Zensur-Jahresrückblick 2016

Der VDVC erfasst jährlich, in welchem Umfang in Deutschland Videospiele, die sich an ein erwachsenes Publikum richten, aufgrund enthaltener Gewaltdarstellungen nicht oder nur nach Änderungen offen verkauft werden dürfen. Auch für das Jahr 2016 haben wir die durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) durchgeführten Entscheidungen, die durch den ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) erfolgten USK-Kennzeichnungen sowie die uns anderweitig bekannt gewordenen Videospiele berücksichtigt. Da es kein allgemeines Register für veröffentlichte Videospiele gibt, sind wir hier auch auf eure Mithilfe angewiesen: Sofern ihr 2016 veröffentlichte Videospiele kennt, die – aufgrund von enthaltenen Gewaltdarstellungen – mindestens eine USK-Kennzeichnung „ab 18“ verdienen würden, würden wir euch bitten, uns auf diese hier in den Kommentaren oder im VDVC-Forum hinzuweisen.

mehr […]

VDVC-Umfrage 2016 abgeschlossen

Traditionell endete mit dem vergangenen Jahr auch unsere jährliche Umfrage zu Nutzungsverhalten und Ansichten von Videospielern. Die Teilnahmezahlen sind zufriedenstellend, mit knapp 1300 aber etwas geringer als in den Vorjahren. Ein Grund für die abnehmenden Zahlen sehen wir darin, dass wir bisher immer mit der Veröffentlichung der Ergebnisse gewartet, bis wir komplett fertig waren: Das hat im vergangenen Jahr leider sehr lange gedauert. Um das in Zukunft zu vermeiden, werden wir dieses Mal in einigen Wochen einen ersten Zwischenstand veröffentlichen, der aber noch nicht alle Fragen umfassen wird.

Bereits fest stehen die Gewinner des Gewinnspiels zur Umfrage: Einkaufsgutscheine über je 50 Euro bekommen Muster Maxmann und Oliver Hochstatter. Gutscheine im Wert von je 20 Euro gehen an Kematu, Jim360, Peter Reilender, Tobias Klebinger und Gregor Ottmann freuen. Die Genannten wurden bereits per E-Mail benachrichtigt.

Update zur VDVC-Umfrage 2016

Während der ersten Hälfte der Laufzeit der diesjährigen VDVC-Jahresumfrage konnten wir bereits über 1000 Teilnehmer begrüßen. Auch einige Anmerkungen haben wir bekommen — und teilweise bereits berücksichtigt: So haben wir einen Zurück-Button eingeführt und einige kleinere Fehler behoben. Vielen Dank für eure Zeit und das konstruktive Feedback! Unten gibt es zudem Antworten auf häufig gestellte Fragen an uns.

Weiterlesen

„Zensur“-Spezial

  1. „Zensur“-Spezial
  2. Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“
  3. Interview mit gameware.at
  4. Den Zoll gefragt

Markus Böhm legte letztes Jahr ein Ende der „Killerspieldebatte“ nahe: „Sechseinhalb Jahre nach Winnenden ist der Ballerspiel-Streit aus der Öffentlichkeit verschwunden“. Inwieweit diese Einschätzung tatsächlich zutrifft, oder die Diskussion mit der isolierten Frage, ob dargestellte Geschlechterrollen in der Realität Gewalt gegen Frauen begünstigen oder die Nutzung von Spielen wie „GTA“ IS-Rekrutierern den Weg bereite, bloß andere Formen angenommen hat, mag dahinstehen: Die Folgen der „Killerspieldebatte“ verschwinden nicht allein dadurch, dass über diese nicht mehr gesprochen wird.

mehr […]

Interview mit „gameware.at“

  1. „Zensur“-Spezial
  2. Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“
  3. Interview mit gameware.at
  4. Den Zoll gefragt

Neulich verspäteten sich Bekannte von mir, so dass ich die Chance nutzte, mich in bahnhofsnähe in einen Saturn begeben und das Sortiment zu durchstöbern. Als Fan bestimmter Genres ist hierbei das Angebot gar nicht so unüberschaubar, wie man vielleicht denken möchte. Auf einen einem bisher unbekannte Titel stößt man hierbei selten, doch zumindest besteht die Hoffnung, dass man vielleicht das ein oder andere Schnäppchen finden könnte. Wenn dann die Auswahl nach stundenlanger Suche tatsächlich auf eine Handvoll vielversprechender Titel eingegrenzt ist, macht sich schnell wieder Ernüchterung breit.

mehr […]

Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“

  1. „Zensur“-Spezial
  2. Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“
  3. Interview mit gameware.at
  4. Den Zoll gefragt

Von den zehn am meisten aufgerufenen Youtube-Videos sind sechs für Nutzer aus Deutschland gesperrt – ob Psys „Gangnam Style“, Justin Biebers „Baby ft. Ludacris“ oder LMFAOs „Party Rock Anthem“, der verhinderte Zuschauer scheitert hier an dem Hinweis, dass das Video in seinem Land „nicht verfügbar“ sei. Eine ähnliche Erfahrung machen Nutzer von Valves Plattform „Steam“, wenn sie internationale Toptitel wie „Dying Light“, „Dead Island Riptide“ und „Lucius“ oder polarisierende Produktionen wie „Hatred“ kaufen möchten. Unter einem „Ups, sorry!“ wird auch hier dem Nutzer mitgeteilt, dass er sich im falschen Land bewegt:

„Dieses Produkt steht in Ihrem Land derzeit nicht zur Verfügung.“

Die 101,094 Mitglieder der Steam-Gruppe „for UNCUT!“ möchten sich hiermit nicht abfinden und fordern Valve dazu auf „ein einfaches und rechtssicheres Altersverifikationssystem für volljährige deutsche Steam-Nutzer einzuführen, sodass diese Zugriff auf sämtliche Spiele erhalten, die keine USK-Freigabe erhalten haben“.

mehr […]

AfD: Jugendgefährdende Inhalte konsequent indizieren

(afd-bw.de) Am 13. März 2016 finden in Baden-Württemberg Landtagswahlen statt: Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) setzt sich in ihrem Wahlprogramm auch mit gewaltdarstellenden Medien auseinander, wobei sie sich dafür ausspricht, dass „Jugendlichen und Kindern auch durch die Medien Wertschätzung der Mitmenschen vermittelt wird, anstatt sie zu Promiskuität und Gewalt zu verleiten“. Insbesondere müssten „sie vor dem Konsum von jugendgefährdenden Inhalten bewahrt werden“. Die Forderung, um dies zu erreichen:

„Politik und Medien müssen sich dieses Themas annehmen, z.B. sind FSK-Angaben zu überarbeiten und jugendgefährdende Inhalte konsequent zu indizieren.“

Laut der Sonntagsfrage vom 05.02.2016 liegt die AfD derzeit bei 10 %.

Links

(Dank an buzzti.)

Zensur-Jahresrückblick 2015

Der VDVC erfasst für einen Zeitraum von mittlerweile 13 Jahren, in welchem Umfang in Deutschland Videospiele, die sich an ein erwachsenes Publikum richten, aufgrund enthaltener Gewaltdarstellungen nicht oder nur nach Änderungen offen verkauft werden dürfen. Auch für das Jahr 2015 haben wir die durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) durchgeführten Indizierungen, die durch den ständigen Vertreter der obersten Landesjugendbehörden (OLJB) erfolgten USK-Kennzeichnungen sowie die uns anderweitig bekannt gewordenen Videospiele berücksichtigt. Da es kein allgemeines Register für veröffentlichte Videospiele gibt, sind wir hier auch auf eure Mithilfe angewiesen: Sofern ihr 2015 veröffentlichte Videospiele kennt, die – aufgrund von enthaltenen Gewaltdarstellungen – mindestens eine USK-Kennzeichnung „ab 18“ kassiert haben, würden wir euch bitten, uns auf diese hier in den Kommentaren oder im VDVC-Forum hinzuweisen. Weiterlesen

Gewalt erlaubt! Nacktheit verboten! (& 2015KW16)

“Gewalt erlaubt! Nacktheit verboten!” Nicht nur in Games, sondern auch auf YouTube

“Gewalt erlaubt! Nacktheit verboten!” Nicht nur in Games, sondern auch auf YouTube

(Twitter) Heute wurde von Games’n’Politics ein Video online gestellt, das die Darstellung von Sex in Videospielen analysiert. Michi, der den Kanal leitet, hat ähnliches bereits mit anderen gesellschaftlichen Themen wie Religion gemacht und kommentiert oft kritisch (in seinen Augen schön gefärbte) Gewaltdarstellung. Der Untertitel zu seinem neuesten Video aber hätte nicht passender gewählt werden können: “Gewalt erlaubt! Nacktheit verboten!” Er gilt nämlich nicht nur in (US-) Videospielen, sondern ironischerweise auch auf YouTube. Das Video wurde nach wenigen Stunden gelöscht.

Außerdem vergangene Woche passiert:

  • KIM-Studie 2014 veröffentlich: mpfs.de
  • PC-Version von GTA V lief anfangs nur mit bestimmten Windows-Nutzernamen, Problem ist aber gefixt: Rockstar Support
  • Nach deutschen Gerichten dürfe der Weiterverkauf von E-Books untersagt werden: boersenblatt.net
  • Mortal Kombat X (PC-Version) war in Deutschland zunächst nicht installierbar. Deutschland-Release ist angeblich “aus Versehen passiert”: gameplane.de
  • EA kündigt Einstellung von Battlefield Heroes, Battlefield Play4Free, Need for Speed World und FIFA World an: EA

Umfrage 2014 abgeschlossen

Mit dem vergangenen Jahr endete auch unsere aktuelle Auflage der Umfrage zu Nutzungsverhalten und Ansichten von Videospielern. Nach knapp 2000 Teilnehmern in 2013 konnten wir 2014 über 5000 Personen Besucher auf der Umfrageseite begrüßen. Hiervon haben 3359 bis zur letzten Frage durchgehalten (2013: 1417). Weiterlesen