Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister setzt „Gewaltspiele“ auf die Agenda

(morgenweb.de, via heise.de) Der Mannheimer Morgen zitiert in einem Artikel vom 6. August 2016 den baden-württembergischen Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) mit einer Aussage zu „Gewaltspielen“. Anders als zuvor Thomas de Maizière und Volker Kauder bringt er explizit Verbote ins Spiel:

„Wenn Forschungen zeigen, dass tatsächlich solche Spiele zum Risiko werden, muss über ein Verbot ernsthaft gesprochen werden. Es geht um die Sicherheit und die Zukunft unserer Kinder.“

Auf der nächsten Verbraucherschutzministerkonferenz wolle er „Gewaltspiele“ zum Thema machen – diese findet im April 2017 in Dresden statt.

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erteilte dagegen am 2. August 2016 im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau einem Verbot erneut eine Absage:

„Über die Wirkung dieser Spiele zu diskutieren, halte ich für richtig – allerdings nicht ein Verbot dieser Spiele.“

Weiter würden mit der Forderung nach einem Verbot „Millionen anderer Spieler unter Generalverdacht“ gestellt werden. Bereits am 27. Juli 2016 hatte sie gesagt, dass „ein Verbot nur als „politische Beruhigungspille“ […] nicht ehrlich“ wäre.

Auch von ungewohnter Seite wird die Verbotsdebatte befeuert – uns wurde von verschiedenen Quellen zugetragen, dass die „BILD der Frau“ in der Ausgabe vom 5. August 2016 danach fragt, „warum […] Killerspiele nicht verboten“ werden. „Endlich“ habe de Maizière die Debatte um Gewaltspiele eröffnet, bei der ein Verbot „jetzt aber unbedingt kommen muss“.

Zum Artikel (Mannheimer Morgen)
Zum Interview (Frankfurter Rundschau)

(Dank an Diavid, Vicarocha und amegas.)

Ein Gedanke zu “Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister setzt „Gewaltspiele“ auf die Agenda

  1. Und wenn die Forscher zu dem Schluss kommen (eigentlich ja: schon gekommen sind) das es nicht an „Gewaltspielen“ (die nebenbei erst ab 18 Jahren zugänglich sind) liegt? Hmmm…was dann?

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