Steam: Würden Nutzer AGB-Änderung ablehnen?

In der vergangenen Woche hat die Verbraucherzentrale Valve abgemahnt. Grund hierfür ist die Änderung der Steam-AGB im August. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Inhalt der neuen Vertrags, sondern die Art, mit der die Änderung durchgeführt wird. Auch wir haben diese damals kritisiert:

Valve, die Firma hinter Steam, [hat] vor einigen Tagen das „Steam Subscriber Agreement“ geändert. Zumindest wird hier im Gegensatz zur Konkurrenz, die eine solche „Vertragsanpassungen“ auch mal heimlich unterschiebt, um Zustimmung gebeten. Eine harte Entscheidung, hat man doch die Wahl zwischen:

  • „Ja, ich bin einverstanden.“ und
  • „Nehmt mir alle meine Spiele weg!“

Doch was wäre, wenn man sich wirklich zwischen der alten und neuen Version entscheiden könnte? Wirklich gelesen und verglichen hat die Vertragswerke wohl kaum jemand. In den Medien wurde inhaltlich vor allem der Ausschluss von US-Sammelklagen betont. Zudem wurde erwähnt, dass einige neue Entwicklungen (Valve-Geschäftsstelle in Luxemburg, Item-Handel, Cloud, etc.) die Anpassungen nötig machten. Das klingt für den Europäer eher uninteressant.

Faktisch gibt es aber eine bisher kaum erwähnte Änderung, die vor allem für deutsche Nutzer wichtig ist: Die neuen Vertragsbedingungen verbieten den Einsatz von Proxy-Servern, um die „geographischen Beschränkungen hinsichtlich der Inhalte von Spielen“ zu umgehen. Nötig sind solche Server, da einige Programme in Deutschland nicht erhältlich oder stark zensiert sind. Es gäbe also durchaus einen Grund, die neuen AGB abzulehnen.

Ein Gedanke zu “Steam: Würden Nutzer AGB-Änderung ablehnen?

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