Newsschwemme #25

CNN, Erin Burnett scheitert Experten Videospiele beschuldigen zu lassen: “Absolutely no proof at all.”
standard.at, Senator Lamar Alexander: “Videospiele sind ein größeres Problem als Waffen […].”
gamesindustry, David Cage, Branche leide an “Peter Pan”-Syndrom, werde nicht erwachsen.
taz, Benefiz-CD der “Stiftung gegen Gewalt” an Schulen beinahe wegen Lied „1, 2, 3“ beschlagnahmt.
Phoenix, “Computerspiele kontrovers – Spielespaß oder Psychofalle?” – ab ca. 46:00 über Gewalt.
wn, Studie stellt fest, dass “das Spielen von Ego-Shootern die kognitive Flexibilität fördert“.
eureka-wildwood, Grossman: “Violent video games are “murder simulators” that train kids to kill.
dradio: Desensibilisieren Gewaltspiele? “Im Rahmen unserer Studien konnten wir diese Hypothese nicht bestätigen.”

3 Gedanken zu “Newsschwemme #25

  1. Insgesamt fand ich das Phoenix-Thema überraschend informativ, auch wenn der Titel und die Abschnitte zu Gewalt und Sucht doch teilweise arg plakativ wirkten. Offenbar scheinen die Verantwortlichen zu glauben, dass man die Zuschauer verwirrt, wenn man diese Themen anders darstellt.
    .
    Zu Grossman: Welch ein Wirrkopf! Der schlägt ja sogar noch so manchen deutschen “Experten”.
    Bei den Recherchen zu meiner Diss bin ich auf eine Review von Robert Engen gestoßen, in der er die in Grossmans Büchern verbreite These von angeborenen Tötungshemmungen kritisch hinterfragt. Erschienen ist’s im Canadian Military Journal:
    http://www.journal.forces.gc.ca/vo9/no2/16-engen-eng.asp

  2. Ich hab Heavy Rain immer noch nicht gespielt, deswegen tue ich mich schwer Cages Aussagen zu kritisieren. Mal schauen was aus Beyond: Two Souls wird. Aber es geht ja in eine ähnliche Richtung wie das, was Spector neulich gesagt hat und der ist nach Epic Mickey bei mir unten durch. :D

  3. @Green Ninja
    Ich glaub es geht auch da vor allem um die schon bei der Musik in Deutschland übliche Unterscheidung zwischen “Ernst” und “Unterhaltung”: Spector lobte neben “Heavy Rain” ja auch ausdrücklich “The Walking Dead” und wandte sich indirekt gegen Komödien wie “Lollipop Chainsaw”. Und alle David-Cage-Spiele seit “The Nomad Soul” sind bislang von einer tiefen Schwere, wenn schon nicht Melancholie, getragen gewesen. Soll heißen: “Gewalt” ist solange ok oder wird sogar goutiert, solange sie den Anschein einer Tragik wahrt und ausdrücklich keinen Spaß machen soll, wobei sich diese normative Gewalt durch sämtliche Äußerungen so zieht – dahingehend was beim Videospielen letztlich alles empfunden werden soll (oder nicht).
    Spannend wird im kommenden Sommer werden ob die USK “The Last of Us” kennzeichnen können wird – ich glaub das nach jüngsten Eindrücken, die mich doch sehr an “Condemned” erinnert haben, ausnahmsweise nämlich eher nicht. Wenn schon “Tomb Raider” jetzt keine Jugendfreigabe mehr bekommen hat…

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