„Todesschreie aus dem Kinderzimmer“ – Christian Gürnth lehnt tendenziösen Talk ab

Zum 11.05.2014 kündigte tagesschau24 einen Themenabend über Videospiele an, wobei die Wortwahl der Ankündigung tief blicken ließ. Heutzutage sollte die Frage, ob „Killerspiele wirklich Teil eines friedlichen Lebens sein“ können, etwas grenzwertig erscheinen. Ich hatte dennoch auf einen Beitrag verzichtet, da Sendung und Formulierung aus dem Jahr 2008 stammen. Entgegen meinem Glauben ist derartig stigmatisierendes Denken aber offenbar auch heute noch aktuell: Christian Gürnth von gameswelt.de hat die Einladung zu einem Talk-Format des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks abgelehnt, weil bei dem Titel – „Todesschreie aus dem Kinderzimmer: So gefährlich sind Computerspiele für unsere Kinder“ – nicht von einer neutralen Diskussion ausgegangen werden könne.

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    (Dank an Dante.)

12 Gedanken zu “„Todesschreie aus dem Kinderzimmer“ – Christian Gürnth lehnt tendenziösen Talk ab

  1. Todesschreie aus dem Kinderzimmer: So gefährlich sind Computerspiele für unsere Kinder
    Todesschreie aus dem Parlament: So gefährlich sind Politiker für unseren Frieden
    Todesschreie aus der Gruft: So gefährlich sind Totengräber für unsere Verschiedenen
    Todesschreie aus dem stillen Örtchen: So gefährlich sind Chilischoten für unseren A***
    Todesschreie aus dem TV: So gefährlich sind Journalisten für unsere Intelligenz

    Desweitren News von objekiven Journalisten welche nur seriöse Berichterstattung kennen:
    http://www.der-postillon.com/2014/05/wie-super-mario-kleiner-timmy-9-isst.html

  2. Todesschreie aus dem Arsch: So gefährlich ist Homosexualität für Kinder?
    Todesschreie aus einem Männerarbeitsplatz: Wie gefährlich ist Emanzipazion?
    :-D

  3. Nein! Dafür bezahlen wir auch noch doppelt Fernsehgebühren! Ja, wenn man einen Garten mit Häuschen hat, muss man doppelt zahlen! Obwohl wir nur einmal zuschauen können. Ich bekomme einen dicken Hals!

  4. Ja, ich bin es auch etwas satt.
    Das ist auch einer der Gründe warum ich zur Zeit so selten im Forum schreibe.

    Die gute Nachricht ist: Es interessiert niemanden groß. Bis auf ein paar aufgewärmte Jammersendungen, meist anlässlich irgendeines Amoklauf-Jahrestags (der, wie ich finde, morbiderweise jährlich in der Presse auftauchen muss, auch überregional) ist das Thema quasi tot.
    Das ist irgendwie ja ein gutes Zeichen. So ein bisschen. Vorerst. Da muss man nur aufpassen dass nicht plötzlich im Hinterzimmer doch irgendein Gesetz entwickelt und dann irgendwie durchs Parlament geschmuggelt wird.
    Aufmerksam bleiben ist also schon gefragt.

    Gruß
    Aginor

  5. @Aginor
    mir gehst ähnlich, ich suche zwar immer noch nach Links, aber finde kaum noch was. Allerdings scheint sich die Diskussion in den letzten Jahren in Richtung Sucht zu verschieben. Aber wie Du sagst, wir müssen aufmerksam bleiben!

  6. Die Absage war die einzig richtige Entscheidung, Spielefirmen sollten langsam mal anfangen die Sender zu verklagen wegen der böswilligen Rufschädigung.

  7. @amegas: Es geht solange Richtung Sucht bis der nächste über jahre gemobbte und gepeinite Schüler mit einer Knarre aus dem örtlichen Waffenverein seine Schule stürmmt… dann sind wir wieder genauso weit wie vor einigen Jahren.

  8. @buzzti86
    bezüglich solchen Artikel über Jahrestagen von Amokläufen, ich muss echt wirklich sagen, dass den Betroffenen wenig bis gar nicht geholfen wird, ich glaube die erinnern sich schon fast selber jeden Tag an die Ereignisse, und etwaige (mehr oder minder) “nett gemeinde” Nachrichten diesbezüglich hilft denen wenig das zu verarbeiten. Und ganz ehrlich, die meisten, die nicht unmittelbar in der nähe des Ort des Geschehens wohnen, gehen solche Mitteilungen, mehr oder weniger am… ihr wisst schon (klingt zwar hart, und sicherlich ecke ich mit dieser Aussage an, aber so ganz unrecht habe ich jetzt aber auch nicht)

    @The_Real_Black
    Außer es endet so ähnlich wie in Ansbach.

    Und bezüglich des eigentlichen Themas:
    Fand ich auch im großen und ganzen richtig, das schlimmste was jetzt aber passieren könnte, das sie seine Absage während des Vortrages aufgreifen und eventuell das ganze eigeninterprätieren.

  9. Eigeninterprätieren tun die so oder so, ob man nun direkt dort ist oder nicht, Tatsachen werden geleugnet oder verdreht, Worte in den Mund gelegt die man nie geäußert hat. Zensur ist in Deutschland ein sehr lohnendes Geschäft deshalb haben wir auch so viel davon bzw. so viele Einrichtungen die sich darum kümmern (BPJM, SPIO, FSK, USK, KFM, FSF, KFN, DT Control, Indizierung, Freigabeverweigerung, Nichtveröffentlichung, Schnitte, Beschlagnahme nach §131 o. §85, Verbot, Websperren etc.) und den Medien geht es einzig und alleine darum einen lästigen wie erfolgreichen Mitbewerber auf dem Unterhaltungssektor so viel wie irgend möglich zu schaden, ihn zu verdrängen denn es ist ja so, wer spielt guckt in aller Regel nicht gleichzeitig fern oder liest die Zeitung und ja selbst eine Zeitung ala Bild und co. ist in erster Linie mehr Unterhaltung als Information.

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