gamescom congress: Nachlese

Beim „gamescom congress“ wurden vor allem bekannte Meinungen und Thesen vorgetragen. Bei einigen „Diskussionen“ fehlten sogar die Counterparts: So wurde ohne Beteiligung der Industrie über Lehren aus dem Sony-Datenskandal gesprochen. Das Resümee war natürlich entsprechend Verbraucher- und Datenschutzfreundlich. Dennoch ließen sich interessante Einblicke bzw. Denkanstöße gewinnen. Da vieles davon zu juristisch ist, um ohne zusätzliche Recherche etwas dazu zu sagen, hier nur einige Eindrücke (nach Notizen, nicht wörtlich):

Ohne valide wissenschaftliche Erkenntnisse lässt sich das Sichtrisiko nicht in Freigabekriterien umsetzen. (…) Warum werden zwei Spiele mit gleicher Belohnungsstruktur unterschiedlich lange gespielt?

– Jürgen Hilse (USK) in der Diskussion zu Computerspielsucht

Von 150 Betten in einer Suchtklinik lagen in acht Betten WoW-Spieler. Davon hatten aber nur zwei Spieler keine anderen Süchte, die behandelt wurden.

– Stephan Reichart (Geschäftsführer, Aruba Events) in der Diskussion zu Computerspielsucht

Datenschutzerklärungen sind wahrscheinlich zu lang und zu juristisch, um gelesen zu werden.

– Ulrich Lepper (Landesdatenschutzbeauftragter NRW) im Fachgespräch zum Datenschutz

Die Benutzer müssen den Datenschutzerklärungen zustimmen, ihnen wird keine Wahl gelassen.

– Viola Hagen-Becker (LfM NRW) nach dem Fachgespräch zum Datenschutz

Das Online-Auktionshaus für virtuelle Gegenstände bindet Kind in die Wertschöpfungskette ein, man kann mit Spielen reales Geld verdienen. Blizzard fördert Kinderarbeit.

– aus dem Publikum in der Diskussion zu Computerspielsucht

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