VDVC-Umfrage: Visualisierung der vorläufigen Ergebnisse 2014

Im Dezember 2014 fragten wir nach eurer Spielenutzung, eurer Motivation und eurer Einstellung zu verschiedenen Themen, um zu ermitteln, wie die Gamer in Deutschland ticken. Mit 5.152 Teilnehmern beteiligten sich – was maßgeblich auf die Hinweise durch die GameStar und die GamePro zurückzuführen ist – mehr als doppelt so viel Personen wie 2013. Folge der großen Resonanz war jedoch auch, dass die Auswertung weitaus mehr Zeit als geplant beanspruchte: Allein für den Titel „Assassin’s Creed IV: Black Flag“ gab es beispielsweise 37 unterschiedliche Schreibweisen, wie wir einzeln als solche identifizieren und dem Titel zuordnen mussten. In der Folge haben wir zunächst unseren Auswertungsprozess optimiert, um auch mit großen Datenmengen besser und vor allem schneller arbeiten zu können. Schlussendlich haben wir uns dazu entschlossen, die Präsentation der vorläufigen Ergebnisse mit dem Aufruf für die Teilnahme an der Fortsetzung unserer Langzeitstudie zu verbinden. Weiterlesen

Publisher sind sexistisch – GameStar: „Wir auch!“

(GameStar) Das Magazin GameStar berichtet unter Berufung auf Penny Arcade, dass Publisher Spiele mit weiblichen Hauptcharaktern meiden. Nur in 24 der 669 begutachteten Spiele habe man ausschließlich Frauen spielen können, während man in über 300 auf einen Mann festgelegt war.

Der Artikel vermittelt den Eindruck, Spiele mit weiblichen Helden verkauften sich vor allem aufgrund von Vorurteilen in der Industrie deutlich schlechter. Man könnte sagen, virtuelle Frauen würden diskriminiert. Dass sich Spiele mit ausschließlich männlichen Spielfiguren 75% besser verkauften, klingt bei einem 100% höheren Werbebudget nach einer selbst erfüllenden Prophezeiung: Weibliche Charaktere würden „fast immer aufgrund eines begrenzten Marketingbudgets in den sicheren Tod geschickt“.

Doch nicht nur Publisher scheinen vom Bild einer vornehmlich männlichen Zielgruppe auszugehen, die sich mit maskulinen Charakteren identifiziert und sich an leicht bekleideten weiblichen Nebenrollen erfreut: Garniert wird der GameStar-Artikel mit den „beliebtesten Spiele-Babes für den Desktop“.

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