28 Gedanken zu “Videospiele liegen im Dunkeln?

  1. Vielleicht Lego-Batman, denn das Spiel zum Film erschien am selben Tag… aber mal im Ernst: Wie völlig aus dem Zusammenhang gegriffen ist denn dieser Satz von der Dame? Noch um 14 Uhr irgendwas hat sie zudem völlig andere Behauptungen aufgestellt. Aber wenn man gerade erst das Washingtoner Studio übernommen hat, muss man wohl gleich mal mit einem Reißer loslegen…

    Aber ich denke wir haben’s alle gesehen und gedacht: Oh nein nicht schon wieder, direkt gefolgt von: Bitte kein Computerspieler (So traurig & respektlos es vielleicht klingen mag)

    Bis dato habe ich allerdings nur mitbekommen, dass er wohl Guitar Hero gespielt hat. Ich wünsche den Medien viel Spaß bei der nötigen Gehirnakrobatik, die sie sicherlich vollbringen werden, um diese Sache irgendwie ins Banale zu ziehen und doch noch Videospiele verantwortlich zu machen!

  2. In Batman: Arkham City gibt es eine Schießerei im Kino.
    Man muss halt nur “Schießerei” durch “Prügelei” und “Theater” durch “Kino” ersetzen.

  3. Das ist natürlich grober suggestiver Unsinn was Frau Hassel da redet. Mich interessiert nur ob es wirklich ein Batman-Spiel mit besagtem Inhalt gibt, oder ob da was erfunden wird. Ich erinnere mich da z.B. an einen Final Fantasy Film (FSK 12) der in den Medien zu einem “Killerspiel” für Erwachsene wurde.

  4. Die modernen “Arkham”-Titel könnten gemeint sein, wenn man Frau Hassels Aussagen so interpretiert, dass Batman ja nicht selbst geschossen haben muss. Aber ich vermute bezüglich ihrer konkreten Ausage, dass es garnicht so sehr um den Wahrheitsgehalt geht. Es ist ein Amoklauf, mit Waffen, jugendliche Opfer, der Täter kein frisch geschiedener Vater (was ein Familien-Drama ja sofort ausschließen lässt), zudem noch Sommerloch, da muss schon aus Tradition ein Videospiel-Bezug her. Man vermutet ja nur, aber über einen Shitstorm seitens der Gamer würde man sich vermutlich sehr freuen.

  5. http://www.oe24.at/welt/Experte-So-tickt-der-Batman-Killer/72901973
    “Killer-Spiele
    Aus der Isolation heraus entstehe dann sehr häufig eine intensive Auseinandersetzung mit Tötungsfantasien in der virtuellen Welt der Computerspiele. “Das alleine würde niemals reichen”, betonte Pfeiffer. Durch das wiederholte virtuelle Töten würden gefährdete Personen aber auch in der realen Welt zunehmend abgestumpft gegenüber Gewaltakten werden. Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik habe sich etwa nach eigenen Angaben mit einem Computerspiel, in dem ein Amoklauf simuliert wurde, “fit” für sein Massaker gemacht.

  6. Wo besteht da der Zusammenhang? Ich habe selten etwas dämlicheres gehört. Hauptsache man konnte das Wort Computerspiel in einem Bericht über einen Amoklauf unterbringen.

    Das Verhalten der Medien ist mal wieder mehr als kontraproduktiv:

    https://www.youtube.com/watch?v=PezlFNTGWv4&feature=player_detailpage#t=101s

    Damit sollte auch jedem klar sein warum die (TV-) Medien auch immer schnell mit Videospiel/Musik/Film-Ursachen aufwarten. Immer schön von der eigenen Mitschuld ablenken.

  7. Es sind wiedereinmal die Fersehsender die sich wie eine Horde Schakale über diesen Vorfall hermachen, für die ist dass ein “Gottesgeschenk” im Sommerloch. Schnell alle jounalistischen Bedenken über Bord werfen und wieder die übliche verbrämte Suppe aus Lügen, Suggestionen, sogenannten Experten und Halbwarheiten. Boulevardnievau auf Kosten der Steuerzahler. Ich würde am liebsten die ganzen sogenanten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und ihre privaten Gegenstücke dichtmachen und das Geschmeiss vor die Tür setzen.

  8. Der zum Gewaltverbrechen aktuelle Spiegel-Text über die Figur ist zumindest ok: http://www.spiegel.de/kultur/kino/the-dark-knight-rises-hintergrund-zu-christopher-nolans-batman-filmen-a-845517.html Also nicht immer nur das besonders Negative voranstellen. Das Problem ist glaube ich, dass Leute wie diese Frau Hassel mit den Inhalten einer solchen Franchise auch persönlich nicht viel anfangen können, und dann kommen diese Äußerungen dagegen. Ob LEGO oder nicht. Da wird dann immer versucht werden einen Zusammenhang herzustellen, weil “Batman” im eigenen Leben halt keine Rolle spielen wird. Sie machen sich keine Gedanken über Charaktere darin, sondern sehen eben eher nur Oberflächlichkeiten wie eine enthaltene Gewalt. Vielleicht goutieren sie oberflächlich noch manch Anderes, wie schauspielerische Leistungen oder bei WOW von den Pfeiffers bekanntlich auch noch die audiovisuelle Schönheit einer dargestellten Fiktion, aber inhaltlich wird es ihnen fremd bleiben. Sie berichten über Realitäten und vermischen diese quasi selbst mit Fiktionen. Am Ende steht dann bloß die Frage weshalb es das was es in der “Realität” nicht geben sollte in der Fiktion gibt. Sie werden keinen anderen Bezug dazu herstellen können: “The Dark Knight Rises” lief in 4000 Kinos in den USA zu einer politisch aufgeheizten Zeit an, wo der Film schon im Vorfeld als angeblich “liberale Propaganda” mit aufgeladen wurde. Das relativ liberale Waffengesetz wird sich Amerika konstitutionell auch weiterhin leisten (müssen) – das wird man aus einem sich moralisch und eingebildet sozial in praktisch jeder Hinsicht selbst überhöhenden Deutschland (auch) niemals verstehen.
    Und wenn der Herr Pfeiffer nun auch bei Wolfgang Fellner Interviews gibt frage ich mich schon, ob er eigentlich selbst noch ernst genommen werden möchte. Selbst wenn es stimmen sollte was ich unlängst beim Standard las, nämlich dass der Täter als “Joker” verkleidet aufgetreten sein soll. Ein Andenken an Heath Ledger so möglicherweise besudelt wurde: niemand braucht glauben, dass ohne den 73-jährigen “Batman” die Welt friedlicher wäre. Das Problem was auch angesichts tausender anderer Kinos scheinbar nicht verstanden wird: “Batman” gehört nicht zum Gewaltverbrechen, sondern zur Welt in der es verübt wurde –

  9. Den Redakteuren dort hat wohl noch niemand gesagt das Batman niemals eine Schußwaffe benutzen würde.

    Ich könnte aber mindestens ein Dutzend Filme nennen in denen ein Kino Schauplatz einer Schießerei ist, aber man muss ja extra wieder auf die Videospiele abschweifen, obwohl es keinerlei zusammenhang ergibt.

    Beileid für die Opfer und Angehörigen, bleibt nur zu hoffen das nicht allzu viele den Medien auf den Leim gehn und die Geschichte wieder lang und breit durch alle Sendeformate geistert.

  10. Egal, was die Motive gewesen sein mögen, sollte darüber nachgedacht werden, dass ein Mensch Kriegswaffen in riesigen Mengen legal kaufen und besitzen durfte.

    Und um hier nicht undifferenziert die USA zu bashen, gerade in Deutschland und in Europa haben wir ähnliche Probleme z.B. beim Amoklauf in Belgien mit Handgranaten. Es ist längst an der Zeit weltweit (auch) privat abzurüsten!

  11. @Santa
    Weder in Deutschland noch in der EU ist der private Besitz von Handgranaten oder der Besitz von Kriegswaffen erlaubt. Hast schonmal drüber nachgedacht das die Waffen möglicherweise illegal waren? Wahrscheinlich nicht, oder?

  12. Eine legale Waffe wird ganz schnell illegal, wenn der legale Besitzer seine Waffe veräußert. Außerdem ist es den Opfern in Colorado egal, ob sie von einer legalen oder illegalen Waffe getötet wurden. Es gibt einfach zu viele Waffen im Umlauf. Der Staat müsste sie den Bürgern abkaufen und dann einschmelzen.

  13. @Pyri:
    Diesen Joker-Bezug hatte ein N-TV Korrespondent (der sehr betroffen wirkte und extra dramatisch schilderte) heute morgen auch gebracht. Sinngemäß hieß es: Der Täter habe sein Haare rot gefärbt, was er als entsprechende Gleichsetzung des Täters mit dem Joker wertete. Nun hatte der Heath-Ledger-Joker sicher nix gegen Terror gehabt, aber seine Haare waren nicht nur grün, sondern er war auch ziemlich markant geschminkt und gekleidet, allerdings ohne Helm / Schutzweste. Sofern das nicht von den Ermittlungsbehörden bestätigt wird, dürfte der Vergleich – wie schon der mit dem Spiel – auch weit hergeholt sein.

  14. Die gesamte Waffendebatte bringt bei solchen Taten recht wenig, da ein Täter wie Holmes leider immer einen Weg findet eine Massentötung durchzuführen, eben durch illegale Waffen, illegal beschaffte Spengmittel, improvisierte Flammenwerfer, oder anderen Möglichkeiten. Sicher würde ein Totalverbot von Schusswaffen in privaten Händen auch solche Taten erschweren, nur muss man dann auf der anderen Seite die Verbrechen mit in die Rechnung nehmen die dann leichter von der Hand gehen, wie Raubüberfälle und Diebstahl da weniger Abschreckung da ist, und der Waffenschmuggel würde auch blühen. So oder so fliesst Blut.

  15. Oh Gott, wirklich? Langsam wirds lächerlich.
    Irgendwas schreckliches passiert, erste Antwort “Es gab doch bestimmt mal irgendwo ein Videospiel, in dem etwas ähnliches passiert ist.”

  16. witzig, in arkham city erschoss der joker talia al ghul, von schießerei kann keine rede sein. muss ja zwingend was mit batman zu tun haben, dass der amoklauf da war, schon mal dran gedacht, dass der saal gerammelt voll war? nach deren logik mueste auch tim k. wahnsinnig gerne zur schule gegangen sein. und der joker hat gruene, lilane, blaue, schwarze, aber nie rote haare. wahrscheinlich dachte der taeter, es laeuft pumuckel.

  17. Also ich habe mir den Bericht jetzt mal angesehen und muss sagen, ich finde die Aussage über das Computer/Videospiel vollkommen deplatziert. Vor allem, weil danach diese Korrespondentin dann hauptsächlich über die Waffengesetze und Lobby dort nur mehr Berichtet. Was hat das jetzt mit dem Spiel zu tun.

  18. @Winston
    Ich spreche bei Videospielen von Medien der Tat: als Mordsimulatoren werden sie zu Gewaltverbrechen so ähnlich betrachtet wie Flugsimulatoren zum Fliegen. Als Vorbereitung oder Ersatzhandlung(en), und ich denke das kann durchaus auch ein LEGO-Spiel schon betreffen.

  19. Und nun zu etwas völlig anderem: Die Wirtschaftskriese verschärft sich… schuld daran sind die Killerspieler welche ihre Ersparnisse für DLC herauswerfen…
    Und nun zu etwas völlig anderem: Die Klimaerwärmung herhöht sich immer noch… schuld daran sind die Killerspieler welche mit ihren Hi End Computern viel Leistung verbrauchen…
    Und nun zu etwas völlig anderem: Ende dieses Posts… schuld daran sind die Killerspieler.

    Happy Coding.

  20. So lächerlich es auch klingen mag, aber ich glaube das ist nur das Resultat der üblichen Medien-abschreiberei gepaart mit mangelndem Textverständnis.

    Die Washington Post hat am Freitag nämlich diesen Artikel veröffentlicht:

    http://www.washingtonpost.com/national/a-news-guide-to-the-massacre-at-the-colorado-theater-showing-batman-movie/2012/07/20/gJQAAfkNyW_story.html

    “Q: WAS THERE ANY LINK BETWEEN THE SHOOTING AND THE MOVIE?

    A: It’s unclear. New York City’s police commissioner said he was told the gunman had painted his hair red and called himself the Joker — Batman’s nemesis — but Aurora police would not confirm that.

    In “The Dark Knight Rises,” a masked villain leads a murderous crew into a packed football stadium and wages an attack involving guns and explosives. But violent attacks on the public by villains are key components of most superhero movies.

    There are general parallels to the shooting, “The Dark Knight” and the comic book character. Bruce Wayne’s drive to become Batman arose from witnessing the deaths of his parents at the hands of small-time criminal who shot and killed them after they had left a movie theater. The Batman video game called “Arkham City” takes place in an abandoned movie theatre.”

  21. Also ich fasse es mal wieder nicht. Ich spiele zwar keine Computerspiele, sehe das aber auch nicht so dramatisch wie manch ein anderer…
    Hätte der Amokläufer nun einen Coffee to Go in der Hand gehabt, wäre dieser nun verboten? Oh, was können wir froh sein das der nicht auch noch Brot gegessen hat. Stellt euch das mal vor?!!

    Einfach nur schwachsinnig die “Schuld” auf virtuelle Computerspiele zu schieben! Wenn man von nichts eine Ahnung hat, dann sollte man auch einfach mal ruhig sein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.