Verfassungsbeschwerde unzulässig – One click too far?

Gemeinsam mit weiteren Beteiligten hat der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) am 17.12.2015 Verfassungsbeschwerde gegen den den Artikel 1 Nr. 7 Buchstabe a) des 49. Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches eingelegt. Durch dieses Gesetz wurde das bestehende Verbot des § 131 StGB (Gewaltdarstellung) verschärft. Die gravierendste Änderung war hierbei, dass der § 131 StGB um eine Versuchsstrafbarkeit ergänzt wurde: Während in der bis zum 27.01.2015 geltenden Fassung derjenige, der beispielsweise das beschlagnahmte „Left for Dead 2“ über „Steam Broadcasting“ öffentlich übertrug erst dann bestraft werden konnte, wenn er mindestens einen Zuschauer hat, ist das Streamen seit dem 27.01.2015 auch dann erfasst, wenn keine einzige Person zuschaut. Diese Verfassungsbeschwerde hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 01.02.2017 nicht zur Entscheidung angenommen, weil nicht ausreichend dargelegt sei, dass die Beschwerdeführer konkret betroffen sind.
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Spielesucht soll Anerkennung als Krankheit finden

In der WHO (Weltgesundheitsorganisation) kursiert ein Entwurf für die 11. Auflage der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) in der Spielesucht als eigenständige Krankheit (Abschnitt: Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren – Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen) unter dem Eintrag 6D71 (6D71.1 Onlinespielesucht, 6D71.2 Offlinespielesucht, 6D71.Z unspezifizierte Spielesucht). Am 30. März 2017 entscheidet die Organisation über die Annahme dieses Entwurfs als neueste Fassung des umfassenden Klassifikationswerkes für Krankheiten.

Die vorläufige Definition der Krankheit (Onlinespielesucht) lautet im englischen Original: Weiterlesen