Petition: Piraten bitten um neue Prüfung

(heikoherberg.de) Wie wir bereits berichtet haben, wurde eine von dem VDVC und stigma erstellte Petition vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages abgewiesen: Es bestünde kein Anspruch auf Freischaltung, da mit der Petition Schleußers eine im Wesentlichen sachgleiche Petition freigegeben worden sei. Diese Einschätzung verwundert, da wir uns gegen Indizierung und Verbot aussprechen, während Schleußer diese Maßnahmen befürwortet. Auch Sven Krumbeck von Pirate Gaming erschließt sich die Entscheidung des Ausschusses nicht, entgegengesetzte Forderungen als sachgleich zu betrachten, weshalb er Heiko Herberg (MdA) und Susanne Graf (MdA) um Unterstützung gebeten hat. Diese wenden sich nun in einem Brief an den Petitionsausschuss und bitten um eine erneute Prüfung der Angelegenheit.

Zum Brief

9 Gedanken zu “Petition: Piraten bitten um neue Prüfung

  1. Bei der neuen Prüfung wird dann herauskommen, dass die Petitionen schon kleine Unterschiede aufweisen, aber die Unterschiede wären marignal, denn: Wer glaubt hier noch ernsthaft daran, dass man dort die extrem oberflächliche Herangehensweise an das Thema eingestehen wird?! Wesentlich mehr als eine Schlagwortsuche kann da kaum abgelaufen sein und derartiges können die Damen und Herren dort nie eingestehen, da dann alle Petenten, deren Petitionen abgelehnt wurden auch auf neue Prüfung bestehen würden oder schlimmeres…

    …evt. käme ja noch heraus, dass diese Online-Petitions-Sache ein reiner Bürgernepp ist um der jüngeren Generation politische Partizipation vorgaukeln zu können, damit diese ruhig ist.

  2. Ich mache mir da auch keine Hoffnungen. Denen wird kaum jetzt einfallen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Genausowenig wie man davon angetan sein wird, dass sich Politiker in die Angelegenheiten des Ausschusses einmischen.

  3. Och, das kann durchaus zum Ziel führen – wenn die genügend Ärger wegen der nicht zugelassenen Petition haben, ist es irgendwann einfacher, die Petition zuzulassen und das Ergebnis zu ignorieren.

    o_O

  4. Icarus: Da findet ein Abwägen statt, da der Druck von Außen größer werden muss, als der Druck von innen, dass man ja eine arme Sau durchs Dorf treiben müsste, dafür, dass Petitionen wohl allgemein nur sehr flüchtig gelesen und wohl seltener überhaupt verstanden werden. mMn ist der Druck, keine solch groben Fehler einzugestehen enorm groß, da solche „Fehler“ eher Absicht sind und somit das ganze Onlinepetitionsvorhaben in Frage gestellt wird. Außerdem gehe ich von verdammt vielen Petitionen aus, die da eingehen. D.h. jeder Depp wird statt eines vesehentlichen Einzelfalls auf ein systematisches Problem schließen.
    Die Chance dass der Einzelfall jemals hohe Wellen schlagen wird ist gering. Sollte es doch der Fall sein: Dann gibt man es zu dass ein Praktikant wohl schlecht recherchiert hat, hat sein Bauernopfer und kann alles wieder relativieren bzw. ist der große Star, der das System rettet – nach außen. Nach innen denkt man sich dann: „Das die da immer wieder drauf herienfallen…tz tz tz“.
    Eigentlich müsste man sich mit dem Sachverhalt mal an die großen Medien richten. Wenn RTL oder sonstige Sender für die breite …äh… Masse auch nur einmal in den Hauptnachrichten darüber berichten würden, dann wäre es schon gegessen und die Petition würde zugelassen, der Praktikant würde gefeuert… ach der Praktikan arbeitet da ja gar nicht mehr… na dann wird halt niemand gefeuert :P

  5. nö, ich find gut, dass sich da ein paar Piraten auch für einsetzen. Aber es wird nichts bringen. Das muss an die große Glocke, also die richtig große Glocke oder vor Gericht.

  6. Ich seh das nicht Aussichtslos. Der Ausschuss wird das tun was schneller Ruhe in die Sache bringt. Wenn sie das zulassen haben sie einmal Presse und dann Ruhe, wnen sie’s nicht tun wird das noch länger Thema sein weil es die Arbeit des Ausschusses insgesamt in Frage stellt. Auch wenn ich mir gut vorstellen kann dass sie’s trotzdem nicht zulassen, aber eine Chance haben wir denk ich – und die sollten wir nutzen.

  7. Das Thema muss sich erst mal unter den Gamern verbreiten Motto: „Was es gibt Leute die sich nicht damit abfinden und mit den Lauten reden??? Wer sind denn die?…“ die Gamer werden dann das Thema weiter beobachten und wenn es wieder eine Aktion gibt wird diese sich schneller verbreiten. Wir müssen nur am Ball bleiben.
    Happy Coding.

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