2 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. Das Werher-Beispiel bringt die ganze Absurdität der Indizierungs- und Beschlagnahmungspraxis auf den Punkt. Wollen wir wirklich über ein Emilia Galotti-Verbot diskutieren!
    Dass Kunst – und dazu zählen ohne Einschränkungen auch Videospiele – nicht weh tun soll, nicht an der bestehenden Ordnung kratzen darf, wirft uns zurück ins 19. Jahrhundert und hinein in den Kampf um den Erhalt der Erbauungsliteratur. Nichts gelernt in all den Jahrhunderten.

  2. Sehr erfreuliche Fortsetzung! Bin schon gespannt auf den dritten Teil. Bemerkenswert auch der Hinweis auf diesen Spiegel-Artikel am Ende wegen der Ent-Indizierung von “Doom” http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,784721,00.html ‘Ob es das Anliegen des Autors gewesen ist, mit der “Veralberung” vergangener Computerspiel-Ästhetik die kulturhistorische Brisanz der in jenen Spielen dargestellten Stoffe zu ignorieren, darf gern bezweifelt werden – muss es aber nicht.’
    Diese lakonischen Reden haben aus meiner Sicht auch immer etwas Überhebliches an sich – man meint dabei scheinbar auch immer eine Milderung von Verhältnissen zu beschreiben.

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