Update zur VDVC-Umfrage 2016

Während der ersten Hälfte der Laufzeit der diesjährigen VDVC-Jahresumfrage konnten wir bereits über 1000 Teilnehmer begrüßen. Auch einige Anmerkungen haben wir bekommen — und teilweise bereits berücksichtigt: So haben wir einen Zurück-Button eingeführt und einige kleinere Fehler behoben. Vielen Dank für eure Zeit und das konstruktive Feedback! Unten gibt es zudem Antworten auf häufig gestellte Fragen an uns.

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Lesehinweis

In den letzten Wochen sind mehrere Texte erscheinen, in denen sich die jeweiligen Autoren mit der Art und dem Ausmaß der in manchen Videospielen vorhandenen Gewaltdarstellungen auseinandersetzen und aus verschiedenen Gründen Bedenken äußern:

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Schema zur Rechtslage

Die Gesetze, die den Umgang mit gewaltdarstellenden Videospielen regeln, sind „historisch gewachsen“ – mit anderen Worten: Es ist ein beinahe unüberschaubares Chaos mit unterschiedlichen Systematiken und Maßstäben, in dem es zu widersprüchlichen Regelungen und anderen Absonderlichkeiten kommt. Von daher verwundert es nicht, wenn der eine oder andere sich hier nicht mehr zurechtfindet. Um einen groben Überblick zu bieten, hat der VDVC ein „Vereinfachtes Schema für die wegen Gewaltdarstellungen in Videospielen geltenden Restriktionen in Deutschland“ erstellt. Der Punkt der Vereinfachung ist hier tatsächlich ernst gemeint – die Unterscheidung, ob es ein bestimmtes Verhalten bloß gesetzeswidrig, ordnungswidrig oder eine Straftat ist und unter Umständen zum Einschreiten einer Medienaufsicht führen kann, konnte hier nicht immer dargestellt werden – das Schema soll und kann eine Rechtsberatung nicht ersetzen.

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Programmhinweis

(twitter.com/WASD-Magazin)

    „Killerspiele: Virtual Reality und neuer Streit“ (Teil 3/3), zdf.info – 21.09.2016, 23:15 Uhr.

    Der dritte Teil der Doku-Reihe des WASD-Herausgebers Christian Schiffer zur Geschichte der First-Person-Shooter.

    Stream Teil 1/3, „Killerspiele: Der Streit beginnt“ (20:00 bis 6:00 Uhr)
    Stream Teil 2/3, „Killerspiele: Der Streit eskaliert“ (20:00 bis 6:00 Uhr)
    Stream Teil 3/3, „Killerspiele: Virtual Reality und neuer Streit“

Links:

Zur Ankündigung

gamescom 2016

Die gamescom ist nicht nur ein Highlight für Spieler, die sich für neue Titel interessieren:
Messen werden traditionell auch zum Austausch genutzt. Für den VDVC waren dieses Jahr Marc und Patrik vor Ort. Thematisch ging es vor allem um den Jugendmedienschutz – und ein wenig um E-Sport. Dank geht vor allem an Marc – er hat sehr umfangreiche Zusammenfassungen vom gamescom congress geschrieben.

gamescom 2016: Martin Lorber (EA) zum Jugendschutz

Vom EA-Jugendschutzbeauftragten Martin Lorber wollten wir etwas über die Sicht der Industrie auf den deutschen Jugendschutz erfahren. Unter anderem wird immer wieder kritisiert, dass sich Videospielanbieter in Killerspieldebatten bisher immer zurück gehalten haben. Lorber meint dazu, dass Akzeptanz durch die Anbieter generell nicht gefördert werden könne. Auch im Bereich der Forschung könne man maximal beobachten und nicht unterstützen, da sonst der Anschein gekaufter Ergebnisse im Raum stünde. Auf die Evaluation möglicher Risiken neuer Märkte (z.B. bei VR), sollte nach einem Investment eine Gefährdung vermutet werden, ging er nicht ein. Für die Einschätzung von Risiken auf Jugendliche sei die USK zuständig und sie besitze die Mittel und die Kompetenz.

Bei Jugendgefährdung bestehe überdies ein gesellschaftlicher Lernprozess. Dass der Gesetzgeber das erkannt habe, zeige schon die Möglichkeit der (z.T. automatischen) De-Indizierung. Etwas, das vor zwanzig Jahren bedrohlich wirkte, ist es heute nicht mehr unbedingt. Er sieht den Fall von Dead Space als besonderen Meilenstein und erinnert sich gern an die überraschende Freigabe. In diesem Sinne sieht EA auch keinen Handlungsbedarf für eine Altersverifikation: Jugendgefährdende Spiele gibt es im Portfolio faktisch nicht (mehr). In der näheren Vergangenheit habe es keine Probleme mehr gegeben, die anvisierten Freigaben auch zu erhalten.

gamescom 2016: Gespräch mit Martina Hannak-Meinke (BPjM)

Im Rahmen des gamescom congresses hat sich Marc mit der Vorsitzenden der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien getroffen und mit ihr über die Erweiterung der Bundesbehörde, Listenstreichungen, zukünftige Entwicklungen und die Bedenken der erwachsenen (PC-) Spielercommunity in Bezug auf die Indizierungspraxis gesprochen. Hier findet Ihr die Zusammenfassung des Gesprächs. Weiterlesen

gamescom 2016: Panel „Virtual Insanity: Jugendschutz und VR“

Virtual Reality bringt auch den Jugendschützern gänzlich neue Erfahrungen. Wie sie die Lage einschätzen, verrieten Felix Falk (USK), Lidia Grashof (OLJB), Martina Hannak-Meinke (BPjM) und Felix Hilgert (Osborne Clarke) auf einem weiteren Panel des gamescom-congresses. Hier hat Marc nicht notiert, von wem welche Beiträge genau kommt. Die Teilnehmer schätzen die Situation jedoch sehr ähnlich ein. Weiterlesen