Skyrim vegan gespielt

(via worldofelderscrolls) Wo Tierrechtsorganisationen sich regelmäßig darüber beklagen, wenn in Videospielen neben Menschen auch Tiere getötet werden können oder die Spielfigur Pelz trägt, hat sich Harald Fränkel an ein Experiment gewagt: Kann Skyrim vegan gespielt werden? Wer die Antwort erfahren möchte kann ein Blick auf die beiden Videos riskieren:

Teil 1
Teil 2

23 Gedanken zu “Skyrim vegan gespielt

  1. Stell ich mir jetzt auf die schnelle gar nicht mal sooo schwierig vor. Essen ist in dem Spiel ja optional, wenn man schwere Rüstungen trägt braucht man kein Leder und um wilde Tiere zu beruhigen gibt es ja auch diverse Skills.
    Jetzt mal das Video anschauen…

  2. @Hybris
    Ja sollte bis auf ein paar Quests eigentlich kein Problem darstellen, auch wenn mir der Sinn des Ganzen nicht einleuchtet: “Skyrim” ist ein Rollenspiel, darf ein ansonsten veganisch lebender Mensch denn keine fleischessenden oder Pelze tragenden Rollen spielen? Auch nicht als Mahnung? Die alte Frage: was ist Videospielen? Weshalb soll Mörder mimen auf Mörder sein sein?
    Schmetterlinge sammeln geht dann aber auch nicht –

  3. @Noname
    Noch unsinniger aus meiner Sicht. Ein Pazifist würde ein Schlachtfeld aus “Call of Duty” hoffentlich doch gar nicht erst betreten (wollen), sondern eher meiden versuchen. So nach dem Motto: stell Dir vor es ist Krieg und keineR geht hin.
    Pazifistisch wurde “Call of Duty” so jedenfalls kaum gespielt, sondern bloß ohne zu schiessen – was die Dramaturgie mit ihren Kulissenaufbauten dort traditionell zulässt. Das ist doch längst noch nicht dasselbe: diese Versuche unterstellen Handlungen in Fiktionen mit stets ein “haben wollen” dieser Handlungen und diffamieren andere Handlungen so nur zusätzlich. Sie bestätigen Vorurteile gewissermaßen, dass jemand ein Schlachter oder Mörder (ansonsten) wäre – in den Spielen.

  4. Ach Pyri, schau dir meine Sachen doch bitte erst mal an, ehe du abfällig darüber urteilst. Ich halte deinen Beissreflex für völlig überflüssig. Als ob alle dir was Böses wollten. Öffne deine Augen, sonst erkennst du deine Verbündeten nicht, kann ich da nur sagen. An den Verfasser der News: Danke fürs Verlinken! :)

  5. @Harald Fränkel
    Aha, untergriffig werden und Kritik erstmal weit von sich weisen. Unterstellen, dass etwas nicht richtig gesehen wurde, aber auf gestellte Fragen diesbezüglich dennoch nicht eingehen.
    Ich werde nicht über etwas so schreiben können wenn ich es nicht bereits dementsprechend wahrgenommen hätte. Im Übrigen habe ich nicht von mir gesprochen, sondern darüber wie ich glaube dass Videospiele so gesehen werden. Und von Bösem gleich gar nicht. Also wenn in der Sache da kein Einwand besteht, nichts gegengehalten wird, bleibe ich dabei.

  6. @Pyri
    Aber warum sollte ein omnivor lebender Mensch nicht auch mal in einem Rollenspiel einen Veganer verkörpern? Ich denke hierbei geht es eher ums austesten der Spielmechanik als um irgendwelche moralischen Botschaften oder gar Zwänge.

  7. @Harald Fränkel
    Als Beissreflex würde ich Pyris Kommentar nicht sehen. Er meint eher, dass es unsinnig ist, Skyrim so zu spielen, dass man so wenig mit den Darstellungen von Tieren und Tierprodukten interagiert, weil Darstellungen und Handlungen in einem Spiel von der Realität losgelöst sind. Ein katholischer Schauspieler könnte sich ja auch gut vorstellen, einen Protestanten zu spielen (Hoffentlich ist dieses Beispiel nicht allzusehr entfernt)
    @ Pyri
    Spiele auf eine Art und Weise zu spielen, die dem Spiel nicht zugedacht war bzw. ist, ist aus meiner Sicht völlig legitim. Genauso wie es einem Veganer gestattet ist im Spiel ein Schwein zu jagen und zu verzehren,womit ich sagen möchte,dass ich deine Frage bejahen würde, so hat Herr Fränkel durchaus das Recht, sein Spiel “vegan zu geniesen”. Für mich ergibt sich darin eine alternative Spielart, wie Speedrunning u.Ä. .

  8. Warum reagierst du so aggressiv, Pyri? Ich dachte eigentlich, ich hätte einfach nur eine höfliche Bitte ausgesprochen. Da kommt bei mir fast der Verdacht auf, du könntest mich schlichtweg nicht leiden (was ich dir zugestehe, kein Thema) Also: Ich bin davon ausgegangen, dass du den Artikel “CoD als Pazifist” nicht kennst, weil du ihn so unglaublich bierernst nimmst. NATÜRLICH hab ich nicht wirklich als Pazifist gespielt, das Ganze ist doch nur eine Satire und keine wissenschaftliche Abhandlung. Im Fall von “Skyrim als Veganer” klingt dann deine Formulierung “Ja sollte bis auf ein paar Quests eigentlich kein Problem darstellen” so, als hättest du das Video nicht gesehen. Weil ich darin genau zeige, dass es eben doch nicht so einfach ist. Weil z.B. selbst schwere Rüstungen Lederstreifen enthalten. Und auch in diesem Fall gilt: Das Video ist eine Satire, mit der ich am ehesten die eine oder andere Aktion von PETA auf die Schippe nehme. Nicht mehr und nicht weniger. Also sei doch bitte nicht so furchtbar verkopft und theoretisch. Nimm nicht alles so ernst. Mehr würde ich mir gar nicht wünschen. Wenn du’s trotzdem alles doof findest, damit kann ich leben.

  9. Pah! Wieso darf ich denn in Skyrim nicht an Gott glauben(christlicher)? Ich mein, dass ist doch voll bescheuert!1! Ich will doch in einem Rollenspiel ich selbst sein.

    Also wenn ich in einem Spiel Menschen töte, sollte ich mich auch an Tieren vergreifen können.

    Vor allem, da eine vegane Lebensweise heutzutage mit der Begründung “Es muss nicht.” gilt. Das macht hier weniger Sinn. Zumindest kann ich den “Die armen Tiere” Ansatz nicht verstehen.

    Ich verstehe es deswegen als Parodie.

  10. @All: Zählt in Skyrim Menschenblut und Deadraherz als vegitarisch? Ist eine leichte Elfenrüstung in der CO² Bilanz veträglich? Was ist mit Seelensteinen dürte man diese verwenden?
    Fragen über Fragen…
    Happy Gaming

  11. Kann mir jemand in einfachen Worten erklären wo das Problem liegt?
    1. Ist das nicht gerade die Freiheit von der hier immer geredet wird, wenn man mal etwas ganz anders macht als sonst? Wenn eben genau nicht so gehandelt wird wie in der Konvention normalerweise?
    2. Wenn ein Spiel langweilig wird kauft man entweder ein Neues oder man probiert etwas aus was man bisher noch nicht gemacht hat. Bei einem RTS z.B. nur eine bestimmte Einheit verwenden? Bei einem Rollenspiel nur eine bestimmte Waffe…. ich tue mich gerade schwer hier das Besondere und Problematische an der News zu sehen.

  12. “Ein Pazifist würde ein Schlachtfeld aus “Call of Duty” hoffentlich doch gar nicht erst betreten (wollen), sondern eher meiden versuchen. So nach dem Motto: stell Dir vor es ist Krieg und keineR geht hin.”

    @Pyri: Ist das nicht auch etwas verkürzt? Auch Pazifisten können durch eine Wehrpflicht einebrufen werden, andere erkennen vielleicht erst auf dem Schlachtfeld, dass sie Pazifisten sind. Finde das hochinteressant solche Spielweisen auszuprobieren, die Grenzen des Spiels austasten, etc.

    Habe zum Beispiel im neuen Deus Ex auch das “Pazifist”-Achievement erspielt. Zu der Figur des Jensen passte dies auch wie ich finde eher, als alles zu erschießen/erdolchen/etc. was einem begegnet. Zwar unrealistisch, bei so vielen Kampfhandlungen niemanden ernsthaft zu verletzen (ausser die Bosse), aber spielerisch interessant.

    Bei “Skyrim vegan gespielt” musste ich gleich schmunzeln, hab mir die Videos noch nicht angeschaut, werd ich aber nachholen.

  13. @buzzti
    Mir ging es um wegen Gewalt oder Tierrechtsverletzungen angegriffene Inhalte und nicht darum wer die Menschen sind welche diese Inhalte spielen, was die sonst im Leben so haben wollen, sondern darum welche Rollen sie in Spielen übernehmen (können).
    Versuche “Deus Ex: Human Revolution” ebenfalls auf “Pazifist” durchzuspielen. Und das machte mir bislang auch viel Freude. Dennoch empfinde ich es gerade so als gewalttätiges Mikado, also zwar nicht durchzubreschen aber am Ende halt auch alle KO geschlagen zu haben und doch Verletzte produziert. Zwischen den Missionen heißt es dann etwa, dass die Krankenhäuser nach meiner “Arbeit” sozusagen überfüllt wären. Ich finde das auch zynisch.
    Also was wäre da schon “Pazifismus”: nur keine Tote zu haben, und nicht einmal das – weil die Endbosse von der Regel ja eben auch ausgenommen sind. Das “Pazifismus” zu nennen könnte auch als Verhöhnung davon aufgefasst werden. Pazifismus wäre es doch eher, wenn der Jensen sich weigern würde an dem ganzen Treiben erst gar nicht teilzunehmen, Kriegsweihnacht mit irgend jemand “Bösem” zu feiern usw.
    Weshalb wird kein Sinn von Gewaltdarstellungen so portraitiert, werden keine Gewalthandlungen anders vorgestellt oder eingeordnet als sie wie üblich negativ gesehen werden. Ein “Skyrim” könnte so doch auch wieder nur vorgeworfen werden, dass es zum Tragen von Leder zwängst – wenigstens kurzzeitig.
    Was gesagt werden kann ist denke ich, dass stark Nutztier-bezogene Welten veganische Lebensstile nur wenig berücksichtigen werden. Tierrechte sind mir prinzipiell nämlich schon sehr wichtig und gegen ein Verbot von Fleischkonsum, Leder etc. wüsste ich diesbezüglich auch kein stichhaltiges Argument: ich sehe aber etwa auch, dass die allermeisten Multiplayer-Shooter 50% der Menschheit schon nicht berücksichtigen, also Frauen, und so nur männliche Avatare zur Verfügung stellen. Fiktional sollte das alles aber auch wiederum kein Problem darstellen, dafür wie die Vorstellung verwendet wird, dass jemand hinter den Bildschirm davor ein Abbild seiner selbst spielt, stets Wünsche nachzeichnet. Ein angebliches Wollen das eben Tierrechte verletzen würde oder dem Gewalt als Ideal vorschwebt, und nicht bloß solche Rollen mimt, wobei die Aktionen von PETA selbst wohl nicht immer ernst zu nehmen.
    Also wenn diese Videos politisch gar nicht ernst gemeint gewesen sind, entschuldige ich mich natürlich für das was ich oben vorher schon schrieb.

  14. @Pyri: Ich finde allein schon den “Strahlenden Helden” zu spielen in den meisten RPGs zynisch. Also die Spielweise, in der man jedes Quest möglichst “gut” zu lösen versucht und “gute” Enden versucht zu erspielen. Trotzdem legt man in solchen Spielen eine Spur der Verwüstung zurück mit unzähligen toten Monstern und meist auch Menschen.

    Aus meiner frühen Real Time Strategy Erfahrung habe ich zunächst auch so gespielt, dass ich möglichst wenige meiner eigenen Einheiten verlieren, da ich irgendwie an meinen Einheiten hing – was relativ einfach ist. Aber der Versuch es dann auch so zu spielen möglichst wenige gegnerische Einheiten zu besiegen ist um ein Vielfaches schwerer.

    Btw Deus Ex: War es nicht gar Warren Spector’s Intention ein Spiel zu schaffen, welches abseits der zu diesem Zeitpunkt üblichen Shooter auch Alternativrouten zulässt?

    @Harald: Habe mal in dein Video reingeschaut, bei 9:20 machst ja einen recht großen Schnitt ;) Deine Witze sind ab und zu etwas flach, aber deine sind noch eher überdurschnittlich in der deutschen LP-Szene ;)

    Ich finde es nach wie vor eine interessante Idee, für mich war auch schon der Titel wie gesagt Hinweis genug, dass dies mit einem Augenzwinkern geschieht.

  15. @Pyri: Ich denke, wir haben gegenseitig was in den falschen Hals gekriegt. Haben einfach auch sehr verschiedene Ansichten. Wahrscheinlich gerade beim Thema Humor(geschmack). Macht ja nix, darf ja sein. Also Schwamm drüber! Falls ich dich irgendwie angepinkelt hab, dann sorry dafür.

    @der_Typ: Im Großen und Ganzen hat es schon Spaß gemacht, weil es stellenweise eine Herausforderung war. Aber hätte ich es komplett durchgezogen, wenn ich kein Video hätte machen wollen? Wahrscheinlich nicht. Liegt aber eher daran, dass ich am liebsten nen Bogenschützen-Elf spiele.

    @buzzti: “Deine Witze sind ab und zu etwas flach, aber deine sind noch eher überdurschnittlich in der deutschen LP-Szene” –> ein ganz schön überschwängliches Lob für einen Gamer, hehe, danke! ;)

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  17. die leute sollten lieber ihre hintern auf die straße bewegen und verletzte tiere aufheben, anstatt über nicht echte und virtuelle tieren einen riesen wirbel zu machen.
    außerdem würde ich mal gerne wissen, ob sie mit ihrer tierliebe und gut-zu-reden bei einem wolf in freier wildbahn gesund von weg kommen.
    ich glaube dem wolf ist es herzlich egal was er zum mittag bekommt…

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