VDVC-Umfrage 2016 abgeschlossen

Traditionell endete mit dem vergangenen Jahr auch unsere jährliche Umfrage zu Nutzungsverhalten und Ansichten von Videospielern. Die Teilnahmezahlen sind zufriedenstellend, mit knapp 1300 aber etwas geringer als in den Vorjahren. Ein Grund für die abnehmenden Zahlen sehen wir darin, dass wir bisher immer mit der Veröffentlichung der Ergebnisse gewartet, bis wir komplett fertig waren: Das hat im vergangenen Jahr leider sehr lange gedauert. Um das in Zukunft zu vermeiden, werden wir dieses Mal in einigen Wochen einen ersten Zwischenstand veröffentlichen, der aber noch nicht alle Fragen umfassen wird.

Bereits fest stehen die Gewinner des Gewinnspiels zur Umfrage: Einkaufsgutscheine über je 50 Euro bekommen Muster Maxmann und Oliver Hochstatter. Gutscheine im Wert von je 20 Euro gehen an Kematu, Jim360, Peter Reilender, Tobias Klebinger und Gregor Ottmann freuen. Die Genannten wurden bereits per E-Mail benachrichtigt.

VDVC-Umfrage 2016

Wie bereits in den vergangenen Jahren möchten wir auch 2016 wissen, mit welchen Spielen Ihr eure Zeit verbringt sowie was Ihr über DRM, Zensur und andere Themen denkt. Die Umfrage läuft bis zum 31. Dezember – alle Teilnehmer haben die Möglichkeit an einen Gewinnspiel teilzunehmen, bei dem es 2 Gutscheine über je 50,- € und 5 Gutscheine über je 20,- € zu gewinnen gibt. Das Beantworten der Fragen dauert ungefähr 15 Minuten – wir würden uns freuen, wenn Ihr euch diese Zeit nehmen könntet. Die Ergebnisse der letzten Umfrage findet Ihr hier.

(Falls Ihr die Umfrage weiter verbreiten solltet, möchten wir euch bitten diesen Link zu verwenden.)

Programmhinweis

(zdf.info)

    Killerspiele! Der Streit beginnt“ (Teil 1/3), zdf.info – 06.02.2016, 23:10 Uhr.

    Beitrag vom WASD-Herausgeber Christian Schiffer, der u. a. bei wired.de, buffed.de, zeit.de und spiegel.de thematisiert wird. Hinweis am Rande: Bei der Zeit wird die erste Verwendung des Begriffs der „Killerspiele“ auf den 20.12.1993 datiert. Wir haben den Begriff „Video-Killerspiele“ schon bei einem Artikel vom 24.12.1982 gefunden – bei der Zeit. Bei wired.de wird der Gebrauch des Begriffs „Killerspiel“ im Beitrag kritisiert, während bei SPON der Leser darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass der Begriff „auch in einigen älteren Artikeln von Spiegel und Spiegel Online verwendet wurde“.

    Zum Stream (Vorab – aber erst ab 20:00 Uhr – verfügbar.)

VDVC-Umfrage 2015 abgeschlossen —
Gewinner der Verlosung

Die VDVC-Umfrage 2015 ist abgeschlossen. Insgesamt wurden 1813 Datensätze angelegt, wobei nicht jeder Teilnehmer alle Fragen beantwortet hat. Wer Interesse hat an der Auswertung mitzuwirken, ist herzlich eingeladen. Als kleiner Vorgeschmack hier schon einmal die Altersstruktur der Teilnehmer:

Altersstruktur der Teilnehmer

Altersstruktur der Teilnehmer

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Verfassungsbeschwerde gegen Verschärfung des § 131 StGB

Wie wir bereits im Februar berichtet haben, wurde mit dem 49. Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches der § 131 StGB (Gewaltdarstellende Medien) zum 26.01.2015 geändert: Für den Rundfunk und Telemedien (also Internet) galt in der früheren Fassung, dass bloß die Verbreitung bestraft wird. Nun ist auch hier – wie im Fall von Datenträgern – zusätzlich das Zugänglichmachen einer Person unter 18 Jahren erfasst. Schließlich wurde die Strafbarkeit auch vorverlagert: Bisher waren nach dem § 131 StGB zwar einige Vorbereitungshandlungen strafbar – beispielweise wurde bestraft, wer ein verbotenes Medium „bezieht, liefert, vorrätig hält, […] einzuführen oder auszuführen unternimmt, um […]“ es in tatbestandsmäßiger Art und Weise zu verwenden oder dies einem anderen zu ermöglichen – doch das Ansetzen zur tatbestandsmäßigen Handlung selbst war nicht erfasst. Der Gesetzgeber empfand dies als unlogisch, weshalb mit Einführung einer Versuchsstrafbarkeit für Abhilfe gesorgt worden ist (Bundestag-Drucksache 18/2601, S. 25.):

„Damit wird der Wertungswiderspruch beseitigt, wonach zwar gewisse Vorbereitungshandlungen strafbar sind, nicht aber der Versuch als unmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung.“

Demnach könnten sich zukünftige Straftäter nun auch beim § 131 StGB frei nach Tingeltangel Bob darüber beklagen, wegen Taten angeklagt worden zu sein, die sie gar nicht begangen hätten: Versuchtes Verbreiten von „Killerspielen“.

Heute hat der VDVC beim BVerfG Verfassungsbeschwerde gegen diese Verschärfung eingelegt. Gestützt wird diese unter anderem auf die folgenden Punkte: Weiterlesen

VDVC-Umfrage 2015 – Wie ticken Deutschlands Gamer?

Der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) führt auch dieses Jahr eine Umfrage durch, um das Spielerverhalten und die Interessen der Nutzer in Erfahrung zu bringen.

Spieler müssen sich regelmäßig einer Vielzahl von Entscheidungen stellen: PC oder Konsole? Spielekauf oder – zunächst – kostenloser „Free2Play“-Titel? „Triple A“- oder Independentspiel? Und wann hat überhaupt zuletzt jemand noch ein Spiel auf einem Datenträger gekauft, seit dem es Plattformen wie Steam, GOG.com und Humble Bundle gibt? Wie sich die Spieler entscheiden und ob es nicht oft auch ein „sowohl als auch“ sein kann, möchte der VDVC in Erfahrung bringen, um die Interessen der Spielergemeinde gegenüber Publishern, Politik und Presse besser artikulieren zu können.

Die Ergebnisse der 2014 durchgeführten Ausgabe der Befragung basiert auf 5.152 Datensätzen: Demnach war der durchschnittliche Gamer männlich, nutzt ein Windows-Betriebssystem, ist 26 Jahre alt, begann im Alter von neun Jahren zu spielen und verbringt 21 Stunden vorm PC – in der Woche, nicht am Tag. Im Jahr gibt er 707,97 € aus, wobei 371,01 € auf Hardware und 336,95€ auf Software entfallen. Wie werden die diesjährigen Ergebnisse aussehen?

Erstmals gibt es 2015 es einen Frageblock zu „Fair Use“, das unter anderem bei Let’s Plays von Bedeutung ist. Wie bisher werden wir – abweichend von den üblichen Verkaufscharts – nicht nur das Kauf-, sondern auch das Spielverhalten der Teilnehmer untersuchen, was in anderen Befragungen oft unbedacht gleichgesetzt wird.

Die Umfrage läuft bis zum 31. Dezember. Unter den Teilnehmern verlosen wir zwei beliebige Einkaufsgutscheine über je 50€ und fünf beliebige Einkaufsgutscheine über je 20€.

„Games and Physics“: Premiere auf dem „Charity Gaming Marathon“

olymptronica-cgmAm Freitag startet der Charity Gaming Marathon im Rahmen der International Games Week Berlin. Beim Marathon treffen sich Speedrunner, Let’s-Player, Spieleentwickler und andere Personen und Einrichtungen der der Videospielkultur, um Spenden für den Gaming Aid e.V. zu sammeln. Der Verein unterstützt karitative Zwecke, die mit Videospielen zu tun haben, wie zum Beispiel die Mukoviszidose-Therapie-App Patchie (Startnext-Kampagne der App).

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Auch wir werden zum Marathon beitragen. Dazu haben wir Games and Physics entworfen und umgesetzt. Dabei geht es um Physik in Videospielen – und um die Frage, was realistisch ist. Zu viel von unseren Videos wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Die Premiere wird nämlich auf dem Charity Gaming Marathon sein. Nur so viel: Der Stil orientiert sich an Michis bekanntem Format Games and Politics, thematisch geht es unter anderem um Physik in Shootern und um Portal. (An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an Michi für die Umsetzung.)

Links:

stigma-videospiele.de

HL2-menschenwuerde

Seit dem 19. Dezember 2007 verfolgte stigma-videospiele.de die gesellschaftliche Debatte über „Killerspiele“, die stellenweise durchaus emotional geführt wurde – wenig verwunderlich, wo sich manche Politiker und Journalisten mit polemischen Passagen gegenseitig zu überbieten suchten. So wurden Parallelen zwischen First-Person-Shootern und Kinderpornographie gezogen und der Anschein erweckt, als ob das Vergewaltigen von Frauen ein übliches Feature gängiger „Killerspiele“ sei. Höhepunkt der Debatte dürfte jedoch die Forderung der Innenminister von Niedersachsen und Bayern gewesen sein, das Verbreitungs- auf ein Nutzungsverbot auszuweiten – es hätten bei Gamern Razzien durchgeführt und diese inhaftiert werden sollen. Eine Perspektive, der sich die GameStar 2007 in der Redaktionsfolge „Die Spielejäger“ widmete. Weiterlesen

International Games Week Berlin:
Gamesfest mit Livestream

Vom 8. bis 13. April 2014 findet die International Games Week Berlin statt. Sie ist internationaler und publikumsnäher ausgerichtet als die Deutschen Gamestage, in deren Fußstapfen die Veranstaltung tritt. Im diesem Rahmen veranstaltet das Computerspielemuseum in Kooperation mit der Stiftung Digitale Spielekultur das Gamesfest für Gamer, Familien, Retrofans und Kulturinsteressierte.

Zum Programm gehören eine Retrobörse und einige experimentelle Formate wie die Nacht des nacherzählten Spiels, bei der „vom persönlichen Erlebnis, von Geistern durch ein Labyrinth voller Pillen gejagt zu werden“ berichtet werden kann. Mit von der Partie sind auch die berühmten Let’s Player Gronkh und Sarazar. Die beiden Youtube-Stars werden am Samstag (12.4.) ab 21:00 Uhr ein Let’s Play mit Fans veranstalten, bei dem sie persönlich und live in Action zu erleben sind.

gamesfest

Doch auch für diejenigen, die nicht in Berlin sein können, wird etwas geboten. Ab Freitag (11.4) läuft ein Livestream des Charity Gaming Marathons, bei dem berühmte Gamer aus der ganzen Welt für die Kindernachsorgeklinik Berlin Brandenburg spielen. Hierbei werden Spenden gesammelt, mit denen die Musiktherapie der Einrichtung gesichert werden soll. Den Freitagabend gestalten die beiden Veteranen des Deutschen Gamejournalismus Gunnar Lott und Christian Schmidt mit einer Liveausgabe ihres beliebten Podcasts Stay Forever.

Wir wünschen allen Beteiligten und Gästen viel Spaß und hoffen, dass unser spontan eingereichter eigener kleiner Beitrag noch rechtzeitig für dieses Jahr fertig wird.