„Battlefield 3“-Werbung mit Mig, Panzern und Söldnern

(taz) EA scheut bei der Werbung für „Battlefield 3“ keine Kosten: Nachdem schon bei der „Gamescom“ in Köln zum Missfallen der Grünen ein Kampfjet bei Messestand aufgebaut wurde und in London ein „Tanksi“ angeboten wurde, konnten Interessierte beim „Community Release Event“ dem Vortrag eines bei dem deutschen Unternehmen „Asgaard“ beschäftigten Söldner lauschen. Das Unternehmen war 2011 in die Kritik geraten, als es plante Mitarbeiter nach Somalia zu entsenden. Auch wenn es EA vielleicht viel daran liegt den vermeintlichen Realismus des Spiels zu betonen: Ein „Geschmäckle“ hat das schon.

5 Gedanken zu “„Battlefield 3“-Werbung mit Mig, Panzern und Söldnern

  1. Zumal Realismus noch nie das war, wofür Battlefield stand. BF3 macht da keine Ausnahme. Es ist ein geiles Spiel, aber realistisch ist es nicht.

  2. Warum sollte das so ein großes Problem sein? Es finden jedes Jahr dutzende sogenannte Airshows statt wo auch jede menge Militärische Hardware gezeigt wird. Asgaard einen Vortrag halten zu lassen ist auch nicht anders als Kaufhausdedektive anzuheuern. Viel Lärm um nichts.

  3. Das Problem ist, dass damit der Verdacht, Spiele seien mit Militarismus eng verbunden, weiter bestaetigt wird. Ich bin auch der Meinung, dass das ein witziges Gimmick ist. Jedoch ist Militarismus, oder nur die Glorifizierung von Militaer und co. sehr gefaehrlich. Gerade in England sollten sie mit sowas aufpassen. Die befinden sich naemlich gerade ziemlich in Richtung Polizeistaat. Panzer als Taxi zu verwenden scheint da etwas Makaber.

    Der Mig- Jet war wirklich etwas fehl am Platz. Zocker zocken und wollen keinen Krieg. Hoffe ich zumindest.

    Desweiteren finde auch ich, dass BF3 keinen Realismus bietet. BF2 war realistischer als alle anderen viel gespielten Shooter, ja. Aber mit ARMA und OF hatte das nichts gemein. BF3 ist ja noch mehr von Realismus entfernt als BF2 – das „Realistisch“ zu nennen geht hoechstens beim Sound – der Genial ist!

  4. Wieder ein Beispiel, dass Werbung nicht „gut“ (vielleicht im Sinne von „originell“) sein muss, um zu funktionieren. Für EA reicht es im Moment wohl, dass sie grell ist. Hauptsache, sie lenkt von dem Thema Origin ab.

  5. Ein Kampfjet auf dem Messestand eines Kriegsspiels in dem man auch Kampfjets fliegen kann ist sicherlich nicht unangebracht.
    Ein Panzer als Taxi… na ja, die Engländer sind ja durchaus an Exzentrik gewöhnt – kann man in London nicht auch in einem rosa gestrichenen Panzer eine Stadtrundfahrt machen ?

    Allerdings sind echte Söldner oder Soldaten als Vortragende nicht gerade klug, wenn man gegen den Vorwurf der Kriegsverherrlichung kämpft.

    Sicher ist BF3 auch nicht sonderlich realistisch, auch BF2 war nicht sonderlich realistisch. So ist bei BF2 der Waffenschaden viel zu niedrig, wodurch es meist sinnvoller ist los zu stürmen und zu ballern statt vorsichtig vor zu gehen.
    Und im Vergleich zu BF2 bietet BF3 wesentlich weniger Werkzeuge zum Teamplay, was vor allem Gelegenheitsspieler frustrieren dürfte.
    Konnte man in BF2 nicht auf Teamspeak verzichten da die Ingame-Menüs und das integrierte VOIP eine gleichwertige bis bessere Alternative geboten haben ist das bei BF3 nicht mehr der Fall.

    Schaut man sich die Werbung und die Aussagen von EA-Chef zu BF3 an, wird auch sehr deutlich das dieses Spiel hauptsächlich als Konkurrenz zu Call of Duty Modern Warfare 3 gedacht ist, was sowohl die übertriebene Werbung als auch die Verflachung der taktischen Möglichkeiten erklärt.

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