Sonstige Videospielkultur-Links

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buzzti
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by buzzti »

http://gamepolitics.com/2013/05/13/nint ... n-new-life

Nintendo streicht homosexuelle Beziehungen in "Sims"-Klon "Tomodachi Collection: New Life". Anscheinend sah Nintendo die Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Beziehungen als "bug" und hat diese mit der Begründung "Human relations that become strange" gestrichen...
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herrpes
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by herrpes »

Tz die spinnen, ob das gut für die Reputation ist, wage ich zu bezweifeln!
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buzzti
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by buzzti »

herrpes wrote:Tz die spinnen, ob das gut für die Reputation ist, wage ich zu bezweifeln!
Hm, Ich bezweifle ob das groß durch die Presse geht. Bei GamePro.de hab' ich zum Beispiel keine derartige Meldung gefunden. Wahrscheinlich auch, weil das Spiel afaik bisher nur in Japan erschienen ist.
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buzzti
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by buzzti »

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TheRealBlack
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by TheRealBlack »

http://www.golem.de/news/mario-co-ninte ... 99302.html
Mario & Co. Nintendo legt sich mit Let's-Playern an
Happy Coding.
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Patrik
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by Patrik »

Wenn sie nicht die kompletten Einnahmen für sich beanspruchen, finde ich das OK. Nintendo hat das Urheberrecht auf die Inhalte und hat damit das Recht, auch an den Videos zu verdienen. Wenn Nintendo aber die Leistung der Let's-Player nicht honoriert, ist die Aktion ziemlich daneben.
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herrpes
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by herrpes »

buzzti wrote:
herrpes wrote:Tz die spinnen, ob das gut für die Reputation ist, wage ich zu bezweifeln!
Hm, Ich bezweifle ob das groß durch die Presse geht. Bei GamePro.de hab' ich zum Beispiel keine derartige Meldung gefunden. Wahrscheinlich auch, weil das Spiel afaik bisher nur in Japan erschienen ist.
Gerade so etwas geht an die Presse kann ich mir vorstellen...
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buzzti
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by buzzti »

In der neuesten GameStar-Ausgabe 07/2013:

Report: Gewalt kann schön sein - Virtuelle Gewalt darf uns aufrütteln, abstoßen - aber gefallen darf sie uns nicht? Wir lehnen dieses Denkverbot ab - und ergründen die Ästhetik von Blut und Brutalität. (Von André Peschke)

Zu Wort kommen der Medienwissenschaftler Jörg von Brincken, Yosuke Hayashi (Ninja Gaiden) und Michael Capps. Der Artikel ist zu großen Teilen eine Neuveröffentlichung des alten Artikels auf Krawall.de (http://www.krawall.de/web/Killerspiele/ ... /id,61172/)
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Pyri
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by Pyri »

Sehr schön. Dazu ist jedoch zu sagen, dass es auch eine Tradition der Antiästhetik gibt http://de.wiktionary.org/wiki/Antiästhetik Etwa im Wiener Aktionismus wurde viel damit gearbeitet.
Dabei wurden allerdings diverse Fetische, wie zum Beispiel die Nekrophilie, ausgeklammert bis für einen "normalen" Menschen negiert, auch weil aus meiner Sicht gegen die bürgerliche Ordnung nur mit den Mitteln derselben rebelliert wurde. Die kannten gar nichts anderes als eben diese Welt und Ordnung, sowie sämtliches Auflehnen dagegen entsprach letztlich auch diesen eigenen Ursprüngen.
Videospiele gehen da schon wesentlich weiter indem sie als Fiktionen auch eigene Wertesysteme entwickelt haben könnten. Systeme die unabhängig vom Rest der Welt existieren. Und da wird dann der Spieler, die Spielerin, damit so konfrontiert wie etwa manche Menschen indem sie in ferne Länder reisen.

Soll heißen: die Problematik um die Ästhetik von Gewalt, oder halt (dann meist negativ konnotiert) eine Ästhetisierung von Gewalt, ist nur eine Seite und "Faszination" somit auch eine - in meinen Augen bisweilen eklatante - Verkürzung.
Und dazu kann sich halt, was oft geleugnet wird, auch Abscheu gesellen.
Ich nehme an, dass das bei Videospielen deshalb nicht genannt wird weil es da schon das (Vor-)Urteil (noch tiefer verankert) gibt, wonach Unterhaltung immer Freude bereiten soll.
Gamertag: Pyri80 PSN: Pyri Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
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buzzti
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Post by buzzti »

http://jungle-world.com/artikel/2013/24/47905.html

"Der Egoshooter »Bioshock Infinite« beeindruckt mit einer Story, die von den Abgründen des Kapitalismus erzählt."

"Bioshock Infinite« ist mehr als ein »Killerspiel« mit schöner Fassade. Die Geschichte ist hier ebenso wichtig wie die Action."

"Den begrenzten Bewegungs- und Handlungsspielraum des Egoshooters kaschiert die aufwändige Inszenierung gesellschaftlicher Konflikte. Zwar dient die Geschichte immer auch der Legitimation von Gewalt durch den Protagonisten, es gelingt allerdings wenigstens teilweise, anhand exemplarischer Szenen darzustellen, welche komplexen gesellschaftlichen Ursachen diese hat – zumindest bis zu einem gewissen Punkt."

"In einem Spielabschnitt tritt Booker gegen den an den Ku-Klux-Klan erinnernden »Rabenorden« an, der für den »Schutz der Rasse« zuständig ist. Ein Legitimationsproblem stellt sich für den Spieler hier nicht. Innerhalb der Videospielergemeinschaft ist die Gewaltanwendung gegen Faschisten und Rassisten Konsens."

"Die Konkurrenz um die wenigen Jobs ist scharf, im Kampf um den Job schlagen sich die Arbeitsuchenden gegenseitig nieder. Gewalt gegen diese Menschen auszuüben, stellt das eigentliche Legitimationsproblem in »Bioshock Infinite« dar, zumal auch Elizabeth Sympathie für die Geknechteten äußert – sie fühlt sich an die Verhältnisse in Victor Hugos Roman »Les Misérables« erinnert."

"Auch kommt die Darstellung hier nicht ohne rassistische Stereotype aus. Courtney Stanton kritisiert zu Recht auf ihrem Blog »Super Opinionated!«, dass die Bestialität der Revolution ausgerechnet in der Figur der schwarzen Frau verkörpert wird."

"Mit dem Versuch, das Scheitern der Revo­lution in die Handlung zu integrieren, haben sich die Spielentwickler leider übernommen. Dennoch ist »Bioshock Infinite« aufgrund der Geschichte, die es erzählt, ein durchaus empfehlenswertes Game. Wer jedoch einer Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse positiv gegenübersteht, sollte das Spiel mit dem Ausbruch der Revolution in Columbia beenden. Danach verabschiedet sich die Logik in die esoterischen Wirren alternativer Realitäten."
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