EA ändert Origin-EULA
–Nutzer werden nun gesiezt

Darauf, dass die Änderungen in der EULA zu Origin für den Nutzer nicht unbedingt etwas Gutes sind, haben wir ja schon in unserem letzten Blogeintrag hingewiesen. Da nun aber diverse Nachrichtenportale (unter anderem WinFuture und Gamestar) überwiegend positiv von den Änderungen in der EULA zu Origin berichten, sehe ich mich an dieser Stelle gezwungen, einmal gesondert auf die Einzelheiten einzugehen:

  • Inhaltlich hat sich kaum etwas geändert. Vorwiegend wurde eine höflichere Formulierung gewählt. So wurde das „Du“ im kompletten Text durch ein „Sie“ ersetzt. (Durch diese Änderungen sind auch automatische Textvergleiche schwieriger geworden.)
  • EA gesteht sich nach EULA immer noch das Recht zu, den Computer des Nutzers nach beliebiger Software zu durchsuchen. Auch nach Peripherie (wie z.B. Drucker) will der Konzern weiterhin scannen.
  • Die Software macht genau das laut Aussage diverser Nutzer auch. Es existieren diverse Videos auf Youtube, die das zu belegen versuchen. Was genau an Daten übermittelt wird, lässt sich z.B. mit unserem Musterbrief zur Auskunft gemäß Bundesdatenschutzgesetz erfragen.
  • Man nimmt sich nicht mehr heraus, die Kommunikation des Nutzers zu überwachen,
  • auf der anderen Seite will EA den Nutzer nun aber bei Streitigkeiten zu einem Schiedsgerichtsverfahren in Kalifornien zwingen.

[Update 16:49, via theorigin.de]Diese Einschätzung wird offenbar vom Rechtsanwalt Christian Solmecke geteilt. Dieser meint laut netzwelt.de: „Die Spyware-Klausel ist nun noch undurchsichtiger. (…) Außerdem kann EA die Vereinbarungen so oft ändern wie es will, so lange die Software die gleiche bleibt, wird dies an den grundsätzlichen Voraussetzungen nichts ändern“.[/Update]

Besonders deutlich wird die Lage, wenn man beide Versionen grafisch nebeneinander legt: In der Bearbeitung wurden die jeweiligen Absätze (jeweils von Leerzeile zu Leerzeile) entsprechend des Inhalts grafisch markiert. Eine rote Färbung bedeutet dabei wahrscheinlich rechtswidrigen Inhalt, gelbe Abschnitte scheinen darauf ausgelegt, den Benutzer zu verwirren. Für in der jeweiligen Farbe blass gefärbte Textpassagen gilt das Gleiche – jedoch mit weniger großer Sicherheit. (Es handelt sich hierbei nicht um eine juristische Prüfung, sondern nur um eine Einschätzung mit journalistischen Mitteln.)

4 Gedanken zu “EA ändert Origin-EULA
–Nutzer werden nun gesiezt

  1. Pingback: Neuer (grafischer) Vergleich der EULAs | theorigin.de

  2. Es war auch bei Pro 7 in der “News Time” oder wie deren Format sich nennt ^^
    Mal sehen ob EA nicht noch umschwenkt und endlich sieht, dass man mit Gamern nicht so umgehen darf.

    Kann mal jemand einen Überblick über andere Länder geben?
    Wie reagieren US Gamer andere EU Länder Gamer usw…

  3. Pingback: „spiel-gekauft.de“ online | VDVC

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