Rocket Beans TV: Förmliche Beanstandung durch Medienaufsicht

Das Angebot Rocket Beans TV ist nach dem Ende von Game One im Jahr 2014 der Kanal, bei dem die GIGA-Veteranen um Budi, Simon und, Etienne und Nils täglich ein 24-stündiges Programm rund ums Gaming bieten. Hierzu gehören neben News und diversen weiteren Formaten auch Let’s Plays, bei denen die Zuschauer die Moderatoren – teilweise live – beim Zocken begleiten. Eines dieser Let’s Plays hat nun die Medienaufsicht auf den Plan gerufen.

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Let’s-Play-Werbeeinnahmen teilweise an Nintendo

(heise) Publisher haben erkannt, dass mit Let’s Plays Geld verdient werden kann – und möchten an diesen verdienen. Hierbei stellen sich die Unternehmen unterschiedlich geschickt an: So schaltete Ubisoft 2011 schlicht Werbung vor Youtube-Videos mit eigenem Content, so dass die Einnahmen allein an den Publisher flossen. Nintendo zeigt sich jetzt generöser: Mit dem Nintendo Creators-Programm sollen die Ersteller von Let’s Plays einen Teil der Werbeeinnahmen ihrer Videos zurückbekommen. Dankbar zeigt sich deswegen aber nicht jeder: Felix Kjellberg kritisiert allgemein, dass Let’s Player geschröpft werden, da die Videos kostenlose Werbung seien, die zum wirtschaftlichen Erfolg der Spiele erheblich beitragen würden. Hier zeigen sich Parallelen zum Leistungsschutzrecht der Verleger, die Newsaggregatoren dafür zu Kasse bitten, dass diese die Reichweite des eigenen Angebots steigern. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Unternehmen in beiden Fällen im Recht sind. Während für die Verleger der § 87f UrhG noch geschaffen werden musste, besagte der § 15 UrhG schon bisher, dass der Urheber “das ausschließliche Recht [hat], sein Werk […] öffentlich wiederzugeben”. Welcher Rechte Käufer von Videospielen (nicht) haben, erläutert der VDVC auf spiel-gekauft.de – ob diese Regelungen zeitgemäß sind, ist eine andere Frage.

An dieser Stelle sei noch der Hinweis gestattet, dass die EU gerade das Urheberrecht reformieren will. An der öffentlichen Befragung im letzten Jahr haben sich die großen Publisher allerdings nicht (oder nur anonym) beteiligt, sodass wir unsere Antworten leider nicht mit denen der Publisher vergleichen konnten.