Steam-Workshop: Geld für Kreative?

So wirbt Steam für den Mod-Verkauf.

So wirbt Steam für den Mod-Verkauf.

Auf Steam werden jetzt Mods für Skyrim gegen Geld angeboten. Dieser Schritt wird damit beworben, dass die kreativen Fans, welche die Veränderungen für das Spiel programmieren, unterstützt werden. In der Community kommt dieser Schritt jedoch nicht gut an, auch weil maximal 25% des Preises an die Urheber gehen.

Klar erkennbare Vorteile für die “Provision” an Steam-Betreiber Valve gibt es weder für Käufer noch für Urheber. Veröffentlichung und Download würden weiterhin auf eigenes Risiko geschehen. Zudem geht Valve unbestätigten Bereichten zufolge gegen Bitten um freiwillige Spenden seitens einiger Mod-Entwickler vor.

Und das bekommen die Mod-Entwickler.

Und das bekommen die Mod-Entwickler.

Eine – offenbar recht spontan veröffentlichte – Petition hat (Stand 26. April) bereits deutlich über Hunderttausend Unterschriften. Und auch kreative Proteste sind zu finden: Es gibt Mini-Mods, die das System ad Absurdum führen. Wie etwa die Mod Extra Apple, die einen Apfel zum Spiel hinzufügt.

Grundsätzlich ist die Idee, Mod-Entwicklern eine einfache Möglichkeit zur Vermarktung zu geben, sicherlich nicht verkehrt. Doch der aktuell eingeschlagene Weg riecht doch eher nach Ausbeutung als nach Belohnung der kreativen Fans.

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4 Gedanken zu “Steam-Workshop: Geld für Kreative?

  1. Wenn ich im Community-Market ein Item verkaufe, sehe ich schon ab 3 Cent reales Geld auf meinem Steam-Konto. Wenn ich, etwa eine Sammelkarte, um 10 Cent los werde, bleiben mir immerhin noch 8 Cent persönlich übrig. Also diese Workshop-Rechnung will mir so nicht in den Kopf.

    • Im Skyrim-Workshop gibt es tatsächlich magere 25% für die Entwickler, wovon aber ggf. noch mal Zahlungen abgehen, wenn man für seine Mod Fremdmaterial verwendet. Hab mal einen Beleg-Screenshot in den Artikel eingefügt.

  2. Man sollte die Aktion erwähnen, dass jeder Skyrim downvoted immer hin in den letzten Tagen um 10% Userwertung gefallen. Ist kein Erdrutsch, aber immer hin ein Statement.

    Zu den Mods: Es gab bereits handfeste Skandale hier (neben den 25% Anteil)!

    -> Angler mod wurde entfernt, da Content von freien Mods verwendet wurde was dann diese Ersteller nicht gerne sahen wieso ihr Zeug verkauft wurde obwohl es für kostenlos erstellt wurde. (Bezahlmod wurde entfernt von Steam und anscheinend haben Käufer das Geld zurück bekommen)

    -> Die tolle Rüstung oben im Bild:
    http://imgur.com/gallery/qFlFa
    http://imgur.com/gallery/bqcla/new
    http://www.reddit.com/r/modpiracy/comments/33wh1x/time_for_some_quality_check/
    Es ist ein Teil Rüstung welche damit nicht wie angegeben ein Rüstungsset ist und nebenbei diese Rüstung kann man sich nur Cheaten! (Ich denke mit dem Cheat schaltet man auch aus, dass man Achievements bekommen kann zumindest mit dem God Mode war/ist es so! Gibt dies bei vielen anderen Spielen auch.) Es ist also ggf game breaker und man wird zum Cheaten “gezwungen”. Nichts dafür Geld auszugeben und die tolle Rüstung ist nicht für weibliche Chars gemacht und deshalb Clippet der Körper durch die Rüstung!

    -> Der Stab und die Zauber: OP Cheats…

    Dies alles als die ersten PayedMods fürn Workshop erfüllt bereits meine größten Befürchtungen. Ich habe so einen Mist schon oft genug gesehen immer wenn es zum Zahlen geht fällt die Qualität massiv. Ein nettes Beispiel ist der Asset Store von Unity (Engine) hier gibt es viele Objekte für teuer Geld >10€/$ welche nicht zu nutzen sind. Texturen welche sich nicht kacheln lassen: Baum Textur, Rinde welche man nicht um einen Baumstamm wickeln kann und auch nicht längs Kacheln. Modelle welche toll aussehen kleine nette Comic Soldaten welche aber nur in 3 Posen vorhanden sind (Laufen, Waffe im Anschlag und getroffen werden) die Modelle haben keine Bones zum animieren usw… Stichfiguren mit krakliger Linienführung 3-5€/$… Oder Hilfeportale mit Paywall wenn du diese Lösung sehen willst musst du erst Zahlen… wenn man jemanen mit Abo kennt und dann sieht, dass die Frage welche man gerade selbst hatte keine Lösung besitzt, nicht mal Antworten, merkt man erst wie verarscht man wird wenns ums Geld geht!

    Ich hab zu viel von dem Zeug gesehen als, dass ich mich nochmal darauf einlassen werde! Und ich freue mich über jeden der hier auch dagegen ein Zeichen setzt.

    Happy Coding.

  3. “Eine Möglichkeit zur Vermarktung.” Haben denn die Ersteller darum gebeten, finanziell entschädigt zu werden für ihr Hobby? Oder haben sich Valve hier eine zusätzliche Einnahmequelle erschlossen? Wenn das Erstellen von Modifikationen ein Hobby ist, dann kann es nur schwer zum Geschäft werden. Die Probleme sind ja bekannt: Der eine gibt etwas kostenlos her, der andere verarbeitet es und will Geld dafür und hinter allem sitzen Valve und treiben die Community an, weil sie mit jedem Beitrag abkassierenn können.
    Ich habe mich von der Gamingszene abgewandt, weil mich die Kommerzialisierung und das geradezu krankhafte Vermarkten selbst kleinster Spielfunktionen inzwischen abstößt. Hier sieht mans wieder.

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