3 Gedanken zu “Bundeskanzlerin zur gamescom

  1. Die Kanzlerin vergisst bzw. verschweigt, dass das Stigma, welches nun an Spielen im Allgemeinen und FPS in Besonderen haftet, maßgeblich von ihrer Partei massiv vorangetrieben worden ist. Auch jetzt noch sieht sie Spiele nur als Bildungsträger, a ja nicht falsch ist, jedoch können Spiele mehr als nur eine Sache. Erwachsenenunterhaltung wird erwartungsgemäß wieder einmal von der Politik verteufelt.

    • Warum soll „Bildung“ das Problem sein? Oder: was verstehst Du darunter?
      Klar, die Kanzlerin wird keine FPS darunter fassen – aber schon Christoph Schlingensief meinte, dass sie kein Kulturverständnis hätte. Und weder der Bildungsbegriff, noch das (Un-)Verständnis der Kanzlerin braucht dafür übernommen werden – um endlich Akzeptanz für Videospiele als „Erwachsenenunterhaltung“ zu erzeugen.
      Vielmehr ginge es darum den Begriff der „Unterhaltung“ so in seiner Bedeutung (wieder) zu verbessern, aber die Kanzlerin war da und wurde zumindest im Ansatz mit Core-Spielen zusammengebracht – jedenfalls keinem „Just Dance“ und keinem 08/15-Handyspiel. Und das war nicht nur ein erster Schritt, sondern ein Meilenstein für das Medium und die dazugehörige Industrie hinter dem zweifellos jahrelange (Lobby-)Arbeit stand.
      Deshalb gibt es, jedenfalls von mir, in erster Linie nur einen Riesenapplaus dafür.

      Und jetzt hieß es genau darauf aufzubauen, ja vielleicht auch dem was dahinter lag (weiter) entgegen zu wirken, etwa immer wieder zu erklären dass nicht jedes Videospiel „für alle“ da sein kann – auch mal über die in jedem Fall geschönten Statistiken der Branche „kritisch“ aufzuklären, Unwahrheiten gegebenenfalls zu enthüllen, einseitige Vorstellungen (ich meine etwa über „Serious Games“ oder „Gamergate“) zu be- oder entlasten etc.

      Damit so was wie da unten, ich meine „-zensiert-, Moderation“ eben nicht mehr passieren braucht.

  2. Natürlich wird Erwachsenenunterhaltung wiedereinmal verteufelt, als Erwachsener soll man nur arbeiten, Steuern zahlen, noch mehr arbeiten und Kinder in die Welt setzen und noch viel mehr arbeiten, etwas anderes darf man nicht. Dann kommt man seiner „gesellschaftlichen“ Verantwortung nicht mehr nach und sollte am besten in ein Arbeitslager oder in ein Gefängnis gesteckt werden, [-zensiert-, Moderation].

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.