„Dying Light“ im Schnellverfahren indiziert

(sb.com) Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat im Fall des Videospiels Dying Light eine vorläufige Indizierung angeordnet. Diese Maßnahme nach § 23 Abs. 5 JuSchG kann erfolgen, wenn bis zur „richtigen“ Indizierung eine Verbreitung im großen Umfang zu befürchten ist. Interessant ist hierbei, dass der Titel bloß auf den Listenteil A gesetzt wurde: Demnach ist das Spiel nach Einschätzung der BPjM nicht gemäß § 131 StGB verboten, sondern bloß „jugendgefährdend“. Nichtsdestotrotz gelten sowohl online (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 JMStV) als auch offline (§ 15 JuSchG) Vertriebs- und Werbebeschränkungen. Mit der vorläufigen Indizierung von Dying Light dürfte auch abzusehen sein, dass das Spielejahr 2014, in dem kein einziges Videospiel aufgrund von Gewaltdarstellungen indiziert wurde (wir berichteten), vorerst eine Ausnahme bleiben wird. Bei den zuletzt indizierten Neuerscheinungen – dem am 03.11.2013 veröffentlichten Dead Rising 3 und dem am 23.04.2013 veröffentlichten Dead Island: Riptide – handelt es sich ebenfalls um Titel, in denen der Spieler gegen Zombies antritt – ein für Jugendschützer offenbar problematisches Genre.

2 Gedanken zu “„Dying Light“ im Schnellverfahren indiziert

  1. Tja, die eine Horde Zombies verbietet die andere Horde Zombies. Unser Staat hat nichts besseres zu tun als für soetwas auch noch Geld und Beamten zu verschwenden, ohne sich dabei auf wissenschaftlich untermauerte Fakten stützen zu können. 188 verschiedene Spiele mit der Thematik Zombie im Steam Store, und viele davon mit gleicher und größeren Gewaltdarstellung, aber Dying Light muß indiziert werden, ohne Grund, ohne Begründung. Jugendschutz ist keine Begründung, da man keine schädliche Wirkung nachweisen kann. Reine willkürliche Zensur.

    • Dying Light wurde Indiziert da auch Kinder in dem Spiel vorkommen ^^
      Für mich wer das kein grund aber, auch das ständige zerdatschen von Köpfen ist selbst für mich relativ eklig :D

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