Newsschwemme #28

    ard, Wegen Schulmap: „Hatte Roland einen Amoklauf in seiner Schule geplant?“ (Tatort-Teaser)
    southpark, Die Kinder blockieren mit Fragen zu Minecraft „Murderporn“ im TV ihrer Eltern.
    golem, IKRK will humanitäres Völkerrecht in Videospielen. „ARMA III“- Entwickler finden es interessant.
    guardian, „Claims that ‚video games lead to violence‘ lead to violence“ – nicht ganz ernst gemeint.
    kotaku, 9-Jähriger bringt (Deko-) Shotgun in seine Schule, wegen „Minecraft“.
    top, DSDS-Zweiter Negroni greift seinen Bruder an, wegen Niederlage bei „FIFA 13“.
    ard, Meldung im Nachtmagazin über Amnesty-Kritik an „GTA V“ wegen Folterszene.
    SPON, „Der Sturm […] beruhte auf einem Videospiel“ – Nein, Vorlage war ein Tabletop, das Spiel erschien nach dem Buch. Das Buch heißt weder „Der Sturm“ noch „Roter Sturm“ sondern „Im Sturm„.
    (Dank an Dante, buzzti, Diavid und Pyri.)

3 Gedanken zu “Newsschwemme #28

  1. Nun, soweit es die Golem Meldung betrifft…
    Ich habe in der Tat schon über so etwas nachgedacht. Sicherlich ist das auch bei vielen „militärischen“ Games wenig sinnvoll. Aber bei manchen, die versuchen der Realität nahe zukommen, wäre es sicher eine gute Gelegenheit, die Schwierigkeiten etwa asymetrischer Kriegsführung zu verdeutlichen. Es gab ja solche Versuche (Spec Ops)… allerdings geht das dann natürlich schnell in eine ganz andere Richtung von Spielerfahrung. Mag wohl sein, dass zwischen den ganzen „Call of Battlefield“ Teilen ein etwas ernsterer Ton zuweilen fehlt.

  2. Ich weiß jetzt nicht genau wie sich die „ARMA“-Reihe entwickelt hat, aber als ich das letzte Mal nachgesehen hatte war auch das kein „Kriegsspiel“ im eigentlichen Sinne des Wortes. Schon zu „Operation Flashpoint“-Zeiten wurden schließlich alle möglichen fiktionalen Finten geschlagen um einen möglichst „ungestörten“ militärischen „Spielplatz“ herzustellen – in der Narration etwa ganze Inseln evakuiert, nur damit dort später dann das Militär darauf antanzen kann.
    Auch andere Spiele taten das – am prominentesten vielleicht „Far Cry 2“, was Christian Schmidt damals als einer der ersten kritisiert hat.
    Und „Spec Ops“, gemeint ist wohl „The Line“, war auch alles andere als eine Simulation: dafür um Ernst ins Spiel zu bringen bräuchte es das eben auch überhaupt nicht, sondern da ging es gerade im Gegenteil vielmehr darum (auch ziviles) Leid darzustellen und sogar besonders Kriegsverbrechen (!) zu integrieren.
    Sicher würde es bei Simulationen die von egalitären Parteien ausgehen viel Sinn machen auch „Kriegsrecht“ zu zeigen. Nur müsste es dafür halt auch eine KI oder andere Gamer geben die sich dafür ergeben wollen würden, welche etwa Verletzungen aufweisen, wo eben nicht bis zum Tod gekämpft wird und wo es dann zur Kriegsgefangenenschaft oder Flucht usw. kommt. Auch müssten dafür vielleicht überhaupt mal „Völker“ integriert werden. Vorerst sehe ich das jedoch eher nur bei indirekten Spielen wie der „Total War“-Franchise wo Flucht sogar den „Schlachten“alltag bestimmen kann – zumindest dann wenn ich spiele…
    Ansonsten ist es aus meiner Sicht eher eine Frage ob es „Gerechtigkeit“ oder sogar „Recht“ im Krieg gar geben kann, nicht unähnlich zu anderen Dingen welche mit internationalem Recht zusammenhängen und dort dahingehend auch von verschiedensten NGOs und AutorInnen in den letzten Jahrzehnten immer wieder scharf kritisiert wurden, von Galtung bis Lyotard, bis hin zu sogar den „Menschenrechten“ selbst als etwa chauvinistisch usw. Und ob das nicht schon alles Beschönigungen oder Verharmlosungen von „Krieg“ sind – zusammen mit einer bestimmten Sicht auf Videospiele als Ausdrucksform, welche Negatives in diesen Medien praktisch immer ausblenden will, weil sie es grundsätzlich stets affirmativ interpretiert. Als gewissermaßen „gedankenloses“ Schwelgen im „Unrecht“ –

  3. Jeder Flüchtling, Soldat, Kriegsberichterstatter wird dem lieben IKRK jederzeit bestätigen das in Kriegszonen immer das Recht des Stärkeren gilt. Besonders heuchlerisch deshalb da hier von Kriegsrecht gesprochen wird. Krieg ist niemals gerecht oder Recht. Mir ist Krieg sicher nicht Recht, auch wenn ich alle COD Spiele und diverse andere auf der Platte habe. Kriegsrecht oder der Verstoß gegen dessen, kann auch Grund für Kriege hergenommen werden, siehe Balkaninventionen der NATO, Irak 91, Irak 03. Letzendlich gilt immerschon was der römische Philisoph Marcus Tullius Cicero so schön sagte: „Denn unter den Waffen schweigen die Gesetze.“ Daher finde ich dieses ganze Konzept von wir werden den Dikatoren, Generälen, und Kriegsfürsten mit einer saftigen Gefängnis- oder Todesstrafe drohen, nach dem wir ihnen ihre Macht, ihre Soldateska und ihren Reichtum weggenommen haben. Wir schreiben ihnen einen bösen Brief in den wir dem jeweiligen Teil- oder Vollzeitkontrollfreak sagen das er sehr böse ist. Dann schicken wir eine Expedtionsstreitmacht los um in seinen Land „friedenssichert“ aufzutreten um ihn dann vor dem IGH anzuklagen. Ist sowieso nur ein Vorwand um sich eine nette prowestliche Regierung einzusetzen, die einen gleich die Bodenschätze und Infrastrukturprojekte überschreibt. Ein einfacher Mob auf der Straße tut es doch auch, siehe Gaddafi. Und die lustigen Dikatoren werden auch nicht schlauer, warum nicht einfach einmal in den Ruhestand gehen, sich eine gemütliche russische Villa kaufen und fünf gerade sein lassen. Sollen sich doch die Kaugummipartisanen und ihre Marionetten mit dem ganzen Regieren befassen, schlimmer als im Irak kann es wohl kaum werden, oder doch?

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