Videospiele(r) und humanitäres Völkerrecht

(icrc/spon) Das Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) interessiert sich für Videospiele, was der Organisation unzählige hämische Kommentare eingebracht hat. Auf Twitter und in diversen Foren wird mit einem leicht ironischen Unterton gefragt, ob reale Kriegsverbrechen nicht problematischer seien und weshalb man sich auf Videospiele beschränke. Die Urheber solcher Kommentare tun dem IKRK jedoch Unrecht, das sich auf seinem Internetauftritt redlich um eine Erklärung des Vorstoßes bemüht.

Dort wird beispielsweise klargestellt, dass „real-life armed conflict and its humanitarian consequences“ selbstverständlich das primäre Aufgabenfeld sind, dass man Spieler nicht durch „pop-up messages“ nerven oder langweilen möchte und dass „fictional scenarios such as medieval fantasy or futuristic wars in outer space“ selbstverständlich ausgenommen sind. Die Forderung ist eigentlich ganz simpel:

    „The [IKRK] has publicly stated its interest in […] video games that simulate real-war situations. […] The ICRC is suggesting that as in real life, these games should include virtual consequences for people’s actions and decisions.“

Der Gedanke der hinter diesem Vorstoß steht, ist, dass in Videospielen propagierte Kriegsverbrechen auch reale Folgen haben könnten: „Such illegal acts will be perceived as acceptable behaviour”. Dieselbe Besorgnis hat Michael Schulze von Glaßer, der Betreiber von Militainment.info, in einem WASD-Artikel geäußert, der jüngst auch bei Spiegel Online erschienen ist. Auch er warnt davor, dass „dem Spieler […] die Methoden seiner virtuellen Protagonisten als vollkommen unproblematisch verkauft“ würden.

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Es stimmt sicherlich, dass Videospiele nicht die primäre Informationsquelle für das humanitäre Völkerrecht darstellen und das Wissen der Bevölkerung über dieses im Allgemeinen nicht sonderlich ausgeprägt sein wird. So dürfte vielleicht auch den einen oder anderen Gamer verwundern, dass der Sanitätsdienst bei der Bundeswehr ein „waffenloser Dienst“ ist (ndr) und diese als Militärangehörige ohne Kampfauftrag selbst nach den Genfer Konventionen zu den „Nichtkombattanten“ zählen (wikipedia). Dies hat zur Folge, dass Sanitäter Waffen nur zum Selbstschutz tragen und sich an Kampfhandlungen nicht beteiligen sollen. Bis zum Afghanistankrieg, bei dem die andere Seite es mit dem Völkerrecht nicht so genau nimmt, konnte daher ein Sanitäter dem Einsatz nicht durch eine Kriegsdienstverweigerung entgehen, da dieser ja keinen Kriegsdienst darstellt (BVerwG).

Doch der Vorstoß des IKRK und der Appell von Michael Schulze von Glaßer wirken nicht bei allen Punkten ganz durchdacht:

1. Ist es wirklich Aufgabe eines Unterhaltungsmediums eine (politische) Bildung zu vermitteln? Auch wenn manche Politiker Videospielen allein unter dem Gesichtspunkt des pädagogischen Anspruchs einen Wert zubilligen wollen, vermitteln selbst Sendungen im öffentlich rechtlichen Rundfunk nur bedingt Kenntnisse über (deutsches) Recht. So ist den Ermittlern im Tatort die Notwendigkeit einer Belehrung von Beschuldigten oder Zeugen über ihr Auskunfts- bzw. Zeugnisverweigerungsrecht offenbar genausowenig bekannt wie das Recht auf einen Verteidiger. Über die Notwendigkeit eines richterlichen Beschlusses für eine Durchsuchung wollen wir besser erst gar nicht reden. Offenbar wird mehr als die allgemeine Thematisierung gewisser gesellschaftlicher Umstände – abseits von Videospielen – von Medien nicht erwartet. Es ist sicherlich nicht anständig auf die eigene Verantwortung angesprochen auf die Defizite anderer zu verweisen, doch es verwundert immer wieder, welchen Maßstäben einzig und allein Videospiele gerecht werden sollen.

2. Die Kritik zeugt nicht von viel Vertrauen in die Gamer. So läuft der Artikel von Michael Schulze von Glaßer darauf hinaus, dass eine Skandalisierung von unkommentierten Kriegsverbrechen durch die Medien deswegen nötig sei, um die Gamer zu einer kritischen Reflektion des Erlebten anzuregen. Dies erscheint vor dem Hintergrund, dass er als Beispiele für Kriegsverbrechen in Titeln wie „Modern Warfare“ und „Black Ops 2“ nicht Feinheiten des Völkerrecht, sondern die Folterung und Tötung von Gefangenen anführt, beinahe als beleidigend.

3. Wenn das IKRK fordert, dass virtuell verübte Kriegsverbrechen dieselben Konsequenzen „as in real life“ nach sie ziehen sollen und auch Michael Schulze von Glaßer sich daran stößt, dass im Spiel „Verbrechen […] unkommentiert bleiben“ wird vergessen, dass Kriegsverbrechen auch in der Realität nicht immer Folgen haben. So wurden bei der Exekution Osama Bin Laden – über die sich unsere Bundeskanzlerin freute – zwei unbewaffnete Zivilisten erschossen, ohne dass Konsequenzen für die beteiligten Soldaten bekannt geworden wären. Auch auf Seiten der Taliban erscheint es eher als fernliegend, dass Kriegsverbrechen bestraft würden. In Anbetracht von Selbstmordattentaten auf öffentlichen Plätzen sieht es vielmehr so aus, als ob sie zu diesen sogar ermutigt würden. Und auch in „regulären“ Konflikten sind nicht alle Beteiligten von Kriegsverbrechen bestraft worden. So gab es bei dem Massaker von My Lai, bei dem mehrere Hundert Dorfbewohner bestialisch ermordet wurden, für den Vorgesetzten zwei Jahre Hausarrest.

4. Es wird stellenweise der Eindruck erweckt, dass es ein allgemeinverbindliches humanitäres Völkerrecht geben würde. Tatsächlich besteht unter anderem mit der Haager Landkriegsordnung, der Ottawa-Konvention, den Genfer Konventionen inklusive Zusatzprotokollen und dem Übereinkommen über Streumunition eine Vielzahl von internationalen Übereinkommen, die von vielen Ländern nicht oder nicht vollständig ratifiziert worden sind. So haben beispielsweise die USA bis heute nicht alle Zusatzprotokolle der Genfer Konventionen anerkannt.
Wie die Regelungen zu verstehen sind, wird ebenfalls unterschiedlich beurteilt. So sind die USA (mittlerweile) der Ansicht, dass zwar Napalm nicht eingesetzt werden darf, da es nach Art. 23 e der Haager Landkriegsordnung geeignet ist „unnötigerweise Leiden“ zu verursachen, doch Phosphorbomben setzt man trotzdem ein. Auch streitet man darüber, ob die Verwendung von Uranmunition als „Verwendung von vergifteten Waffen“ gilt, da Gesundheitsschäden wegen der enthaltenen Schwermetalle noch nicht nachgewiesen werden konnten.

Wenn in Videospielen also für Kriegsverbrechen Konsequenzen „as in real life“ drohen sollen, würde eine realitätsnahe Umsetzung des humanitären Völkerrechts so aussehen, dass zwar Verstöße nicht immer folgenlos bleiben, doch der Spieler durch die Wahl der Fraktion bereits entscheiden kann, inwieweit er sich an das Humanitäre Völkerrecht (nicht) gebunden fühlt.

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    Zum IKRK-Artikel
    Zum SPON-Artikel

16 Gedanken zu “Videospiele(r) und humanitäres Völkerrecht

  1. Bei der BRD mit der Uranmunition kannst wieder wegstreichen! Machen wir! Im Kosovokrieg oder wars Afghanistan? Egal ich weiß noch wie der Verteidigungsminister Ich glaube Sharping wars (wenn ja wars Kosovo Krieg) gesagt hat, das 50% der Bundeswehrsoldaten nichtm ehr zeugungsfhig zurückkommen wegen der Uranmunition! Also kurz:“ Wir halten uns auch nicht dran! Sollen die mal labern! Ein Freund von mir war da und was der erzhlt, da stehen einem die Haare zu berge ich drücke es mal so aus:“ NIEMAND UND ZWAR WIRKLICH KEINER HÄLT SIE AN DIE KONVENTIONEN!!! „Es ist krieg und man will schließlich überleben!“ Das sind nicht meine Worte übrigends! Sondern die eines Soldaten der Gedient hat und im Krieg war!

  2. Und um dem OT noch was hinzuzufügen: Die Gefahr ist trotzdem real, wenn man zB als BW-Soldat neben einem Panzerwrack steht das A-10 Kampfflugzeuge der US Air Force vernichtet haben muss man mit Strahlung rechnen. Der Mist muss weg.

    Gruß
    Aginor

  3. Das Problem bei dem Glaßer-Artikel ist, dass er indirekt das fordert was bei einem Peter Bürger (und ihm selbst sonst auch) unter „Kriegspropaganda“ läuft, nämlich dass wenn dann bitte saubere und ordentliche „Kriege“ geführt werden sollen. Und damit dann alles rechtens wäre. Also wie zynisch ist das denn? Natürlich will er in seinem Sinne gar keine nicht-„kritischen“ Kriegsspiele haben, aber so ein Artikel reduziert das schonmal so: und das ist auch das Problem des Roten Kreuzes. Spiele wie „Call of Duty“ oder „Battlefield“ erzählen mittlerweile jedoch eher wilde bis abstruse Geschichten, die zumindest teilweise schon näher an Ian Fleming waren, als an Erich Maria Remarque. Und weshalb wird dann etwa nicht gefordert, dass die Kriegsspiele angesichts ihres Gegenstandes doch bitte (wieder) ein wenig ernster werden mögen?
    Das wäre mal eine interessante Forderung – zur Abwechslung. Und eine welche auch die Wirklichkeit der heutigen Spiele berücksichtigen würde.

    Denn es werden dort im Run-and-Gun-Singleplayer auch meist bloß absurde Einzelkämpfer mehr gemimt. Und bei mehreren geht es sowieso nur mehr um ein relativ abstrahiertes Punktezählen im Kopf, fernab von klar trennbarem Klassendenken wie beim „Sanitäter“, oder ausgeklügelt bedächtig-geplantem Vorgehen, „Strategie“ Fehlanzeige. Die Regeln gibt es dort doch alle überhaupt nicht, das heißt nicht einmal als Möglichkeit – da wird von ganz anderen „Kriegsspielen“ gesprochen. Da gibt es ganz andere Regeln, etwa dass einem in „Medal of Honor – Warfighter“ die Frau verlässt wenn man so weiter tut wie bisher. Nur davon redet der Schulze von Glaßer nie. Niemals vom Melodram. Oder der Komödie: und dann werden Spielinhalte wie die Folter als „klare Verbrechen gegen die Menschheit“ ausgewiesen? In welcher Beziehung zu was für einer Realität sollen diese Vorwürfe eigentlich stehen. Nicht nur zur Kriegsrealität, sondern auch die der tatsächlich populären Spiele. Wieso wird die Folter integriert: doch nur zur dramaturgischen Variation, als affektorientierte Abscheu. Der Glaßer tut jedoch so als wäre sie Teil des Spielalltages. Doch da foltert oder massakriert nicht der Spieler, die Spielerin, in ihrer Rolle als namenloser Antiheld, sondern das tun irgendwelche Schurken oder klar abgrenzbare Antihelden – wie verdeckte Ermittler am Flughafen. Und welcher falsche Eindruck über narrative Konstruktionen wird da auch vermittelt, was für eine Gegen-Aufklärung und Verschleierungstaktik von Inhalten betrieben? Die pro- oder antagonistischen Männer welche in den Militärspielen für gewöhnlich vorkommen sind doch keineswegs repräsentativ für auch nur irgendein real existierendes Land, derem Militär oder sonst wen. Und es wird dazu auch nicht erklärt was dabei sonst etwa ein „Kommentar“ wäre – wie belehrend dieser in etwa auch aussehen müsste, dass er so genehm wird. Der Glaßer macht riesengroße „Studien“ in denen er penibel Inhalte aufzählt und Handlungsbögen zusammenfasst, aber in der Interpretation fallen dann diese wie ein Kartenhaus in sich zusammen, weil ja sowieso alles nur „für den Krieg“ wäre am Ende, wenn etwa gewonnen werden kann oder sonst was das ihm politisch-ideologisch nicht in den Kram passt – weil er eine promilitärische Haltung eben nicht erträgt. Weil es erfolgreiche Militärs für ihn nunmal nicht geben darf. Weil das alles gleich „militaristisch“ oder kriegsverherrlichend wäre.
    Also da wird doch bloß „politisches Kleingeld“ gewechselt, wie es hier in Österreich so schön heißt: für langweilige Simulationen wie „ARMA“ macht es Sinn dieses humanitäre Recht als Integration zu fordern, aber das sind weder die populärsten Titel noch jene die da letztlich auch angesprochen wurden. Die sind so nüchtern und damit langweilig-unzeitgemäß, dass sie heutzutage wenn dann von einem Massenpublikum vielleicht höchstens für eine Zombie-Mod missbraucht werden. Denn im Grunde sind diese Forderungen so wie wenn ein Sean Connery anno 1962 angewiesen wurde, dass sich Geheimagenten doch bitte nicht so verhalten mögen wie er bei seiner „Jagd“ auf „Dr. No“.

  4. @Pyri: Generell Zustimmung, allerdings finde ich es als Simulationsfan schon ein wenig beleidigend dass Du Simulationen als langweilig bezeichnest. Das ist einfach Ansichtssache. Ich finde sie sehr kurzweilig, unterhaltsam, und spannend. ;)

    Gruß
    Aginor

  5. @Aginor
    War auch nicht abwertend gemeint gewesen. Eigentlich ganz im Gegenteil – hätte auch anspruchsvoll, komplex oder „kompliziert“ (dann wieder mit negativem Beigeschmack) schreiben können.
    Und das war auch nicht meine Meinung: ich wollte vielmehr den vermeintlichen Eindruck eines Massenpublikums wiedergeben. Denn anders ist es wohl nicht zu erklären, dass sich „Modern Warfare 3“ allein auf einer Konsole über 15 Millionen Mal verkauft hat. Das „ARMA“ dort am nächsten stehende „Dragon Rising“ jedoch weltweit nicht einmal eine Million (nach der nur etwas unsicheren Quelle VGChartz http://www.vgchartz.com/gamedb/?name=modern+warfare+3 ) absetzen konnte. Die populärsten Shooter in den letzten fünfzehn Jahren von der Handhabung und dem Spielaufbau her ungleich einfacher gestaltet worden sind. Auch RPGs wie „Fallout“ oder „Mass Effect“ nunmehr eher Shooter wurden und selbst Wisim-Strategie (wenn ich da etwa an die letzten Spiele von Daniel Dumont denke) viel von großen Casual-Erfolgen übernommen hat, sowie Point’n’Click-Adventures mit Hotspots versehen. Spiele wie „ARMA“ brauchen nunmal ungleich mehr Investition – das Geschehen ist dort oft nicht einmal auszumachen, während es bei „Call of Duty“ an jeder Ecke kracht, rummst und scheppert –

  6. @Soldat-Hans Die Uranmunition die die Amis verschiessen, ist abgereichert und dessen schwache Strahlung sorgt nicht für Zeugungsunfähigkeit da diese nicht in der Lage ist die Haut zu durchdringen. Studien die das Gegenteil behaupten sind politisch eingefärbt und bedienen sich pseudowissenschaftlicher Methoden. Kampfmittelräumdienste entfernen diesen Munitionstyp genauso wie Bleimunition vom Schlachtfeld, da sie als Schwermetall eine Gefahr für das Grundwasser darstellen.

  7. Ähm, ich verstehe die Tabelle oben nicht: Heißt „rot“ = wird nicht benutzt? So viel ich weiß, ist Deutschland dem Abkommen über die Abschaffung von Streumunition vor ein paar Jahren beigetreten, und der atomare Erstschlag war andererseits für uns auch nie wirklich eine Option, jedenfalls nicht in Eigenregie.

    Oder kranken wir hier an einem Definitionsproblem? Submunition != Streubomben.

    Die von DU abgegebene Radioaktivität mag nicht die eigentliche Gefahr sein: Beim Einschlag entstehen uranhaltige Stäube, die weit verteilt, wieder aufgewirbelt und dann inhaliert werden können. Dauerhafte Belastung führt zur Anreicherung im Körper und ist sicherlich nicht gesund, aber wer da wirklich Dekontamination betreiben möchte, muss dann gleich containerweise Erde abtragen. Aber auch Blei und Wolframcarbid sind krebserregend… nu wirds aber wirklich OT. ‚Tschuldigung.

  8. @Roland_09
    Rot heißt in der Tat „nicht benutzt“. Beim atomaren Erstschlag sieht es so aus, dass hier allein Russland und China einen atomaren Erstschlag ausgeschlossen haben. Deutschland hat es nicht, obwohl Deutschland im Rahmen der nuklearen Teilhabe innerhalb der Nato Atombomben zur Verfügung stehen. Einsetzen kann sie diese nicht ohne Hilfe der USA, doch – sofern dies geschieht – wären die BRD in der Lage einen atomaren Erstschlag durchzuführen und hat diese Möglichkeit afaik bisher auch noch nicht ausgeschlossen. Mag etwas haarspalterisch sein, doch wenn es um A-Waffen geht, sollte man schon genau hinschauen dürfen.

  9. @Uranmunition
    Solche Munition wird gegen Panzer verwendet. Der Panzerbesatzung kanns egal sein ob der Staub der beim Einschlag entsteht Krebserzeugend ist, da sie den Einschlag kaum überleben dürfte.
    Die Menschen die nacher die Panzerwracks wegräumen dürfen müssen sich um den Uranstaub auch keine Sorgen machen – ein eine ausgebrannter Panzer ist eine Giftmülldeponie, egal ob der Brand durch Uranmunition hervor gerufen wurde oder nicht.
    Uran im Trinkwasser – sogar in Mineralwasser – ist übrigens gar nicht so selten.
    Phosphatdünger ist übrigens auch eine Quelle für Uran das dann in Trinkwasser gerät.

    @rotes Kreuz
    Kommen nach den Spielen eigentlich Filme und TV Serien dran ?
    In Inglorious Bastards werden z.B. einige unbewaffnete Soldaten die sich ergeben haben mit einem Baseballschläger erschlagen, ohne das der Soldat der diese Tat begeht bzw. sein Vorgesetzter dafür bestraft werden.
    Der Film wurde übrigens auch mit Mitteln der deutschen Filmförderung finanziert…

  10. Zum Uran:
    @skully: Es ist schwer es zu beweisen, aber erste Zweifel an der Geschichte mit dem abgereicherten Uran kamen auf als sich rausstellte, dass die USA wesentlich mehr davon verschossen haben als sie produzieren. Abreicherung ist aufwendig (einer der Gründe warum die Briten damit aufgehört haben und auch wieder auf Wolframcarbid umgestellt haben), und daher kam die Vermutung die USA verschießen Abfall aus AKWs. Wenn dann noch die USA ein Schweizer Team im Irak gängeln das Panzerwracks untersuchen soll (1993 IIRC) dann hat es ein „Gschmäckle“.

    Zum Rest:
    @Pyri:
    Jo klar, hab mir schon gedacht dass Du das nicht so gemeint hast. :)
    @Alreech:
    Filme sind Kunst, da ist das ok. (so sehen das einfach viele, traurig aber wahr)
    Kritisiert werden sie aber schon, und in der Vergangenheit war das auch noch stärker. Es hat auch ein wenig etwas mit dem Alter des Mediums zu tun.

    Gruß
    Aginor

  11. @skully
    Sorry, aber da liegst du falsch


    Ich empfehle daher mal den link!
    Eine Dokumentation über Uranmunition im Irak

    http://www.youtube.com/watch?v=ERmabAyg4X0

    Bitte liebe leute seid nicht einfach so naiv und glaubt alles was Offiziell ist!! Ich arbeite im Altersheim als Pflegefachkraft und Offiziell gelten da auch viele regeln, die aber ebenfalls zu 80% nicht eingehalten werden! Es gilt auch im Heim:“ Schein ist sein! Wir sind ja auch immer offiziell ganz toll besetzt wer hinschaut sieht die realität! Mag ja sein, dass man Offiziell alles korrekt entfernt, aber inoffiziell sieht das schon wieder ganz anders aus!

  12. @Soldat-Hans Wenn eine Dokumentation schon so betitelt ist mit: „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra.“, dann kann man wohl kaum von Objektivität reden oder von einer fairen Darstellung. Interessant ist, das die Doku keine Sekunde darauf verliert was, wohl all die lieben Aufständischen in der Stadt getrieben haben, was ist mit deren Sprengfallen und Brandsätzen, und dann noch all die anderen Faktoren, schlechte Hygiene, keine medizinische Versorgung. Tut mir leid, aber ich glaube nicht an ein Weltbild das von dem drittklassigen Möchtegern Oliver Stone da gezeichnet wird. Als Geldgeber haben wir dann auch noch den öffentlich rechtlichen WDR. Öffentlich Rechtliche Sender kann mann sowieso nicht glauben, da kommt nur Propaganda aus heuchlerischen politischen Köpfen: „Seht her wir Deutschen sind nicht mehr so schlimm, mit unseren Zyklon B, die blutrünstigen Amerikaner und ihre Uranmunition sind viel schlimmer.“ Die politische Einflussnahme auf die öffentlichrechtlichen Sender ist meiner Meinung nach unübersehbar. Ich sage nicht das die Kampfhandlungen der Amerikaner keine Mitschuld haben, aber die einseitige Darstellung dieser Produktion ist Propaganda und daher nicht die Wahrheit.

  13. Schon im mittlerweile etwas in die Jahre gekommen Counterstrike gab es doch Strafen für das versehentliche Erschießen der Geiseln/Zivilisten. Allein diese Strafe hat die Geisel maps überhaupt erst interessant gemacht. Einschränkungen und Punktabzüge die solchen Regelungen entsprechen können die Spiele durchaus interessanter machen.
    allerdings kommen in den meisten Shootern, die auf Multiplayer setzen ja eh keine NPCs vor, also auch keine Zivilisten oder dergleichen. Falls irgendwo Zivilisten vorkommen könnte mach ruhig so kreativ sein und diese auch in einer Spielmechanik nutzen.

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