeholt.
    dass eine ältere person, die nicht mit solchen spielen aufgewachsen ist, nichts von den spielen mitbekommt, außer, dass sie ständig mit gewalttaten in verbindung gebracht werden und ständig über ein verbot verhandelt wurde, und jugendliche viel zeit damit verbringen. verwundert mich nicht und verärgert mich auch nicht.
    ich verstehe nur nicht was für 14 – 29 jährige gegen solche spiele sind.

  5. Ich halte diese Erbnisse für sehr realistisch. Ich finde jegliche Umfragewerte persönlich erschreckend. bDas ist nun mal das Werk von schlechter Berichterstattung und Hetze.Ich sehe demnächst auch wieder ein zumindest geplantes Verbot kommen.

  6. @Rey Alp
    Über Emnid habe ich schon sehr kritisches gelesen. Wie war die Frage genau formuliert, auf die die Mehrheit so entschieden mit Ruf nach Waffenverbot reagiert haben soll?
    .
    Und was heute in der Bild die Mehrheit meint, ist morgen schon wieder Schnee von gestern. Wozu da die Aufregung? Lohnt sich doch nicht! Wartet nur ab bis diese Finanzkrise uns so richtig derbe am Wickel hat. Da brauchen wir über Computerspiele überhaupt nicht mehr reden! Das wird dann plötzlich von anderer Seite ganz schnell sehr ernst.

  7. @Egozid du wirst überhaupt nicht glauben, wie viele auch in dieser Altersgruppe gibt, die Videospiele für ein reines Nerd Hobby halten und denken, dass virtuelle Gewalt zwangsweise zu realer Gewalt führt.

  8. @Egozid
    Das sind wahrscheinlich Personen, denen ein y-Chromosom fehlt.

    @Laberwurschd
    Dass es gegen Meinungsforschungsinstitute Bedenken gibt weiß ich – aber das ist unabhängig davon der Fall, ob diese nun vom Spiegel oder von der Bild beauftragt werden.

  9. Das Meinungsforschungsinstitut kann ja sauber gearbeitet haben, aber ist die Wiedergabe der Ergebnisse in BILD richtig?
    Wenn wir das bejahen, dann sind 80% der Deutschen für eine Überwachung des Internets – das wäre beängstigend. Aber dazu müsste man die Formulierung der Fragen kennen. Vielleicht würde es sich dann etwas relativieren.

  10. Die Aussage, dass insgesamt 64% auf die (wie auch immer formulierte) Fragestellung, ob „Killerspiele“ verboten werden sollten, mit „Ja“ geantwortet haben, glaube ich sogar der Bild. Bei 504 Befragten allerdings Rentner und Jugendliche als gesonderte Gruppen zu betrachten – das ist alles andere als repräsentativ. (Wobei die Angabe das Ergebnis eher relativiert als verschärft: Die Mehrheit der Ablehner hat womöglich noch nie ein Computerspiel gesehen.)

    PS: Zudem fällt im Vergleich auf, dass die Befragten lieber mehr online überwacht werden wollen als Computerspiele verbieten zu lassen.

  11. @Laberwurst
    Focus und Spiegel seriös? Das passt nicht zusammen.

    @Egozid
    Das sind meistens Kinder erzkonservativer Eltern die in der Regel kaum bis gar nicht in den Kontakt mit Spielen kamen, zudem sind dort viele Mädchen vertreten die ja eher Gewalt verabscheuen als Jungens es tun aber die sind natürlich auch dabei.

    @All
    Wenn man auch bedenkt was fast über ein Jahrzehnt an Hetze und Lügen anrichten sollte das Ergebnis keine Überraschung sein und bedenkt das vor allem die 40+ Leute enorm gegen alles neue sind besonders wenn sie sich damit nicht auskennen und sich die Meinung über die Spiele durch angebliches Fachwissen dritter eingeprägt und eingeholt haben. Zudem wollen viele Menschen das einfach irgendwas getan wird gegen Gewalt ganz egal was und desweiteren schwingt da die Hoffnung mit das alles besser wird wenn man nur hart genug gegen alles vermeintlich schlechte und beeinflussbare vorgeht. Und es schwingt auch Fremdenfeindlichkeit oft mit, „das sind die und wir sind wir und die sind Gefährlich und suspekt also lasst sie uns bekämpfen und ihnen ihre Mittel abnehmen“, damit sind WIR gemeint und UNSER Hobby.

  12. @ReyAlp
    Mal kurz nachgeschlagen: 2010 hatten wir 80% der Haushalte mit Computer, 77% davon mit Internetanschluss. Haushalte wohlgemerkt! Die Umfrage basiert demnach auf einem nicht unerheblichen Teil von Befragten, die gar nicht über einen Rechner verfügen. Dass jemand Überwachung fordert, für etwas, was ihn gar nicht betrifft, macht die Umfrageergebnisse nicht repräsentativer.
    Ich würde die Zahlen mit großer Vorsicht genießen.

  13. @purchaser
    Die Argumentation finde ich etwas gewagt – ich bin auch gegen Angriffskriege, obwohl ich gar keine Armee besitze. Dass ich das nicht tu, soll jetzt meinen Standpunkt entwerten?

  14. Auf bild.de wird die Frage leider auch nicht angegeben.
    Je nachdem wie die Frage gestellt wird können die Antworten sehr unterschiedlich ausfallen.

    1. „Sind Sie für ein Verbot von Killerspielen, um zukünftige Massaker an unschuldigen Kindern und Jugendlichen, wie gerade in Norwegen passiert, zu verhindern?“
    2. „Sind Sie für ein generelles Verbot von Computerspielen in denen Gewalt vorkommt, so dass auch Erwachsene solche Spiele nicht mehr legal erwerben können?“

  15. bzw. um das kurz zu erläutern: Eigentlich solltest du immer alle befragen, das ist aber zu teuer und umständlich (und würde mich auch nerven wenn ich jede Woche 2mal Stellung beziehen müsste). Also werden nur kleine Gruppen befragt. Damit deren Ergebnisse auf alle Menschen übertragbar sind (kleine Abweichungen sind normal) müssen es genügend Leute sein (was bei 500 so eigentlich gegeben ist) und die Gruppe muss repräsentativ sein (d.h. wenn du 500 Hells Angels oder 500 Mitglieder der NPD-Rentnergruppe befragst kommt da bei manchen Fragen bestimmt nicht die Mehrheitsverhältnisse raus wie wenn du alle Deutschen fragen würdest).
    Dein Argument ist dass die Leute über etwas entscheiden wovon sie nicht betroffen sind. Das hat mit Repräsentativität nichts zu tun, das Argument geht in eine andere Richtung.

  16. Wenn man jemanden fragt ob er oder sie für die Verbannung eines (anderen) Übels aus der Welt ist wird man wohl ein ähnliches Ergebnis erreichen. Hier wird sich jedoch offenbar gleich wieder auf irgendwelche statistische Formeln versteift.
    Angriffskriege sind darüber hinaus noch wesentlich leichter zu bestimmen: das geht über das Völkerrecht schon.
    Mit „Killerspielen“ verhält es sich jedoch ganz anders – ähnlich wie mit Pornografie, „Schundromanen“ oder „Gewaltmusik“: und das wird letztlich auch der Grund sein weshalb es in der Schweiz zu keinem „Killerspielverbot“ kommen wird. Deutsche Amtsgerichte können ihre Befugnisse in Einzelfällen umsetzen, in der Schweiz wird es vielleicht RC-Listen über die PEGI geben, ähnlich wie in Australien oder (früher) in Großbritannien (bei den Video Nasties), aber ein „Killerspielverbot“? Wenn man mich fragen würde ob ich für ein „Killerspielverbot“ wäre könnte ich ebenfalls „ja“ sagen, wüsste ich was damit gemeint, darunter verstanden wird.
    Ich bin nämlich zum Beispiel dafür, dass Videos von Hinrichtungen nicht verbreitet werden – und als Dokumentationen von Straftaten selbstverständlich auch nicht hergestellt.
    Das Problem bleibt eine Wahrnehmung bestimmter inkriminierter Games, von (einer Freude an) Gewaltdarstellungen: und das nicht nur in einer Allgemeinbevölkerung, sondern vielfach – zumindest im deutschsprachigen Raum leider – auch unter Gamern, in der Medienwissenschaft und Spielpresse, dass nämlich Inhalte bestimmt gesehen werden. Dann handelt „Resident Evil“ bereits vom bösen Bürger der massakrieren würde, dann sind die Aufgabenstellungen der Games in den Köpfen eben so festgelegt. Genau so wie sich in Deutschland scheinbar niemand beschäftigen möchte, damit schonmal auch niemand belästigt werden will, worum sich das angeblich ach so „menschenverachtende“ „Manhunt“ inhaltlich dreht. Dann wird alles auf irgendwelche Gewaltdarstellungen reduziert.

    Sowie abgesehen von der Bildzeitung: der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages konnte dereinst auch unwidersprochen daher palavern, dass ein „Killerspielverbot“ rechtlich kein Problem sei – „Killerspiele“ selbst konkretisieren brauchte dazu auch dieser nicht.

  17. Ich sehe eher in der Umfrage folgendes: 64% der Deutschen sind durch alle Maschen und Sicherungsnetze des Bildungsystems hindurchgefallen. Wobei alleine schon die Tatsache, dass Menschen BILD lesen ein gewisses „Indiz“ darstellt… aber lassen wir das.

    Praktisch kann man ohne die genaue Frage wenig dazu sagen. Solche Fragen sind leider sehr häufig auf eine beeinflussende Art und Weise gestellt. Niemand, erst recht nciht jemand, der von BILD beauftrag wurde, würde folgende Frage stellen:
    „Wollen sie Videospiele, die Gewalt darstellen auch für Erwachsene verbieten?“

    Aber insgesamt ist das große Problem bei der Sache, dass zuviele der älteren Menschen gar keine Videospiele spielen. Und der dumme Pöbel da draußen hat die einfache Einstellung: „das verbot betrifft mich nicht, also bin ich dafür!“. Schaut man sich dann den demografischen Wandel genauer an, dann kann man einfach mal sagen: Die absolute Mehrheit aller Personen u30 spielt Videospiele. Bis 40Jahre wird es schon massiv weniger. Ich behaupte daher einfach mal, dass 36% der deutschen Videospiele spielen. Und der Rest will alles verbieten, was sie selbst nicht nutzen.

    Das ist eine ähnlich erbärmliche Geisteshaltung als würde ich sagen: „ich interessiere mich nicht für Fussball, also bin ich für ein Verbot von Fussball!“. Analog dazu die Online-Überwachung und die „Ich habe nichts zu verbergen“-Fraktion.

    Das tolle bei solchen Umfragen: Man kann immer davon ausgehen, dass 80% der deutschen wirklich so dummes und erbärmliches Pack ist, dass dieser Anteil jede Umfrage dominieren wird. Egal ob gegen Videospiele, für Onlineüberwachung oder sonstwas, was gerade „in“ ist.

    So hat das in der Vergangenheit auch in den USA funktioniert… siehe Pen and Paper Rollenspiele und anderes…. man muss nur Ängste schüren und das Pack schießt sich sofort darauf ein.

  18. Man kann Bildzeitungsleser sein und anständig sein, dann ist man nicht intelligent.
    Man kann Bildzeitungsleser sein und intelligent sein, dann ist man nicht anständig.
    Man kann anständig und intelligent sein, aber dann ist man nicht Bildzeitungsleser.

    Was die Bild schreibt sollte man generell ignorieren.

  19. Diese Emnidumfragen sind nicht wirklich repräsentativ.
    Es gab doch letztes Jahr dazu einen Bericht, dass bei diesen Umfragen immer gern „geschönt“ wird.
    Heute stand da auch eine Umfrage drin, hab aber keine Ahnung mehr worum es ging.

  20. Ich mag repräsentative Umfragen.
    Die Meinung eines Befragten steht stellvertretend für die Meinung von ca. 162.698 Einwohner.

    Ich kenne keine der rund 323 (64%) Großstädte (>=100.000 Einwohner) die für ein Verbot von „Killerspielen“ sind. :D

  21. @Pyri
    Das gleiche, ich habe dir doch mal von meinen Schulexperiment erzählt wo ich mit meiner Klasse das gemacht habe (das war zwar vor über 10 Jahren aber das funktioniert heute auch noch, wahrseinlich sogar noch leichter weil die Leute Jahrelange Panikmache in allen Lebenslagen ausgesetzt waren und sind) was die Medien auch tun, etwas ganz schlimm beschreiben, Worte und Umschreibungen nutzen und angebliche Expertenmeinungen und Studien kundtun, am Ende hatten wir eine Überwältigende Mehrheit für ein verbot von WASSER!!! zusammen bekommen, man muß den Leuten nur Angst machen, dann wollen die alles verbieten.

  22. Uh, ja dieses gefährliche H2O, Leute können ganz leicht darin sterben und es wird für die Erzeugung von Atomkraft benutzt…. :D

    @Rey Ich weis, die gehören wohl auch zum selben Verlag.

  23. Interessanterweise finde ich englische Linkseite:
    http://www.computerandvideogames.com/313628/blaming-video-games-for-real-life-tragedies-is-racist-suggests-psychologist/

    Pyschologe Ferguson sprach sich dabei ganz deutlich gegen diese Hetzerei gegen Games aus. Er kritisiert dabei, daß Fernsehen und Zeitungen öfter gegen Computerspiele
    hetzen, indem die Computerspiele an „Amoklauf“ schuld waren!

    Siehe auch Linkseite in Deutsch:
    http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=100707

  24. „Your comments is awaiting moderation“ Dieser Text war nichts von mir!
    (Ich bin erstaunt, wie kamm der Text denn ?) ;-)

    Grüße von Pirat72

  25. Man sollte wohl besser Emnid denn Bild als Quelle angeben – übrigens scheint bei einer zweiten Umfrage die momentan auch durch den (virtuellen) Blätterwald geistert ein ähnliches Ergebnis herausgekommen zu sein: 68% sprachen sich danach für ein NPD-Verbot aus…

  26. Ich muss in einer Sache vehement widersprechen. Ich bin 56 Jahre alt und in meinem Bekanntenkreis spielen alle (!) Videospiele. Das ist ein Mythos, dass nur die jungen Leute sich mit diesem Hobby beschäftigen. Rechnet doch einmal bis in die 80er zurück, da waren wir Anfang, Mitte 20 – natürlich haben wir da schon gespielt.
    Etwas anderes ist die Formulierung so einer Umfrage. Ich wette, richtig gefragt, würde vielleicht gerade mal eine Handvoll User hier im Forum ein „Killerspiele“-Verbot nicht unterschreiben.

  27. purchaser: mein Vater ist nun auch ende 50 und spielt auch leidenschaftlich gerne Diablo2 und Strategiespiele. Dennoch musste ich viel(!) überzeugungsarbeit leisten, damit er Firstpersonshooter (will das andere Wort nicht verwenden, weil das ZDF doof ist) nicht weiterhin so abstoßend findet, dass er diese verboten sehen wollen würde.
    er ist der pfeifferschen Propaganda voll aufgesessen. Mittlerweile (auch nach bissl Probespielen – ausgerechnet Q3 ^.^) weiß er auch, dass diese Spiele mehr sind, als sogenannte Experten und die Medien verbreiten – nicht nur mehr, sondern auch anders.

    worauf ich hinaus will: dass jemand der ü40 spielt, bezweifelt wohl niemand. Aber es sind wenige und sie spielen idR andere Spiele.
    Anders gesagt:
    -> Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gamer zu treffen sinkt mit steigendem Alter
    –> Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gamer zu treffen, der begeistert Firstpersonshooter spielt sinkt mit steigendem Alter

    Und damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit in den höheren Altersklassen Menschen zu treffen, die Firstpersonshooter nicht verboten sehen wollen.

  28. @maSu
    Habe ich mit meinen Vater ähnlich gemacht, habe ihn mal Socom US Navy Seals zocken lassen mit Headset für das Game, das hatte ihn doch ganz gut gefallen obwohl er eigentlich keine Spiele spielen mag, der war auch einer der größten Aktionspielgegner in meinen privaten Umfeld. Habe ihn dann erklärt und gezeigt das dieses ach so gefährliche Counterstrike vom Prinzip her ziemlich gleich ist nur das man halt die Figur nicht von hinten sieht sondern das Geschehen aus dessen Augen erlebt, das man sieht was die Figur sieht, seitdem ist soweit Ruhe mit Sätzen wie: Hoffentlich wird es bald verboten aber bis dahin war es Jahrelange Arbeit ihm überhaupt mal zum spielen zu bewegen.

  29. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wieso man jemanden überhaupt zum spielen sozusagen so bewegen möchte, wenn diejenige Person das nicht leiden kann. Ich mein: das kommt mir immer so vor wie Missionarsarbeit in einer Religion… Bei meinen Eltern ist das etwa so, dass meine Mutter zwar auch in Deutschland ehemals indizierte Actionfilme sehr gerne hat, mein Vater diese aber schonmal auch nicht gut leiden kann. Dann ist das nunmal so – und der Geschmack eines Anderen wird dahingehend aber auch zumindest toleriert.
    Man muss doch nichts und niemanden mögen, nur weil das/den ein anderer Mensch mag –
    Ist wohl mit eine Mentalitäsfrage…

  30. @Pyri
    Das wird getan damit zumindest die eigenen Eltern sich Live und in Farbe ein Bild davon machen können das die Medien nur Unsinn erzählen, wenn sie die Dinger nie wirklich zu Gesicht bekommen, sie nie Hand dran legen werden sie immer nur das zu sehen und hören bekommen und glauben was ihnen die Medien vorkauen und das kann es ja nicht sein.

  31. Waere gut gewesen, haetten sie gleichzeitig Bildung, Job und Alter erfragt. Das Alter allein macht die Studie schon kaum aussagekraeftig, wenn ich mir aber unter Wikipedia anschaue, aus welchen Bildungseinrichtungen diese Meinungen entspringen, falls dieses korrekt ist, so wuerde ich sagen: Kein Wunder! Und das meine ich ohne Hohn! Ich meine die moegliche Engstirnigkeit.

    Den Aelteren kann ich das nicht absprechen. Es war immer schon so, dass aeltere Menschen schneller Urteilen, wer mag es ihnen veruebeln.

    @Pyri: Um Spiele zu verstehen muss man sie spielen. Man kann also nur aufgeklaert werden, in dem einer einmal selber die Mouse bewegt oder einen Controller angefast hat. Sonst ist das Ganze sehr schwer vorstellbar. Einer kann schließlich auch keine Filmbeschreibung lesen oder einen Artikel ueber einen Zeitungsbericht einer anderen Zeitung: Den Artikel, das Buch, den Film (ergo das Spiel) stellt man sich ganz anders vor, als es ist. Je besser der Autor, desto besser die Vorstellung, klar.

  32. @kuemmel
    Mir hat einmal ein Politiker geschrieben gehabt, dass er allein durch Vorführungen zur Überzeugung gelangt ist, dass in „Killerspielen“ sozusagen das menschliche Leben nichts wert wäre. So jemanden wird man doch erst gar nicht dazu bewegen können eine Maus oder einen Controller diesbezüglich in die Hand zu nehmen.
    Das ist doch illusorisch: die meiste Ablehnung findet doch allein über Darstellungen schon statt, Geschehnisse die auch vorgeführt werden können und so eben bereits verurteilt werden. Spielerfahrungen interessieren da doch überhaupt nicht. Für Aufklärung benötigt man einen Gegenstand, darüber wo man etwas anderes sagen kann als vorher geglaubt wurde – vielleicht funktioniert das noch beim E-Sport, wo man dann so mit Taktik etc. beschwichtigen kann wenn alle unliebsamen Effekte wie Blut gleich abgeschaltet wurden, etc., aber sicher nicht bei einem Gros der unerwünschten Inhalte. Das glaube ich nicht: da wird man sich schnurstracks in eine Rechtfertigungsspirale hineinbegeben aus der man dann am Ende so herauskommen kann, dass man die vorher nur von den anderen beanstandeten Inhalte selbst auch nicht mehr gut leiden mag – und das nennt sich dann womöglich „Selbstkritik“: sich selbst dabei noch aufgegeben hat, weil man sich letztlich doch lieber auch nur anpassen möchte. Nicht anecken.

    Solche Prozesse lassen sich meiner Einschätzung nach auch medial ablesen, darüber wie über Videospiele berichtet wird wenn man sich als eigentlich „Killerspiele“-kritischer Mensch aus dem journalistischen Mainstream vielleicht eben nicht so ganz Themen-sicher. Von einem Hören-sagen her. Und da ist dann wohl auch immer ein gutes Stück Beliebigkeit dabei.
    Da gab es mal so einen Bericht über Remedy in Finnland, letztes Jahr wegen „Alan Wake“ glaub ich, und da hat es auch geheißen dass „Max Payne“ ja ganz anders sei als die sonst so bös geredeten Games. Viel kultivierter oder so… Die FAZ wars, hier die hiesige News zu dem damaligen Artikel dort: http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=4354 Da wurde „World of Warcraft“ wiedermal zum Ego-Shooter und das indizierte „Max Payne“ gar zu etwas weniger „Gewalttätigem“ als WOW anscheinend. Absurd und entlarvend zugleich: wäre da das reale „Max Payne“, nicht das „Actionspiel zwar“, aber eines das „stärker an der Erzählung einer fesselnden Geschichte orientiert“ wäre, vorgeführt wurden – mit all seiner „Gewalt“, ich denke da hätte jemand die Welt nicht mehr verstanden und auch erkannt welche Bären da womöglich aufgebunden wurden.
    „Manhunt“ ist wiederum so ein anderer Fall: der fand auch innerhalb der Spielpresse große Ablehnung, allein über die Hinrichtungen welche darin enthalten sind. Eine fundierte Auseinandersetzung mit der darin enthaltenen TäterInnen-Opfer-Konstellation? Fehlanzeige. Darüber will man meinem Vernehmen nach lieber gleich gar nichts wissen: „menschenverachtend“ bleibt schließlich „menschenverachtend“ – so wie aus rot auch nicht plötzlich blau wird. Aufklärungsresistent.

    Aufklären müsste man wenn dann über den menschlichen Geist, unterschiedliche Empfindungen, Urteilsvermögen etc. –

  33. 504 Befragte ist recht wenig… das mag zwar repräsentativ sein, aber die Fehlertoleranz ist bestimmt bei 15 Prozentpunkten plusminus…

  34. Pyri: Irgendein dummer Politiker (wir haben da aktuell ja jede Menge Auswahl) ist natürlich schwerer aufzuklären als die eigenen Eltern, die sich alleine, weil Sohnemann die Spiele toll findet, eher darauf einlassen. :)

    Das bei manchen konserativen Politikern nichts mehr zu retten ist, das ist so oder so klar, völlig egal um welches Thema es geht. Btw: wir brauchen Vorratsdatenspeicherung, keine Ahnung warum, aber die CDU/CSU hat das diffuse Gefühl geäußert, dass wir sowas gegen Attentäter wie in Norwegen brauchen. Das Norwegen die VDS am laufen hat und es nichts gebracht hat… das wird ignroiert.

    D.h. ein Mensch, der sich ohnehin nicht von Fakten beeindrucken lässt, weil sein geistiger Dünnpfiff bereits fest steht, dem kann niemand mehr helfen. Aber solche Leute haben eigentlich in der Politik und auch sonst an Positionen, an denen Entscheidungen getroffen werden müssen nichts verloren.

  35. @j-d-s: ich weiß zwar nicht genau was du hier unter Fehlertoleranz verstehst, aber das Ding ist annähernd binomialverteilt. Damit ist das 95%-Konfidenzintervall bei [0,6;0,68]. Also ca. 4% +-, so auf die Schnelle gerechnet.

  36. Keine Angst es wird in der demokratischen kapitalistischen Weltwirtschaft zu keinen Verbot von Killerspielen (Soldatenspielen) wie Call of Duty kommen. Dafür werden unsere Politiker die für ihre kapitalistische Weltwirtschaft da sind sorgen, und die Activision Milliardäre bekommen weiter ihr Geld auf ihren Konto. Das Geld ist viel wichtiger als dass einige junge verrückte Burschen damit nicht umgehen können und einen Gehirnschaden bekommen. Ich bin dafür dass die Politiker alle Psychopathen registrieren lassen, und ihnen dann ein Verbot zum kauf von Killerspielen geben in ihren Funk-Chip Personalausweis, der nachteil ist dann dass alle Kunden die ein Killerspiel kaufen einen neuen Funk-Chip Personalausweis haben müßen.

  37. @Diavid: Genau das ist das Problem, man findet immer Leute die alles mitmachen und wenn eine nette Person nett fragt, ist man eigentlich immer/noch eher bereit etwas zu unterzeichnen.

    @TOPIC
    Der Ton macht die Musik!
    Nehmen wir mal an: Jemand hat, wieso auch immer, den Begriff Killerspiele zwar gehört, ihn aber nie Hinterfragt (wie ein Gro der Bevölkerung).
    So eine Person wird nun gefragt was Sie denn von „KILLERspielen“ (auch noch schön betont) hält.
    Was sagt diese Person (wenn man bedenkt was das Wort Killerspiele) suggeriert? Richtig – „da muss man gegen sein!“

    Also wenn ein Institut die Frage mit einem komplett falschen/manipulierenden Begriff stellt, dann wage ich mal die Eignung des Instituts für Befragungen jeglicher Art in Abrede zu stellen und stufe diese eher als Teil der Propaganda-Maschinerie ein.

    Dann kommt noch hinzu:
    WO und WANN wurde befragt?
    Mittwoch um 9 Uhr in der Innenstadt vor einem Arzt? (wo die Rentner die guten Termine (weil geringerer Arbeitsausfall) den Arbeitenden weggeschnappt haben.) ODER 23 Uhr Außerorts vor einer Disco? (Wo naturgemäß eher die 18-23 Jährigen in der Überzahl sind) Oder doch wirklich in ALLEN Teilen Deutschlands und zu jeder Tageszeit? (Bei gerademal 504 Befragten wohl kaum – überhaupt „5004“ nenne ich „annähernd repräsentativ“ „504“ sind ein schlechter Witz!)
    Wie wurde die Gruppe eingeteilt?/Waren die Gruppen gut durch-/abgemischt?
    Das wage ich mal zu bezweifeln, denn „[…]bei den 14-29-Jährigen umgekehrt[…]“ zeigt mir eher das es wohl schon mal keine sinnvolle Einteilung gab, ein(e) 14 Jährige(r) und ein(e) 18 Jährige(r) haben schon eine sehr unterschiedliche Sicht auf die Welt (den/die 14-Jährige(n) kümmert der Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Weltlage etc. noch recht wenig (meist auch die 18-21 Jährigen – meine Beobachtung – erst danach entwickelt sich ein relatives Interesse für das Weltgeschehen). Wie groß ist der Unterschied dann erst bei den 14 und 29 Jährigen?
    Wie groß war der Unterschied im Grad der Bildung?
    Wie hoch war der Nachrichten Konsum?
    Kleines Beispiel: Mein Cousin (1(1/4) Jahre jünger als ich) sieht bis heute fast nie Nachrichten, liest wohl keine bis kaum Zeitung und benutzt das Internet wohl auch nicht allzu allgemein (Zielgerichtetes Surfen). Der ist immer überrascht wenn man dem irgendwas sagt was nicht min den ganzen Tag auf allen Kanäle berichtet wurde.
    Bei mir sind seit über 14 Jahren meist N-TV, N27 oder (wenn die dt. mal wieder mit Fußball nerven – das bekommt der übrigens fast immer mit, da er dafür SMS bekommt) CNN eingeschaltet, Zeitung lese ich nicht MEHR (übelste Propaganda wenn man mich fragt – noch schlimmer als im TV, die bringen oft IHRE Meinung und tun so als sei es Volkesmeinung) da ist das Internet viel offener (Auch wenn es hier oft (oder meist) Meinungen sind, hat man durch die Vielzahl eher eine gute Übersicht als bei einer Quelle die es bringt wie sie es meint).

    Und vergesst Niemals den Leitsatz: „Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!“ (Das gilt auch für Studien)

    UND: Lebt lieber nach Buddhas Spruch:
    „Glaubet den Lehrern nicht!
    Glaubet den Büchern nicht!
    Glaubet auch mir nicht!
    Glaubet nur das, was Ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch und anderen zum Wohle erkannt habt.“
    Oder runtergebrochen: „Die „Anderen“ sollen die Fre**e halten, Traut nur euch selbst!“

    und damit schließe ich nun ab.

  38. „Ich bin dafür dass die Politiker alle Psychopathen registrieren lassen.“

    Psychopathen („-pathen“ kommt von Pathos -> Krankheit/krankhafter Trieb) registrieren. Tolle Idee. Machen wir doch noch gleich ein Krebs-Register und ein Register für Geschlechtskrankheiten. Da Fetischismus, fetischistischer Transvestitismus und Sadomasochismus, nach ICD10 ebenfalls Krankheiten sind, können wir das Register ja noch um weitere Peinlichkeiten (wenn veröffentlicht) erweitern.

    Kranke (=Psychopathen) gehören nicht an den Pranger sondern zum Arzt.

  39. Die Umfrage sollte man mMn mit folgenden Fragen kombinieren:

    Haben Sie schon einmal ein Videospiel gespielt, wenn ja, welche Altersfreigabe hatte es?

    Spielen Sie regelmäßig Videospiele, wenn ja, welche Altersfreigabe(n) haben diese vornehmlich?

    Das Ganze dann natürlich auch nach Altersgruppen aufgeteilt.

    MfG
    Euer RedBull

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